GTD - Getting Things Done

GTD - Getting Things Done

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  • Hendrik Scholz
    Hendrik Scholz
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    Erfahrungsaustausch im Raum Karlsruhe
    Hallo zusammen,

    nach mehr als zwölfmonatiger Anwendung von Getting Things Done (GTD) bin ich gerade dabei einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Eventuell werde ich dann daraus auch einen Vortrag zur Einrichtung der Selbstmanagementmethode erstellen.

    Sicher gibt es interessierte Einstieger, die Fragen zur Einführung und Umsetzung von GTD haben. Diese Fragen würde ich gern sammeln, beantworten und sie ggf. in meinen Bericht bzw. Vortrag einfließen lassen.

    Weiterhin bin ich auf der Suche nach aktiven Nutzern aber auch Einstiegern im Raum Karlsruhe. Wer Interesse am Erfahrungsaustausch zu GTD hat kann sich gern bei mir melden. Ich würde mich freuen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Hendrik Scholz
  • Oliver Gassner
    Oliver Gassner    Premium Member   Group moderator   Ambassador
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    Re: Erfahrungsaustausch im Raum Karlsruhe
    Nun

    Raum Karlsruhe ist ein großes Wort, ich bin (bis Anfang August noch) in Vaihingen/Enz ;)
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  • Oliver Gassner
    Oliver Gassner    Premium Member   Group moderator   Ambassador
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    Re^3: Erfahrungsaustausch im Raum Karlsruhe
    hallo

    1. Im Buch wird von einer Schrittweisen Einführung der Prinzipien gesprochen, um diese richtig zu verinnerlichen. Wie sind Sie da vorgegangen? Step by Step oder an allen Baustellen gleichzeitig?
    1) schritt für schritt, Mindsweep, Kontextlisten, 2 Minutenregel, Next actions zu beginn, den Rest (auch das abarbeiten der Stapel) kontinuierlich.

    2. Gerade am Anfang sammelt man eine riesige Menge an Aufgaben und Projekten zusammen. Ich habe dann das Problem mir zu viele Aufgaben pro Tag zu geben, die ich dann an diesem Tag nicht bewäötigt kriege. Wie sollte man mit nicht geschafften Aufgaben umgehen? Direkt auf den nächsten Tag schieben wirft da oft die ganze Wochenplanung durcheinander.
    Nun,
    an sich HAT man weder eine Tages- noch eine Wochenplanung, außer bei den 'harten Terminen' im Kalender.

    "Next action" heißt: so bald wie möglich - aber nicht an einem bestimmten Tag (höchstens VOR einem bestimmten Tag).

    Mehr als an einem tag machbar ist, mache ich halt nicht (surprise ;) ), und arbeite an der Liste eben am nächsten Tag weiter.
    Wenn man elektronisch arbeitet ist das schieben oder verteilen auf zukünftige Tage ja ganz leicht.

    3. Haben Sie konkrete Tagesroutinen entwickelt? Wie haben Sie diese zeitlich eingeplant?
    1- In den Kalender gucken
    2- Inbox leer machen, ggf. Tagestodos auf anderswann schieben
    3- Next Actions
    4- Waiting For checken und ggf erinnerung senden
    5- 2 und 3 wiederholen bis der Tag rum ist

    Und ich sage immer Zeit und Prioritäten kann man nicht managen, zeit verrinnt von selbst und Prioritäten ändern sich auch oft von selbst.

    grüße
    OG
  • Hendrik Scholz
    Hendrik Scholz
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    Re^3: Erfahrungsaustausch im Raum Karlsruhe
    Jens Anders schrieb:
    1. Im Buch wird von einer Schrittweisen Einführung der Prinzipien gesprochen, um diese richtig zu verinnerlichen. Wie sind Sie da vorgegangen? Step by Step oder an allen Baustellen gleichzeitig?
    Bei der Einführung habe ich mich an folgende Schritte gehalten: Erfassen, Durcharbeiten und Organisieren, Durchsehen, Durchführen. Learning by Doing war für mich am hilfreichsten.

    -Erfassen – Viel zu verinnerlichen gibt es hier nicht. Einfach alles erfassen. Am besten nimmt man sich am Anfang genug Zeit um nichts zu vergessen.
    -Durcharbeiten und Organisieren - Für das Durcharbeiten und Organisieren definiert GTD einen Workflow, zu denen es gute Abbildungen gibt. Die Abbildung reicht in der Regel aus um zu wissen was zu tun ist.
    -Durchsehen – Man sollte regelmäßig auf den Kalender oder auf entsprechende Aufgabenlisten schauen. Bei Bedarf kann der Eingangskorb wieder gefüllt werden.
    -Durchführen – Die Arbeit wird nach bestimmten Kriterien ausgewählt (z.B: Kontext - „am Telefon“) und erledigt.

