IT-Connection

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  • Adam Nowicki
    Adam Nowicki
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    2012: Ende der Lizenzwelt?
    "Die Welt, so wie wir sie kennen, wird schon bald nicht mehr existieren" - diese Worte aus dem Film 2012 könnten für das traditionelle Geschäft mit Softwarelizenzen gelten. Gestern fand ich dieses aktuelle Interview mit dem Zitat:

    http://www.crn.de/software/artikel-93970-4.html

    "Laut Saugatuck und anderen wird 2012 das Jahr, in dem die Claims im SaaS-Geschäft abgesteckt werden – und damit die Grundlagen für den Erfolg von morgen, die Geschwindigkeit der Marktentwicklung und die Marktanteile, die der Einzelne erobern wird. Es geht um die Poleposition in einem Wettrennen bislang unbekannter Dynamik. Und wer zu spät kommt ..."
    In einigen Marktnischen sind die Karten längst gemischt, z.B. im Teilbereich der HR-Software:

    http://www.haufe.de/personal/newsDetails?newsID=1323102246.7...

    Einige der dort erwähnten Anbieter kamen bereits vor 5-6 Jahren auf den SaaS-Markt.

    Was meinen die Forumsteilnehmer - wann wird in den einzelnen Einsatzgebieten der Zug endgültig weg sein? Was können noch Softwarefirmen machen, die sich absehbar verspäten werden - Neuentwicklung auf Sonderprogrammierungen einschränken und sich verstärkt dem Consulting widmen? Das Glück mit teilweise Cloud-fähigen Hybridlösungen versuchen?

    Siehe dazu auch:

    https://www.xing.com/net/cloud-computing/literaturempfehlung...
  • Thomas Freiburghaus
    Thomas Freiburghaus    Premium Member
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    Re: 2012: Ende der Lizenzwelt?
    Ich bin nicht unbedingt der Experte auf dem Gebiet, doch gehört es nicht schon heute zum guten Ton, eine voll verwaltete Ausgabe der Software anzubieten?

    Grundsätzlich geht es den Kunden - wie ich das einschätze - darum, Knowhow, Risiko und Aufwand für den Betrieb an Spezialisten zu übergeben, die was vom Geschäft verstehen, und dies zu kalkulierbaren Ansätzen.

    Ein Anbieter, der die Lösung nicht selbst verwalten kann oder will, sollte sich mit einem externen Partner (z.B. Hosting Provider) verbrüdern, um den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Voraussetzung ist natürlich ein Webfrontend für die dezentrale Bedienung und Verwaltung der Lösung durch den Kunden. Gegebenenfalls wird auch eine Strategie zur Bereitstellung von Erweiterungen (Plugins) sowie zur Anbindung von Umsystemen erforderlich.

    Ein Lizenzmodell lässt sich aber auch hier finden, naheliegend in einem Abonnement-Modus. Die zu lizenzierenden Elemente lassen sich dann z.B. auf verwendete Komponenten, verwaltete Einheiten oder geforderte Leistung abbilden.
    This post was modified on 25 Jan 2012 at 05:52 pm.
  • Adam Nowicki
    Adam Nowicki
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    Re^2: 2012: Ende der Lizenzwelt?
    Thomas Freiburghaus schrieb:

    Ich bin nicht unbedingt der Experte auf dem Gebiet, doch gehört es nicht schon heute zum guten Ton, eine voll verwaltete Ausgabe der Software anzubieten?
    In vielen Marktbereichen schon, z.B. HR-Software und noch mehrere andere.

    Ein Anbieter, der die Lösung nicht selbst verwalten kann oder will, sollte sich mit einem externen Partner (z.B. Hosting Provider) verbrüdern, um den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Voraussetzung ist natürlich ein Webfrontend für die dezentrale Bedienung und Verwaltung der Lösung durch den Kunden. Gegebenenfalls wird auch eine Strategie zur Bereitstellung von Erweiterungen (Plugins) sowie zur Anbindung von Umsystemen erforderlich.
    Einen Hostserver kann man leicht finden, aber die Webversionen der bisherigen Software müssten viele Firmen praktisch ganz neu schreiben. Erfahrungsgemäss wird oft der Aufwand der Portierung der alten Version unterschätzt. Bei besonders komplexen Programmen kann es Jahre dauern, bis die neue Version halbwegs lauffähig sind - dann beschweren sich jahrelang die meisten Kunden über geänderte/unterlassene Funktionalität - danach gibt es noch ein paar Jahre Ärger mit Sonderprogrammierungen, die ebenfalls weitgehend neu entwickelt werden müssen.

