Jazz in Hamburg

Jazz in Hamburg

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  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    Stefan Hentz in der "Welt":

    "Elbjazz - Vertiefung gelungen
    Hochklassige Solisten beim Jazzfest im Mai

    Mit den Vorbereitungen für seine dritte Ausgabe, die am Wochenende des 25. und 26. Mai stattfinden wird, macht Elbjazz immer deutlicher, dass es zu Hamburgs Sommer-Jazzfestival werden will. Unter Beibehaltung des grundsätzlichen Konzepts, ein stilistisch breit gefächertes und durchweg hochklassiges Angebot vor der spektakulären Kulisse von außergewöhnlichen Aufführungsorten im und rund um den Hamburger Hafen zu bieten, arbeiten die Veranstalter daran, das künstlerische Konzept zu verfeinern und auch in Sachen Musik den Faktor Hamburg zu stärken.

    Neben der bewährten Mitwirkung der NDR Bigband und von Studenten des Jazzstudiengangs der Musikhochschule baut Elbjazz mit freundlicher Unterstützung der Rusch-Stiftung in diesem Jahr im Hafenmuseum eine Bühne, um dem aufregendsten Jazz-Veranstaltungsreigen der Stadt die Gelegenheit zu bieten, aktuelle Musik aus dem Motorraum des Jazz einem größeren Publikum vorzustellen. "Fat Jazz" heißt die Veranstaltungsreihe, mit der Gabriel Coburger, der Hamburger Saxofonist und erste Träger des Hamburger Jazzpreises der Dr. E. A. Langner-Stiftung, seit gut zwei Jahren dienstags abends in der Bar 227 unter der Sternbrücke ein Fenster öffnet und den Mief einer über lange Zeit zu stark im Saft der kleinen Musikhochschule schmorenden Hamburger Jazzszene mit einer frischen Brise der musikalischen Vorgehensweisen von Musikern aus den verschiedenen Brennpunkten der aktuellen deutschen Jazzszene durchlüftet und die Hamburger Szene an das lebhafte Brodeln des deutschen Jazz anschließt. "Fat Jazz" heißt auch das Programm, das Coburger für Elbjazz im Hafenmuseum mit Hoffnungsträgern der lokalen Szene wie den Saxofonisten Frank Delle oder Sebastian Gille und den deutschen Szenestars wie dem Kölner Bass-Schlagzeug-Gespann Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel oder dem Bassklarinettisten Rudi Mahall zusammenstellt."

    Quelle:
    http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13909970/Elb...
  • Manfred Koopmann
    Manfred Koopmann
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    Naja, viel tiefer ist das ganze nun auch nicht geworden.
    Mir fehlen, und das kann ich generel für die Hamburger Jazzkonzerte sagen,
    doch das ein oder andere wirklich freie Spiel, das den Jazz doch so unglaublich spannend gemacht hat.
    Nur ein Beispiel:
    Ein Peter Brötzmann ist letztes Jahr 70 Jahre alt geworden.
    Davon ist in Hamburg gar nichts zu spüren geschweige denn zu hören gewesen.
    In Österreich (Wels) bekommt so ein stilbildender Musiker ein ganzes
    Festival (Wels Unlimited 2011) – übrigens das war völlig ausverkauft (3Tage)!!
  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    aus der "Welt":

    "Jazz ist eine Musik fürs Herz"
    Viktoria Tolstoy beim Elbjazz zu Gast

    Natürlich, die Frage musste ja kommen. Viktoria Tolstoy, die am 25. Mai beim Elbjazz zu Gast sein wird, lacht. "Wir sind einfach gut." So einfach ist das mit dem Geheimnis des skandinavischen Jazz'. Doch dann bemüht sich die blonde Frau mit den langen Beinen und den noch längeren Haaren noch um eine seriöse Erklärung: "Vielleicht ist es diese Klarheit in unserem Jazz, diese schlichten, einfachen Melodien, die zwischen den Noten noch Luft für Freiräume und Gedanken lassen. Denn solche Pausen sind oft sehr viel wichtiger als die Noten."

