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Positiver Trend bei Wohnmöbel hält an
Küchenmöbelproduktion auf stabilem Niveau
Die Situation in der österreichischen Möbelindustrie hat sich nicht weiter verbessert, der Produktionsrückgang betrug im 1. HJ 2009 -15,1% (1,12 Mrd. EUR). Dies geht auch aus der WIFO – Befragung für das 3. Quartal 2009 hervor: die Produktion der letzten drei Monate wird von den Unternehmen als unterdurchschnittlich bewertet. Im vergangenen Quartal nahm die Produktion deutlich ab. Demgemäß sind auch die Erwartungen in den kommenden drei Monaten zurückhaltend.
Besonders stark betroffen vom Produktionsrückgang waren die Sitzmöbelhersteller (-22%, 401 Mio. EUR), und die Büromöbelbranche mit einem Minus von 21,5% (126 Mio. EUR), gefolgt von Ladenmöbel (-11,7%,77 Mio. EUR). Die Küchenmöbelindustrie konnte das Produktionsniveau halten (-1%, 116 Mio. EUR). Im Gegensatz zum allgemeinen rückläufigen Trend wurden um 5,9% mehr Wohnmöbel produziert (159 Mio. EUR) und auch die Matratzen- und Sprungrahmenhersteller verzeichneten eine Steigerung von 5,3% (57 Mio. EUR) als Folge der positiven Verbraucherstimmung. Denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein Rückzug in die eigenen vier Wände verstärkt zu beobachten. Produkte, die das Leben schöner machen, wie z.B. Möbel und Einrichtungsgegenstände sind gefragt und werden als sichere und nachhaltige Investition angesehen.
Möbelexporte im 1. Halbjahr 2009 um -14,8% gesunken
Alle Teilbranchen waren im 1. Halbjahr 2009 von einem Exportrückgang (-14,8%, 674 Mio. Euro) betroffen: Sitzmöbel und Sitzmöbelteile (-24,2%), Büromöbel -17,8%, Ladenmöbel -18,3%, Küchenmöbel -9,8%, Wohnmöbel -10%, Matratzen und Sprungrahmen -0,2%. Die gesamten Auftragsbestände befinden sich schon seit einem Jahr auf einem eher unterdurchschnittlichen Niveau. Besonders die Auslandsauftragsbestände sind laut Rückmeldungen der Möbelhersteller im 3.Quartal deutlich zurückgegangen. Es wird berichtet, dass das starke Ansteigen der Lagerbestände seit dem vergangenen Quartal zu ungewöhnlich großen Fertigwarenlagern geführt hat.
Deutschland bleibt weiterhin wichtigster Exportmarkt, mit einem Rückgang von -13% (267 Mio. EUR). Am stärksten getroffen hat es hier die Ausfuhren von Büromöbel (-28,8%), gefolgt von Sitzmöbel (-26,9%). Auffallend ist aber ein Exportplus bei Drehstühlen um 22,2%, bedingt durch den Einbruch bisheriger Exportmärkte wie z.B. GB. Das Exportvolumen bei Küchenmöbel ging um -5% zurück, bei Matratzen und Sprungrahmen gab es nur sehr geringe Verluste (-0,1%). Eine Ausnahme bilden auch hier die Exporte von Wohnmöbeln mit einer Steigerung von 3,1%.
China ist zweitstärkster Möbelimporteur mit einer Steigerung von 30 %
Auch der Möbelimport insgesamt nach Österreich war im 1. Halbjahr 2009 rückläufig mit -6,2% (828 Mio. EUR). Den stärksten Importrückgang verzeichnete man bei Sitzmöbel (-13,9%), leichte Rückgänge gab es im Wohnmöbelbereich mit -2,5%. Gestiegen ist hingegen der Import von Küchenmöbel (+5,2%, 60 Mio. Euro). Deutschland ist weiterhin der wichtigste Importeur (-5,6%, 404 Mio. EUR). Beachtlich ist jedoch die Steigerung der Importe aus China um fast 30% auf einen Gesamtwert von 72 Mio. EUR. Importiert wurden vor allem Sitzmöbel (+34,7%, 40 Mio. EUR) und Wohnmöbel (+29 %, 22 Mio. EUR) „made in China“.
