Golden Life Club
Posts 1-1 of 1
-
Peter Gabriel Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.RELIGIONSFREIHEIT.
Vor vielen Jahren weilte ich über eine lange Zeit in London. Der Pub-Besuch gehörte zum Tagesausklang mit Freunden. Wir waren alle aus verschiedensten Ländern, verschiedenen Kulturen, verschiedenen Berufen, Sprachen, Zivilständen, Religionen und Abstammungen. Gemeinsam hatten wir nur unseren ultimativen Ehrgeiz Karriere zu machen und waren dafür bereit, alle unsere Kräfte zu geben. Alle von uns hatten ein einziges Ziel: ERFOLG ZUM WOHLE DER EIGENEN FAMILIE.
TEACHERS ARMS, Nähe Knights Bridge, war ein Lieblings-Pub von uns. Zehn Freunde, zehn Nationen, sieben Religionen und alle trinken ein Bier zusammen und freuen sich miteinander, dass es den anderen gibt und man sich mit ihm freuen und von ihm lernen kann.
Mit meinem Namen (wie der Musiker) stiftete ich nicht selten Verwirrung mit der zuerst herausfordernden Aufgabe zu den Gästen zu sprechen. Später machte es viel Freude und Spass. Zur Erklärung: Die Pub-Chefin bat um Ruhe, weil sich Piter Gebriel die Ehre gibt, ihr Pub zu besuchen und zu den Fans zu sprechen. Es war immer eine tolle, erheiternde, fröhliche Stimmung; viele Nationen, viele Religionen, eine Stimmung: Friedvolle Freude.
In dieser entspannten Atmosphäre und bierseligen Runde gab es durchaus ernsthafte Gespräche. "Piter", du willst doch nur, dass wir alle Christen werden, sagte ein Freund. Ich wünsche mir ja auch, Piter, dass du Muslim wirst. * Ich glaube, wir alle sind uns selbst, uns einander und unserer Religion treu geblieben. Treue in der Freude über die Einheit in der Vielfalt oder die Verschiedenheit in der Gleichheit.
Religionsfreiheit wird immer dann ein Thema, wenn um sie ganz konkret gerungen wird. Oft sind alle irgendwie dafür, aber trotzdem sind viele irgendwie dagegen, dass gerade in ihrem Wohnbezirk etwas geschaffen werden soll, das da so gar nicht reinpassen will.
Wenn dann das Recht der freien Religionsausübung und der Religionsfreiheit eingefordert wird, verweist man als "Einheimischer" ganz rasch auf die eigene Tradition. Oder auf die eingeschränkte Freiheit in anderen Ländern.
Man kann alles thematisieren und Konfliktstoff schaffen. Und es mag sein, dass die Spannungen zum Verhältnis von Missionsauftrag (aller Religionen) und Religionsfreiheit nicht (immer) auflösbar sind.
Meine jahrzehntelange Erfahrung auf vier Kontineten zeigt aber, dass die eigene Offenbarung nicht verraten werden muss, wenn man das Offenbarungsverhältnis einer anderen Religion zu GOTT als wertvoll anerkennt.
Wert, sich darüber Gedanken zu machen.
Dein Peter
- 26 Jun 2010, 7:30 pm
