bin schon etwas länger hier Mitglied, wird Zeit, dass ich mich vorstelle. Bin seit fast zehn Jahren in Hamburg, als Freiberufler im Groupwarebereich unterwegs und habe eine Familie mit zwei Kindern.
Neben meinem Job sind wir gerade dabei eine Kurzzeitwohnheim für schwerbehinderte Kinder und ihre Eltern ins Leben zu rufen. Hintergrund ist, dass unser zweiter Sohn Justin schwerbehindert zur Welt. Sein Syndrom wird wohl dazu führen, dass er die Volljährigkeit wohl nicht erreichen wird. Darüber will ich mich nicht beschweren, er ist Teil unseres Lebens und das ist gut so. Aus eigener Erfahrung kann ich nun aber sagen, wie anstrengend die Pflege eines behinderten Kindes zu Hause ist. An unserem Beispiel bedeutet das, wir schlafen seit ca. 4,5 Jahren keine Nacht durch, da Justin für ca. 1 – 2 Stunden nachts wach ist und Betreuung benötigt.
Da wir nun nicht die einzigen Eltern mit schwerbehinderten Kindern in Hamburg sind haben Steffen Schumann und ich uns entschlossen, ein Heim für das Kurzzeitwohnen von schwer-/schwerstbehinderten Kindern in Hamburg zu gründen. Steffen Schumann ist ebenfalls Vater eines schwerstbehinderten Kindes und wir haben uns über das Kinderhospiz Sternenbrücke kennen gelernt. Durch die Aufenthalte in der Sternenbrücke haben wir erfahren, wie hilfreich solch eine Kurzzeitbetreuung ist und wie viel Kraft und Motivation für die Zeit danach wieder da ist. Leider kann die Sternenbrücke nur sterbenskranke Kinder aufnehmen (Hospiz) und hat auch dann nur 12 Plätze zur Verfügung.
Ziel unseres Hauses ist es Eltern die Möglichkeit zu geben ihre schwer-/schwerstbehinderten Kinder bei uns zur Betreuung für eine kurze Zeit (max. 28 Tage) unterzubringen. Die Kinder sollen dann durch Heilpädagogen und Pflegepersonal rund um die Uhr betreut werden. Zum einen bekommen die Kinder neue Impulse durch eine neue Umgebung und neue Menschen, zum anderen haben aber auch die Eltern die Möglichkeit neue Kräfte zu sammeln, evtl. auch mit den Geschwisterkindern Dinge zu unternehmen, was sonst nicht oder nur eingeschränkt möglich wäre. Wichtig ist, dass es solch eine Einrichtung für die nicht sterbenskranken schwerbehinderten Kinder in Hamburg und Umgebung nicht gibt und wir hier Neuland betreten. Wir sind hier Vorreiter im Norden (einschließlich Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein), das macht es spannend und herausfordernd. Wir werden also ein recht großes Einzugsgebiet abdecken was voraussichtlich zu einer hohen Auslastung führen wird.
Mitte 2008 haben wird den Förderverein „Hände für Kinder e.V.“ gegründet. Unter
Der Kupferhof im Duvenstedter Brook im Norden Hamburgs ist unser Zielobjekt. Wir haben den Zuschlag der Stadt Hamburg bekommen und auch eine Stiftung gefunden (Stiftung „Hamburger Lebenshilfeheime“), die für uns das Haus kaufen wird. Weiterhin sind wir in den Verhandlungen mit der Sozialbehörde um die Tagessätze der Eingliederungshilfe zu verhandeln. Damit steht und fällt die Finanzierung des laufenden Betriebes. Es gibt noch Differenzen, aber die werden sich aus dem Weg räumen lassen.
Weiterhin haben wir am Bundeswettbewerb startsocial (
Da jetzt der behindertengerechte Umbau, die Einrichtung des Hauses sowie die Finanzierung eines Teils der ersten laufenden Kosten anstehen benötigen wir finanzielle Unterstützung. Was sind auf der Suche nach Mitstreitern, Unterstützern, Geldgebern, Mitarbeitern, Vereinsmitgliedern, Fundraisern, etc., Menschen, Firmen oder Organisationen denen unser Projekt förderungswürdig erscheint. Für jede Unterstützung sind wir dankbar.
Achja, zu guter Letzt, aufgrund dieser Aktivitäten möchte ich meinen Arbeitsschwerpunkt nach Hamburg verlagern. Wer also Unterstützung im Lotus Notes/Domino Umfeld benötigt, nicht zögern, Kontakt aufnehmen.
Ich danke euch für eure Geduld.
Einen schönen Abend wünsche ich
Frank Stangenberg


