Hotelier

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  • Hermann Nübel
    Hermann Nübel    Premium Member
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    Interview mit der Geschäftsführer der Nübel Hotel GmbH, Hermann Nübel, Softwarelösungen im Front- und Backofficebereich für Hote
    November-Ausgabe der Zeitschrift "Gastronomie" (Huss-Medien GmbH) Thema:
    Softwarelösungen im Front- und Backofficebereich für Hotels

    Wer übernimmt in der Regel die Administrator-Funktionen in mittelständischen Hotels?

    Wenn Sie mittelständische Hotels definieren über das Kriterium „Organisationsstruktur“ also einer der großen Hotelkette zugehörig oder aber wirtschaftlich frei agierend, dann wäre die Antwort: Es kommt darauf an… Privat geführte Hotels gehören zu den Betriebsformen, die heute noch Kapital und operative Arbeit aus einer Hand steuern. So verwundert es nicht, dass viele solche Betriebsinhaber die Aufgabe der Administrationsfunktionen selbst ausüben oder aber an führende Mitarbeiter delegieren. Nicht selten wird diese hohe Verantwortung auch an externe Dienstleister vergeben, die da „zufällig“ hineingerutscht sind.

    Z. B. übernimmt dann der Techniker eines Hardwarelieferanten einfach die Aufgabe im Hotelreservierungsprogramm beim Aufspielen der Daten Rechte neu zu vergeben und Sicherheitsrichtlinien einzurichten… Es kommt auch vor, dass private Hotels, die zu einem Firmenverbund gehören – für manchen Großunternehmer gilt es als chic z.B. neben einer Aluminiumfabrik oder Reederei ein Hotel im Besitz zu haben - der Administrator der Mutterfirma das Hotel mit betreut. Als Hotelberater ist mir keine Datenerhebung zu dieser Frage bekannt, jedoch ist uns in unserer Betriebspraxis schon so ziemlich alles begegnet, bis hin zu Hoteliers, die einfach jedem Mitarbeiter Administratorenrechte geben…

    Standard sollte sein, dass Rechtestrukturen definiert und systematisiert dem individuellen Betriebsablauf angepasst sind. Dies ist – mit Ausnahme programmtechnisch versierter Hotelmanager im Hotel– eine klassische Aufgabe für das Outsourcing z.B. an eine Unternehmensberatung die sich auf die Gastronomie spezialisiert hat.


    Was sind die häufigsten Fehler beim Softwareeinsatz?

    Zwei Fehler begegnen uns immer wieder:

    1. die Hardware ist nicht an die hohen Anforderungen moderner Software angepasst
    2. die Software wird falsch oder nur zu 10% mit ihren Möglichkeiten genutzt.

    Beispiel: Der Server läuft seit fünf Jahren brav vor sich hin, man freut sich über die gute Investition von damals. Parallel ist die Hotelsoftware schon viermal upgegradet worden, zusätzliche Bausteine wurden angeschafft, die Hausverwaltung läuft jetzt auch über das System und die Datenbank ist auf über 20.000 Datensätze angeschwollen. Wen wundert, dass das System immer langsamer geworden ist? Weil es so langsam ist, wird dann hin und wieder lieber zum Kugelschreiber gegriffen und Arbeit doppelt gemacht: Man kann ja erstmal aufschreiben und nachher eingeben, oder, auch nicht selten, statt der langsamen Textfunktion im Hotelprogramm wird einfach alles mit einem externen Textprogramm geschrieben…
    Der zweite Fehler ist leider besonders in den oben beschriebenen mittelständischen Hotels noch häufiger anzutreffen. Weil Schulung teuer ist, wird ein minimales Budget dafür eingeplant, schlimmer noch, durch die häufigen Personalwechsel in der Branche – auch an der Rezeption und im Backoffice – ist selbst dieses minimale Wissen oft nach spätestens zwei Jahren verloren. Wir kennen viele Betriebe, die einfach deshalb schlecht laufen, weil niemand die EDV und das Reservierungssystem wirklich bedienen kann. Mehraufwand, verlangsamte Auftragsbearbeitung, doppelte Datensätze, die eine Statistik unmöglich machen, falsche und fehlerhafte Einträge in den Stammdaten sind die Folgen.
    Sind Komplettlösungen wirklich von Vorteil? Wenn, ja warum? / Wenn nein, warum?

    Komplettlösungen sind immer wirtschaftlich im Rahmen eines Angebotsvergleichs zu prüfen. Alles aus einer Hand ist dann von Vorteil, wenn der Anbieter Sicherheit, Service und Systembeständigkeit garantiert. In jedem Fall ist durch die starke Individualisierung des Angebots eines jeden Hotels immer im Einzelfall zu prüfen, was Sinn macht. Es kommt auf die EDV-Kompetenz im Haus an, die Mitarbeiterstruktur, den Umsatz, die Unternehmensziele. Es gibt auch heute noch Fälle, in denen wir zum guten alten Reservierungsplan von Hand raten…

    Welchen Service bietet Ihr Unternehmen?

    Die Nübel Hotelgesellschaft mbH - wir feiern dieses Jahr übrigens unser zehnjähriges Bestehen - ist spezialisiert auf die Hotelbranche. Unsere Kompetenz ist, die Hotellerie mit ihren Besonderheiten zu kennen: Dienstleistung rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr, Produktlebensdauer von maximal 24 Stunden (für jeden Tag, an dem ein Bett nicht belegt ist, hätte man es eigentlich nicht kaufen müssen und auch kein millionenteures Hotelgebäude drum herum bauen müssen…). Wir beraten neutral und helfen, ergebniszielorientiert Ressourcen einzusetzen. Wir beschäftigen Spezialisten im Bereich Schulungen, Controlling und Marketing. Das Ergebnis für das Hotel ist immer eine Renditesteigerung, nicht selten von bis zu 200%. Für den Bereich Software bin ich als Geschäftsführer persönlich zuständig. Auf unserer Website – übrigens unter dem Begriff Hotelberatung oder Pre-opening auf Platz eins in Google -finden Sie detaillierte Angebote und Produkte: http://www.nh-hotelberatung.de.

    Worin sehen Sie die Vorteile beim Einsatz Ihrer bevorzugten Software im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten?
    Wir bevorzugen keine Software. Als neutrale Hotelberatung prüfen wir zuerst vorhandene Hotelsoftware und Webseite nach objektiven Kriterien. Individuell auf den Betrieb und seine jetzige Situation angepasst holen wir verschiedene Angebote ein und präsentieren diese mit ihren Vor- und Nachteilen unserem Auftraggeber.
    Hermann Nübel

    Geschäftsführer Nübel Hotel GmbH