    Die These: Für Programme, die erst in mehreren Jahren webfähig neu geschrieben werden können, und noch nicht angepackt wurden, ist es eigentlich zu spät. Mit etwas kleineren, wo einige Personenmonate reichen würden, könnte man noch versuchen.
  • Thomas Freiburghaus
    Thomas Freiburghaus    Premium Member
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    Re^3: 2012: Ende der Lizenzwelt?
    Sollte der Präsentations-Layer nicht dahingehend entworfen sein, dass er sich ersetzen lässt und/oder viel Logik im Präsentations-Layer steckt, hat man tatsächlich ein Problem. Allerdings findet ein Wechsel hin zu SaaS wahrscheinlich über mehrere Jahre hinweg statt. Daher bleibt nach wie vor Zeit, um Schritt zu halten.
  • Ralf Wenzel
    Ralf Wenzel    Premium Member
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    Re^4: 2012: Ende der Lizenzwelt?
    Thomas Freiburghaus schrieb:
    Sollte der Präsentations-Layer nicht dahingehend entworfen sein, dass er sich ersetzen lässt und/oder viel Logik im Präsentations-Layer steckt, hat man tatsächlich ein Problem.

    LOL Ein Theoretiker. Wie niedlich!
  • Adam Nowicki
    Adam Nowicki
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    Re^4: 2012: Ende der Lizenzwelt?
    Thomas Freiburghaus schrieb:

    Sollte der Präsentations-Layer nicht dahingehend entworfen sein, dass er sich ersetzen lässt und/oder viel Logik im Präsentations-Layer steckt, hat man tatsächlich ein Problem. Allerdings findet ein Wechsel hin zu SaaS wahrscheinlich über mehrere Jahre hinweg statt. Daher bleibt nach wie vor Zeit, um Schritt zu halten.
    In manchen Bereichen bleibt keine Zeit mehr - SaaS-Anbieter gibt es längst und wer noch nicht bzw. nicht sehr bald dabei ist, kann sich gleich die Entwicklungskosten sparen.
    Ich habe übrigens praktisch mehrfach bestimmte Module anhand entsprechender Module der vergangenen Version entwickelt - selbst ohne Umstellung der Präsentation auf Web/Browser war es stets mehr Aufwand als die Manager dachten.

    Ich hätte noch einen Artikel mit Zitaten:

    http://www.cfoworld.de/finance_und_it/forrester-6-it-trends-...

    "Der Markt für IT-Güter und -Services wird in den Jahren 2012 und 2013 zwei Veränderungen durchmachen, prognostiziert Forrester-Analyst Andrew Bartels [...] Zum anderen werde es einen Umstieg bei den Ausgaben und Investitionen geben: weg von alten Technologien wie Servern, PCs, Routern, ERP-Software und hin zu neuen (mobile Geräte, SaaS-basierte Apps für Collaboration, Analytics-Software)."
    "Cloud und Smart Computing werde den Software-Markt wachsen lassen. Auch die Software-Märkte verändern sich: Traditionelle Anwendungen wie Datenbanken oder ERP-Anwendungen werden an Bedeutung verlieren, während Analytics oder BI-Systeme sowie Smart Computing-Anwendungen stärker vertreten sein werden. Auch Software-as-a-Service (SaaS) wird insbesondere im Bereich Personal-, Supplier- oder Performancemanagement eine wesentlich größere Rolle als bisher spielen."
    (BTW: Eine Datenbank alleine ist noch keine Anwendung - hinter einer ERP-Anwendung hingegen gibt es immer eine Datenbank. Die ERP-Anwendungen werden ebenfalls immer öfter als SaaS angeboten.)