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  • Carsten Hennig
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    Griechenland will Tourismus ausbauen
    Neue Förderprogramme sollen für wachsende Besucherzahlen sorgen / Von Michaela Balis, gtai

    Athen - Die Nutzung grüner umweltfreundlicher Technologien und die Entwicklung alternativer Tourismusformen sollen diesen Wirtschaftssektor in Griechenland künftig nachhaltig stützen. Ein neues Produktportofolio, gut ausgebildete Fachkräfte sowie die Anwendung neuer Technologien können die Wettbewerbsfähigkeit der Branche fördern. Nicht nur der Beitrag zum BIP ist wichtig, auch die Beschäftigungssituation und nicht zuletzt die gesamte Wirtschaft profitieren von wachsenden Besucherzahlen.

    Zahlen/Daten/Fakten: https://www.gtai.de/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldoku...

    Natürliche und juristische Personen in Griechenland, die bereits zum 1.1.09 touristische Unterkünfte betrieben, können bis zum 25.2.11 unter http://www.ependyseis.gr/mis am Förderprogramm "Grüner Tourismus" ( http://www.espa.gr) teilnehmen. Ziel des Programms ist unter anderem die Verbesserung der Hoteldienstleistungen und der Infrastruktur. Angestrebt wird unter anderem eine Zertifizierung nach Öko-Standards.

    Projekte zwischen 15.000 und 400.000 Euro werden bis zu 45% gefördert. Der "Grüne Tourismus" fällt unter das operationelle Programm "Wettbewerbsfähigkeit und unternehmerische Tätigkeit" des Ministeriums für regionale Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit ( http://www.ypoian.gr) im Rahmen des Nationalen Strategischen Referenzrahmens für die Jahre 2007 bis 2013. Alle Programme fallen unter die de-Minimis-Regelung. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen:

    - Verbesserung der Gebäudeeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien für die Energieeinsparung,
    - Entwicklung und Anwendung von Wassereinsparungs-Systemen,
    - Abfallverwertung,
    - Einführung von Ökostandards,
    - Information und Präsentation.

    Auch alternative Formen sollen über ein gleichnamiges Programm des Ministeriums für regionale Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit gefördert werden. Bis Ende Januar 2011 steht dieses Programm zur öffentlichen Konsultation im Internet. Der Text ist auf griechisch unter http://www.yppo.gr http://www.visitgreece.gr http://www.espa.gr http://www.antagonistikotita.gr http://www.efepae.gr abzurufen (E-Mail: eysded@mintour.gr). Besonders gefördert werden der nautische und der Sporttourismus sowie der ländliche, gastronomische, Wellness- und Gesundheitstourismus.

    Die intensive Beschäftigung mit alternativen Formen scheint im Kampf gegen die starke Saisonalität des griechischen Tourismus notwendig. Mehr als die Hälfte der Ankünfte erfolgen in den drei Monaten Juli-August-September.

    Gemäß den Vorschlägen des Verbandes der griechischen Tourismusunternehmen (SETE), die im Bericht "Vorschläge für ein neues Entwicklungsmodell, die wichtige Rolle des Tourismus für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Griechenlands" ( http://www.sete.gr) enthalten sind, muss der Fremdenverkehr Griechenlands neu definiert werden. Angestrebt wird ein ganzjähriger Tourismus mit hohen Qualitätsstandards. Neue Technologien und Medien können diesem Zweck dienen. Fachkräfte müssen stärker geschult werden. So fasst der Verband die wichtigsten Punkte des neuen Entwicklungsmodells zusammen.

    Notwendig sei, so SETE, ein weiterer Ausbau des Marktes "sea und sun", die Einführung und Förderung neuer Produkte, wie zum Beispiel der Golf- und der Sporttourismus, die Eroberung neuer Zielmärkte (wie China). Eine weitere Herausforderung stellt die russischer Nachfrage nach Ferienhäusern im Land dar.

    Griechenland kommt den Vorlieben der zwei wichtigsten Zielgruppen des Tourismus (Deutsche und Briten) entgegen: es verbindet die Sonne und das Meer mit dem Städtetourismus. Allerdings haben nur 3% der deutschen und 4% der britischen Reisenden Griechenland zum Ziel.

    Im Jahr 2009 besuchten 14,9 Mio. Gäste Griechenland. Die fünf Top-Märkte bleiben weiterhin Deutschland mit einem Anteil von 15,8%, Großbritannien mit 4,1%, Frankreich mit 6,4%, Italien mit 6,2% und Niederlande mit 4,3% (EL.STAT).

    15,2% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Griechenlands wurden 2009 durch die Tourismusbranche erwirtschaftet, so der Bericht von SETE. Die Einnahmen aus diesem Wirtschaftssektor decken ungefähr 1/3 des Handelsbilanzdefizits.

    Die pro Kopf-Ausgaben der Touristen liegen bei durchschnittlich 697 Euro. Etwa jeder fünfte Arbeitnehmer Griechenlands ist direkt oder indirekt in dieser Branche beschäftigt. Jede neue Arbeitsstelle hier, schafft eine neue Arbeitsstelle in der weiteren Wirtschaft, gemäß den Angaben des Berichts.

    Im Jahr 2009 gab es in Griechenland über 9.000 Hotelbetriebe (über 730.000 Betten). Die Hotelkapazitäten sind, gemäß dem Verbandsbericht, zwischen 2000 und 2009 um 23% gestiegen. Dies entspricht 138.289 Betten. Der Anteil der 4- und 5-Sterne Hotels und der 1- und 2-Sterne Hotels liegt bei jeweils 39%. Allerdings beziehen sich 62% des Angebots auf 1-, 2- und 3-Sterne Hotels. Zwischen 2000 und 2009 stiegen die 5-Sterne