Nach einer kurzen Entspannung im 3. Quartal hat sich die Branchensituation nicht weiter verbessert, weitere Rückgänge sind nicht ausgeschlossen
Die Befragung von 40 Unternehmen der Österreichischen Möbelindustrie im Oktober 2009 durch das WIFO ergibt im Vergleich zum Vorquartal eine schlechtere Einschätzung der gegenwärtigen Situation und der zukünftigen Entwicklungen. Die Entwicklung der Verkaufspreise in den letzten drei Monaten entspricht in etwa dem langjährigen Preisverlauf. Auch die Preisentwicklung in den kommenden drei Monaten lässt keine wesentlichen Veränderungen erwarten. Die zukünftige Geschäftslage wird von den Unternehmen zurückhaltend eingeschätzt. Ähnliches gilt für die Einschätzung der Beschäftigtenentwicklung.
Die Österreichische Möbelindustrie
Zur Österreichischen Möbelindustrie zählen 60 Betriebe mit ca. 7.000 Mitarbeitern. Der Produktionswert der gesamten Möbelbranche (Industrie und Gewerbe!) lag im Jahr 2008 bei rund 2,71 Mrd. EUR. Die überwiegende Anzahl dieser Unternehmen sind Klein- und Mittelbetriebe, die sich in privater Hand befinden. Die Exporte betrugen im Jahr 2008 EUR 1,55 Mrd. (-2,8% gegenüber dem Vorjahr), die Importe 1,75 Mrd. EUR (+2,2%). Die wichtigsten Exportmärkte sind Deutschland, Schweiz und Italien. Alle Zahlen beziehen sich auf Industrie und Gewerbe, Quelle Statistik Austria. (Quelle: Die Österreichische Möbelindustrie |
www.moebel.at)
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Holz ist die Lösung für die Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Natur- und Klimaschutz sowie Energieeffizienz
Forst-, Holz- und Papierindustrie sind gemeinsam eine Schlüsselbranche - sie stehen für eine erfolgreiche und nachhaltige Wirtschaft und nehmen ihre soziale Verantwortung in Österreich wahr
Rund 150 Vertreter der Forst-, Holz- und Papierbranche folgten der Einladung von DI Hans Michael Offner, dem Vorsitzenden der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP), zu den 2. Österreichischen Holzgesprächen nach Klagenfurt. Diese wurden heuer in Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Holzindustrie durchgeführt. Eröffnet wurde die Konferenz von LH Dörfler, der die Unternehmer zu einem Umdenkprozess aufforderte. Als Folge der Krise sollte auch die Nachhaltigkeit neben Produktions- und Umsatzzahlen eine Komponente im Wirtschaftsleben spielen. Dafür steht die Holzindustrie, als eine zukunftsträchtige Branche, die den Wald als Lieferanten hat und gerade im Energiebereich eine maßgebliche Rolle spielen wird.
Dr. Ernst Strasser, EU - Delegationsleiter ÖVP, forderte eine stärkere Positionierung der EU gegenüber den Verursachern der weltweiten Finanzkrise. Verbesserte Rahmenbedingungen wie Finanzmarktaufsicht und wirkungsvolle Regulative sind für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen unabdingbar und gehören zu den wichtigsten Aufgaben, die die neu gewählte Kommission angehen muss.
DI Hans Michael Offner betonte die Einzigartigkeit von FHP als eine wertschöpfungsübergreifende Kooperation in Europa. Sie umfasst drei wichtige Wirtschaftssektoren Österreichs, die zusammen einen Produktionswert von 11,8 Mrd. Euro aufweisen und 300.000 Menschen beschäftigen. Die Strategie von FHP zielt auf die nachhaltige und effiziente Rohstoffverfügbarkeit und das Lobbying für Holzabsatz und Holzverwendung. Darauf basierend ergeben sich Themenschwerpunkte wie die Optimierung der Holzverfügbarkeit, die Positionierung von Holz als Bau- und Werkstoff, Holz als Energieträger sowie Information, Marketing und Kommunikation. Besonders in Süd- und Osteuropa ist ein enormes Potenzial gegeben, um Holz als Baustoff zu etablieren und den pro Kopf Verbrauch von Holz zu steigern. Sowohl die Fachleute - Architekten und Planer - als auch die Konsumenten müssen über das Know How österreichischer Holzbetriebe und über die Vorteile von Bauen mit Holz informiert werden.
