IT-Connection

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  • Ulrich Rothkamp
    Ulrich Rothkamp    Premium Member
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    Was ist besser? Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online?
    Erklärungsbedürftige Produkte liefern meistens ein Handbuch mit - so die klassische Form sich der Funktionsvielfalt eines Produktes anzueignen. Wo das nicht ausreicht werden zustätzlich Schulungen in Präsenzform angeboten. Hier stellt sich nun jeder Nutzer die Frage müssen diese Schulungen sein? Wird sich gegen Schulungen entschieden, müssen die Nutzer die Funktionsweise des Produktes mittels Handbuch erlernen. Dieses ist mühselig und führt meistens dazu, dass nur die dringends benötigsten Funktionen des Produktes erlernt werden.
    Alls dritte Alternative bieten sich sogenannte Online-Schulungen an. Diese didaktisch gut aufbereitet ersetzen nicht die klassischen Schulungen sind aber ein Bindeglied zwischen Handbuch lernen und Präsenzschulungen. Präsenzschulungen können so zu Workshops werden und vermitteln nicht mehr das Basiswissen eines Produktes sondern die intensive Handhabung des Produktes.

    Also stellt sich nicht die Frage
    "Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online-Schulung"
    sondern vielmehr muss es heißen
    "Produktschulungen als Präsenzunterricht und Online-Schulung ".

    Somit sind Online-Schulungen kein Ersatz für Präsenzschulungen sondern allenfalls eine sinnvolle Ergänzung des Schulungkonzeptes.

    Allerdings hängt die Akzeptanz einer Online-Schulung davon ab, wie komplex eine solche eLearning-Software zu bedienen ist - denn es eines ist Gewiss, eine Online-Schulung für die Bedienung eines Online-Seminars darf es nicht geben.

    Schauen Sie sich doch hierzu einfach mal das Produkt edici an - Informationen finden Sie unter http://www.cymation.de


    Mich würde auch Ihre Meinung zu diesem Thema interessieren.

    Herzliche Grüße

    Ulrich Rothkamp
  • Carsten Krautwald
    Carsten Krautwald
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    Re: Was ist besser? Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online?
    Hallo Herr Rothkamp,

    aus langjähriger Erfahrung in Endanwenderunternehmen (produzierender Mittelstand) muss ich sagen: Online-Schulungen war bisher nur in absoluten Ausnahmefällen ein Thema.

    Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass keine brauchbare Akzeptanzbasis für Online-Schulungen vorhanden ist. Zudem teile ich persönlich diese Sichtweise. Zu schwer wiegen für mich als IT-Entscheider die Gründe, die gegen eine derartige Schulungsmaßnahme sprechen.

    Für Online-Schulungen fehlt bei den meisten Mitarbeitern die Lernbereitschaft. Das darf nicht mit fehlendem Interesse oder mit mangelhafter Wissbegierde gleichgesetzt werden. Beides ist weitgehend vorhanden. Lernbereitschaft setzt allerdings die Bereitschaft zum Verzicht voraus. Verzicht auf Arbeitszeit, die der Mitarbeiter ggf. eh zu wenig hat, um seine ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen. Oder noch schlimmer: Verzicht auf Freizeit. Beides lässt sich natürlich organisatorisch durch Schaffung von entsprechenden Freiräumen lösen - wie bei der anderen Schulungsmaßnahme auch.

    Dann wäre da - nennen wir es mal - eine verhältnismäßig schlecht ausgeprägte "Drucksituation" hinsichtlich des "Lernzwangs". Dem Mitarbeiter völlig freie Hand zu lassen, wann und in welchem Umfang er lernt, wird nur in Ausnahmesituationen funktionieren. Sie kennen das selbst: Dinge die "irgendwann" mal gemacht werden müssen, werden "nie" gemacht. Das „Vor- sich-herschieben“ der Lernaufgabe ist bei völlig freier Einteilung fast vorprogrammiert. Sie müssen als Vorgesetzter oder Unternehmer schon feste Zeitpunkte/Zeiträume einplanen, in denen der Mitarbeiter die Online-Schulung dann auch wirklich absolviert.