    Für den Zuhörer, um die oftmals seidenweichen, perlenden Klänge der Schwedin in ihrer ganzen Schönheit zu empfinden - für die 37-Jährige, um in sich hineinzuhorchen, wie der Song wohl weitergehen könnte: "Das geht bei mir immer über das Gefühl im unmittelbaren Moment". Was dann mal laut und aggressiv, mal sanft und verhalten klingen kann. "Alles eine Frage des Temperaments und des Moments", meint die Sängerin und ihre blauen Augen blitzen.

    So finden sich denn auch in ihrem aktuellen Programm "Letters to Herbie" Farben des Funk und Soul ebenso wie Elemente des Pop oder klassischer Balladen. Nein, lacht die unprätentiöse Frau, sie pflege keine Brieffreundschaft mit Herbie Hancock, doch für seine Wanderungen zwischen den Stilen habe sie sich schon seit ihrer Jugend begeistert.

    "Inzwischen habe ich ihn sogar einmal zum Abendessen getroffen" - und dann gerät sie fast ein wenig ins Schwärmen über den so "unglaublich freundlichen und humorvollen" Jazzgranden. Da lag und liegt der Gedanke an eine Hommage natürlich nahe - und doch bleibt sie sich und ihrem soften Vocal-Jazz treu in den feinfühlig arrangierten Kompositionen: "Denn Jazz ist eine Musik fürs Herz - der Verstand hat damit nichts zu tun."

    Quelle:
    http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article106200864/J...
  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    25 Apr 2012, 08:40 am
    Re: 25./26.5.: Elbjazz - Omar Sosa
    aus dem "Abendblatt":
    "Omar Sosa feiert eine Zeremonie beim Elbjazz Festival

    Für das Album "Ceremony" erhielten der kubanische Pianist Omar Sosa und die NDR Bigband im vergangenen Jahr einen Echo Jazz. 2012 werden sie das Werk beim Elbjazz Festival aufführen. Sosas Musik basiert auf traditionellen kubanischen Melodien, mit denen auf der Karibikinsel die Orishas gefeiert werden, das sind die Götter der Yoruba-Religion, die mit den Sklaven aus Afrika ihren Weg auf die andere Seite des Atlantiks fand.

    Sosa, Jahrgang 1965, kennt keine stilistischen Grenzen. Schon früh kam er mit afro-kubanischen Rhythmen in Berührung, integrierte Funk und Elemente des Hip-Hops in seine Kompositionen und beschäftigte sich mit der Musik der Gnawa, eines Stammes aus der Südsahara. Für das Hamburger Konzert bringt er sein Trio mit Calixto Oviedo Mulens (Schlagzeug); Marcos Ilukán (Percussion) und Childo Thomas (Bass) mit. Die NDR Bigband wird von Jörg Achim Keller geleitet.

    "Ceremony" 25.5., 19.30, Blohm & Voss Open Air. Karten unter 01805/85 38 52 (14 ct/Min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreis max. 42 ct/Min.)"

    Quelle:
    http://mobil.abendblatt.de/ratgeber/extra-journal/article225...
  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    Stefan Hentz in der "Welt":

    "Elbufer zu Pfingsten mit Jazz geflutet
    Spannende Gäste beim Elbjazz-Festival
    Von Stefan Hentz

    Eine lange Schlange von Journalisten lässt im besten Fall auf die Bedeutung des Ereignisses schließen. Im neu eröffneten Blockbräu an den Landungsbrücken stellen diesmal Tina Heine und Nina Sauer, die Initiatorinnen, sowie die beiden Musikjournalisten Götz Bühler und Klaus von Seckendorff das Programm des erstaunlichen Festivals Elbjazz vor, das am Pfingstwochenende in seine dritte Runde geht.

    Mit seinem Nebeneinander von breitenwirksamen und ästhetisch ambitionierten Jazzangeboten und dem speziellen Reiz, der zum Teil im Alltag nicht zugänglichen Industrielandschaften im Hafen ist es Elbjazz gelungen, in den beiden ersten Festivaljahren jeweils alle Hoffnungen an Publikumszuspruch zu übertreffen. Darüber hinaus hat das Festival einen Erwartungshorizont erzeugt, der sich nun in einem höheren sechsstelligen Etat und einer stetig wachsenden Liste von Sponsoren und Unterstützern niederschlägt. Und nicht zuletzt im Interesse der Medien.

