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Felix Pflüger Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Vergleich zwischen LCD und Plasma Technik am POS
Commercial Displays
Vergleich zwischen LCD- und Plasma Technik
Beide Techniken haben ihre Vor- und Nachteile.
Es entscheidet letztendlich der Anwendungsfall des Kunden.
Hier 5 Fragen sollten am Anfang des Projektes geklärt sein sollten:
1. Länge der Inhalte
In Fachgeschäften, in denen Kunden sich in Ruhe umsehen möchten, sind längere Inhalte auf dem Public Display wirksam. Vierminütige Musikvideos beispielsweise werden die Aufmerksamkeit der Käufer hier meist länger auf sich ziehen als statische Bilder. In Supermärkten jedoch sind sie fehl am Platz.
Anmerkung des Verfassers: Bei Video-Anzeige im Laden/Restaurant ohne Logo-Einblendung empfiehlt sich die Plasmatechnik. Bei bereits geringem statischem Anteil bei der Wiedergabe sollte die LCD-Technik bevorzugt werden.
2. Produktverteilung
Die auf dem Bildschirm gezeigten Produkte sollten in der Nähe des Bildschirms vorhanden sein. Wer auf der Suche nach einer Soundkarte ist, kann sich so zum Kauf eines MP3-Players anregen lassen.
3. Aufbereitung
Passen Sie die Darstellungsform an die Aussage an. So können beispielsweise Multiscreen-Anwendungen hervorragend als Eye-Catcher für die Außenwerbung geeignet sein, verfehlen aber bei reinen Textbotschaften ihre Wirkung.
4. Der Ton macht (nicht immer) die Musik
Auch wenn Musik oder Sprachbeiträge für einen Kunden in einem Fotofachgeschäft noch so unterhaltsam sein können, ein Verkäufer wird die Beschallung kaum bis zu acht Stunden am Tag ertragen der Kunde bei einem längeren Beratungsgespräch ebenfalls nicht.
5. Displaygröße
Wie weit ist der Betrachter vom Bildschirm entfernt? Steht er zu nahe an einem großformatigen Monitor, dann sieht er unter Umständen nur Pixelstrukturen. Bei einem 42-Zoll-Display sollte deshalb der Betrachtungsabstand das Drei- bis Vierfache der Bilddiagonalen betragen, also etwa 3,20 Meter bis 4,30 Meter, bei 50-Zoll-Geräten ist das Vier bis Fünffache ein gängiger Wert.
Kurzfassung:
LCD
Flüssigkristall-Anzeige
Kleiner Stromverbrauch
Hohe Lebensdauer
Brillante Auflösung
Höhere Anschaffungskosten
Plasma
Fluoriszierende Gase
Mittlere Lebensdauer
Burn-In-Effekt
Helles und kontrastreiches Bild
Schneller Bildaufbau
Kostengünstig
Technische Risiken bei Plasmatechnik:
Einbrenn-Risiko: Nur bei hochwertigen, teuren Geräten wird durch Pixelshift-Funktion das Einbrennen nahezu verhindert. Bei LCD Displays die für den 24/7 Betrieb geeignet sind, gibt es keine Gefahr des Einbrennens.
Verstaubungs-Risiko: Plasma-Display benötigen einen Lüfter zur Kühlung. Besonders in staubiger Umgebung können schnell Probleme auftreten. Dabei handelt es sich meist nicht um Garantiefälle.
Der Stromverbrauch spielt eine wichtige Rolle beim Einsatz mehrere Geräte:
Beispielhafter Vergleich zwischen einem ViewSonic LCD 42“ Display (CD4220, 246 Watt) und einem Panasonic 42“ Plasma Display (FH-42PH10ES, 365 Watt):
Betrieb pro Tag: 16 h
Betrieb pro Woche 6 Tagen
Kosten/kWh 15,10 Cent (LEW easy power)
Kosten pro Jahr bei Plasma: 275 €
Kosten pro Jahr bei LCD 185 €
Ersparnis bei LCD: 90 €
Auf den Einbau eines TV-Tuners in dem Gerät sollte auf alle Fälle verzichtet werden. Es fallen sonst GEZ Gebühren pro Gerät an. Günstiger ist die Variante, Fernseh-Inhalte über Netzwerk zum Gerät zu transportieren.
Der Tuner darf auch nicht schnell ein- und ausbau sein.
Für jeden Fernseher im Betrieb müssen Sie monatlich 17,03 Euro hinlegen. Ein Radiogerät und alle internetfähigen Rechner sind in dieser Gebühr schon enthalten – aber nur an ein und derselben Betriebsstätte. Es geht also nicht, dass Sie in der Zentrale einen Fernseher haben, während das Radio bzw. die Rechner in der Filiale stehen. Auch Autoradios sind hier nicht inbegriffen, außer das Gerät ist dem Betriebsstandort eindeutig zuordenbar. Und wenn Sie sich einen zweiten Fernseher zulegen, kostet das ebenfalls extra. Die Zweitgeräteregelung, wie im Privathaushalt, gibt es hier nicht. (Die Zweitgeräteregelung besagt, dass Sie für die normale Monatsgebühr mehrere Geräte haben dürfen.)
Fazit:
Plasma Displays haben eine sehr gute Bildwiedergabe im Bereich Farbe, Kontrast, Schwarzwert und Reaktionszeit (keine Nachzieheffekt). Somit bestens geeignet für die qualitativ hochwertige Filmwiedergabe. Dafür besteht die Gefahr der Störungsanfälligkeit im kommerziellen Einsatz (Einbrennen, Überhitzung durch Lüfterausfall).
Die Anschaffungskosten sind in der Regel 1/3 günstiger als bei vergleichbaren LCD Displays. Dafür ist die Lebensdauer der Displays nur halb solange wie bei LCD Displays. Die laufenden Kosten für den Betrieb sind höher.
LCD Displays haben eine bessere Detailschärfe bei der statischen Bildwiedergabe. Die Störanfälligkeit und laufende Kosten sind gering. Die höheren Anschaffungskosten (Feb. 2008: ca. 300€ 42“) haben sich schnell amortisiert.
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Die Zusammenfassung möchte ich gerne zur Diskussion stellen. Wie sind Ihre Erfahrungen?
Viele Grüße
Felix Pflüger
- 21 May 2008, 09:25 am