    Wie gesagt: Learning by Doing war für mich am hilfreichsten. Das Buch mit der Beschreibung kann man ja jederzeit zur Hand nehmen falls noch etwas unklar ist. Vor allem der Einsatz von ThinkingRock hat mir die Prinzipien von GTD klar gemacht. Meiner Meinung nach ist die Software eine gute Abbildung der Selbstmanagementmethode.

    Schrittweise habe ich nur verschiedene Abbildungen von GTD umgesetzt: 1. GTD mit ThinkingRock, 2. GTD für E-Mails, 3. GTD für Dokumente (z.B. Briefe). Nachdem ich durch ThinkingRock gelernt habe wie GTD funktioniert habe ich die Selbstmanagementmethode auf andere Bereiche übertragen.

    Noch ein Tipp: Als allerersten Schritt bitte nicht die Konfiguration des eingesetzten Systems vergessen. Zum Beispiel Themen und Kontexte definieren oder Büromaterial (Ablagen, Hefter, …) besorgen.

    2. Gerade am Anfang sammelt man eine riesige Menge an Aufgaben und Projekten zusammen. Ich habe dann das Problem mir zu viele Aufgaben pro Tag zu geben, die ich dann an diesem Tag nicht bewäötigt kriege. Wie sollte man mit nicht geschafften Aufgaben umgehen? Direkt auf den nächsten Tag schieben wirft da oft die ganze Wochenplanung durcheinander.
    Sicherlich kommen beim initialen Befüllen des Eingangskorbs viele Aufgaben und Projekte zusammen. Doch dafür bietet GTD verschiedene Möglichkeiten der Organisation: Kann ich jetzt für die Aufgabe / das Projekt etwas unternehmen? Nein, die Zeit habe ich aktuell nicht – Vielleicht / irgendwann. Die Aufgabe ist nicht zeitkritisch also erledige ich sie ASAP (as soon as possible), was nicht „sofort“ bedeutet sondern „sobald als möglich“, z.B. sobald ich Zeit dafür habe. Es gibt also Aufgaben, die nicht an einem bestimmten Tag erledigt werden müssen. Nicht geschaffte Aufgaben kann man auf die genannte Weise verschieben. GTD lässt da mehr Freiraum als die ALPEN-Methode, die besagt, dass nicht erledigte Aufgaben in den nächsten Tag zu übertragen sind. Bei „ALPEN-Methode“ fällt mir noch etwas ein: Pufferzeiten sollte man auch bei GTD für die Erledigung von Aufgaben einplanen. Ein starre, zeitliche Wochenplanung wie bei der ALPEN-Methode gibt es bei GTD meiner Erfahrung nach nicht. Termine in der Woche und eine Liste der nächsten Schritte für die Woche sind das Ergebnis eines guten Systems. Bei ThinkingRock lässt sich beispielsweise ein Report erzeugen („Next actions“), der genau das auflistet. Vielleicht hilft Ihnen ein Blick auf den Report um die Sache besser zu verstehen.

    3. Haben Sie konkrete Tagesroutinen entwickelt? Wie haben Sie diese zeitlich eingeplant?
    Die wichtigste Tagesroutine aber auch wöchentliche Aufgabe ist bei mir die Durchsicht des Kalenders und der Liste der nächsten Schritte. Für den Wochenüberblick habe ich mir einen Termin eingestellt und nehme mir dafür zirka 30 Minuten am Sonntag Zeit. Der Wochenüberblick beinhaltet aber auch den folgenden Ablauf (siehe oben): Erfassen, Durcharbeiten und Organisieren, Durchsehen.

    Mehr Routinen braucht man meiner Erfahrung nicht, denn: Alle Termine und Aufgaben stehen im Kalender oder auf Listen. In meinem Fall ist der von ThinkingRock erstellte Report (siehe oben) mein Begleiter für die Woche. Ein gedrucktes Exemplar habe ich immer dabei. Es geht dann darum die Listen abzuarbeiten.

    Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

    Schönen Gruß, Hendrik Scholz
    This post was modified on 19 Jul 2010 at 09:39 pm.