Rüdiger Lex, Geschäftsführer von proholz Tirol skizzierte die Visionen und Zielsetzungen für Holz in Wirtschaft und Gesellschaft. In einem Holzland wie Österreich ist eine positive und intensive Zusammenarbeit der Unternehmen und ihrer Organisationen auf allen Ebenen gefordert um die Wertschöpfung und die Holzverwendung zu steigern. FHP entwickelt und vermarktet innovative holzbasierte Produkte und neue intelligente Anwendungen für Holz und übernimmt auch auf europäischer Ebene die Führung in den wichtigen Themen Forschung, Ausbildung, Normung und Marketing. Denn Holz ist die Lösung für viele Zukunftsfragen, vor allem was Nachhaltigkeit, Natur- und Klimaschutz sowie Energieeffizienz betrifft. Wald und Holz wird verantwortungsvoll genutzt, das gemeinsame Ziel ist ua. die aktive Bewirtschaftung der heimischen Wälder unter Berücksichtigung ihrer Multifunktionalität.
Dr. Dieter Kainz, Senior Vize Präsident Marketing and Sales der Stora Enso Timber AG analysierte die Situation in der Sägeindustrie, die eng mit der Baubranche verbunden ist, und daher die Auswirkungen der Immobilienkrise in den USA am stärksten gespürt hat. In Europa erwartet man eine Stabilisierung des Hausmarktes 2010 und eine leichte Erholung ab 2011. Japan, ein wichtiger Markt für die Sägebranche, verzeichnete ein Minus von mehr als 25% beim Hausbau, auch die Prognose für nächstes Jahr ist verhalten. Der US-Hausmarkt hat Mitte 2009 den Tiefpunkt erreicht, leichte Erholung wird ab 2010 vorhergesagt. Die Sägeindustrie hat derzeit die Produktion an die extrem schwache Nachfrage angepasst (-25% 1.HJ 2009), die Nachfrage wird auch 2010 schwach bleiben, wobei die Produktionsrücknahmen einen generellen Lagerabbau bewirkten. Wann eine Erholung eintreten wird, ist derzeit ungewiss, da eine signifikante Erholung der globalen Bauwirtschaft einen kräftigen Anstieg der amerikanischen Hausbauzahlen erfordert.
Ein starkes Bekenntnis zur Stärkung der Wertschöpfungskette Forst – Holz – Papier kam von Dkfm. Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier. Die Papierindustrie schafft am Schnittpunkt der Wertschöpfungsketten Forst-Holz auf der einen Seite, und Druck-Medien-Verpackung auf der anderen Seite, mit ihren hohen Energie- und Umweltstandards und ihren nachhaltigen Produkten in vielen Bereichen die Voraussetzungen für „Green Jobs – Green Technologies – Green Growth“. Eine der zentralen Herausforderungen der Branche bleibt auch im nächsten Jahr die Sicherstellung einer nachhaltigen Rohstoffversorgung zu wettbewerbskonformen Kosten – daher ist die Zusammenarbeit mit unseren Rohstofflieferanten ein Gebot der Stunde“, so Pfarl, der 2010 die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP) übernimmt. Neuer Vorsitzender im Jahr 2010 wird Ök.-Rat. Johann Resch, Vorsitzender der Sektion Forst in der Landwirtschaftskammer Österreich und Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Steiermark.
KommR Ladislaus Döry, Vorsitzender der Österreichischen und Europäischen Plattenindustrie hob die Bedeutung der Holzbranche in Europa hervor, mit einem Produktionswert von 270 Mrd. Euro /Jahr, 2.9 Millionen Beschäftigten und 380 000 Klein- und Mittelbetrieben. Im Gegensatz zur energetischen Verwertung ergibt sich eine 10x höhere Wertschöpfung des Materials durch die Verarbeitungskette bei der Erzeugung von Bauprodukten und Möbeln. Dieser Faktor ist in Hinblick auf die Beschäftigtenzahlen sogar 30x höher. Die Debatte stofflicher und thermischer Verwertung von Holz betrifft die Plattenindustrie in unmittelbarer Art & Weise. Das Verhältnis zur Rohstofflieferantenseite ist daher insbesondere seit 2006 sensibilisiert. Die Plattenlieferungen in Europa gehen zu 65% an die Möbelindustrie 30% an die Bauindustrie und 5% an Verpackungshersteller.