    Und weil das Grundkonzept gut und erfolgreich ist, hat Elbjazz daran auch vordergründig nichts geändert: Zwei Tage - zehn Bühnen - deutlich mehr als 50 verschiedene Veranstaltungen mit 290 Künstlern aus 17 Ländern.

    Eine Vielzahl von Feinjustierungen soll das Festivalerlebnis weiter verbessern: so wie eine andere Werfthalle neben dem besseren Klang in Verbindung mit einem neuen Standort der Spitzenbühne die Wege auf der Blohm + Voss-Werft verkürzt, rücken auch auf der anderen Elbseite die Bühnen dichter zusammen. Vom Unilever-Gebäude mit einer der Hauptkassen, wo nun auch direkt die Musik spielt, gelangt man schnell zur Open-Air-Bühne auf dem Platz vor der Elbphilharmonie und weiter zu den Elbbrücken, wo von der Terrasse des Blockbräu aus die Botschaft von Elbjazz auf den Fluss hinaus weht.

    Das ist der Rahmen, dazu kommen Namen, die das Feld in Richtung Pop erweitern wie die niederländische Sängerin Caro Emerald oder die Genremischer der norwegischen Band Katzenjammer. Auch Helge Schneider wird diesmal auftreten, sogar in zwei Konzerte. Einmal spielt der Jazzmusiker mit dem kanadischen Klavier-Entertainer Chilly Gonzales und in einem zweiten mit Michael Wollny, dem Tausendsassa des aktuellen deutschen Jazz, die Gelegenheit nutzen wird, seine komische Gegenwart mal wieder mit seiner Vergangenheit als Jazzmusiker zu konfrontieren.

    Gerade an diesem Programmpunkt wird jedoch die wahre Klasse von Elbjazz jenseits aller programmatischen und organisatorischen Details deutlich: keiner weiß, was bei diesen Begegnungen passieren wird. Umso größer ist die Spannung. Spannung ist das Leitmotiv für die weitere Programmierung von Elbjazz, das neben all den bekannten Namen mit großer Begeisterung und Spannbreite sein künstlerisches Profil, schärft: zwei Musiker, der Hamburger Saxofonist Gabriel Coburger und der Schlagzeuger Alfred Vogel aus Österreich erhalten jeweils eine Carte Blanche zum Zweck, eine Bühne mit Musikern aus ihrem künstlerischen Kosmos zu bespielen.

    Elbjazz, am Freitag, dem 25. Mai ab 18 Uhr und am Sonnabend, dem 26. Mai ab 13.30 Uhr "

    Quelle:
    http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article106232689/E...
  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    aus dem "Abendblatt":

    "60 Konzerte
    Elbjazz-Festival: Mit der Barkasse zur Bühne
    von Heinrich Oehmsen

    Das Elbjazz-Festival präsentiert am 25. und 26. Mai rund um den Hafen Künstler wie Helge Schneider, Chilly Gonzales, Katzenjammer und Michael Wollny.

    Hamburg. In seiner langen Karriere als Komödiant ist Helge Schneider schon in viele Rollen geschlüpft. Am Wochenende wird er zum Lockvogel. Schneider, der regelmäßig den Stadtpark ausverkauft, soll mit seiner Bekanntheit Zuschauer dazu bringen, zum Elbjazz-Festival zu kommen und Musik zu hören, die ihnen bisher vielleicht zu abseitig, zu kompliziert vorkam - Vorurteile, mit denen sich die Jazzmusik immer wieder auseinandersetzen muss. Der lustige Helge soll nun diese Schwellenangst überwinden helfen. Was er sicher gern macht, denn in erster Linie versteht sich der Multiinstrumentalist nicht als Musikclown, sondern als Jazzmusiker. "Den Quatsch drumherum machen wir, damit wir die Musik an den Mann bringen können", hat er einmal gesagt. Wie ernst der aus Mülheim/Ruhr stammende Entertainer genommen wird, verdeutlicht, dass er in diesem Jahr beim renommierten Moers-Festival einen ganzen Abend, den er kuratiert hat, mit Gästen bestreiten darf.

