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Article thread - Articles 1-7 out of 7

  • Modelle für Client Services 30 Oct 2009, 6:24 pm

    Liebe IT-Service Management Experten,

    ich bin auf der Suche nach bewährten Modellen für Client Services.
    Hierzu bin ich über Literaturempfehlungen, Hinweise und Infos sehr dankbar.

    Beste Grüße,
    Tobias Ziegler
  • Re: Modelle für Client Services 31 Oct 2009, 2:17 pm

    Ciao Herr Ziegler,

    was ist das Ziel ihrer Frage, was würden sie "danach" gerne verstehen/Beherrschen?
    Ist ein ziemlich weites Feld, wo stehen sie da; nach wo möchten Sie?

    mfg
    Marcus Rehn


    Tobias Ziegler schrieb:
    Liebe IT-Service Management Experten,
     
    ich bin auf der Suche nach bewährten Modellen für Client Services. Hierzu bin ich über Literaturempfehlungen, Hinweise und Infos sehr dankbar.
     
    Beste Grüße,
    Tobias Ziegler
  • Re^2: Modelle für Client Services 02 Nov 2009, 09:49 am

    Hallo Herr Rehn,

    meine Zielsetzung ist es, einen Überblick über eingesetze Konzepte und Modelle im Bereich Client Services zu bekommen um die daraus gewonnenen Praxiserfahrungen und Herausforderungen zu diskutieren.
    Es ist in der Tat ein sehr weites Feld. Um meinen Hintergrund zu umschreiben: Wir setzen Empirum von Matrix 42 ein, um Clients auszurollen und zentral zu betreiben. Weitere Plattformen wie Altiris kenne ich namentlich, habe hiermit jedoch keine Praxiserfahrungen. Darüber hinaus haben wir für die Clients SLAs definiert, welche sich nach Next business Day, 12, 8, 6,4 Stunden Wiederherstellzeit gliedern und unter anderem durch die Bereitstellung von Leihgeräten realisiert werden. Und vieles mehr....
    Nun möchte ich über den Tellerrand hinausschauen und mit dieser Community über eben solche Modelle diskutieren. Welche Konzepte werden eingesetzt? Gibt es standardisierte Modelle? Welche Praxis-Erfahrungen wurden gewonnen?

    Beste Grüße,
    Tobias Ziegler
  • Re: Modelle für Client Services 03 Nov 2009, 11:49 pm

    Wie wär's mit der eindeutigen, vollständigen & konsistenten Spezifikation des Worplace Environment Rental Service (WERS) als Grundlage für die entsprechenden OLAs, UCs oder SLAs?
    s. "Standard-Service-Beiträge - Workplace Environment Rental Service (WERS)"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=20703477
    s. "Service-Spezifikation"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16280693
    s. "Service Level Agreement"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16279147

    Beste Grüße & beste Service-Spezifikationen
    Paul G. Huppertz
    This article was modified on 04 Nov 2009 at 05:49 pm.
  • Re^3: Modelle für Client Services 04 Nov 2009, 6:06 pm

    Tobias Ziegler schrieb:
    Es ist in der Tat ein sehr weites Feld. Um meinen Hintergrund zu umschreiben: Wir setzen Empirum von Matrix 42 ein, um Clients auszurollen und zentral zu betreiben. Weitere Plattformen wie Altiris kenne ich namentlich, habe hiermit jedoch keine Praxiserfahrungen. Dabei handelt es sich um das Management service-relevanter Systeme, und zwar konkret um das Management der Service-Zugangssysteme. Die Client- bzw. Arbeitsplatzsysteme mitsamt aller zugehörigen Hard- & Software sind die Zugangssysteme für den Abruf, die Erbringung & die Konsumtion von ICT-basierten Business Support Services (ICTBSS). Ein Mitarbeiter, der nicht über ein solches Service-Zugangssystem verfügt, kann keinerlei ICTBSS abrufen, sei es ein E-Mail Service, ein Auftragsmanagement-Service oder ein Document Sharing Service.
    s. "Service-Zugangssystem"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16280922

    Darüber hinaus haben wir für die Clients SLAs definiert, welche sich nach Next business Day, 12, 8, 6,4 Stunden Wiederherstellzeit gliedern und unter anderem durch die Bereitstellung von Leihgeräten realisiert werden. Und vieles mehr.... Da es sich bei den Clients bzw. Arbeitsplatzsystemen um ICT-Systeme handelt, kann es sich nur um SysLAs (System Level Agreements) handeln und keineswegs um Service Level Agreements. Hier liegt die Verwechslung bzw. Gleichsetzung vor, die in den Glossaren zu ITIL V2 vorgegeben ist:
    "A service is one or more IT systems ..."
    s. https://www.xing.com/net/itservicemanagement/weitere-methode...