Dr. Georg Erlacher, Vorstand Österr. Bundesforste AG, bewertete die Rolle seines Unternehmens in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als eine ganz besondere. In der klassischen „Holzversorgerrolle“ sind immer öfter diametral gegenteilige Ansprüche zu erfüllen: Der Wald als Erholungs –und Freizeitgebiet, der die Luft rein halten, das Trinkwasser sichern und vor Lawinen, Steinschlag und Hochwasser schützen soll. Darüber hinaus werden neue Schutzgebiete, Ruhezonen für das Wild und Nutzung des Holzes gefordert. Die Summe der vielfältigen Ansprüche gepaart mit wirtschaftlichen Turbulenzen fordert die Forstwirtschaft und verlangt strategische Anpassungen: Eine Mehrfachnutzung der Flächen wird in einem steigenden Ausmaß daher nicht zu vermeiden sein. Das hat zur Folge, dass das Kerngeschäft der Bundesforste in Zukunft weniger als 50 % der Betriebsleistung ausmachen wird, mit der Folge eines immer größeren operativen und finanziellen Engagements in den außerforstlichen Geschäftsfelder wie z. B. Tourismus, Vermietung und Verpachtung, forstliche Dienstleistung und Consulting sowie erneuerbare Energien. Dr. Lukas Kranzl, Technische Universität Wien, Arbeitsgruppe Energiewirtschaft präsentierte das Ergebnis des Forschungsprojektes „Biomassestrategie 2050“: im Energiesektor ist die Erkenntnis mittlerweile common-sense, dass höhere Energieeffizienz und eine Reduktion des Energieverbrauchs notwendig sind. Andernfalls ist es nicht möglich, relevante Anteile erneuerbarer Energie zu erreichen. Dasselbe gilt jedoch auch generell für den Ressourcen-Verbrauch – auch für nicht-energetische Produkte. Insbesondere die Konkurrenz nicht-energetischer und energetischer Nutzungsformen um dieselben Biomasse-Ressourcen zeigt, dass insgesamt ein sinkender Ressourcen-Verbrauch in unserem Wirtschaftssystem notwendig sein wird, um ambitionierte Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Prof. Dr. Bodenhöfer, Universität Klagenfurt, gab einen Konjunkturausblick für das nächste Jahr. 2010 wird die Weltwirtschaft ein reales Wachstum von 2,5% - 3,0% aufweisen, durchaus signifikant und positiv im Gegensatz zur Schrumpfung der Weltwirtschaft im Jahre 2009 mit -1,4%. Der Wachstumspol der Weltwirtschaft werden wieder China und Indien. Zahlreiche weitere Wachstumszonen sind Nordamerika (erwartetes BIP-Wachstum Mexiko/Kanada 2010: +3,0% / +1,6%) Südamerika, zahlreiche afrikanische Länder (von Ghana bis Kenia) und der Arabischen Raum bis nach Australien. Wachstum wird auf allen Kontinenten stattfinden mit Ausnahme von Europa, wo die Wirtschaft nach Schätzung des IMF bestenfalls die Nulllinie überschreiten wird. Die Gründe dafür sind unter anderem, dass die quantitative Komponente des Wachstums in Europa unterdurchschnittlich ausfällt. Das Bevölkerungswachstum bzw. das Wachstum des Erwerbspersonenpotenzials ist äußerst gering, zum Teil sogar negativ. Weiters liegt europaweit
(Österreich ausgenommen) der Verschuldungsgrad im Unternehmenssektor um rund 50% über dem US-amerikanischen Niveau und reduziert dadurch die Investitionsdynamik.