    Auch das Elbjazz-Publikum kann sich auf spannende Begegnungen zwischen Helge Schneider und erstklassigen Musikern freuen. Da ist zum einen ein Duo, das er mit dem Pianisten Chilly Gonzalez spielen wird (Sa 21.30 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne). Der Kanadier ist ähnlich durchgeknallt wie Schneider, der Auftritt könnte ein extrem lustiges Treffen werden. Ebenso viele Überraschungen wird das Aufeinandertreffen zwischen Schneider und dem jungen deutschen Weltklassepianisten Michael Wollny bringen (Fr 19.30 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne).

    Außer dem Lockvogel Schneider gibt es bei der dritten Auflage von Elbjazz weitere Zugpferde, die aus dem Pop kommen wie das norwegische Mädchenquartett Katzenjammer (Fr 23 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne), die holländische Sängerin Caro Emerald (Sa 23 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne) oder den amerikanischen Saxofonisten Curtis Stigers (Fr 21 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne), der mit "I Wonder Why" in den 90er-Jahren einen Schmuseballadenhit hatte, inzwischen aber ins Jazzfach gewechselt ist.

    Mehr als 80 Auftritte stehen am 25. und 26. Mai auf dem Programm. Einen Schwerpunkt bildet dabei das Klavier mit ein paar richtigen Schwergewichten. Neben den bereits erwähnten Pianisten zählen zu den internationalen Spitzenkräften auch Joachim Kühn, diesmal im Duo mit seinem Bruder Rolf (Fr 21.30 Uhr, Stage Kehrwieder Theater, Sa 18 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne), der Afroamerikaner Robert Glasper (Sa 22.30 Uhr, Stage Kehrwieder Theater), Jacob Karlzon aus Schweden (Fr 23 Uhr, Stage Kehrwieder Theater), der Kubaner Omar Sosa (Fr 19 Uhr, Blohm + Voss Südkai/Sa 16 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne) und Anke Helfrich (Sa 16 Uhr, Stage Kehrwieder Theater).

    Ein Programm mit so vielen Bühnen und Künstlern wirkt erst mal wie ein undurchdringlicher Dschungel. Aber die Erfahrungen der beiden ersten Jahre und die Kompetenz der Programmverantwortlichen stehen für erstklassige Qualität sowohl auf den großen Bühnen als auch in den kleinen Spielstätten wie der MS "Bleichen" oder der Unilever-Kantine. Als Geheimtipp wird das Quartett des italienischen Saxofonisten Francesco Bearzatti gehandelt, der mit einem Malcolm-X-Projekt nach Hamburg kommt (Fr 22.30 Uhr, Blohm + Voss Südkai). Oder das finnische Duo Lepistö & Lehti, das einen beswingten Mix aus nordeuropäischem Tango, Jazz und Weltmusik spielt (Sa 17.30 Uhr, MS "Bleichen"). Welche klanglichen Möglichkeiten eine Posaune bietet, machen die Auftritte von Nils Wograms Trio "Nostalgia" hörbar (Sa 19 Uhr, Blohm + Voss Südkai/22 Uhr, Unilever-Kantine).

    Hamburg-Premieren gibt es beim Elbjazz mit der Londoner Sängerin Zara McFarlane (Sa 17 Uhr, Blockbräu/20 Uhr, Unilever-Kantine) und der aus Albanien stammenden Elina Duni (Sa 19 Uhr, Stage Kehrwieder Theater). Auch Hamburger Künstler sind bei diesem internationalen Festival vertreten, unter anderem der Saxofonist Gabriel Coburger (Sa 15.30 Uhr, Hafenmuseum).

    15 Barkassen verkehren auf fünf Linien, um die Zuschauer an den beiden Festivaltagen durch den Hafen zu den verschiedenen Bühnen zu schippern, außerdem ist vom Hafenmuseum ein Bus-Shuttle zu den Werftbühnen eingerichtet. Bei aller guten Planung war der einzige Unsicherheitsfaktor das Wetter. Doch da scheinen die Organisatoren Glück zu haben. Für Pfingsten wird viel Sonne vorausgesagt.

