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Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat sich für ein höheres Arbeitslosengeld für Leih- und Zeitarbeiter ausgesprochen. Auf der Jahreskonferenz der WESTFALENPOST sagte der CDU-Politiker am Samstag in Hagen, "wir müssen die hohe Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt mit mehr Sicherheit für die Betroffenen verbinden", wie das in Hagen erscheinende Blatt in seiner Montagsausgabe berichtet.
Während Stammbelegschaften häufig Tariflöhne erhielten und vom Kündigungsschutz profitierten, würden Leih- und Zeitarbeiter - "die flexibelsten Kräfte überhaupt" - in guten Zeiten schlechter bezahlt und in der Krise als erste entlassen, sagte Laumann. Das Arbeitslosengeld sei entsprechend niedrig. "Hier brauchen wir einen Ausgleich", forderte der Minister, der auch Vorsitzender der CDU-Sozialausschüsse CDA ist. Zur Höhe des Arbeitslosengeldes für Leih- und Zeitarbeiter schlug Laumann vor: "80 bis 90 Prozent sollten es schon sein!" Derzeit erhalten Arbeitslose 60 bzw. 67 Prozent (mit Kindern) des letzten Nettolohnes.
Für die Mehrkosten sollten die Arbeitgeber aufkommen, forderte Laumann, "und zwar diejenigen, die von der Zeitarbeit profitieren". 2008 waren knapp 150.000 Menschen in NRW als Zeitarbeiter beschäftigt.
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Am Donnerstag, 19. November, findet von 13 bis 17.15 Uhr der iGZ-Landeskongress in der Veltins-Arena "Auf Schalke" in Gelsenkirchen statt.
Bisher haben sich zu der interessanten Tagung bereits über 250 Personen angemeldet. Der Kongress steht unter dem Motto "Fairplay in der Zeitarbeit". Als Hauptrednerin wird die NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) erwartet.
Kurzfristige Anmeldungen nimmt die iGZ-Bundesgeschäftsstelle (Tel.: 0251-9811210 oder redeker@ig-zeitarbeit.de) gerne noch entgegen. Der Eintritt ist kostenfrei.
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Die führenden Verbände der Zeitarbeitsbranche (iGZ und BZA) wehren sich gegen den Trend, dass Unternehmen die Zahlung von Tariflöhnen durch die Gründung unternehmenseigener Zeitarbeitsfirmen umgehen und ihr Stammpersonal zu hauseigenen Leiharbeitskräften machen - berichtet die Wirtschaftswoche in einer Titelstory "Gefährliches Spiel - Wie Unternehmen ihre Beschäftigten in Leiharbeiter verwandeln". Die leihen sie dann zu deutlich geringerer Bezahlung von den Leiharbeits-Töchtern zurück.
Dieser Firmentypus schade der gesamten Branche, kritisieren Volker Enkerts, Präsident des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA), und Ariane Durian, Vorsitzende des konkurrierenden Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), in der WirtschaftsWoche.
Aktueller Anlass ist die Gründung der Firma Meniar, die Schlecker-Mitarbeiter mit fast halbierten Löhnen an Schlecker-Filialen verleiht. „Ein Zeitarbeitsunternehmen zu gründen, nur um Tarifkonditionen zu umgehen, ist eine Trickserei. Das schadet der Zeitarbeit insgesamt“, sagt BZA-Präsident Enkerts der Wirtschaftswoche. Im BZA sind die Branchengrößen Adecco, Manpower und Randstad organisiert. iGZ-Chefin Durian kritisiert: „Gezieltes Lohndumping ist das.“
Die Branchenverbände BZA und iGZ stört besonders, dass die Trittbrettfahrer das Image der Branche beschädigen. „Die Branchenfremden prägen und gefährden das Image der Zeitarbeit“, so BZA-Chef Enkerts. Er fordert Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung auf, gegen den Etikettenschwindel vorzugehen: „Wir wollen erreichen, dass für interne Zeitarbeit im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz die Gleichbehandlung mit den übrigen Beschäftigten im Unternehmen festgeschrieben wird.“
Link zum Artikel:
http://www.ig-zeitarbeit.de/artikel/4924
Was meinen Sie: besteht hier Handlungsbedarf für den Gesetzgeber und wie sollte eine zukünftige Regelung ggf. aussehen?
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Höheres Arbeitslosengeld für Zeitarbeitnehmer gefordert
Werner Stolz, 23 Nov 2009, 1:09 pm
Fairplay in der Zeitarbeit
Werner Stolz, 20 Nov 2009, 2:46 pm
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