Dr. Erich Wiesner, Geschäftsführer der Firma Wiehag Holding GmbH und Vorsitzender der österreichischen Holzindustrie bekräftigte die gemeinsame Vision von FHP, Holz und Holzprodukte als führendes Baumaterial und für Lösungen im Innenbereich bis 2010 zu positionieren. Die Industrie übernimmt dabei die führende Rolle durch Schaffung neuer europäischen Rahmenbedingungen für die Holzverwendung im Hausbau als auch für ingenieurmäßige Holzkonstruktionen und architektonische Lösungen. Wesentlich dafür sind Europäische Forschungsinitiativen wie z.B. „Building with wood“, da wichtige Themen und Problemstellungen auf europäischer Ebene abgehandelt werden. Die Europäische Normung ist wettbewerbsentscheidend und funktioniert nur gemeinsam. Durch eine Finanzierung und Führung von CEN TC Sekretariaten (z.B. Eingliederung CEN TC 124 in das österr. Normungsinstitut) ist eine gemeinsame, akkordierte Position der Industrie möglich. Durch Revision, Weiterentwicklung der Eurocodes und Abstimmung mit Experten und Instituten können die Interessen der Holzbranche vertreten werden.
Nach Meinung von Prof. DI Dr. Josef Eberhardsteiner, Technische Universität Wien, scheitert eine vermehrte Nutzung von Holz als Konstruktionsbaustoff vor allem an der fehlenden Materialkompetenz sowie an einem für den modernen Holzbau unzureichenden Normenwerk. Die im Rahmen von „Building with Wood (BWW)“ initiierte Intensivierung der Grundlagenforschung stellt eine wesentliche Voraussetzung zur Beseitigung bestehender Wissenslücken dar. Damit wird aber auch die Basis für eine verbesserte Normengeneration geschaffen und ein entscheidender Beitrag zu einem gesteigerten Vertrauen in den Baustoff Holz und zu einer Überwindung der Barrieren für den Einsatz von Holz im modernen konstruktiven Holzbau geleistet. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird eine zielgerichtete Entwicklung der wissenschaftlichen Basis des Holzbaus dringend benötigt um so die Wettbewerbsfähigkeit der holzverarbeitenden Betriebe gegenüber dem Stahl- und Betonbau zu erhalten bzw. zu steigern. Dazu gibt es 5 europäische Forschungsprojekte: Fire In Timber, Wood Exter, Gradewood, Improved Moisture, MechWood mit einem Projektvolumen von rund 8 Mio. Euro.
Für DI Dr. Manfred Brandstätter, Geschäftsführer der Holzforschung Austria, ist Normungsarbeit Wirtschaftspolitik, die es zu nützen gilt. Stärkeres Engagement der Wirtschaft, sowohl national als auch europäisch ist gefordert um gemeinsame Strategien mit anderen Ländern bzw. Verbänden zu erarbeiten, da Normen Handelshemmnisse abbauen. Europäische Normen ermöglichen den Zugang zu größeren Märkten und gewährleisten den freien Warenverkehr. Normen vereinfachen aber auch die Kommunikation und Information für den Kunden. Jedoch kostet Normungsarbeit Zeit und Geld – dieses Investment unterstützt aber wesentlich das Marketing und den Export! Daher muss besonders an der Verständlichkeit und Lesbarkeit von Normen gearbeitet werden. Das breite Themenspektrum der Österreichischen Holzgespräche und die damit verbundenen, anstehenden Aufgaben haben gezeigt, dass ein Bündeln der Kräfte aller drei Branchen in der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP) zur Bewältigung der gegenwärtigen Krise von enormer Bedeutung ist, um gestärkt und mit neuen, für den Holz-Sektor zukunftsfähigen Strategien daraus hervorzugehen. (Quelle: Fachverband der Holzindustrie Österreichs |
www.holzindustrie.at)
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Forstminister Frank Kupfer hat am 28. Oktober 09 gemeinsam mit Vertretern des Staatsbetriebes Sachsenforst sowie kommunalen, kirchlichen und privaten Waldbesitzern im Forstbezirk Bärenfels (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) die neue Holzeinschlagssaison eröffnet. In den kommenden Wochen werden wieder verstärkt Forstwirte landesweit mit ihren Motorsägen oder Vollerntemaschinen unterwegs sein und hiebsreifes Holz ernten oder Waldbestände pflegen. „Wegen der sogenannten Saftruhe bei den Bäumen sind die Spätherbst- und Wintermonate besonders gut für Fällarbeiten geeignet. Während dieser Ruhephase ist der Transport von Nährstoffen von der Wurzel in die Krone unterbrochen. Das Holz besitzt weniger Saft, arbeitet nach dem Schlagen nicht so stark und lässt sich so besser weiterverarbeiten“, erklärt der Minister.