    Elbjazz Fr 25.5., ab 18.00, Sa 26.5., ab 13.30, Bühnen bei Blohm + Voss, HafenCity, Hansahafen, Karten 64,- (2-Tages-Ticket), 42,- (Tagesticket); alle obigen Angaben ohne Gewähr; http://www.elbjazz.de"

    Quelle:
    http://www.abendblatt.de/kultur-live/article2285811/Elbjazz-...
  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    Ulrike Mau in der "Welt":

    "Elbjazz Festival
    Mehr als 50 Konzerte im Hamburger Hafen Von Ulrike Mau

    Der guten Nachrichten sind so viele: Das Wetter am Pfingst-Wochenende soll fantastisch werden - Sonne satt, aber nicht zu heiß. Für das dritte Elbjazz Festival im Hafen und der Hafencity gibt es noch Karten in allen Kategorien, auch für die begehrten Kombi-Tickets - und das Programm in diesem Jahr ist wirklich erstklassig.

    Multiinstrumentalist und Unterhaltungskünstler Helge Schneider ist dabei und bestreitet gleich zwei Konzerte: Heute um 19.30 Uhr mit dem großartigen deutschen Pianisten Michael Wollny (Blohm + Voss Hauptbühne) und Samstag um 21.30 Uhr mit dem exzentrischen Klaviervirtuosen Chilly Gonzales (Blohm + Voss Hauptbühne), der in Hamburg zuletzt auf Kampnagel vor ausverkauftem Haus sein Publikum begeisterte. Der Kanadier Gonzales ist übrigens mit 27 Stunden Rekordhalter im Non-Stop-Solo-Piano-Spiel.

    Aber auch die Auftritte des amerikanischen Saxofonisten Curtis Stigers (heute 12 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne), der niederländischen Echo-Preisträgerin Caro Emerald (Samstag 23 Uhr, Blohm + Voss Hauptbühne) oder des John Taylor & Kenny Wheeler Quartetts (heute 18 Uhr Blohm + Voss Hauptbühne) dürften sich zu Publikumsmagneten entwickeln. Der klanggeniale Trompeter Kenny Wheeler - mittlerweile 82 Jahre alt - der auch zu den besten Komponisten des Modern Jazz gehört, tritt außerdem am Samstag (18.30 Uhr, Elbphilharmonie-Vorplatz / Carls in der Hafencity) mit der HfMT-Bigband auf.

    Zu den absoluten Höhepunkten dürfte das Konzert des Ethio-Jazz-Altmeisters Mulatu Astatke aus Addis Abeba gehören (Samstag 21.30 Uhr, Blohm + Voss Spitzenbühne Südkai). Astatke wurde in den 60er-Jahren bekannt, als er westlichen Jazz und lateinamerikanische Musik mit traditioneller äthiopischer Musik verband. Sein Comeback feierte der Vibrafonist, der inzwischen von Hip Hop Stars wie Kanye West oder Nas gesampelt wird, nachdem Jim Jarmusch in seinem Film "Broken Flowers" einige Stücke von Astatke für den Soundtrack verwendete.

    15 Barkassen verkehren auf fünf Linien zwischen den zehn Spielstätten, um die Besucher an den beiden Festivaltagen hin- und herzubringen.

    Begleitend zum Festival wird die MS Stubnitz (Liegeplatz am Strandkai in der Hafencity) zur Projektionsfläche der Bremer Mapping Szene. Die Hamburger Lichtkünstlerin Katrin Bethge illuminiert Teile des Werftgeländes und das Kurzfilmfestival Hamburg gibt in der Halle Südkai (Hermann-Blohm-Str. 3, Freihafen) eine Vorschau auf das Festival, das am 29.5. eröffnet wird.

    Elbjazz Festival, 25. & 26.5., Hafen und Hafencity, Tickets (42 Euro Tageskarte, 64 Euro für beide Tage): Tel. 01805 85 38 52 und an der Abendkasse"

    Quelle.
    http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article106375005/E...