    Drittens: Online-Schulungen werden gerne mit dem Argument der Ortsunabhängigkeit beworben. De facto wird eine Online-Schulung am eigenen Arbeitsplatz fast nie möglich sein. Die Erfahrung zeigt deutlich, dass der Mitarbeiter aus seinem gewohnten Arbeitsumfeld herausgezogen und freigestellt werden muss. Er darf weder für Kunden & Kollegen ansprechbar/erreichbar sein, noch sich von den liegen gelassenen Arbeitsaufgaben ablenken lassen. Sie müssen also Örtlichkeiten in "verkehrsberuhigten Zonen" zur effektiven Nutzung von Online-Schulungen zur Verfügung stellen. Zuhause sehe ich übrigens ähnlich hohe Ablenkungsgefahren.

    Viertens: Online-Schulungen sind dann effektiv, wenn die Schulung nicht autodidaktisch durch vorgefertigte Lernsoftware, sondern durch eine zeitgleiche Präsenz eines menschlichen Trainers stattfindet. Rückfragen und Unklarheiten sind vorprogrammiert. So intelligent und benutzerfreundlich kann keine Software der Welt sein, dass sich nicht ein Schulungsteilnehmer findet, der mit Unklarheiten aufwartet.

    Zähle ich alles zusammen (fixierter Zeitpunkt, Freistellung für Schulungseinheiten, separate Räumlichkeiten, menschlicher Ansprechpartner), dann bin ich schnell wieder beim klassischen Schulungskonzept (Inhouse oder beim Dienstleister) mit Präsentation und Referent.

    Übrigens: Die einzige mir persönlich bekannte "erfolgreiche" Online-Schulung war eine konzernweite Schulungsmaßnahme (Managementseminar), die aufgrund geografischer Problemstellungen nur auf Onlinebasis zeitgleich im ganzen Konzern durchgeführt werden konnte. Zeitpunkt und Teilnehmer waren im Vorfeld fixiert. Unterstützt wurde die Maßnahme durch menschliche Trainer, die bei der Vermittlung der Schulungsinhalte zeitgleich per Instant-Messaging zur Verfügung standen.

    Kurzum: Online-Schulungen stehe ich ablehnend gegenüber. Gerne lasse ich mich aber durch positive Beispiele vom Gegenteil überzeugen.

    Viele Grüße
    Carsten Krautwald
  • User photo
    Jörg Fiedler
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    Re^2: Was ist besser? Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online?
    Hallo

    Ich kann Hr. Krautwald nur zustimmen, besonders in den Punkten 3 und 4.
    Ich habe selbst schon oft auf beiden Seiten des Unterrichtstisches gesessen und genau diese Erfahrungen gemacht.

    Zu 3.
    In Projekten muss ich manchmal nur eine halbe Stunde mit einem Anwender Etwas besprechen oder in einer "Minischulung" eine neue Funktion erklären. Das geht selten effektiv, wegen Störungen von außen. Dabei merke ich, dass allein meine Präsenz den Anwender schon ein wenig abschottet. Da kann ich mir vorstellen wie der hoffnungslos versucht allein Etwas zu lernen.
    Meine These: Nur starke Persönlichkeiten die Telefon und Outlook ausschalten und die Tür abschließen können erfolgreich online lernen.
    Und wie Hr. Krautwald sagte, ist das zuhause genauso.

