Schon für Weihnachten dekoriert?

Da Weihnachten in arabischen Ländern eher etwas nüchterner abläuft, haben wir die „Dubai ART Hoteldekoration“ für den Deutschen Markt und die angesprochene Weihnachtszeit,
vor zwei Jahren wieder eine und auch die EINZIGE Weihnachtbergmanufaktur im Erzgebirge wieder ins Leben gerufen.

Was ein Weihnachtsberg ist sei hier so aufwendig erklärt, wie ein echter Weihnachtsberg gebaut wird.
Oder wer es nicht abwarten kann sieht sich hier das Video an.
http://www.youtube.com/user/Oronomasan#p/u/1/gJtCZULXeQc

Als "Weihnachtsland" und "Spielzeugland" ist das Erzgebirge weltbekannt. Es ist vor allem die bergmännische Volkskunst des Schnitzens und Bastelns, die diese Attribute für unsere Heimat hervorgebracht und geprägt hat, mit all ihrer Vielgestaltigkeit und ihren Bezug auf das Weihnachtsfest. Entstanden ist diese Volkskunst aus der Not heraus nie einen gerechten für die harte Arbeit als Bergmann, Bauer, Köhler oder Holzfäller erhalten zu haben. Somit entstand durch das herstellen von Spielzeug und Dekorationsmaterial ein Zusatzeinkommen was in Pfennigen abgerechnet wurde. Was hat diese Volkskunst alles entwickelt, die Leuchterbergmänner und -engel, die Pyramide, Leuchterspinne, Schwibbogen, Nußknacker, Räuchermänner u.v.m..
Wenig wird hingegen wird über die so genannten „Weihnachtsberge“ und „Zwergenbergwerke“ berichtet. Aber es sind gerade diese, die in eindeutiger Weise auf den Ursprung der bergmännischen Volkskunst führen und nahezu lückenlos die Entwicklung des Schnitzens und Bastelns aufzeigen.
Der Erfindungsreichtum der Bergleute und der Wunsch, die schwere Arbeit unter Tage so wirklichkeitsnah und detailgerecht wie möglich darzustellen. Und so wurden die Figuren sogar "lebendig" gemacht, indem Mechanismen in die Bergwerksmodelle eingebaut wurden.
Herrliche Weihnachtsberge sind in den 20iger - 30iger Jahre unseres Jahrhunderts entstanden, aber leider haben nur die wenigsten seit dem „überlebt“.
Der Grund dafür ist einfach, aber nicht schnell erklärt.
Fast jede Familie hatte einen eigenen, nach ihren Mitteln, selbst zusammengebauten Weihnachtsberg, die alle einander ähnelten, aber dennoch voneinander abwichen.
In der Familie eines Bergmannes waren auf einem Weihnachtsberg bergmännische Szenen zu sehen. Bei einem Köhler hingegen war es eher die arbeit am Meiler und im Wald. Ein Weihnachtsberg wurde jedes Jahr kurz vor Weihnachten erneut aufgebaut. Es ging hinaus in den Wald und es wurden Fichtenzweige, Steine, Gräser und Moos, sowie Rinde, Zapfen, Tannennadeln und Pilze gesammelt.
Eben diese Naturmaterialien wurden zumeist auf einem Brett in einer Ecke (auch Winkel genannt) des Raumes zum Weihnachtsberg aufgebaut. Es wurde gehämmert, geklebt, geflochten und gebastelt. So gut wie es der Hausherr mit seinen Kindern eben vermochte.
Auch gab es so genannte „Fensterbretteln“ ( Fensterbrettchen ) auf denen die Figuren eher flach und nicht auf oder in einem Berg platziert wurden. Diese wurden am Fenster platziert so das sich auch die Nachbarskinder daran erfreuen konnten.
Von Altes her gab es auch so genannte „Zwergenbergwerke“ wo man statt Bergleuten, eben Zwergenfiguren in den Bergwerken arbeiten sah, den wohl kaum eine Bergbauregion in Deutschland hat eine so vielfältige Sagenwelt in der sich vieles um Zwerge dreht, deren schatzsuchendes Völkchens ein guter Freund der Menschen im Erzgebirge war und ihnen manchen Weg gezeigt hat wo die Bergleute reiche Erzausbeute finden sollten.
Hier einmal ein alter Text der sich auf ein derartiges „Zwergenbergwerk“ bei einer kunsthandwerklichen Ausstellung im Erzgebirge in den 60iger Jahren bezieht.

