XING Magyarország - Hungary - Hungría - Ungarn - Hongrie - Ungheria

XING Magyarország - Hungary - Hungría - Ungarn - Hongrie - Ungheria

Posts 1-4 of 4
  • User photo
    Theo Kern
    The company name is only visible to registered members.
    03 Dec 2004, 4:51 pm
    Dienstleistungen,
    also Arbeitstunden, vom Handwerker, Arzt, Freiberufler usw. sind das einzige was in Ungarn noch billiger ist als in Deutschland.
    Die meisten Artikel des täglichen Bedarfs wie Waschmittel, Hygieneartikel aber auch Elektr- und Elektronikartikel, Möbel usw. werden importiert und sind teurer als in Deutschland. Das kann jeder sehen wenn er mal in Passau zum Aldi fährt. dort stehen die Ungarn und laden die Kleintransporter voll. Es gibt in ganz Ungarn keinen Discounter der auch nur ähnlich günstige Preise hat.
    Nur der Tourist glaubt immer noch dass es hier billig ist. Er beurteilt das aber auch nur nach den Restaurantkosten und den Preisen auf den Märkten. die dort angebotenen (Plagiate) Chinaklamotten würde er aber in Deutschland noch nicht mal anschauen. Dieser Ramsch ist dort gar nicht marktfähig.
    Die kleinen und mittleren Betriebe, dazu gehören wir, haben es ganz schön schwer. Sehr teurer Zugang zu Finanzmitteln, extreme Bürokratie und Behördenschikanen, ein aberwitziger Wechselkurs und anderes machen den Betrieben das Leben schwer. Der Höhenflug des Euro ist nicht gegen den Höhenflug des Forint und das bei 7%iger Inflation und riesigem Staatsdefizit. Hat ein Betrieb z.B. seine Steuer am Stichtag nicht bezahlt, hat er am nächsten Tag eine Kontopfändung. Dabei muss hier z.B. die Körperschaftsteuer f(80%) ür das lfd. Jahr schon am 20.12. gezahlt werden, also noch bevor das Jahr zu Ende ist. Die Stadtsteuer (Gewerbesteuer) ist unabhängig vom Gewinn und explodiert geradezu.
    Vieleicht meldet sich mal ein Gastwirt oder ein Winzer hier und gibt die wahnwitzigen Regulierungen zum besten die es in seiner Branche gibt. Keiner, der nicht hier lebt, würde das glauben. Manches ist so grotesk dass es schon wieder zum lachen ist.

    Diese Situation hat sich in den Jahren der jetzigen Regierung maßlos verschärft.

    Bei dem was hier in der Regierung passiert müßte in Deutschland jede Woche ein Minister seinen Hut nehmen.

    M.E. ist Ungarn, das einmal der Musterknabe unter den Beitrittsländern war, auf dem besten Weg ans andere Ende. Die Pfade der vernünftigen Wirschaftspolitik der Horn Regierung und der Fidesz Regierungszeit sind erstmal vorbei.

    Mein Weg würde heute nach Rumänien führen. Wenn wir nicht hier einen Haufen Geld investiert hätten, wären wir schon fort. So müssen wir aber aushalten und hoffen dass es wieder besser wird.
    Ungarn ist für eine Betriebsgründung z.Zt. nicht interessant.

    Szecheny Plan und Nachfolger sind so verbürokratisiert dass es besser ist man versucht es garnicht. Kostet viel und schaut wenig dabei heraus. Wohl der Firma die Refinanzierungsmöglichkeiten in Deutschland nutzen kann. Für ungarische KMU gibt es aber hier, selbst wenn man Exportquoten von 90% hat wenig Möglichkeiten.

    Lassen wir´s dabei, reicht für´s erste. Bin mal gespannt auf die Reaktionen.

    Theo Kern
  • Post visible to registered members
  • Post visible to registered members
  • User photo
    Theo Kern
    The company name is only visible to registered members.
    07 Feb 2005, 08:24 am
    Re^2: Dienstleistungen,
    In Ungarn ist, bis auf in Ungarn erzeugte Artikel, alles teurer als in Deutschland.

    Wenn man in Ungarn lebt und den gleichen Warenkorb benutzt wie in Deutschland (Marken, Qualitäten usw.) kauft hier wesentlich teurer ein.

    Günstiger sind meistens noch Dienstleistungen wie Handwerkerstunden, Friseur und solche Dinge. Teurer sind Bankdienstleistungen.

    Es fehlt hier einfach noch die Konkurrenz. Vermutlich verantwortlich dafür ist wohl die geringere Kaufkraft, die viele Unternehmen noch als Hindernis für ein Engagement sehen. Dabei gibt der Ungar sein Geld schon aus. Kaufkraftzurückhaltung ist noch ein Fremdwort.

    Wir jedenfalls, und auch viele Leute aus unserem Bekanntenkreis, Ungarn ebenso wie Deutsche, nutzen Fahrten nach Deutschland zu ausgedehnten Einkäufen aus. Das geht von Aldi über die Kaufhäuser bis zu Douglas.

    Grüße aus Pecs

    Theo Kern