Intranets heute - wie werden sie eingesetzt? was sind die Erwartungen?
Posts 1-10 of 10
-
Dr. Andreas von der EltzThe company name is only visible to registered members.Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
Eine provokante Überschrift, aber nennen Sie mir einen Grund, warum die klassische Katalog Denke mit den üblichen Rubriken zu Organigramm, Service Einheiten und Unternehmenskommunikation so wertvoll sein soll ?
Nach den hardcodierten HTML Seiten kamen die CMS Systeme, die den Redakteuren eine leichten Zugang vermitteln, um Informationen auf den Webseiten bzw. Intranetseiten abzulegen, aber der versprochene täglich aktuelle Content blieb fast überall aus...
Bei fast allen Firmen das gleiche Bild - die Unternehmenskommunikation lobt das ach so tolle (und teure) CMS und die Inhalte und die Mitarbeiter finden nichts! ... Wenn dann die intelligente Suchemachine mit assoziativer Suche und Synonym Vorschlägen da ist, merkt auch der Letzte, dass es mit den Inhalten nicht weit her ist.
Nachdem nun im Internet mehr und merh soziale Netzwerke existieren und sogar Brauereien (Veltins) und IKEA (siehe
http://business.ikea.com/sb/siteshell/startup.html#,de_DE;fr...) auf Netzwerke setzen ist klar, dass es den Bedarf für 1 social Network für ALLE ebenso wenig gibt, wie den Bedarf für lediglich 5 PCs (s."Ich denke, daß es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt ".(Thomas Watson, Vorsitzender von IBM, 1943)
Mittlerweile ist der Hunger der Mitarbeiter nach echten Informationen und dem Wissen um Kollegen und deren Skills und Hobbies unüberhörbar... nicht umsonst wird während der Arbeit kräftig im Internet gesurft.
Für viele Unternehmen stellt sich aber nun die Frage, ob man dem Surfen tagsüber und dem Aufbau einer Web-Reputation der Mitarbeiter tatenlos zusehen sollte und daher machen eigene Netzwerke in Unternehmen Sinn!
a.) die Kommunikation erreicht ganz neue Dimensionen
b.) die Mitarbeitervernetzung bringt riesige Vorteile durch Teambuilding etc.
c.) der MA stärkt die Reputation in seinem Unternehmen durch den Aufbau eines firmeneigenen Netzwerks.
Was halten Sie davon?
Ich bin gespannt...
Viele Grüße aus Frankfurt
Andreas von der Eltz
- 29 Jan 2009, 4:02 pm
-
Michael Schneider Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re: Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
Hallo,
die Frage ist: Wird der dadurch entstehende Controlverlust geduldet? Falls ja ist die Vernetzung von "unten her" auf jeden Fall zu begrüßen da hierdurch die Kulturänderung eintreten kann die alle herbeisehnen.
Michael Schneider
- 04 Feb 2009, 8:30 pm
-
Dr. Andreas von der EltzThe company name is only visible to registered members.Re^2: Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
Hallo Herr Schneider,
es gibt immer mehr unternehmerisch denkende Vorstände und Geschäftsführer, die gemerkt haben, dass die scheinbare Kontrolle, die man glaubte zu haben, ein Irrglaube ist. Längst wird während der Arbeitszeit gesurft oder ewig in den Kaffee- und Kommunikationsecken herumgestanden, was letztlich auf eine mangelndes Kommunikationsangebot im Unternehmen zurückzuführen ist.
Wer also seine Mannschaft stärken will und die Stärken der "Truppe" deutlicher herausarbeiten möchte, der braucht ein internes Netzwerk in der Firma. Das hilft auch bei Bonusberechnungen und beim Aufbau der internen Reputation.
Es geht jetzt darum, den Stellenwert dieser Investition den Geschäftsführern zu dokumentieren, ansonsten investieren die zuerst doch wieder in ein klassisches CMS für das Intranet, was definitv keinen ROI hat.
Ich habe im Rahmen eines Consultings viele Argumente und KOstenblöcke aufgestellt, die durch solch ein Netzwerk günstig beeinflusst werden:
internes Telefonaufkommen (Zeitfaktor)
Einarbeitungszeiten von neuen oder externen Mitarbeitern
Bildung neuer kooperativer Gruppen (Wissensfluß)
mehr Verbesserungsvorschläge mit Potential (durch Abstimmungen und Bewertungen erstmal innerhalb der MA)
Eine direkte Rechenbarkeit ergab sich durch die Einstellung pflegeintensiver Raum- und Telefonbuch Datenbanken. Weniger Datenpfelge im Bereich HR - die Mitarbeiter stellen alles selbst zur Verfügung und diejenigen, die es nicht tun, muß man auch bei neuen Stellenbesetzungen nicht mehr berücksichtigen.
Ich denke, dieser Weg ist unaufhaltbar....