Lassen Sie sich in alte mystische Zeiten entführen als noch dichte, undurchdringliche Wälder das Erzgebirge bedeckten und das kleine, arbeitssame Völkchen der Zwerge vor den neugierigen Blicken der Menschen versteckt hielt.
Denn die fleißigen Felshöhlenbewohner waren der Sage nach den Gebirglern immer ein Zeichen von reichen Erzgängen und gaben auch den Menschen Hinweise wo sie reiche Erzausbeute finden sollten.
Wagen Sie einen Blick durch dichtes Gestrüpp und zwischen die Wurzeln uralter Bäume, in das harte Leben der kleinen Schatzsucher, die trotz ihrer schweren Arbeit immer ein lustiges Lächeln im Gesicht hatten. Denn, ...... vielleicht gibt es sie ja noch heute.

Aber zurück zum Bau von Weihnachtsbergen.
Der Höhepunkt war für die Kinder immer das aufstellen der Figuren. Diese wurden jedes Jahr erneut hervorgeholt und begutachtet ob sie die Sommermonate, gut in Holzwolle verpackt, überstanden hatten. Nur zu oft musste ein Arm oder Bein wieder angeklebt, oder die Figuren frisch bemalt werden. Selten waren dies geschnitzte Figuren. Eher stammten diese aus den Händen so genannter „Männelmacher“ (Figurenhersteller).
Diese fertigten die kleinen Spielfiguren (denn zum spielen waren sie wirklich gedacht) aus Pappmachee, Brotteig oder Gips. Später auch aus teilkeramischen Massen. Sie fertigten die Rohlinge in Formen die sie dann in liebevoller Handarbeit weiter bearbeiteten und schließlich bemalten. Bis in die 50iger Jahre machten sich einige dieser „Männelmacher“ aus dem Erzgebirge, sogar mit Schubkarren und Handwagen, auf zu den Großen Weihnachtsmärkten in Dresden, Chemnitz und Leipzig.

Unter den heutigen Wohn und Lebensbedingungen ist das alles kaum noch vorstellbar. Und diese völlig veränderten Wohn- und Lebensbedingungen sind wohl auch hauptsächlich die Gründe dafür, daß man immer weniger Weihnachtsberge sieht. Fälschlicherweise werden heute nur zu oft, schon einige Figuren als Weihnachtsberg bezeichnet, wenn diese auf einem Brettchen, um ein Häuschen gruppiert werden. Zu allem Überfluss sind es dann auch noch gedrechselte Figuren oder Laubsägearbeiten die in keiner Weise etwas mit historischen Weihnachtsbergen aus Naturmaterialien zu tun haben.
Der große Zeitaufwand, der Platzbedarf und später die Probleme mit der Unterbringung des Weihnachtsberges über die Sommermonate, halten heute viele Schnitzer und Kunsthandwerker, vom Bau neuer Weihnachtsberge ab.
Und so ist es schade das die Weihnachtsberge so nach und nach fast aus unserer Volkskunst verschwunden sind.
Wir aber, die Weihnachtsbergmanufaktur in der Galerie Rays Art Scheibenberg / Schlettau, sind neue Wege gegangen und haben den historischen Weihnachtsberg wieder erweckt und trotz der Naturmaterialien haltbar gemacht und somit den neuen Wohn und Lebensbedingungen angepasst.
Kleinere Modelle mit seriennaher Grundform, mit 5 – 7 Figuren für private Zwecke, sind ebenso wie Sonderanfertigungen mit bis zu 30 oder mehr Figuren, für ein dekoratives aufstellen in Hotellerie und Gastronomie wieder zu erhalten.

Vielfältige weitere Details unserer Modelle sende ich gerne auf Anfrage.

Ray Kunzmann