IT-Connection

IT-Connection

Posts 1-10 of 41
  • Norbert Keil
    Norbert Keil    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
    The company name is only visible to registered members.
    Elektronische Gesundheitskarte kommt
    Hallo IT-Connection,

    in der aktuellen BITKOM Pressemitteilung ist zu lesen:
    "Nach umfangreichen Tests in mehreren Modellregionen wird die elektronische Gesundheitskarte nun in der Fläche eingeführt. Zehn Prozent der gesetzlich Krankenversicherten, das sind rund sieben Millionen Menschen, sollen 2011 die neue Gesundheitskarte erhalten. Grundlage dafür ist eine Regelung im Finanzierungsgesetz der Gesetzlichen Krankenversicherung, die im Januar in Kraft tritt. Die elektronische Gesundheitskarte hat zunächst die Funktion der bislang gültigen Krankenversichertenkarte, ist aber deutlich sicherer. Unter anderem erschwert ein Lichtbild den Missbrauch von medizinischen Leistungen. Schrittweise sollen weitere Funktionen, zum Beispiel die Speicherung von Notfalldaten oder ein elektronischer Arztbrief, zugeschaltet werden."

    Quelle: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_66420.aspx


    Wäre eine universelle Karte nicht einfacher? Personalausweis, Bank-, Gesundheitskarte, Mitgliedsausweis usw. in einem. Da bräuchte es nur ein Sicherheitssystem, Lesegerät, Update usw. Für nicht IT-affine Nutzer wäre dass doch eine Vereinfachung und Entlastung.

    Mit besten Grüßen
    Norbert Keil
  • Post visible to registered members
  • Post visible to registered members
  • Post visible to registered members
  • Post visible to registered members
  • Thomas Teichmann
    Thomas Teichmann    Premium Member
    The company name is only visible to registered members.
    Re^3: Elektronische Gesundheitskarte kommt
    Lieber Herr W.,
    Liebe Mitleser,

    Da steht doch tatsächlich in Ihrem Beitrag:
    Die Trennung einer Karte in unterschiedliche gegeneinander abgeschottete Datenbereiche (quasi Sandbox) und s i c h e r e Verschüsselungssegmente wäre überhaupt nicht das Problem.
    Kein Problem? Es scheint ja umgekehrt so zu sein, dass die massenhafte Umsetzung einer sicheren Identifikation in Form des Ausweises erhebliche Probleme aufwirft. Ihre Aussage erscheint mir daher nicht richtig. Zum einen ist noch nicht mathematisch bewiesen, dass heutige Sicherungssysteme dauerhaft sicher sind, und sei es nur die Sicherheit vor zeitnaher Entschlüsselung. Zum anderen muss das System auch sicher sein für die Teilnehmer, die technisch nicht versiert sind. Und es muss - gerade im Kontext Gesundheit - vor Bevormundung schützen. Es müssen also auch die Teilnehmer darin einen sicheren Platz haben, die körperlich, seelisch oder geistig behindert sind oder auch nur nicht mit dem Standard mithalten können. Dies wird z. Zt. höchstens von ein paar fachlich und sozial interessierten Experten diskutiert. Diese Diskussion muss aber in der breiten Öffentlichkeit geführt werden, möglichst sachlich und ohne einfache Pauschalurteile und Wertungen.


    Das Problem dabei ist, dass zu viele mit entscheiden wollen, die keine Ahnung haben (wollen) und es zudem auch zu viele unterschiedliche Interessen gibt, die nicht immer demokratisch sind (z.B. GAK)... Da wollen also Leute mitentscheiden, denen Sie die Ahnung absprechen. Das ist in einer Demokratie allerdings der gewünschte Normalzustand, dass alle Betroffenen mitreden. Wenn Sie das nicht mögen, bleibt Ihnen als demokratisch legitime Lösung nur, die Ahnungslosen zu Wissenden zu machen und dann in gegenseitigem Respekt weiter zu diskutieren. Ob die unterschiedlichen Interessen demokratisch sind, kann dann auch geklärt werden.
    (was ist GAK?)


    Eine Datenkarte für Personalausweis, Reisepass, Führerschein, Banking, Krankenkasse etc. - wäre doch super und technisch auf jeden Fall s i c h e r machbar!
    Hab ich vor dreißig Jahren auch mal geglaubt. Heute sehe ich das differenzierter. Michael Ende hat ein Problem schon im Jim Knopf beschrieben: Ohne diese eine Karte ist man dann nichts mehr und der Willkür des nächstbesten Machtvertreters ausgeliefert (etwa dem Oberhofbonzen Pipapo). Hier ist wirklich noch mehr Nachdenken und mehr Diskussion über die Auswirkungen notwendig.

    Würde "nebenbei" auch noch viel Geld sparen... Wozu? Damit es noch mehr Arbeitslose gibt? Geld sparen heißt immer Wachstum bremsen. Das könnte ökologisch sinnvoll sein. Ist aber so oder so hier kein wichtiger Aspekt.


    Meine Meinung: Eine vereinheitlichte Karte, oder eine definierte, begrenzte Zahl von Karten pro Person kann nur aufgrund einer breiten gesellschaftlichen Diskussion über die Auswirkungen im Alltag aller Beteiligten eingeführt werden.


    ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch
    und grüße Sie
    Thomas Teichmann
  • Post visible to registered members
  • Post visible to registered members
  • Post visible to registered members
  • Post visible to registered members