Viele Grüße aus Frankfurt
Andreas von der Eltz
- 05 Feb 2009, 09:14 am
-
Isabell BodenburgThe company name is only visible to registered members.Re: Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
Hallo,
es ist tatsächlich so, dass die Mitarbeiter sich nach einem sozialen, selbst verwaltbaren Netzwerk im Unternehmen sehnen. Denn viele Mitarbeiter erkennen in Social Software die Chance, Informationen und Ansprechpartner schneller zu finden, da sie verbesserte Möglichkeiten haben, auf die Informationen zuzugreifen. Nur leider erkennen unsere Entscheidungsträger diese Chance nicht und tun Social Software als "Spielerei" ab, die zu keinem messbaren Erfolg führt und wofür daher kein Geld ausgegeben werden muss.
Wer hat überzeugende Argumente?
Isabell Bodenburg
- 28 Jan 2010, 9:36 pm
-
Dr. Andreas von der EltzThe company name is only visible to registered members.Re^2: Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
Hallo Frau Bodenburg,
wie ich bereits schrieb, ein internes Netzwerk rechnet sich durch:
- weniger Telefonnachfragen bei Kollegen, wo & wie etwas läuft
- weniger Verwaltungsaufwand bei statischen Datenbanklösungen wie internes Telefonbuch, Leistungsverzeichnis u.ä.
- schnellere Integration von neuen Mitarbeitern / Zeitvorteil leider nur schätzbar
- Wegfall einer Mitarbeiterzeitung / Hauszeitung
- Wegfall von internen Flyern und Imagebroschuren
- Wegfall von kleinen Meetings, die nun online stattfinden (z.B. auch Videochat mit anderen Niederlassungen)
- Bessere Mitarbeiterdaten, die zudem noch von denen selbst gepflegt werden (Sie werden Dinge erfahren, die evtl. für die eigene Firma z.B. Stellenbesetzung eminent wichtig sind)
Visionslose Geschäftsführer werden das trotzdem nicht verstehen. Dort kauft man lieber noch ein SAP Modul (z.B. HR) und glaubt damit kann die Personbalabteilung ja etwas bewirken.
Das Wort "Teambuilding" dürfte allerdings bekannt sein. Dass man nicht die ganze Belegschaft in einem Wochenendkurs zu Teams machen kann, werden alle verstehen. Zumal ein einzelner Kurs auch keine Wunder vollbringt.
Ein internes soziales Netzwerk wird von selbst die Strukturen herausbilden, die für die Firma günstig sind und die gelebt werden können. Man muss nur, neben den Forenvorgaben des Unternehmens auch eigenen Gruppen zulassen und Blogs & Chats. Das ist kein Spielkram, sondern ein Kommunikationsmedium!
Wenn man nun im gleichen Atemzug den Zugang zu externen Netzwerken wie Xing, LinkeIn u.v.a.m. unterbindet durch Sperren der IPs, dann kann sich auch ein eigenes interne Netzwerk bilden, das einen Unternehmenswert darstellt.
Externe Netzwerke helfen nur den Mitarbeitern in der Aussendarstellung und bei Jobwechsel. Eigene, wertvolle Unternehmenkommunikation findet hier nicht statt. Eine eigene Gruppe in einem externen Netzwerk einzurichten halte ich für genauso gefährlich, wie das Hosten des CRM Systems auf fremden Servern.
Häufig frage ich mich, wie dämlich müssen manche noch werden, bevor sie begreifen, welches Potential die Kundenkontakte haben und die eigene Unternehmenskommunikation und wie gefährlich es ist, solche Daten auszulagern.
Das ist, wie wenn ein Mensch sein Herz außen tragen würde.
Wir konzipieren und bauen nun seit Jahren soziale Netzwerke und haben auch unsere Erfahrungn damit gesammelt, was an welcher Stelle sinnvoll und fördernd ist und was man besser lässt. Aber alles in allem nutzt ein eigenes Netzwerk weit mehr als es kostet.
P.S. moderne Betriebsräte sehen hier auch mehr Nutzen und freuen sich auf solch ein Netzwerk, vorausgesetzt es enthält nicht die typischen amerikanischen Spitzeltechniken zur Bewertung von allem und jedem.
- 29 Jan 2010, 09:35 am
-
Post visible to registered members
-
Christian HoisThe company name is only visible to registered members.Re^2: Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
Hallo!
Es ist tatsächlich so, dass derzeit in vielen Unternehmen das Intranet 2.0(Enterprise 2.0 nach McAfee) das große Problem hat dass es auf Culture 1.0 trifft::-) (Artikel dazu Siehe zb.
http://www.e-gineer.com/v2/blog/2007/12/building-enterprise-...) . Dh. es ist wie schon die anderen gepostet haben eben ein Wandel in Richtung offene Kommunikationskultur sowie ein Zulassen des Kontrollverlust nötig. Und genau das ist heute noch nicht überall im management einsichtig. Daher auch der Trend das man Web 2.0 zwar zulässt aber daher SOCIAL MEDIA GUIDLINES intern herausgibt. also wieder eine Art Rückversicherung der Unternehmensleitung. Dies ist aber immer noch besser als Web 2.0 ganz zu verbieten denke ich.