    Zu 4.
    Eine Software kann nicht erkennen ob der Schulungsteilnehmer neugierig, verwirrt/verängstigt, ärgerlich/enttäuscht ist. Ich kann nicht nur meine Antwort sondern auch meinen Tonfall, Mimik und Gestik darauf einstellen.
    Ich kann einen Sachverhalt von links nach rechts oder von rechts nach links erklären, wenn es Verständnisprobleme gibt. Dabei stelle ich mich auf den Schüler ein und erkläre das nächste Detail von vorn nach hinten.

    mfg
    Jörg Fiedler
  • Norbert Keil
    Norbert Keil    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
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    Re^3: Was ist besser? Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online?
    Hallo zusammen,

    aus meiner Sicht gibt es einige Fälle, in denen die Online Schulung wesentlich sinnvoller als Präsenzunterricht ist.
    Ich würde gerne auch eine Differenzierung einbringen: Online Schulung kann als eLearning (wie hier von Herrn Rothkamp vorgestellt), als Webinar und in weiteren Formen angeboten werden.

    Herr Rothkamp hat ja auch deutlich auf die notwendige weitere Differenzierung hingewiesen:
    Also stellt sich nicht die Frage
    "Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online-Schulung"
    sondern vielmehr muss es heißen
    "Produktschulungen als Präsenzunterricht und Online-Schulung ".

    Somit sind Online-Schulungen kein Ersatz für Präsenzschulungen sondern allenfalls eine sinnvolle Ergänzung des Schulungkonzeptes.
    Und genau diese Ergänzung finde ich sehr vernünftig. Es gibt einfach in der Gruppe der Schüler (was auch immer geschult werden soll) unterschiedliche Vorbildung. Der Eine kennt ggf. schon ein vergleichbares Produkt und braucht nur die Besonderheiten des neuen Produktes kennenzulernen. Dieser Schüler wird wesentlich schneller die Schulung absolvieren. Ein anderer Schüler muß das Produkt erst von Grund auf kennenlernen und brauch länger.

    Wenn ich das Eingangs-Posting richtig verstanden habe, soll es ja hier auch hauptsächlich um Produktschulung gehen und weniger um Mitarbeiter- (Management-)Schulung.
    Gerade in der Produktschulung sehe ich diese Vorteile. Auch und vielleicht gerade, wenn es um Kunden- und Vertriebspartner-Schulungen geht.

    Aber auch bei der Mitarbeiter-Schulung: In dem Unternehmen, in dem ich arbeite, habe ich Online-Schulungen erst wirklich kennengelernt. Hier werden vielfältige Schulungen angeboten - in diesem Fall zwar meist als Webinar, welche später "on demand" abrufbar sind - aber das Konzept der Online - Bereitstellung von Schulungen ist definitiv erfolgreich.
    -> Es können wesentlich mehr Schulungen absolviert werden, da die Kosten für das Unternehmen deutlich günstiger sind - insbesondere wenn das Unternehmen weltweit aufgestellt ist, aber auch in den heutzutage üblichen Homeoffice - Strukturen.
    -> Der Schüler kann viel freier auswählen, welche Schulungen er besuchen möchte und kann sich somit wirklich sehr gut selber weiterbilden - vielleicht auch in Stärken, die der Vorgesetzte nicht als Fokus ausgemacht hat.

    Die OInline-Schulung kann z.B. auch helfen, alle Schüler auf einen gleichmäßigen Bildungsstand zu bringen, um anschließend sehr effektiv in der Präsenzschulung weitere Lerninhalte zu vermitteln. Die Ergänung von Präsenzschulungen mit Online-Schulungen finde ich somit ideal, so kann die Schulungsmaßnahme individuell auf den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.

    Mit besten Grüßen
    Norbert Keil
  • Carsten Krautwald
    Carsten Krautwald
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    Re^4: Was ist besser? Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online?
    Hallo Herr Keil,

    Ja, ich gebe Ihnen Recht und habe den Begriff "Produkt" - wie ich feststellen muss - anders ausgelegt. Nach der ersten Lektüre des Einstiegs-Postings hatte ich "Produkt" mit "Softwareprogramm/-system" gleichgesetzt. Entsprechend war ich gedanklich auch bei Fragestellungen a la "Wie bringe ich den Mitarbeitern das neueste Office bei?".

