NEWBASE infonitor - Online Präsenz Analyse

NEWBASE infonitor stellt hier regelmäßig tagesaktuelle Online-Präsenz-Analysen / Medienanalysen zu politischen und gesellschaftlichen Themen vor.
Die Beiträge in dieser Gruppe gehen von den bereitgestellten Analysen aus, diskutieren deren Aussagekraft und ziehen mögliche Schlussfolgerungen.
Die Gruppenmitglieder können ihrerseits selbsterstellte Online Präsenz Analysen (z.B. via http://www.infonitor.de) vorstellen und zur Diskussion freigeben.

News

  • 23 Nov 2009

    09/11/23 [Medien/Google News Analyse] Streit um ZDF-Chefredakteur: Koch gegen Brender – ein Angriff auf die Rundfunkfreiheit?

    Link zur automatisch produzierten Online Präsenz Analyse:
    http://www.infonitor.de/Medienanalyse/2009/11/23/179376/repo...

    Schlussfolgerungen zu dieser Analyse:

    Die aktuelle Diskussion um die Vertragsverlängerung für den ZDF-Chefredakteur initiierte eine Suchabfrage bei Google News nach den Schlagworten ZDF und Vertragsverlängerung in Verbindung mit den Namen Koch oder Brender. Brender steht eindeutig im Blickpunkt des Interesses und bekommt daher eine wesentlich höhere Präsenz als Koch.
    Seit Monaten wird hinter den Kulissen um eine Vertragsverlängerung für ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender gerungen. CDU-Politiker, allen voran Hessens Ministerpräsident Roland Koch, vertreten im Verwaltungsrat des Senders, hatten sich wegen der Quotenentwicklung im Informationsbereich gegen eine Vertragsverlängerung Brenders im nächsten Jahr ausgesprochen. Über die von Intendant Markus Schächter gewünschte Verlängerung der Amtszeit Brenders muss bis Ende März 2010 entschieden werden.
    Nach der Parteinahme am Wochenende durch führende deutsche Staatsrechtler für Brender gab es erneut einen Zuwachs an Berichten (113 Artikel am 22.11.).
    Wie oben bereits erwähnt, ist Brender eindeutig nennungspräsenter als Koch. Im Titel sind das 72% (Koch 13%), in der Trefferumgebung 67% (Koch 23%).
    Am häufigsten berichtete WELT online (neun Artikel) über den Themenkreis. „Die „causa Brender“ geht mit Tempo auf die Zielgerade“ ist die meist publizierte Schlagzeile (64 Artikel), die in der Liste der Top Aktualität sehr weit oben steht. Der aktuellste Titel ist hier „Fall Brender – Koch versucht Anschlag auf Rundfunkfreiheit“ (2).
    Die Titel-Wortwolken machen deutlich, dass Brender, der ZDF-Chefredakteur (Chefredakteur) im Zentrum der Diskussion steht. Seit dem Wochenende bekommt er Unterstützung von 35 Staatsrechtlern, die in einem offenen Brief ihre Sorge über die zunehmende Macht der Politik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommunizieren und Koch und deren politische Einflussnahme kritisieren.
    In den tagclouds zur Trefferumgebung wird der kommende Freitag genannt, an dem das Gremium über die Vertragsverlängerung entscheiden wird, ob Brender über März 2010 hinaus ZDF-Chefredakteur bleibt.
    Die Personalie ist ein explosiver medienpolitischer Streitfall, seitdem der hessische Ministerpräsident Roland Koch in einem Interview ein Fragezeichen hinter die Vertragsverlängerung setzte. Inzwischen wird sogar von einem offenkundigen Versuch geredet, einen unabhängigen Journalisten zu verdrängen und den Einfluss der Parteipolitik zu stärken. Andere gehen noch weiter und sprechen von einer Krise der Rundfunkfreiheit, des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der zum Staatsfunk wird. Die Entscheidung am Freitag wird also mit einer Mischung aus Spannung und Sorge über die politschen Verwicklungen erwartet werden.

