XING Lübeck

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  • Claudia Müller
    Claudia Müller    Premium Member
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    Situation an Grundschulen am Beispiel Kalandschule Lübeck
    Schreiben an die Landesabgeordneten des Landes Schleswig Holstein:

    Sehr geehrter Herr Klug,
    sehr geehrter Herr Fürter,
    sehr geehrter Herr Müller,
    sehr geehrter Herr Rother,

    ich bin die Mutter von Mika Yannick Müller, der im August 2010 in die Kalandschule Lübeck eingeschult
    wurde. Mein Sohn besucht die Klasse 1 b, Klassenlehrer Herr Heiko Fechner. Ich möchte speziell Sie
    als engagierte Abgeordnete der Landesregierung Schleswig Holstein ansprechen, um auf sich wieder-
    holende Misstände in den Schulen aufmerksam zu machen. Herr Heiko Fechner wird die Kalandschule
    mit Abschluss des 2ten Schulhalbjahres zum Sommer 2011 verlassen, da sein Zeitvertrag nicht
    verlängert wurde. 2 weibliche Lehrkräfte, die sich im Mutterschutzurlaub befanden, kehren an ihren
    Arbeitsplatz zurück.

    Meine Fragen:

    1. Wie kann es sein, dass ein Lehrer, dessen Vertrag lediglich für ein Jahr befristet ist, eine erste Klasse
    übernimmt?

    2. In den Grundschulen besteht ein deutlicher Überschuss an weiblichen Lehrkräften. Womit ist dies zu
    begründen?

    3. Die konstruktive Reformierung des Bildungssystems schreibt sich jede Partei mit großen Buchstaben
    auf ihre "Fahne". Wie kann es also sein, dass die Kinder schon in den ersten Schuljahren mit einem
    Wegfall wichtiger Bezugspersonen konfrontiert werden?

    Meine Argumentation als engagierte alleinerziehende Mutter eines 7jährigen Sohnes:

    1. Herr Heiko Fechner ist ein sehr guter und verantwortungsvoller Lehrer, der von den Kindern
    seiner Klasse 1 b und den Eltern gleichermaßen geschätzt wird.

    2. Herr Fechner ist von Berlin nach Schleswig Holsten (Lübeck) umgezogen, um seine Lehrtätigkeit
    in einer ersten Klasse der Kalandschule Lübeck aufzunehmen.

    3. Es sollte ein angemessenes Verhältnis von weiblichen und männlichen Lehrkräften an den Grund-
    schulen bestehen, um den Bedürfnissen der Mädchen und Jungen gleichermaßen gerecht zu werden.

    4. Speziell an der Kalandschule Lübeck gibt es mit dem Weggang von Herrn Fechner lediglich eine
    männliche Lehrkraft, den Rektor der Schule und einen männlichen Erzieher in der Betreuung.

    5. Gerade in den ersten 3 Jahren der Grundschule, sollte Kontinuität, Vertrauen und Beständigkeit
    an erster Stelle stehen. Ein Lehrerwechsel in diesen ersten 3 wichtigen Jahren der Findung im Klassen-
    verbund darf nicht sein, läßt die Kinder unruhig und ängstlich werden.

    6. Konstruktive Veränderungen im Bildungssystem zu Gunsten und für unsere Kinder beginnen im "Kleinen".
    In unserem speziellen "Fall" und so speziell ist dieser leider nicht, da ich sicher bin, dass wir kein Einzelfall
    sind, betrifft es 25 Kinder, die ihren Klassenlehrer verlieren werden. Alle 25 Kinder werden sich bereits
    nach dem ersten Jahr Schule erneut in einem Umbruch befinden. Sie haben doch gerade mal den
    Schritt von der Kita in die Schule so gut gemeistert und das war schon ein riesen Schritt, weil sich alles
    auf einen Schlag verändert hat, Leistungen gefordert werden, ein angemessenes Sozialverhalten, andere
    Regeln einhalten ... und und und ... Die "Großen" fordern viel von den "Kleinen".

    Und an welche Regeln halten sich die "Großen"?

    Das geht so nicht, das darf so nicht sein!!!

    Mir freundlichen Grüßen

    Claudia Müller
    http://www.systemische-beratung-luebeck. de