    Produktschulung betrachtet im Sinne einer Darstellung, Präsentation und Vertiefung von Produkteigenschaften für Verkäufer/Vertriebsmitarbeiter, die dieses Produkt anschließend vermarkten und verkaufen sollen, macht da tatsächlich eher Sinn. Wie gesagt, daran hatte ich noch gar nicht gedacht... Danke für Ihre Ergänzung zu diesem Thema.

    Gruß
    Carsten Krautwald
  • Ulrich Rothkamp
    Ulrich Rothkamp    Premium Member
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    Re^5: Was ist besser? Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online?
    Vielen Dank für die konstuktiven Feadbacks. Es ist auch unserer und die Erfahrung unserer Kunden, dass gerade Online-Produktschulungen, insbesondere im Vertriebsbereich, sinnvoll sind. Gerade bei Unternehmen die großflächig Verteil sind, ist es sehr schwierig neue Produkte schnell einzuführen. Die Erfahrungen unserer Kunden sind hiebei, dass die Produktschulungen in keiner Weise die Vertriebsschulungen ersetzen sondern die Online-Schulungen lediglich dazu dienen neue Produkte oder neue Produktfeatures schnell und effektiv den Vertriebsmitarbeitern näher zu bringen.

    Herzliche Grüße

    Ulrich Rothkamp
  • Dr. Martin Knirsch
    Dr. Martin Knirsch    Premium Member
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    Re^6: Was ist besser? Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online?
    Hallo,

    Sehr interessante Argumente. Zur Zeit arbeite ich an verschiedenen Kundenanfragen bzgl. interaktiven Online Schulungen und Beratungsszenarien. Die Trennung zwischen Berufsalltag und der Fortbildung habe ich eigentlich immer vorausgesetzt, aus Ihren Beiträgen aber gelernt, dass dies nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann.

    Andererseits kann Online Schulung, eine passende Infrastruktur vorausgesetzt, natürlich eine nicht unerhebliche Einsparung an Zeit und Mitteln bedeuten. Der Erfolg ist aber natürlich auch von der Präsentation der Lerninhalte und der Motivation der Teilnehmer abhängig; letztere ist nur bedingt beeinflussbar.

    Ich denke dass die Technik hierzu inzwischen ausgereift ist. In unserem Unternehmen habe ich ein Videokonferenz Portal aufgebaut, mit dem eine große Anzahl von entfernten Teilnehmern (Videokonferenz-Endgeräte) in einer Konferenz zusammengeschaltet werden können. Die Kameras sind schwenk- und zoombar (12 fach) und bilden Individuen wie den gesamten Raum ab; sagen wir bis zu 20-25 Teilnehmer. Die Präsentation des Instruktors erfolgt z.B. auf einem 65" Monitor in HD an allen angeschlossenen Standorten. Der Bildschirm stellt z.B. den Instruktor permanent und daneben den gerade aktiven Sprecher aus dem Teilnehmerkreis dar. Als Bild in Bild oder auf einem zweiten Monitor oder Beamer kann parallel zum Video Livestream z.B. eine Präsentation, Video, etc. ausgegeben werden. Tonqualität ist AAC.

    Ein Interaktives Smarboard dient zur Bearbeitung von Inhalten. Hierbei handelt es sich z.B. um ein 88" berührungsempfindliches Board, auf das, mit einem oberhalb angeordneten Projektor, beliebige Inhalte von einem PC aus projeziert werden. Im Grunde dient dieses Board in Verbindung mit einem PC und Software als unendliche Zeichenfläche, gescrollt wird analog zu einem ipad etc. mit der Hand. Über den Projektor können Windows Anwendungen dargestellt werden, die Bedienung von Windows erfolgt dann alternativ mit dem Finger oder der am PC angeschlossenen Maus. OCR wandelt handschriftliche Eingaben auf dem Board in PC Text. Der am Board arbeitende wird über eine PC Kamera in einem separaten Bild auf allen weiteren Boards dargestellt. Insgesamt können bis zu 255 Boards vernetzt werden. An allen Boards kann, was sicherlich unpraktikabel ist, gleichzeitig gearbeitet werden, die Eingaben werden an alle weiteren angeschlossenen Boards verteilt (Echtzeit).

