Human Capital

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  • Sebastian Helmund
    Sebastian Helmund    Premium Member
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    Seminararbeit Mitarbeitermotivation insbesondere Endspieleffekte
    Hallo alle zusammen :)

    Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen...ich bin der Sebastian Helmund, 24Jahre alt und studiere in Leipzig an der Universität im 6.Fachsemester BWL im letzten Diplom-Jahrgang. Neben Marketing und Immobilienmanagement gehört auch die Personalwirtschaftslehre zu meinen Spezialisierungen.

    In diesem Semester nehme ich an einem Hauptseminar teil mit dem Thema "Motivation und Anreiz in Arbeitsbeziehungen" und muss im Rahmen dieses Seminars eine Hausarbeit über den Teilbereich Endspieleffekte anfertigen. Dabei geht es hauptsächlich darum, wie man Mitarbeiter die kurz vor dem Ausscheiden aus dem Unternehmen (Befristung läuft aus, Rente, allgemeine Kündigung, usw.) stehen, bis zum Ende noch motivieren kann die bestmögliche Leistung abzurufen. Ein anderer Teil bezieht sich auf Endspieleffekte hinsichtlich der erreichbaren Position bzw. das Personen auf einer bestimmten Karrierestufe mit dieser zufrieden sind und sich dann nicht mehr 100%ig Mühe geben.

    Da in der Literatur zu diesem Thema noch nicht so viel zufinden ist und diese auch sehr theoretisch ist, würde ich mich freuen hier über diese Gruppe ein paar praktische Beispiele oder Lösungsansätze erarbeiten zukönnen. Wer also Erfahrung mit diesem Thema hat oder sonstige Ideen oder Fragen darf gern hier posten.

    Beste Grüße aus Leipzig

    Sebastian
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  • Sebastian Helmund
    Sebastian Helmund    Premium Member
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    Re^2: Seminararbeit Mitarbeitermotivation insbesondere Endspieleffekte
    Hallo Herr Orellana,

    leider ist dies wirklich ein sehr kritisches Thema. In der Spieltheorie wird davon ausgegangen, dass ein rational handelndes Individuum bei einem endlichen Zeithorizont generell zu Nicht-Kooperation neigt. Das heißt wenn eine Person Kenntnis über das Ende der Beschäftigung hat, wird sie von Beginn an eher nicht das machen was sie soll.
    Im Gegensatz zu diesen theoretischen Versuchen stehen aber Studien, die beweisen, dass anfänglich eine sehr hohe Kooperationsbereitschaft besteht, diese allerdings mit fortlaufender Kooperationsdauer abnimmt, bis in der letzten Arbeitsperiode nur noch ein Minimum an Kooperation oder gar keine Kooperation mehr vorhanden ist. Dieser Sachverhalt ist der sog. Endspieleffekt um den sich meine Seminararbeit dreht.

    Meine Aufgabe ist es, dies aus spieltheoretischer sowie verhaltenstheoretischer Sicht zu untersuchen, Konsequenzen für Arbeitsbeziehungen abzuleiten und evtl. Lösungsvorschläge zu präsentieren.

    Vorschläge wären z.B.:
    - Outplacement
    - erfolgsorientiertes Entgelt in die Zukunft verlagern o.ä.

    Sicher gibts dabei ein paar Möglichkeiten den Arbeitnehmer bis zum letzten Tag noch zu zwingen sein Bestes zugeben oder halt seine eigene Motivation fördern z.B. durch Outplacement. Dabei spricht das Thema sicher teilweise auch die Wirtschaftsethik schon ein Stück an.

    Interessant wäre ja auch generell wie Personalverantwortliche diese Problematik sehen...also ob viele das auch so sehen, dass es eher ein "ausquetschen" bis zum letzten Arbeitstag ist und man Verständnis dafür aufbringt wenn keine 100%ige Leistung in den letzten Arbeitswochen mehr erbracht wird??

    Oder wie wird generell in dieser Zeit mit Kündigungen umgegangen...die Stichworte "Trennungsmanagement" aber auch "fair kündigen" sind hier zu nennen....auch in Hinsicht auf das Image der Unternehmen...sind die Unternehmen sich darüber bewusst, dass schlecht ausgeführte Kündigungen das Image auch nach Außen schädigen können?? Zusätzlich evtl. auch die verbleibenden Mitarbeiter noch demotivieren?

    Ich bedanke mich für den Beitrag...

    Beste Grüße
    Sebastian Helmund
    This post was modified on 28 May 2008 at 05:41 pm.