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Hugo Messer Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Ich höre regelmäßig von Leuten, dass der Ausfall von Teams ein Aspekt ist, der stark die Effektivität Ihrer offshore Teams beeinflusst.10 Apr 2012, 2:32 pmWie hoch sind die Ausfallraten bei offshore oder nearshore Teams?
Es wird allgemein angenommen, dass die Ausfallquote für Indien zwischen 20-40% pro Jahr liegt. Das bedeutet, wenn Sie ein Team aufbauen, müssen Sie alle zwei bis drei Jahre ein neues Team bilden. Das sind keine guten Nachrichten. Doch entspricht es immer der Wahrheit?
Meine Erfahrungen zeigen mir, dass es viele Einflussfaktoren beim Ausfall von Teams gibt (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):
A: In welchem Land baut man ein Team auf?
Ich habe Teams in der Ukraine, Moldawien und Indien aufgebaut. Wenn ich die Lebensläufe von indischen Programmieren ansehe, bekomme ich den Eindruck, dass die Ausfallquote höher ist. Inder bleiben durchschnittlich zwei bis drei Jahre in einem Team bzw. Unternehmen. Die Lebensläufe bei Leuten aus der Ukraine und Moldawien sehen anders aus. Die Personen dort neigen länger zu bleiben. Aber das sind Lebensläufe. Unter bestimmten Umständen bleiben Personen auch länger in einem Team.
B: In welcher Stadt lässt sich das Team nieder?
Meine Produktionsbüros befinden sich in eher kleineren Städten. In Indien habe ich mich für Cochin, im Gegensatz zu einer der Metropolen wie Bangalore entschieden. In den größeren Städten gibt es an jeder Ecke Möglichkeiten für einen besseren Lohn oder ein interessanteres Projekt zu arbeiten. Die Personalabteilungen müssen täglich nach neuen Talenten Ausschau halten. In der Ukraine hab ich mich für Odessa und in Moldawien für Chisinau entschieden. In diesen beiden Fällen gibt es auch weniger Ausfälle, da es unterschiedliche Gründe gibt dort zu arbeiten. Meistens handelt es sich um die Heimatstadt und die jeweilige Familie lebt noch dort, d.h. dass die Arbeiter wollen dort nicht wegziehen nur weil es in einer größeren Stadt bessere (bezahlte) Jobs gibt
C: Wie groß ist das Unternehmen in dem das Team arbeitet?
Je größer die Organisation desto schwächer ist die Verbindung zwischen der Firma und dem Mitarbeiter. Das ist sicherlich nicht immer richtig, aber doch in den meisten Fällen zutreffend. Unternehmen wie TCS oder Infosys mit über 100.000 Angestellten erleben viel mehr Schwierigkeiten ihre Mitarbeiter längerfristig zu halten, da sie nur ein kleines Rad im Unternehmen sind. Kleine Organisationen entwickeln mehr eine „Familien“-Zugehörigkeit, die Personen eher um die Einhaltung der Firmenvision und -ziele kämpfen lässt.
D: Welche Art von Personen holen Sie an Board?
Ich frage oft „wie lang planen Sie in unserem Unternehmen zu bleiben“ wenn ich Vorstellungsgespräche in Indien durchführe. Und überraschenderweise gibt es tatsächlich Kandidaten, die antworten: „Nun ja, maximal zwei Jahre“! Das macht die Auswahl einfach. Ein anderer Einflussfaktor von Ausfällen sind Personen, die von einer Stadt in die andere ziehen. Das bedeutet wahrscheinlich, dass diese Leute ständig nach höher bezahlten Arbeitsplätzen suchen bis sie ein besseres Angebot erhalten. Ich bevorzuge immer die Personen, die nach einem interessanten Job suchen, welcher mehr als nur mehr Geld einbringt und die auch länger im Unternehmen verweilen wollen.
E: Wie gut kümmern Sie sich um die persönliche Weiterentwicklung der Teammitglieder?
Gerade in einem globalen Team ist die persönliche Weiterentwicklung der Teammitglieder
von besonderer Bedeutung. Personen arbeiten von verschiedenen Orten für Menschen, die sie nicht täglich treffen und welche sie nicht sehr gut kennen. Das bedeutet, dass man mehr in das Bilden von Verbindungen und das Verständnis für die eigenen Mitarbeiter in Bezug auf die zukünftigen Wachstumserwartungen investieren muss. Sie werden länger am Unternehmen festhalten, wenn sie mit dir wachsen können, die Projekte interessant sind und Sie sie gut behandeln.
F: Wie viele Teambildungsmaßnahmen benutzen Sie?
Offshore oder nearshore Teams arbeiten oft isoliert: Sie arbeiten mit anderen Personen an Ihren Projekten, welche wiederum für andere Projekte in verschiedenen Ländern arbeiten.
Die Firma, bei der sie eingestellt sind, spielt natürlich eine Rolle im Bezug auf die Bildung des Teamgeistes. Nichtsdestotrotz sollten die offshore Gruppenmitgleider sich eins mit dem onshore Team fühlen. Sie sollten auf die gleiche Mission hin arbeiten, wichtige Projekte zugeteilt bekommen und sollten Freunde mit den Personen onshore sein. Wenn Sie das versäumen wird sich das Engagement des offshore Teams verringern und die Angestellten verlassen schneller das Unternehmen.
Der widersprüchlichste Begriff unserer Branche ist „virtuelle Teams“. Virtuell bedeute für mich „es ist nicht real“. Ein Team jedoch besteht aus wirklichen Menschen, welche richtige Arbeit vollbringen und sich mithilfe von rationalen Gedanken und Gefühlen verhalten. Alle die oben genannten Aspekte zeigen mir, dass wir viele verschiedene Punkte berücksichtigen müssen, bevor wir uns für einen Standort, ein Team und Teammitglieder entscheiden. Es gibt keinen virtuellen Aspekt bei dem Aufbau eines Teams. Wenn Sie sich wie ein echtes Team und echte Personen behandeln, erzeugen sie Hingabe und die Personen werden langfristig in Ihrem Team arbeiten.
Warum bricht ein offshore Team zusammen? Wenn sie neugierig geworden sind, sollten Sie diesen Atikel lesen und auf unsere Webseite:
http://www.bridge-outsourcing.com vorbei schauen.