    NEWBASE infonitor
    Jennifer Hopp

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  • 20 Nov 2009

    09/11/20 [EU/Google News Analyse] Sondergipfel in Brüssel: Rompuy und Ashton das neue EU-Duo – eine Spitze mit Führungsstärke?

    Link zur automatisch produzierten Online Präsenz Analyse:
    http://www.infonitor.de/Medienanalyse/2009/11/20/178959/repo...

    Schlussfolgerungen zu dieser Analyse:

    Die Entscheidung des EU-Sondergipfels in Brüssel für die Neubesetzung der Spitzenposten regte eine Suche bei Google News an nach den Stichworten Brüssel in Verbindung mit den Namen Rompuy oder Ashton. Das Ergebnis der Präsenzanalyse zeigt einen leichten Vorsprung Rompuys vor Ashton.
    Zum Abschluss des Brüsseler Sondergipfels haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am frühen Donnerstagabend gewählt und die Spitzenpositionen vergeben: Der belgische Ministerpräsident Herman Van Rompuy wird erster ständiger EU-Ratspräsident, die Britin Catherine Ashton die Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik und ist damit quasi EU-Außenministerin. Der Wahl von Ahton und Van Rompuy war ein wochenlanges Postengeschacher unter den 27 EU-Staaten voraus gegangen. Erst nachdem die großen Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien ihre Unterstützung signalisiert hatten, schlug die den EU-Vorsitz führende schwedische Regierung den Belgier und die Britin vor.
    Der Präsenzverlauf zeigt, dass es bereits vor gut einer Woche erste Berichte mit Mutmaßungen zur Besetzung der o.g. Ämter gab. Am 10.11. wurden dazu 92 Artikel, am 11.11. bereits 140 Artikel publiziert. Gestern, 19.11., gab es mit 308 Artikeln einen erheblichen Zuwachs, der sich heute fortsetzte mit bis dato (9:56h Analyse erstellt) 389 Artikeln.
    Der Gesamtüberblick lässt gut erkennen, dass sich beide Namen erst in der aktuellen Berichterstattung wiederfinden. Lediglich der Name Rompuy fiel in der Vorberichterstattung (s.o.) in 13 Artikeln.
    Der Vergleich beider Namen in der relativen Darstellung verdeutlicht zunächst, dass Rompuy nur eine geringe Mehrzahl von Nennungen im Titel der Artikel hat, 7% gegenüber 6% für Ashton. In der Trefferumgebung kann er seinen Vorsprung leicht ausbauen und bekommt 33% der Treffer, Ashton 24%.
    Das Badische Tageblatt berichtete mit Abstand am häufigsten (61 Artikel). „EU-Gipfel einigt sich auf neues Führungsduo“ ist die meist platzierte Schlagzeile (84 Mal), die in der Liste der Top Aktualität auch an der Spitze steht.
    In der Liste der häufigsten Titelworte wird sichtbar, dass der EU-Sondergipfel (EU-Gipfel) mehr im Mittelpunkt der Berichterstattung steht als zunächst nur die Namen der Spitzenkandidaten. Hier ist dann eher vom Führungsduo, der EU-Spitze, aber hauptsächlich von der neuen politischen Führung die Rede. Neben dem Belgier Van Rompuy und der Britin Ashton wird Alema genannt, ein Italiener, der im Vorfeld (10./11.11.) als EU-Außenminister gehandelt wurde.
    In den tagclouds zur Trefferumgebung ist ersichtlich, dass Herman Van Rompuy nennungspräsenter ist als Ashton. Des Weiteren haben die EU-Staats- und Regierungschefs, die Ashton und Rompuy in ihre neuen Ämter gewählt haben, ebenfalls einen hohen Stellen- und Nennungswert.
    Mit dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags ab dem 1. Dezember 2009 bekommt die Europäische Union nun erstmals einen ständigen Ratspräsidenten und eine Art Außenministerin. Beide sind auf EU-Ebene unbeschriebene Blätter und nur wenig bekannt. Besonders vor diesem Hintergrund wird es weiterhin interessant sein zu verfolgen, wie die neue EU-Kommision mit der neu gewählten Spitze ihre Arbeit ab dem kommenden Jahr aufnehmen und ausführen wird.

