NEWBASE infonitor - Online Präsenz Analyse

infonitor stellt hier regelmäßig tagesaktuelle Ad-Hoc-Analysen / Medienanalysen zu politischen und gesellschaftlichen Themen vor.
Die Beiträge in dieser Gruppe gehen von den bereitgestellten Analysen aus, diskutieren deren Aussagekraft und ziehen mögliche Schlussfolgerungen.
Die Gruppenmitglieder können ihrerseits selbsterstellte Online Präsenz Analysen (z.B. via http://www.infonitor.de) vorstellen und zur Diskussion freigeben.

News

  • 28 Jul 2010

    10/07/28 [Gesellschaft/infonitorNews Analyse] Theo Albrecht und Karl-Heinz Wildmoser: Tod zweier unterschiedl. Persönlichkeiten

    Link zur automatisch produzierten Online Präsenz Analyse:
    http://www.infonitor.de/report/oa/de/2010/7/28/6180/index.ph...

    Schlussfolgerungen zu dieser Analyse:
    Zwei Todesnachrichten, die die Gesellschaft zumindest betroffen machen dürfte, initiierte eine Suchanfrage bei infonitorNews. Stichworte hierfür waren „tot“ oder „gestorben“ in Verbindung mit Albrecht oder Wildmoser. Das Endergebnis zeigt eine mehr als doppelt so hohe Nennungspräsenz für Albrecht gegenüber Wildmoser.
    Theo Albrecht, einer der beiden Aldi-Gründer ist am letzten Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Unternehmer war seit längerer Zeit schwer krank, zuletzt ein Pflegefall. Den Grundstein für sein Discount-Imperium legte Theo Albrecht gemeinsam mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Karl im Jahr 1948, als er den kleinen Lebensmittelladen seiner Mutter übernahm. Ab 1961 wurde daraus Albrechts Discount, kurz Aldi. Über Albrechts Privatleben ist kaum etwas bekannt, weil er extrem zurückgezogen lebte. Grund hierfür war u.a. seine Entführung im Jahr 1971. Erst nach 17 Tagen und nach Zahlung von sieben Millionen Mark wurde er freigelassen.
    Karl-Heinz Wildmoser hingegen lebte ein schillerndes Leben. Er verstarb in der Nacht zu Mittwoch im Alter von 71 Jahren nach einem Schwächeanfall vor zwölf Tagen und einer Gehirnoperation.
    Der Gastronom stand von 1992 bis 2004 an der Spitze des Traditionsvereins 1860 München. Während seiner Amtszeit stieg der Verein von der Bayernliga in die Bundesliga auf. Seit seinem Rücktritt im Jahr 2004 als Reaktion auf den Bestechungsskandal beim Bau der Allianz Arena hatte sich Wildmoser aus dem Verein zurückgezogen und auf sein Gastronomie-Imperium konzentriert.
    Da beide Todesfäll erst heute bekannt wurden, setzt die Berichterstattung zum relevanten Themenbereich auch erst heute ein, aktuell (14:18h/Abfrage) mit 619 Artikeln.
    Der Gesamtüberblick zeigt die oben angesprochene und deutlich höhere Nennungspräsenz für Albrecht sowohl im Titel wie auch in der Trefferumgebung.
    Yahoo! Deutschland berichtete am häufigsten (14). „Aldi-Gründer Theo Albrecht gestorben“ (161) ist die meist verwendete Schlagzeile, die in der Liste der Top Aktualität zwar im oberen Viertel (76%) rangiert, aber „Ex-„Löwen“-Präsident Wildmoser gestorben“ (71) ist die aktuellste headline (100%).
    Die Titelwortwolken machen nochmals deutlich, welch hohe Präsenz Albrecht im Vergleich zu Wildmoser zukommt. Aldi-Gründer (Aldi-Mitbegründer) steht hier quasi als Synonym für den Namen Albrecht und hat nahezu die gleich hohe Nennungsquote. Auch hier erfährt man, dass er der zweitreichste Deutsche war. Wildmoser bleibt als Ex-Löwen-Präsident in Erinnerung.
    In den tagclouds zur Trefferumgebung steht Theo Albrecht noch mehr im Mittelpunkt. Aus der Trauermeldung der Unternehmensgruppe wurden die wenigen Daten übernommen, die darin veröffentlicht wurden. So zum Beispiel sein Geburtsort Essen, der bis dahin nicht bekannt war. Karl-Heinz Wildmoser hat hier nur einen äußerst geringen Anteil.
    Es ist interessant zu beobachten, mit welcher Intensität über einen Verstorbenen berichtet wird, der die Öffentlichkeit extrem scheute und über dessen Leben so gut wie nichts bekannt war. Auf der anderen Seite steht mit Wildmoser ein Mensch, der das Leben in der Öffentlichkeit extrem liebte, dessen Tod aber nicht annähernd so viel Berichte generierte.

    infonitor
    Jennifer Hopp

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  • 26 Jul 2010

    10/07/26 [Veranstaltung/infonitorNews Analyse] Loveparade: Werden Sauerland oder Schaller zur Verantwortung gezogen?