Insgesamt werden in diesem Jahr in Sachsens Wäldern rund 2 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Die Hälfte davon im Landeswald (2008 = 0,74 Millionen m3). Davon sind rund zwei Drittel Sägeholz (Bau- und Furnierholz), etwa 25 Prozent Industrieholz (für die Spanplatten-, Holzschliff- oder Zellstoffherstellung) sowie 10 Prozent Brenn- und Restholz. „Trotzdem nutzen wir in Sachsen gerade einmal die Hälfte der Menge, die in unseren Wäldern jedes Jahr nachwächst“, betonte Kupfer. Der jährliche Holzzuwachs beträgt insgesamt rund 4 Millionen Kubikmeter. Damit befinden sich derzeit rund 126 Millionen Kubikmeter Holz in den sächsischen Wäldern. Das entspricht 262 Kubikmeter Holz pro Hektar. „Wir haben damit noch viel Potenzial. Die Nachhaltigkeit bleibt für unsere Forstwirtschaft natürlich oberste Priorität, eine stärkere Nutzung des Rohstoffes Holz macht aus vielen Gründen dennoch Sinn. Sie sichert Arbeitsplätze und schützt unsere Umwelt“, so Kupfer weiter.
Rund 33 000 Menschen in über 3 000 kleinen und großen Betrieben erwirtschaften in der sächsischen Forst- und Holzwirtschaft rund 3,5 Milliarden Euro im Jahr, rund vier Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts im Freistaat, Tendenz steigend. „Nachdem im 1. Halbjahr dieses Jahres die Lage auf den nationalen und internationalen Holzmärkten ausgesprochen schwierig war, hat in den letzten Wochen wieder eine Belebung der Nachfrage eingesetzt“, beschreibt der Minister die Situation auf dem Holzmarkt.
Ursachen sind vor allem die lange Einschlagszurückhaltung aller Waldbesitzer aufgrund gesunkener Preise und die dadurch stark abgebauten Lager, die nun wieder aufgebaut werden müssen. Außerdem steigt die Nachfrage im Säge- und Industrieholzbereich wieder an. Dazu kommen die ersten positiven Auswirkungen der Konjunkturpakete.
Außerdem sprach sich Kupfer heute erneut für eine engere Zusammenarbeit der einzelnen Waldbesitzer aus. „Immerhin befinden sich 61 Prozent des sächsischen Waldes in privatem oder kommunalem Besitz. Die insgesamt 85 000 Eigentümer haben im Schnitt nur 2,8 Hektar Wald. Da gilt es, Kräfte zu bündeln, Synergien zu schaffen und gemeinsam nachhaltige Strategien sowie Kooperationsmöglichkeiten festzulegen. So wie es uns mit dem Start der „Clusterinitiative Forst & Holz“ vor einem Jahr bereits gut gelungen ist“, sagte der Minister.
Auch die weitere Leistungen des Waldes, die sich nicht unmittelbar in einem Geldwert ausdrücken lassen hob der Minister hervor: „Die Fähigkeit, ständig nachzuwachsen und dabei fortwährend Kohlendioxid zu speichern, macht Holz zu einem einzigartigen Klimaschützer“, sagte Kupfer. Eine einzige 200-jährige Buche bindet pro Tag etwa sechs Kilogramm Kohlendioxid und gibt dabei fünf Liter Sauerstoff ab. Waldbäume sorgen so dafür, dass das aufgenommene Kohlendioxid der Atmosphäre langfristig entzogen und gebunden wird. Nach der Nutzung wird der Kohlenstoff dauerhaft in den Holzprodukten gespeichert. „Der Einsatz von Holz zur Energiegewinnung ist ökologisch und ökonomisch ebenfalls sinnvoll. Ein Kubikmeter Brennholz hat die gleiche Heizleistung wie 250 Liter Öl und erspart die Freisetzung von rund 700 Kilogramm fossilem Kohlendioxid“, so der Forstminister abschließend. (Quelle: Europaticker.de)
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Marcus R. Niedermeier, 18 Nov 2009, 9:57 pm
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Marcus R. Niedermeier, 18 Nov 2009, 9:55 pm
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