Handball
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Christian Plesser Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Spatenstich vom HBLZ Großwallstadt
Spatenstich für Großwallstädter Handball-Leistungszentrum
Die politische und sportliche Prominenz beim ersten Spatenstich zum Handballleistungszentrum Großwallstadt war groß. So waren neben einigen TVG-Spielern und Landrat Roland Schwing auch Landtagsabgeordneter Berthold Rüth, die Weltmeister von 1978 Kurt Klühspieß und Claus Hormel sowie Großwallstadts Handballlegende Joseph Karrer, dessen Sohn Heiko im Übrigen der letzte Großwallstädter war, der den Sprung in den Bundesliga-Kader der Unterfranken geschafft hatte, der Einladung des HBLZ Großwallstadt gefolgt.
Der neu gegründete Verein HBLZ Großwallstadt wird in der nahen Zukunft eng mit dem Bundesliga-Traditionsverein zusammenarbeiten und für diesen den Versuch unternehmen, die Nachwuchsarbeit zu professionalisieren. Insgesamt 12 Millionen Euro wird das gesamt Projekt kosten, das überwiegend von privaten Sponsoren wie Gerd Schüßler finanziert wird. Der kommentierte vor allem diese Finanzierung als einen langen steinigen Weg. Die Investition des Landkreises Miltenberg in Höhe von 50 000 € für das Millionen Projekt wirken im Vergleich zu den gesamten Kosten da beinahe schon wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Anlässlich der vielen Handballvereine im Kreis und vor allem aufgrund „der höchsten Dichte an Bundesligavereinen in ganz Deutschland“ wie es Landrat Schwing auf den Punkt brachte war dieser Betrag die höchstmögliche Investition.
Ein weiterer Investor für das in Süddeutschland bisher einzigartige Projekt ist neben den Ländern Hessen und Bayern auch der Bayerische Handballverband, der neben Trainerlehrgängen in Zukunft auch das Stützpunkttraining der Landesauswahl in den Hallen des HBLZ abhalten wird. BHV-Präsident Gerd Tschochohei musste nach eigenen Aussagen in den letzten Monaten vor allem Rechenschaft über die Notwendigkeit und vor allem den Ort des ersten Handballleistungszentrums in Bayern ablegen. „Wenn man sich die Handballlandkarte von Bayern heute einmal vornimmt, so sieht man ganz klar die Notwendigkeit der Nachwuchsförderung. Der TV Großwallstadt ist derzeit unser einziger Bundesligist und es gibt keinen anderen Verein, der so im Handball-Leistungssport verankert ist wie der TV Großwallstadt.“ Großwallstadts Bürgermeister Reinhold Köhler sagte, dass der TV Großwallstadt, auch wenn er „geographisch eher im Schwanz des bayerischen Löwen“ läge zumindest „handballerisch“ doch als „der Kopf des Freistaates gelte“. Zudem setzte das Gemeindeoberhaupt die Bedeutung des TV Großwallstadt für den 4000-Einwohnerort mit der des FC Bayern München für die Landeshauptstadt gleich.
Spatenstich zum Handball-Leistungszentrum des TV Großwallstadt
Foto: Daniel Adrian
TV Großwallstadt Vorstand George Ballmann griff in seiner Rede den Vergleich gerne auf und machte deutlich, dass der TVG in naher Zukunft nicht den Gewinn der Deutschen Meisterschaft oder gar des Triples plant, sondern dass man darauf hin arbeiten werde, wieder zu einer Größe im Deutschen Handball zu werden. Dafür seien die Talente aus den eigenen Reihen nötig, da man weder über einen Mäzen noch über eine Millionen-Stadt und einem hohen Zuschauerschnitt das dafür nötig Geld zusammen bekäme betonte der stellvertretende HBLZ-Vorstand und TVG-Aufsichtsratsvorsitzende Gerd Schüßler.
Das Handballleistungszentrum Großwallstadt wird in naher Zukunft zur Trainings- und Wohnstädte für eine B- und A-Jugend werden. Zudem verfügt das HBLZ über eine sportmedizinische Praxis, die von TVG-Mannschaftsartz Dr. Jörg Petermann geleitet wird, sowie über 12 000 qm gewerbliche Nutzfläche. Insgesamt stehen den Jugendlichen zwei Trainingshallen zur Verfügung, davon eine mit Zuschauerrängen für etwa 200 Handball-Fans. Eine Schule wird es in dem Komplex nicht geben. Die Spieler werden stattdessen in Partner-Schulen in den umliegenden Gemeinden den Unterricht besuchen.
- 17 Jan 2008, 09:31 am