    Nun möchte ich über den Tellerrand hinausschauen und mit dieser Community über eben solche Modelle diskutieren. Systemmanagementmodelle dieser Art gibt es reichlich viele & vielgestaltige, also Modelle für das Management von Hard- und Software-Ausstattung der Service-Zugangssysteme. Die Service-Ebene wird erst erreicht, wenn man analog zum Model der Mietwagen-Service die Überlassung, Wartung & Pflege sowie den Nutzer-Support und den Austausch eines Arbeitsplatzsystems in Betracht zieht wie im Workplace Environment Rental Service (WERS) spezifiziert.

    Welche Konzepte werden eingesetzt? Ein durchgängiges Service-Konzept, dessen Kern der referenzierte WERS ist.
    s. "Service-Konzept"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16493930

    Gibt es standardisierte Modelle? Das o.a. durchgängige Service-Konzept mit

    - Service-Spezifikation
    s. "Service-Spezifikation"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16280693

    - Service Map
    s. "Service Map"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16709829

    - Service-Drehbuch
    s. "Service-Drehbuch"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16279652

    Welche Praxis-Erfahrungen wurden gewonnen?Die eindeutige, vollständige & konsistente Service-Spezifikation der WERS mit 12 Attribut(wert)en wird relativ schnell verstanden und sie erfasst die Anforderungen der Service-Konsumenten in objektiv messbaren Attributwerten. Nachdem der Service Provider diese Spezifikation gemeinsam mit den Service-Konsumenten und dem Service-Kunden ausgearbeitet hat, liegt eine klare & kompakte Beschreibung der Service-Zusage vor. Diese wird die verbindliche Grundlage jeglicher Service-Kommissionierung, Service-Erbringung und Service-Abrechnung, sobald das OLA oder das UC abgezeichnet wird, dessen Kernbestandteil sie ist.

    Beste Grüße & beste Service-Kommissionierung
    Paul G. Huppertz
    This article was modified on 04 Nov 2009 at 06:08 pm.
  • Re^4: Modelle für Client Services 14 Nov 2009, 11:12 am

    Hallo Herr Huppertz,
    es hat jetzt einige Tage gebraucht, bis ich Ihren Beitrag in Gänze gelesen und hoffentlich verstanden habe ;-)
    Besten dank für den ausführlichen Beitrag!

    Das WERS-Modell hat mir schon mal sehr gut gefallen. Es stellt für mich im wesentlichen eine Grundlage der zu vereinbarenden "Service"-Parameter dar. Dies werde ich nun an meinem Konzept reflektieren und die Konsistenz prüfen.

    Das Modell setzt allerdings voraus, dass die zur Service-Erbringung nötigen Systeme im Eigentum der Service-Providers befindlich sind. Also die Analogie "Miet-Arbeitsplatz" zu "Mietwagen". Nun bieten wir aber eher eine Analogie zum Full-Service-Leasing bzw. Servicevertrag auf Kaufprodukte. Der Kunde tätigt also eine Investition in die lokalen Systeme (Computer, TFT, usw.), welche wir in die Service-Erbringung einbeziehen. Hat dieser Unterschied aus Ihrer Sicht Auswirkungen auf das "Service-Modell"?

    Habe folgendes gelernt:
    -> Der Clients selbst ist kein Service, sondern ein System. Als Schnittstelle zwischen Konsumenten und anderen ICTBSS wird der auch als Service-Zugangssystem bezeichnet.
    Folgerung:
    -> In meinem Kontext sollte ich nicht nach Service Management sondern nach Management von Service-Zugangssystemen fragen.
    Handlung:
    -> Sind Ihnen Konzepte und Methoden sowie konkrete Produkte zum Management von Service-Zugangssystemen bekannt?

    Darüber hinaus stellt sich mir die Frage, ob ein Notebook nicht noch wesentlich mehr ist, als nur ein Service-Zugangssystem, da es ja auch lokale "Nutzen" erzeugen kann. Also z.B. durch das installierte Betriebssystem und die mitgelieferten Applikationen ja bereits die Geschäftsprozesse unterstützen kann.

    Beste Grüße,
    Tobias Ziegler
  • Re^5: Modelle für Client Services 14 Nov 2009, 12:04 pm

    Tobias Ziegler schrieb:
    Das WERS-Modell hat mir schon mal sehr gut gefallen. Es stellt für mich im wesentlichen eine Grundlage der zu vereinbarenden "Service"-Parameter dar. Dies werde ich nun an meinem Konzept reflektieren und die Konsistenz prüfen.Jegliche Erfahrung oder Erkenntnis sowie jegliches Feedback daraus ist jederzeit willkommen und sicherlich ergiebig & aufschlussreich für alle anderen Gruppenmitglieder.