    Link zur automatisch produzierten Online Präsenz Analyse:
    http://www.infonitor.de/report/oa/de/2010/7/26/5988/index.ph...

    Schlussfolgerungen zu dieser Analyse:
    Die Loveparade-Tragödie schockt die Welt und regte eine Suche bei infonitorNews nach dem Schlagwort Loveparade in Zusammenhang mit Sauerland oder Schaller an. Das Resultat ist eine deutlich höhere Nennungspräsenz für Sauerland gegenüber Schaller.
    Sie wollten zur Party und erlebten ein Desaster: 19 Menschen starben am Samstag auf der Loveparade in Duisburg.
    Nur über eine einzige schmale Rampe kam man auf das Gelände und vom Gelände wieder herunter. Abgesperrt waren die beiden Richtungen lediglich durch klapprige Absperrgitter. Als diese umkippten, vermischten sich die beiden Gruppe. Für Stunden war der Ein- und Ausgang blockiert. Mehrere Zehntausend Menschen sollen im Tunnel eingeschlossen gewesen sein. Eine Massenpanik war die Folge: Menschen wurden zu Boden getreten, andere versuchten, an kahlen Wänden hochzuklettern. Die einzige Treppe, die es gab, war überfüllt. Als die ersten Menschen von dieser Treppe abstürzten, eskalierte die Situation. Organisatoren, die Stadt Duisburg und die Polizei sehen sich harten Vorwürfen ausgesetzt.
    Als Veranstalter der Loveparade tritt die Firma Lopavent auf, deren Besitzer Rainer Schaller auch eine bundesweite Fitness-Kette betreibt. Er kündete bereits an, dass die Veranstaltung aus Respekt nicht mehr fortgesetzt wird. „Das ist das Ende der Loveparade“.
    Der in die Kritik geratene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland schließt seinen Rücktritt inzwischen nicht mehr aus. Er soll die Loveparade gegen die Widerstände in der Politik und Verwaltung durchgesetzt haben. Am Sonntag war er von Trauernden körperlich angegriffen worden, wurde ausgebuht, beschimpft und mit Müll beworfen. „Wir haben alles darum gegeben, ein sicherer Austragungsort zu sein“, sagte er auf einer Pressekonferenz.
    Am Tag nach der Katastrophe, am Sonntag, erreichte die Präsenzkurve mit 2.062 Artikeln ihren bislang größten Wert.
    Das Gesamtergebnis zeigt zum einen, dass beide Namen nicht sehr häufig im Titel genannt werden, die Nennungspräsenz in der Trefferumgebung für Schaller knapp ein Viertel geringer ausfällt im Vergleich zu Sauerland.
    Yahoo! Deutschland berichtete am häufigsten (43) über den relevanten Themenbereich. „Hinweise auf Sicherheitslücken bei Loveparade“ ist die meist gesetzte Schlagzeile (130), die in der Liste der Top Aktualität mit 90% im Spitzenbereich rangiert. Die aktuellsten headlines (100%) lauten „Duisburg plant Trauerfeier: OB angegriffen“ (70) und „Loveparade-Veranstalter in Bedrängnis“ (28).
    In den Titelwortwolken steht mit der Loveparade auch die Stadt Duisburg im Mittelpunkt. Aufgrund der Massenpanik, bei der es Tote gab, wird nun von einer Katastrophe, einer Tragödie, sogar von der Hölle gesprochen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen bereits aufgenommen, auch weil es Hinweise auf Sicherheitslücken gab.
    In den tagclouds zur Trefferumgebung rücken Oberbürgermeister Sauerland und der Veranstalter und Organisator Schaller mehr in den Blickpunkt der Berichterstattung.
    Das 20. Fest der Liebe – es wird das letzte dieser Art gewesen sein. Und in den Köpfen sind nicht etwa Bilder fröhlicher Menschen, die feiern, sondern Bilder des Schreckens. Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Kritik an der Massenveranstaltung: Zu viele Menschen, zu wenig Ordnungskrafte, zu hohes Sicherheitsrisiko. Bis Samstag ging immer alles gut.
    Nicht nur Deutschland ist geschockt von der Tragödie und fragt sich, wie es dazu kommen konnte.

    infonitor
    Jennifer Hopp

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  • 22 Jul 2010

    10/07/22 [Sport/infonitorNews Analyse] Tour de France: Contador oder Schleck - wer entscheidet das Rennen für sich?