Alles in allem: Web 2.0 ist laut McAfee eine Möglichkeit diesen Transformationsprozess eines Unternehmens was Kultur- und Kommunikationswandel betrifft einzuleiten. Das Key Element des prozesses ist aber nicht die alleinige Einführung der Technologien , sondern es muss 100% auch vom management sowie wichtigen internen Schlüsselpersonen vorbelebt und unterstützt werden. Ansonsten werden diese Technologien nur "dahintümpel" bis die GEN Y im Unternehmen das Sagen haben wird. Denn für diese ist das Web 2.0 ja schon Alltag(snotwendigkeit). Nur bis dahin bin ich noch eher pessimitisch dass dies asap einzuführen sein wird.
Klassische CMS für Intranet sind out. Intranet 2.0 ist mehr als dies und muss mehr auf Networking und persistenten Wissentransfer basieren. Frage ist: CMS mit Web 2.0 Komponenten oder gleich Social Software Suite als basis eines Intranets nehmen.
Wer hat ihr Praxiskenntnis und kennt Systeme die ein Intranet 2.0 damit bauen lassen?
LG Christian Hois
Intranet
AKOÖ. IT
- 29 Jan 2010, 09:47 am
-
Maik IhdeThe company name is only visible to registered members.Re^4: Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
@Herrn Hoffmeister:
Man kann Informationen taggen oder bei ausreichender Größe des Unternehmens Gruppen/Subcommunities bilden, in denen man sich gezielt zu bestimmten Themen austauschen kann. So bekommt man auch den überregionalen fachlichen Austausch über die Kaffeeküche hinaus hin.
Allgemein hat das Thema m.E. ein riesiges Potenzial - wenn man die kritische Masse an Leuten zusammenbekommt. Und ich sehe es auch so, das dies vorrangig eine Kulturfrage ist. Und wenn man sich CMS wie das Freie System Drupal ansieht, dann verschwimmen die Grenzen zwisch dem klassischen CMS und den Social Network Komponenten.
- 29 Jan 2010, 11:50 am
-
Dr. Andreas von der EltzThe company name is only visible to registered members.Re^5: Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
Technologisch gibt es viele Wege nach Rom.
Mittlerweile glaubt jeder CMS Hersteller, dass man aus seinem CMS nun auch eine Community, ein soziales Netzwerk bauen könnte. Einfach mal ein paar Profile anmelden lassen und dann können die Leute Artikel kommentieren und sich untereinander vernetzen.Noch ein kleines Forum drangeklatscht und basta...
...Nein, so nicht! Das ist Murks und wird keine soziales Netzwerk.
Bei jedem Consultingprojekt kommen wir immer sehr schnell auf diesen Punkt und es gibt ein hitziges Gespräch zum Thema Technologie und was nehmen wir.
Wir brauchen was in JAVA oder .Net, andere wollen lieber PHP oder Python, Ruby on Rails oder wer weiß was noch....
Es gibt in der Tat viele Wege und auch viele open Source Lösungen.
In einem Fall sollte auch die eigene Softwareentwicklung die Möglichkeit haben, später an dem Code mitzuentwickeln, um aus der eigenen Lösung evtl. vielleicht sogar eine Konzern- oder Verkaufslösung werden zu lassen...
Alles ist möglich - aber das Wichtigste ist, ALLE auf dem Weg mitzunehmen. Den Betriebsrat genauso wie die Geschäftsleitung und die einzelnen Bereiche und später auch Verantwortliche für Gruppen, Module und Bereiche zu haben - ansonsten wird das nix!!!
Wenn erstmal klar ist, welche Prozesse man abbilden möchte und welche FEatures man nutzen möchte, dann ist der Rest relativ schnell implementiert.
Wie gesagt, es gibt Komponenten zu Hauf und für jedes Portemonnaie.
- 29 Jan 2010, 12:30 pm
-
Maik IhdeThe company name is only visible to registered members.Re^6: Intranet Kataloge sind out - selbstorganisierende Netzwerke sind zeitgemäß
Alles ist möglich - aber das Wichtigste ist, ALLE auf dem Weg mitzunehmen. Den Betriebsrat genauso wie die Geschäftsleitung und die einzelnen Bereiche und später auch Verantwortliche für Gruppen, Module und Bereiche zu haben - ansonsten wird das nix!!!
Wenn erstmal klar ist, welche Prozesse man abbilden möchte und welche FEatures man nutzen möchte, dann ist der Rest relativ schnell implementiert.
Das sehe ich ganz genauso - und das war eigentlich auch schon vor den Social Networks der Fall. Denn die gleiche Vorgehensweise wurde ja auch vorher schon oft empfohlen, wenn es um die Einführung von CMS o.ä. Software für Intranets ging.
Viele Grüße
Maik Ihde
- 29 Jan 2010, 2:32 pm
