Hotelier

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  • Carsten Hennig
    Carsten Hennig    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
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    Hotrec: Mehr Fairness bei Hotel-Buchungsportalen gefordert
    (Brüssel, 19. Dezember 2010) Die Hotel-Buchungsportale setzen ihre Hotelpartner zunehmend unter Druck. Aktuell ist eine Verschlimmerung der Lage zu beobachten: Die Zahl relevanter Online-Buchungsportale (Online Travel Agents - OTA) sinkt weiterhin und damit verstärkt sich die Tendenz zu engen Oligopolen mit Auswirkungen auf die zugrundeliegenden Geschäftsbedingungen. Aus diesem Grund veröffentlichte der europäische Hotel-Dachverband Hotrec nun ein Arbeitspapier mit „20 Eckpunkten fairen Verhaltens von Hotel-Buchungsportalen" aus Sicht der Hotellerie, um ein allgemeines Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen und eine breite Fachdiskussion innerhalb der Branche anzustoßen:

    1. Raten-, Vertriebs- und Produkthoheit verbleibt beim Hotel
    2. Keine ungenehmigte Nutzung von Hotelmarken z.B. für Suchmaschinenmarketing (SEM), Domainnamen (Grabbing) und andere Formen des Online-Marketings
    3. Zumindest monatliche Aktualisierung von Bildern, Logos, Inhalten, Hotelnamen und Beschreibungen, die seitens des Hotels zur Verfügung gestellt werden
    4. Kein verpflichtender Zugriff auf sämtliche Hotel-Angebote (kein "full content")
    5. Keine Mindestverfügbarkeit oder "Verfügbarkeit des letzten Zimmers"
    6. (Last Room Availability - LRA)
    7. Keine verpflichtende Verfügbarkeitsparität
    8. Keine verpflichtende Ratenparität
    9. Keine intransparenten Auktionsmodelle mit Einfluss auf die Positionierung in den Ergebnislisten der Hotel-Buchungsportale ("Biasing")
    10. Keine automatische Wiederauffüllung von Zimmerkontingenten jenseits der Kontrolle durch das Hotel ("Auto-Replenishment")
    11. Preisklarheit und -wahrheit beim Suchmaschinenmarketing (SEM)
    12. Keine Einflussnahme auf Hotelprodukte durch unautorisierte Darstellung auf Auktionsportalen (z.B. Katalogkopien)
    13. Angemessene Reaktionszeit für monatliche Überprüfung der "No-Shows" und Stornierungen
    14. Keine Provisionszahlungen für "No-Shows", stornierte Buchungen, Steuern oder nicht im Voraus gebuchte Leistungen
    15. Meta-Suchmaschinen sollten Hotel-Homepages einbeziehen und sie gleichberechtigt darstellen
    16. Zusammenarbeit mit qualifizierten Channel-Management Systemen
    17. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses muss über alle Vertriebskanäle eine verbindliche Einigung erzielt sein
    18. Keine Veranstalter-Raten zur Paketierung ("rooms only") frei im Internet verfügbar
    19. Sofern möglich wird die offizielle Sterneklassifizierung des Hotels angezeigt, eine Suchmöglichkeit nach Hotelsternen wird angeboten
    20. Sofern Hotelbewertungen eingebunden werden, finden Hotrec's "10 Prinzipien" Anwendung
    21. Bezeichnungen der Beherbergungskategorien entsprechen der Terminologienorm EN ISO 18513
  • Sieglinde Götze
    Sieglinde Götze    Premium Member
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    Re: Hotrec: Mehr Fairness bei Hotel-Buchungsportalen gefordert
    Hallo Herr Henning,

    ich finde Ihre Artikel wirklich interessant und vor allem jetzt auch
    dieser Hinweis auf Einforderung von mehr Fairness der
    Buchungsplattformen.
    Aber es tut mir leid, hier sind schon die Hoteliers gefordert. Sie
    dürfen sich halt nicht auf solche Verträge einlassen - das geht, habe
    selbst die Erfahrung damit gemacht.

    Große Schuld trägt auch die Preischleuderei, das trägt nicht zum Positiven bei.
    Wie kann ich mein Hotel mit solchen Preisen an Buchungsplattformen "verkaufen"?
    Ein Grund liegt darin, dass viele Hoteliers glauben, wenn sie auf
    Buchungsplattformen vertreten sind - umso mehr um so besser - dann
    brauchen sie selbst keine Werbung mehr betreiben und sind ganz
    erstaunt, wenn es nicht funktioniert - bzw. um welchen Preis?????
    Manchmal frage ich mich wirklich, wo die Hoteliers das Rechnen gelernt haben.
    Und dann glauben viele, mit mehr Betten können sie diese Differenzen aufholen.
    Oder bauen SPA's, deren Kosten sie nie und nimmer reinholen - schon gar nicht über Buchungsplattformen.

    Ein Argument ist auch noch: ja, dann werde ich im Internet gefunden!!!
    Ja wie denn, bei so vielen Teilnehmern, das glaubt ja jeder.

    Bequemlichkeit musste bis jetzt und wird auch in Zukunft immer teuer
    bezahlt werden. Und bevor hier kein Umdenken eintritt, werden auch
    solche 20 Punkte Schemen keine Chance haben. Ich konnte einige
    meiner Kunden bereits überzeugen.
    Sie sind heute glücklich und
    erfolgreich.

    Service in jeder Beziehung macht sich heute mehr denn je bezahlt!

    Gruß Sieglinde Götze


    .
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  • Sieglinde Götze
    Sieglinde Götze    Premium Member
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    Re^3: Hotrec: Mehr Fairness bei Hotel-Buchungsportalen gefordert
    Hallo Frau Störmer,

    gebe Ihnen recht. Aber da sind ja auch Auswirkungen der Preispolitik. Die Hotels wollen es sich auf diese Art und Weise reinholen, was sie mit den Preisen versäumen.
    Überall nur die Rosinen.
    Wenn ich mich für eine Plarrform entscheide, dann auch für Kontingenten und Provision ob No-Shows oder tatsächliche Übernachtungen spielt keine Rolle.
    Über die eigene Unfähigkeit wird die Fairness des Partners vergessen.
    Gruß
    Sieglinde Götze
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  • Ellen Walter
    Ellen Walter    Group moderator
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    Re^2: Hotrec: Mehr Fairness bei Hotel-Buchungsportalen gefordert
    Ebenso.

    "um ein allgemeines Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen und eine breite Fachdiskussion innerhalb der Branche anzustoßen"

    Das war´s dann auch schon.

    ((Bettensteuer ? Die wird kommen. Garantiert.))

    Aber diskutieren kann man ja mal darüber, ne ?

    Seltsam. Doch so steht es geschrieben.....

    Viele Grüße,

    Ellen Walter

    social media expert