    Das Modell setzt allerdings voraus, dass die zur Service-Erbringung nötigen Systeme im Eigentum der Service-Providers befindlich sind.Genauer geschrieben:
    Der rechenschaftspflichtige ICT Service Provider entscheidet über diesen Aspekt, wenn er sich mit der Frage "Induce or Supply? - Selbst erbringen oder zubringen lassen?" auseinandersetzt
    s. "Induce or Supply? - Grundentscheidung zum Service Sourcing"
    https://www.xing.com/app/forum?op=redirect;id=6240598
    Je nach seiner Entscheidung kommt er zu einem der vier grundlegenden Service Providing-Modelle:
    - bei konsequenter Anwendung des Full-Modells besitzt der rechenschaftspflichtige Service Provider alle service-relevanten Systeme
    - bei konsequenter Anwendung des Pure-Modells besitzt der rechenschaftspflichtige Service Provider kein einziges service-relelvanten System mehr, sondern die von ihm beauftragten externen Service Supplier besitzen jeweils die Systeme, die für die Erbringung der Service-Beiträge erforderlich sind, die der Service Provider bei ihnen beauftragt hat.
    Die konkrete Vorbereitung und Gestaltung dieser Konstellationen erfolgt bei Service-Konzipierung und Service-Kommissionierung.
    s. "Service-Providing-Modelle Hybrid, Full, Blended & Pure"
    https://www.xing.com/app/forum?op=redirect;id=8103386
    s. "Vom Netzwerk zur Wolke"
    http://www.it-daily.net/content/view/1413/30/
    https://www.xing.com/app/profile?op=certificates_download;vi...
    s. "Service-Konzept"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16493930
    s. "Service-Kommissionierung
    https://www.xing.com/net/slm/service-kommissionierung-426046...

    Also die Analogie "Miet-Arbeitsplatz" zu "Mietwagen". Nun bieten wir aber eher eine Analogie zum Full-Service-Leasing bzw. Servicevertrag auf Kaufprodukte.Hier ist zu beachten, dass ein Leasing-Vertrag per se einen Finanzierungs-Service umfasst.

    Der Kunde tätigt also eine Investition in die lokalen Systeme (Computer, TFT, usw.), welche wir in die Service-Erbringung einbeziehen. Hat dieser Unterschied aus Ihrer Sicht Auswirkungen auf das "Service-Modell"?Es muss dann klar unterschieden werden zwischen
    - dem Finanzierungs-Service in Form des Leasings
    - den Wartungs- & Pflege- sowie ggf. den Reparatur-Services.
    Das "Service-Modell" bleibt strukturell gleich, denn es ist generisch, und es muss auf diese verschiedenen Services bzw. Service-Beiträge angewendet werden

    Habe folgendes gelernt:
    -> Der Clients selbst ist kein Service, sondern ein System.
    ... und zwar ein service-relevantes für den Abruf & die Erbringung von ICT-basierten Business Support Services (ICTBSS) an den Service-Konsumenten, d.h. an den Mitarbeiter, der an & mit diesem Client-System arbeitet.
    s. "ICT-basierter Business Support Service (ICTBSS)"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16278686
    s. "Service-Konsument"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16280313

    Als Schnittstelle zwischen Konsumenten und anderen ICTBSS wird der auch als Service-Zugangssystem bezeichnet.Anders geschrieben: das Service-Zugangssystem ist der stationäre oder mobile Service-Erbringungspunkt, dessen mögliche Ausprägungen im gleichnamigen Standard-Service-Attribut 04 spezifiziert werden, so dass sich die Service-Konsumenten für eine oder mehrere dieser Ausprägungen entscheiden können und der Service Provider den Service-Zugang über die ausgewählten Varianten gezielt gewährleisten kann.
    s. "Service-Erbringungspunkt"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=16280017
    s. s. "Service-Spezifikationen - ICT-basierte Business Support Services - E-Mail Service"
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=20389695

    Folgerung: -> In meinem Kontext sollte ich nicht nach Service Management sondern nach Management von Service-Zugangssystemen fragen.
    Handlung:
    -> Sind Ihnen Konzepte und Methoden sowie konkrete Produkte zum Management von Service-Zugangssystemen bekannt?
    ITIL ist eine exzellente, weithin wohlbekannte & empfehlenswerte Sammlung von Prozessbeschreibungen für das Management von service-relevanten ICT-Systemen und somit auf für das Management von Service-Zugangssystemen.

    Darüber hinaus stellt sich mir die Frage, ob ein Notebook nicht noch wesentlich mehr ist, als nur ein Service-Zugangssystem, da es ja auch lokale "Nutzen" erzeugen kann. Also z.B. durch das installierte Betriebssystem und die mitgelieferten Applikationen ja bereits die Geschäftsprozesse unterstützen kann.Ein Note- oder Netbook ist eine mobile Variante eines Service-Zugangssystems - nicht mehr & keinesfalls weniger. Ein anderes gängiges mobiles Service-Zugangssystem ist das Handy bzw. Mobilfunktelefon, denn es dient dem Service-Konsumten zum Abruf & zur Konsumtion sowie dem (Telecom) Service Provider zur Erbringung von Telekommunikations-Services ...
    ... und es umfasst ebenfalls ein eigenes Betriebssystem sowie eine Reihe von mitgelieferten Applikationen.

    Beste Grüße & beste Service-Konzipierung
    Paul G. Huppertz
    servicEvolution
    This article was modified on 14 Nov 2009 at 12:09 pm.

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