Historische Hilfswissenschaften und Archivkunde
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Johannes HofmeisterThe company name is only visible to registered members.Archivquellen amerikanisch zitieren
Liebe Gruppenmitglieder,
in meinem Dissertationsprojekt arbeite ich sehr viel mit Originalquellen aus den Staatsarchiven, doch nun werde ich demnächst vor einem kleinen Problem stehen, was das Zitieren betrifft. In meiner Wissenschaft, der Geographie, ist die amerikanische Zitierweise üblich, also die Nennung von Autor, Jahr und Seitenzahl in Klammern am Ende des (Ab-)Satzes (z. B. MUSTERMANN 2000, S. 50). Wenn ich nun Archivquellen ebenfalls auf die amerikanische Art zitieren würde, dann würde das meiner Meinung nach den Lesefluss ganz erheblich stören, da die Archivquellen häufig doch sehr lange Titel haben und diese Quellen in meiner Arbeit voraussichtlich sehr häufig zitiert werden.
Bereits in meiner Diplomarbeit war ich damit konfrontiert und habe es damals so gehandhabt, daß ich in Klammern jeweils den Titel der Akte, die Laufzeit und das Archiv angegeben habe). Dieses Mal dachte ich an eine Mischform aus amerikanischer Zitierweise und Fußnoten, also Literatur amerikanisch im Text und Quellen als Fußnoten, wie in den Geschichtswissenschaften üblich. Jedoch muss ich mich erst noch informieren, ob solch eine gemischte Zitierweise an meinem Institut bzw. meiner Fakultät überhaupt akzeptiert wird.
Was wäre wohl die beste Lösung? Wer hat außerdem Erfahrung mit dem Zitieren von Archivquellen in Fachgebieten, in denen amerikanisches Zitieren üblich ist? Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Hofmeister
- 14 Jul 2011, 9:13 pm
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Johannes HofmeisterThe company name is only visible to registered members.Re^2: Archivquellen amerikanisch zitieren
In Aufsätzen in historischen Zeitschriften habe ich aber schon gesehen, dass der Aktentitel mitzitiert wurde. Da aber in diesen Publikationen üblicherweise in Fußnoten zitiert wird, stört dies den Lesefluss natürlich nicht.
Aber auch persönlich halte ich die Zitierung des Aktentitels für durchaus sinnvoll, zumindest auf mein Dissertationsprojekt bezogen. Eine bloße Nennung der Signatur sagt leider nichts über den Inhalt der Quelle aus, was mir aber sehr wichtig wäre, unabhängig davon, ob es üblich ist oder nicht. Mal schauen, wie man das an meinem Institut sieht.
Die Verwendung von Archivquellen in einer nicht-historischen Disziplin scheint doch recht exotisch zu sein. In meinem konkreten Fall treffen da wohl regelrecht zwei Kulturen aufeinander.
Freundliche Grüße,
Johannes Hofmeister
- 17 Jul 2011, 10:31 pm
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