Gründerforum Hamburg - Hamburg wird seine Gründe(r) haben

Gründerforum Hamburg - Hamburg wird seine Gründe(r) haben

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  • Henner Kühne
    Henner Kühne    Premium Member
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    Vorstellung im Gründerforum
    Nightaudit Hamburg bietet Hotelliers eine Lösung für ein stets wiederkehrendes und lästiges Problem: der Suche, die Auswahl und Einarbetung von Mitarbeitern für den Nachtdienst an der Rezeption.

    Nach Erstellung eines Leistungskataloges und eines genauen Ablaufplans stellen wir geeignete Mitarbeiter ein, arbeiten sie im Betrieb ein und überlassen sie dem Hotellier im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung. Durch einen Pool von Mitarbeitern können wir auch kurzfristige Engpässe überwinden und krankheits- oder urlaubsbedingte Ausfälle überbrücken helfen.

    Ich bin seit 30 Jahren in der Hotellerie in verschiedenen Positionen tätig und bin mit diesem Problem häufig konfrontiert worden. Mit Nightaudit Hamburg möchte ich meinen Kollegen helfen, sich wieder auf ihre Kernaufgaben (die Leitung des Hotels) zu konzentrieren.
  • Uwe Twachtmann
    Uwe Twachtmann    Premium Member   Group moderator
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    Re: Vorstellung im Gründerforum
    Guten Morgen Herr Kühne,

    vielen Dank für Ihre Vorstellung und herzlich willkommen im
    Gründerforum Hamburg.

    Aus privaten Verbindungen in die Hotellerie weiß ich, dass
    nicht nur Nachportiere Mangelware sind, sondern oft auch
    im Service-Bereich und der Gastronomie engagierte
    MitarbeiterInnen fehlen.

    Können Sie auch in diesen Bereichen helfen?
    Und auch über Hamburg hinaus?

    Ein Pool an guten und serviceorientierten Mitarbeitern für die
    Branche wird sicher auf großes Interesse stoßen.

    Viele Grüße und noch eine beschauliche Adventszeit

    Uwe Twachtmann
  • Henner Kühne
    Henner Kühne    Premium Member
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    Re^2: Vorstellung im Gründerforum
    Sehr geehrter Herr Twachtmann,

    vielen Dank für Ihre Anregung für die Ausweitung meines Tätigkeitsfeldes! Mir ist diese Situation ebenfalls sehr bewußt aber ich denke, daß bei den Hotels und Restaurants in Deutschland die Schmerzgrenze noch nicht erreicht ist!

    Ich meine damit, daß die Gäste offensichtlich immer noch in ausreichender Zahl kommen und Umsatz produzieren und das es immer noch Mitarbeiter gibt, die für die (Hunger-)löhne, die der DEHOGA als seinen Tarif ausgibt, noch bereit sind, sich für viele Stunden täglich zu schinden.

    Hier ein kleiner Auszug aus dem aktuellen Tarif mit den Gehaltsstufen ab 01.01.12 und den offiziellen Beschreibungen der Tätigkeiten:

    ... 3. Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung im 1. Berufsjahr und Fachkräfte im 6. Jahr der Berufszugehörigkeit (angelernte Mitarbeiter) , z.B.: Hotel- oder Restaurantfachmann, Koch, Handwerker aller Berufszweige, Verwaltungspersonal, Barmixer, Empfangssekretär, Portier, Reservierungssachbearbeiter, Hausmeister

    EURO 1.477,00

    4. Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung ab 2. Berufsjahr und Fachkräfte ab 7. Jahr der Berufszugehörigkeit:

    EURO 1.526,00

    ...
    7. Führungskräfte mit Verantwortung in einem Teilbereich bezw. FAchtätigkeiten mit besonderer Qualifikation, z.B. Oberkellner mit Revier, Barchef, stellvertr. aufsichtführender Oberkellner, stellvertr. Küchenchef, Abteilungsleiter, Chef-Portier, Leiter Reservierung, Hausdame, stellv. EDV-Leiter, Werkstattleiter
    EURO 1.913,00

    Ich bn sicher, daß Sie mir Recht geben werden, daß man mit diesen Gehältern keine Familie in Hamburg ernähren kann und daß diese Gehaltsaussichten auch nicht geeignet sind, Mitarbeiter, die weiterkommen wollen, zu motivieren, der Branche die Treue zu halten.

    Das führt dann dazu, daß zwar jährlich viele Mitarbeiter ausgebildet werden aber nur ein Bruchteil der ausgebildeten Neugastronomen/Neuhotelliers noch den Wunsch verspürt in seinem erlernten Beruf tätig zu werden. Diese Lust an der Dienstleistung ist den jungen Menschen leider in den 3 Jahren der Ausbildung durch gleichgültige und wenig wertschätzende Mitarbeiterführung, dilettantische und schlecht auf ihre Aufgabe vorbereitete Vorgesetzte und im Normalfalle hunderte von unbezahlten und nicht anerkannten Überstunden ausgetrieben worden. Deshalb blutet die Branche aus, denn motivierte und serviceorientierte, gute Mitarbeiter, die sich noch einen Rest an Selbstvertrauen und Selbstrespekt erhalten haben, finden außerhalb der Branche dann eben auch gut bezahlte Jobs, die dann auch noch einen höheren sozialen Status haben.

    Solange die Gäste nicht mit den Füßen abstimmen, werden die Arbeitgeber hier nicht viel ändern, und das zur Verfügung stehende Personal weiter ausbeuten und einsetzen. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, wann diesen Mitarbeitern dann grundlegende Fähigkeiten völlig abhanden gekommen sind.

    Ich werde jedenfalls bei meinem Leisten bleiben und mich auf meine kleine Nische im regionalen Bereich zwischen Lübeck und Bremen konzentrieren!

    Ich wünsche eine schöne Adventszeit!