    NEWBASE infonitor
    Jennifer Hopp

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  • 18 Nov 2009

    09/11/18 [Medien/Google News Analyse] Cross-Media: Burda vernetzt sich mit Xing – wer hat den größeren Nutzen?

    Link zur automatisch produzierten Online Präsenz Analyse:
    http://www.infonitor.de/Medienanalyse/2009/11/18/178673/repo...

    Schlussfolgerungen zu dieser Analyse:

    Die heutige Meldung, dass Burda neuer Hauptaktionär bei Xing ist, initiierte die Suche bei Google News nach den Schlagworten Hauptaktionär und Burda oder Xing. In der Artikelumgebung bekommt Burda eine Vielzahl an Nennungen mehr als Xing.
    Der Medienkonzern Hubert Burda Media ist über seine Tochter Burda Digital bei der Internet-Kontaktplattform Xing eingestiegen. Mit der Übernahme von 25,1 Prozent der Anteile sei Burda jetzt Hauptaktionär, teilten beide Unternehmen am heutigen Mittwoch mit. Hubert Burda Media ist ein führender europäischer Medienkonzern, der bereits seit über einem Jahrzehnt kontinuierlich in digitales Business investiert. Der Anteil des Digitalbereichs am Gesamtumsatz wird 2009 rund 25 Prozent betragen.
    Die Präsenzkurve erfuhr mit Bekanntgabe einen rasanten Aufschwung mit aktuell (15:04h Analyse-Erstellung) 256 Artikeln.
    Der Gesamtüberblick stellt auch sehr gut dar, dass die Berichte zu Burda und Xing nahezu alle von heute datieren. Lediglich drei Artikel nennen Burda in dem angefragten Themenkreis schon früher (6.11.). Diese beziehen sich aber auf eine Beteiligung Burdas bei Focus (auch hier ist Hubert Burda mit 55% der Aktien Großaktionär).
    Die Gegenüberstellung beider Namen im relativen Präsenzvergleich zeigt im Titel zunächst eine beinahe Ausgeglichenheit: Burda liegt hier mit 66% der Nennungen nur knapp hinter Xing mit 68%. Aber in der Trefferumgebung punktet Burda und bekommt annähernd ein Drittel mehr Nennungen: Es sind 95% (Xing: 68%).
    Das Badische Tageblatt berichtete mit aktuell 57 Artikeln mit Abstand am häufigsten zum Gegenstandsbereich. „Burda steigt bei Online-Netzwerk Xing ein“ ist die meist gesetzte Schlagzeile (71 Mal), die in der Liste der Top Aktualität auch weit vorne steht.
    In der Liste der häufigsten Titel-Worte spiegelt sich mit Burda und Xing das Bild der relativen Zahlen wider. Nimmt man das Online-Netzwerk noch hinzu, vergrößert sich die Präsenz von Xing sogar noch. Internet-Plattform gehört auch mit in die nähere Umschreibung.
    In den Wortwolken zur Trefferumgebung wird deutlich, dass mit dem Namen Burda unweigerlich der Verleger Hubert Burda verbunden ist. Durch den Kauf der Aktien erwirbt er mehr als ein Viertel der Anteile des Online-Netzwerkes, wird Hauptaktionär und baut das Internet-Geschäft weiter aus.. Stefan Groß-Selbeck ist Vorstandsvorsitzender der Xing AG, der sich positiv zu dem Investment äußerte.
    Sicher profitieren beide Seiten von der Kooperation: Xing freut sich über einen erfahrenen Investor, und für Burda ist die Beteiligung ein wichtiger Schritt beim Ausbau der digitalen Geschäfte des Unternehmens. Aber umso mehr werden die “Aktivitäten” des sich derzeit umwälzenden Medienmarktes von vielen Beobachtern mit Spannung erwartet. So mischen sich auch kritische Stimmen darunter, die eine Konzentration der Medienwelt und eine damit verbundene Meinungskontrolle befürchten.

    NEWBASE infonitor
    Jennifer Hopp

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