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Patricia Hinsen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Hüte dich vor "falschen Freunden"
"Sorry, that's my handy". Mit dieser Aussage stiftete einer unserer Kunden letztes Frühjahr Verwirrung bei seinen amerikanischen Kollegen. Er hatte nämlich vergessen sein Mobiltelefon auszuschalten und es klingelte während des Meetings. Die Entschuldigung resultierte in unerwartet viel Aufmerksamkeit, denn seine Kollegen verstanden nicht was er meinte. Damit wurde die normalerweise eher beiläufige Bemerkung zum Gesprächsmittelpunkt und die Unterbrechung des Meetings dauerte dementsprechend länger. Diese Peinlichkeit wurde übrigens zum Anlass für ihn, seine englische Sprachkompetenz mit unserem Training zu verbessern.
Ein weiteres Beispiel ist der Reisende, der in den USA in ein Sportgeschäft ging und nach einer "Body Bag" fragte. Die konsternierten Blicke der Verkäuferin sind schnell verständlich, wenn man weiss, das der Ausdruck "Body Bag", der im Deutschen eine Art Rucksack bezeichnet, im Englischen "Leichensack" bedeutet. Daher gehören in englischsprachigen Ländern body bags in die Pathologie, aber nicht ins Sportgeschäft.
Viele von Ihnen haben ähnliche Erfahrungen mit Anglizismen oder Pseudo-Anglizismen gemacht. Deren Spektrum kann von von sehr lustig bis absolut peinlich reichen, oft wird ein solches Ereignis zum Auslöser, die eigenen Sprachkompetenzen zu verbessern.
Zu der oft gestellten Frage: "Wie vermeide ich solche Situationen?" haben wir Ihnen einige Tipps zum Umgang mit potentiellen Stolperfallen ausgearbeitet.
1. Setzen Sie nie voraus, dass eingedeutschte, englische Wörter die gleiche Bedeutung in beiden Sprachen haben.
2. Vermeiden Sie die Verwendung von eingedeutschten Wörtern in englischsprachiger Kommunikation, es sei denn, Sie sind sich der englischen Bedeutung absolut sicher. Im Zweifelsfall empfehlen wir, auf eine Alternative zurück zugreifen!
3. Es ist hilfreich, zwischen Anglizismen und Pseudo-Anglizismen zu unterscheiden. Anglizismen sind Wörter die aus der englischen Sprache in andere Sprachen übernommen oder abgeleitet wurden, bei Pseudo-Anglizismen handelt es sich um Begriffe, die es im Englischen gar nicht gibt oder die in anderen Zusammenhängen verwendet werden. Beispiele für Anglizismen sind: "Hotline", "online" oder "Benchmarking", Pseudo-Anglizismen dagegen sind: "Oldtimer", "Handy" und "Showmaster".
4. Wenn Sie sich über die englische Bedeutung eines eingedeutschten Wortes nicht sicher sind, lohnt sich die Recherche. "Mobbing" z.B. hat im Englischen eine ganz andere Bedeutung, diese lässt sich aber schnell online (z.B. durch
http://www.leo.org) ermitteln.
5. Bei eingedeutschten Verben ist Vorsicht geboten. Wörter wie: " gecancelt ", "downgeloaded", "gecasted" usw. haben zwar englische Wurzeln, kein englischsprachiger Mensch aber kann mit "angetriggered" etwas anfangen.
Letzendlich können keine Tipps (auf Englisch übrigens tips) wirkliche Kompetenzen ersetzen. Wenn Sie sich in Ihrem Sprachgebrauch unsicher fühlen ist das ein guter Anlass, ihre Kenntnisse mit kompetentem Training auf- und auszubauen.
Dieser Artikel ist hier für Sie zum Download verfügbar:
http://www.englisch-nach-mass.de/html_neu/download/Huete_dic...
- 14 Nov 2011, 10:21 am
