Network HSK

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    Sundra Kanigowski
    (not a XING member)
    Schnelles Surfen im Sauerland
    Liebe HSK-Netzwerker,

    auch das gehört zur Vision des Sauerlands: Das schnelle Surfen, der Anschluss an ein DSL-Richtfunknetz auch in den Dörfern.

    Mehr dazu in diesem WP-Interview mit unserem Mitglied Stefan Glusa. Sicher sind etliche Internetsurfer aus der Region betroffen.

    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/olsberg/2008/5/2...

    Und her der Einfachheit halber der ganze Artikel.

    Netzwerkliche Grüße aus dem schon angeschlossenen Brilon,
    Sundra

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    Schnelles Surfen im Internet auch im Sauerland
    Packt die Badehose aus
    Olsberg, 21.05.2008, Thomas WINTERBERG


    Altkreis. Selbst die kleinen Dörfer im Hochsauerlandkreis können langsam die „Badehose” zum „Surfen” auspacken. Das schnelle Internet kommt. Die WP sprach mit Stefan M. Glusa, Projektleiter der Breitbandinitiative Hochsauerland.

    Westfalenpost: Wann hat das Schnecken-Tempo-Internet in den entlegenen Regionen des Hochsauerlandkreises ausgedient?

    Glusa: Etwa 63 000 Bürger sind kreisweit noch ohne schnelles Internet. Bis Ende 2009 werden wir 99,7 Prozent der Bürger sowie die Industriegebiete im Kreis an ein DSL-Richtfunknetz anschließen. Ein Glasfasernetz wäre zwar die optimale Lösung, die Kosten wären aber viel, viel höher. Wir standen vor der Zielvorgabe, eine günstige und schnell realisierbare Variante zu finden. Zurzeit werden die Verträge mit den Netzbetreibern geschlossen. Wenn die unter Dach und Fach sind, gehen wir davon aus, dass es vor den Sommerferien mit dem Netzaufbau losgehen kann.

    Frage: Wie sieht das technisch aus?

    Glusa: Wir müssen eine Fläche von 2000 Quadratkilometern überbrücken: An elf Standorten im Kreisgebiet werden daher an bereits bestehenden Masten leistungsfähige Sender angebracht, die das Verbundnetz bilden. Von dort aus brauchen wir noch weitere Sektoren, die das jeweilige Ortsnetz darstellen. Jeder Kunde bekommt eine 20 Zentimeter kleine Antenne, die auf dem Dach montiert wird. Von dort wird das Signal per Kabel oder auch drahtlos in den PC eingespeist. Die Installation kann man theoretisch selbst vornehmen. Wir empfehlen aber einen Fachmann vor Ort zu wählen. Die Fachbetriebe werden von uns geschult, wie und wo die Antennen am besten anzubringen sind.

    Frage: Was wird das Ganze kosten?

    Glusa: Der eigentliche Anschluss kostet einmalig 99,95 Euro. Wer sich die Empfangsanlage an seinem Haus vom Fachmann anbringen lässt, zahlt dafür einmalig 59,90 Euro. Die monatlichen Gebühren betragen 34,95 Euro. Darin enthalten ist eine Volumen- und Zeitflatrate mit einer Leistung, wie bei DSL 6000. Das heißt: Man kann soviel und solange Surfen, wie man möchte. Der Kunde bindet sich für zwei Jahre vertraglich. Diese Gebühren sind kostendeckend. Unsere Absicht ist es, eine gute Versorgung sicherzustellen. Selbst bei erhöhter Netzbelastung haben wir genügend Reserve für diese Leistung. Größeren Firmen oder Betrieben bieten wir eine Standleitung an, die neben der Bereitstellungsgebühr etwa 200 Euro kosten wird und symmetrische Bandbreiten von 2Mbit/s aufwärts in höchster Qualität liefert.

    Frage: Geht von dem Richtfunksystem eine erhöhte Strahlenbelastung aus?

    Glusa: Nein. Darüber gibt es aktuelle Studien. Im Vergleich mit dem Mobilfunknetz ist die Strahlung um das bis zu 1000-fache geringer. Das Handy direkt am Ohr sendet zum Beispiel mit bis zu zwei Watt. Die Sendeleistung an der Dach-Antenne liegt dagegen nur bei bis zu einem Watt.

    Frage: Wer kommt zuerst ans Netz?

    Glusa: Sobald das Verbundnetz steht, müssen wir den Ausbau nach technischen und strategischen Gesichtspunkten vornehmen. Nach Auftragsvergabe und bei ausreichenden Teilnehmern, kann ein Anschluss vor Ort dann zwischen sechs und zehn Wochen dauern.

    Frage: Haben Sie Befürchtungen, dass Sie von der Nachfrage überrannt werden könnten?

    Glusa: Je größer die Nachfrage, desto besser. Selbstverständlich stehen wir jedem mit Rat und Tat zur Hilfe. Aber momentan haben wir noch keine Bestellformulare. Die stehen aber bald in gedruckter Form und als Download auf unserer Internetseite http://www.breitband-hsk.de bereit. In einigen Orten, in denen großes Interesse an DSL besteht, haben die Ortsvorsteher bereits eine Liste umgehen lassen, auf der sich die Interessenten vormerken lassen können.

    Frage: Wer sind die armen 0,3 Prozent Internet-Nutzer, die nicht ans Richtfunknetz angeschlossen werden können?

    Glusa: Rein technisch können wir jeden kreisweit mit ins Boot nehmen. Aber pro Dorf brauchen wir mindestens 20 Teilnehmer, die mitmachen. Die bekommen wir bei einem kleinen Aussiedlerhof aber nicht zusammen. Dort informieren wir dann auch gerne über Alternativen wie Mobilfunk oder Satellit.