    Eins solche Konfiguration eignet sich m.E. gut zur Vermittlung theoretischer Lehrinhalte oder z.B. Softwareschulung. Auch für Beratungsgespräche, z.B. Bankkunde informiert sich über Hausfinanzierung. Der Berater schaltet seine Fachkollegen aus der Bausparkasse, der Lebensversicherung, Anlagenberater usw. in einer Konferenz zusammen und alle beraten gemeinsam den Kunden. Skizzen werden in einem soklchen Szenario ebenso live übertragen wie anschließende Kalkulationsangebote etc.

    Die Logistik, also der Transport und Aufbau der Konferenzgeräte und Smatboards wird von einigen Unternehmen als Dienstleistung übernommen. Dies ist als neues Geschäftsfeld erkannt worden. Lokal werden Stromversorgung und Breitband-Internet benötigt (z.B. 2-4 MBit/s Down/Upstream).

    Mich würde Ihre Meinung zu derartiger Technik interessieren - wird hiermit die Voraussetzung für die effektive Vermittlung von Inhalten geschaffen oder sehen Sie dies eher als "Technikberg" an, der zwar hilfreich sein kann aber an der eigentlichen Problematik (Lernen, Beraten, etc.) vorbei geht.

    Technik: Cisco Tandberg Endgeräte z.B. Profile 65, Smartboard von Smart, MCU z.B. MSE 8510 von Cisco Tandberg.

    Beste Grüße

    Martin Knirsch
  • Carsten Krautwald
    Carsten Krautwald
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    Re^7: Was ist besser? Produktschulungen als Präsenzunterricht oder Online?
    Hallo Herr Knirsch,

    sehr interessanter Beitrag. Und ich sehe durchaus Potential für die von Ihnen beschriebene Art der Schulung.

    Sinnvoll wird diese Art der Schulung in den Fällen, wo mehreren Filialen gleichzeitig geschult werden müssen, die teilnehmer aber in der einzelnen Filiale verbleiben sollen, aber auch in den Fällen, wo die Entfernung zum Schulungsunternehmen/Trainer einfach zu groß ist.

    Im Grunde genommen erfinden Sie das Thema Schulung ja nicht neu, sondern bauen auf ein sehr konservatives und erprobtes Konstrukt auf: Gruppen bilden, Zeitraum und Ort fixieren, gleichzeitiges Lernen bei zeitgleicher "Gegenwart" eines Trainers. Sie unterstützten diese Art durch Technikeinsatz und senken damit aus meiner Sicht die Hemmschwelle für Schulungen. Vorausgesetzt, dass Unternehmen besitzt passende Räumlichkeiten und einen Breitbandanschluss.

    In diesem Fall kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Hemmschwelle "Mitarbeiterfreistellung" und "Transfer zum Schulungsort" signifikant gesenkt werden. Und Sie mit Ihrem Konzept einen entsprechend hohen Zuspruch erfahren. Natürlich dürfen die Kosten für die Bereitstellung der Technik nicht höher ausfallen, als der bisherige Weg zum Schulungsort und der "Verlust" der Arbeitszeit. Letzteres ist ja teilweise sehr beträchtlich, weil in vielen Fällen gleich ein kompletter Tag Arbeitsausfall anfällt, der aber nicht im vollen Umfang zur Schulung verwendet wird (An-/Abfahrt, Pausenzeiten, von der Arbeitszeit abweichende Schulungszeiten).

    Viel Gerede von meiner Seite. Eigentlich meine ich: Ja, das ist sehr interessant und wird aus meiner Sicht vom Markt angenommen.

    Grüße
    Carsten Krautwald