Jazz Forum @ Xing

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Posts 1-6 of 6
  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    bundesweite DEMO für JAZZ?!?
    Jaaaa,
    manchmal wird es politisch.
    In der nicht ganz armen "Freien und Hanse"-Stadt Hamburg wurden grade wieder Zahlen veröffentlicht, wer so alles im Kultursektor mehr bzw. gar kein Geld mehr zu erwarten hat (wir haben ja da so eine Großbaustelle namens Elbphilharmonie, die zwar hübsch - aber v.a. teuer werden wird und noch viiiieeeeel teurer werden könnte
    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=13267971ht...)

    Das sorgt regional für Unmut, da für Jazz in Hamburg grade mal 60.000,- (ja - TAUSEND nicht MILLIONEN!) ausgegeben wurden/werden.
    Und da ja hier auch schon die Diskussion aufkam, ob man nicht "kamikaze-like" demonstrieren sollte/könnte/müßte
    (https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=13267971)
    stelle ich hier einfach mal die Frage:

    Da für jeden sch..... (das wort wäre schlimmer anders und als ihr ahnt....) in diesem Lande demonstriert wird:
    WARUM EIGENTLCH NICHT für JAZZ?!?

    Hat jemand Ideen, wie wo und was man organisieren sollte/könnte?
  • Jens Dewers
    Jens Dewers    Premium Member
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    Re: bundesweite DEMO für JAZZ?!?
    Heiko Langanke schrieb:

    Da für jeden sch..... (das wort wäre schlimmer anders und als ihr ahnt....) in diesem Lande demonstriert wird:
    FÜR etwas demonstriert hier kaum jemand.

    WARUM EIGENTLCH NICHT für JAZZ?!?
    Hat jemand Ideen, wie wo und was man organisieren sollte/könnte?

    Hallo Heiko,
    vor gut 20 Jahren war ich mal in Hamburg auf einem Konzert für Nelson Mandela, der damals noch in Südafrika im Knast saß. Wer im deutschen Jazz Rang und Namen hat(te) trat dort auf. Wenn ich mich recht erinnere, war auch Bischof Tutu und Frau Mandela da...
    Wie wärs nun, wenn die damaligen Organisatoren Kontakt zu Herrn Mandela aufnähmen und als Freunde in der Not (sind sie wirklich in Not - naja?) um eine unterstützende Videobotschaft o. ä. bitten, die dann medienwirksam(!), bei einem Gratis-groß-event abgespielt würde...

    Ansonsten: Die beste Demo ist Musik. An öffentlichen Plätzen, Einkaufszonen, vor Bahnhöfen, Unicampus, umsonst und draußen. Nur nicht verkopft und akademisch, sondern swingend, groovend, funky, mitreißend und gute Laune verbreitend. So kommt man an neues Publikum, was in meinen Augen wesentlich besser wäre, als eine Abhängigkeit vom Staat. Nach dem Motto: Gib, dann wird Dir gegeben.

    Herzliche Grüße,

    Jens
  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    Re^2: bundesweite DEMO für JAZZ?!?
    Mandela ist grade 90 geworden. Wäre das nicht (sorry, wenn es sich hart anhören mag) organisatorisch ein Rennen gegen die Zeit?

    Davon ab: wenn Du meinst, man demonstriere nicht FÜR etwas, können wir gerne auch GEGEN etwas sein.
    Sollte es hier einen findigen, ambitionierten Rechtsanwalt geben, der sich der Sache annähme, könnte man beispielsweise gegen diue Ungleichberechtigung des Jazz in der musikalischen Kulturlandschaft klagen.
    Die Klageschrift ist so gut wie vollendet in meiner fiktiven Schublade!

    Allerorten und zu jedem Thema wird die Gleichberechtigung eingeklagt.
    Ich finde, dann wird es auch mal zeit, den "QUOTEN-JAZZ" einzuklagen. (10% Jazz auf allen Radio- und TV-Stationen, 1 Seite Jazz-aktuell in jeder Tageszeitung - besser noch: Konzerttermine müssen einmal wöchentlich als "Jazz-Anzeiger" ähnlich den Handelsregistereinträgen veröffenlticht werden, Jazz als eigenes Schulfach etc.pp...)
    Das Event könnte man sicherlich dann auch mit jeder Menge Live-Musik "aufpeppen".
    ;-))

    Grüße,
    Heiko
  • Meinhard Jahn
    Meinhard Jahn    Group moderator
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    Re^3: bundesweite DEMO für JAZZ?!?
    Hallo,

    na, ich finde, dass es hier zwei ganz wichtige, gute Ansätze gibt. :-)

    Um Geld von der Stadt zu bewirken ist bestimmt eine Demonstration ganz gut. Eine Marching Band durch´s Rathaus stelle ich mir "sehr lustig" vor ;-)

    Um an das Publikum heranzukommen ist der andere Ansatz natürlich auch sehr gut - einfach öffentlich spielen.

    Ich denke, dass beides von Nöten wäre. Den Ansatz mit der Klage halte ich für abwegig, da ein Erfolg nicht unmittelbar wäre. Ein langer Prozess wäre wohl zu erwarten. Den langen Prozess haben wir ja eh schon (ideell gedacht)...

    Da das Laute bereits stattfindet (siehe Take 5 in Harburg zum Beispiel), wäre ich doch eher an dem Gedanken einer Demonstration interessiert. Es gibt doch einen Musikerverein in Hamburg - JazzHaus e. V. Kann da bitte mal jemand hineinhorchen wie die Resonanz auf die Idee der Demonstration wäre?


    Gruß
    Meinhard Jahn
  • Jens Dewers
    Jens Dewers    Premium Member
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    Re^3: bundesweite DEMO für JAZZ?!?
    @ Heiko
    ja,nee, you got me wrong. Der Mainstream demonstriert GEGEN, Jazz ist ja nicht Mainstream. Ausserdem heißt demonstrieren ja auch etwas vormachen. Also zeigen, was man kann. In diesem Sinne...

    Groovy greetz,

    Jens
  • Heiko Langanke
    Heiko Langanke    Group moderator
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    Re^4: bundesweite DEMO für JAZZ?!?
    aaaah.
    Im Sinne von "etwas vormachen" bekommt es ja noch einen viel besseren Sinn...
    ;-))


    Eigentlich trifft es den Punkt ganz gut:
    MACHEN WIR UNS DOCH AUCH MAL ETWAS VOR - wie all die anderen Kultursparten, die vom Untergang des Abendlandes reden, wenn Ihr Genre nicht endlich mehr Förderung bekäme - und schwupp! - fließt das Geld.
    Was das angeht, sollten wir uns wirklich mal mehr vormachen und vor-nehmen!

    Ich find die Klage-Idee immer noch gut.