    Link zur automatisch produzierten Online Präsenz Analyse:
    http://www.infonitor.de/report/oa/de/2010/7/22/5647/index.ph...

    Schlussfolgerungen zu dieser Analyse:
    Die bereits am kommenden Sonntag endende Tour de France iniiierte eine Suchanfrage bei infonitorNews nach dem Stichwort Tour de France in Verbindung mit Contador oder Schleck. Das Endergebnis zeigt für Contador besonders in den Titelnennungen eine sehr hohe Nennungspräsenz.
    Das wichtigste Etappen-Radrennen der Welt findet in diesem Jahr zum 97. Mal statt und begann am 3. Juli in Rotterdam. Enden wird es am 25. Juli traditionsgemäß auf der Champs-Élysées in Paris.
    Der Titelverteidiger Alberto Contador und Andy Schleck als bester Nachwuchsfahrer 2009 zählen zu den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg. Zu einem diskussionswürdigen Schlagabtausch zwischen den beiden Fahrern war es am Montag auf der 15. Etappe gekommen: Der amtierende Tour-Sieger hatte ausgerechnet in dem Moment angegriffen, als dem Luxemburger die Kette abgesprungen war. Contador knöpfte Schleck dadurch 39 Sekunden ab und eroberte das Gelbe Trikot. Hinterher hatte der Astana-Kapitän behauptet, er habe von den technischen Problemen seines Kontrahenten nichts gewusst. Anschließend hatte Schleck seinen Rivalen dafür harsch kritisiert.
    Die Präsenzkurve erreichte an diesem Tag mit 737 Artikeln ihren bisherigen Spitzenwert.
    Der Gesamtüberblick zeigt in der Totalen eine ausgewogene Trefferquote in der Artikelumgebung, wobei Schleck in der aktuellen Berichterstattung (gestern und heute) fast doppelt so viele Nennungen hatte wie Contador. Im Titel liegt Contador klar vor Schleck.
    Yahoo! Deutschland berichtete mit Abstand am häufigsten über den relevanten Themenbereich (54). „Winokurow gewinnt 13. Etappe der Tour de France“ ist die meist gesetzte Schlagzeile (230), die in der Liste der Top Aktualität mit 19% aber eher am Ende rangiert. Die aktuellste headline (100%) lautet „Wechselbörse: Wohin zieht es Contador und Co.?“ (93).
    Der Blick auf die Titelwortwolken lässt die hohe Präsenz von Contador deutlich werden. Winokurow als Gewinner der 13. Etappe (s.o.) liegt mit 440 Nennungen noch vor Schleck (428). Mit Riblon ist ein weiterer Fahrer sehr präsent, der die 14. Etappe für sich entscheiden konnte. Ein besonderes Augenmerk liegt auch immer wieder auf dem Rekordgewinner Armstrong, der in diesem Jahr Abschied nimmt von der Tour de France. Er hat auf der 16. Etappe nochmals attackiert und wieder für Aufsehen gesorgt. Der oben erwähnte technische Defekt Schlecks wird hier als Schleck-Panne bezeichnet, die Contador gnadenlos ausnutzte.
    In den tagclouds zur Trefferumgebung heben sich neben Alberto Contador und Andy Schleck keine weiteren Fahrer besonders hervor. Winokurow und Riblon sind hier zwar auch zu lesen, aber mit wesentlich geringerer Bedeutung als noch im Titel.
    Auf der heutigen 17. und viertletzten Etappe der Tour de France könnte es bereits zum Showdown kommen. Auf den steilen Fahrten des Col de Tourmalet könnte die Vorentscheidung im Kampf um den Sieg fallen. Man sagt: „Wer diesen Berg bezwingt, bezwingt die Konkurrenz“. Es wird also spannend sein zu verfolgen, ob die beiden Favoriten das Rennen unter sich ausmachen oder ob es einen lachenden Dritten geben wird.

    infonitor
    Jennifer Hopp

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