Journalismus 2.0
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Anton Simons Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Google hebt Schätze aus alten Zeitungsarchiven
Nahezu alle (Regional-)Zeitungsverlage haben ab ca. 1995 Online-Volltextarchive aufgebaut. Die meisten davon sind allerdings nicht frei zugänglich; Zugriffsmöglichkeit haben häufig nur Print-Abonnenten, die einen Aufschlag auf den normalen Preis für das Zeitungsabo zahlen. Auf viele Online-Archive kann man auch über Genios (
http://www.genios.de/r_presse/webcgi?START=016&SEITE=pre...) zugreifen. Dann wird man für jeden Volltext-Abruf zur Kasse gebeten.
Inzwischen erkennen allerdings immer mehr Medienunternehmen, dass Klicks die Währung des Internets sind. Hohe Klickzahlen aber lassen sich nur mit offenen Online-Archiven generieren. SPIEGEL WISSEN war in dieser Hinsicht in Deutschland ein Vorreiter (siehe
https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=7734342;ar...)..
Die Google-Macher - so kennen wir sie - gehen dieses Thema jetzt in großem Stil an:
„Der Internet-Konzern will die Schätze aus Zeitungsarchiven für das Internet heben“, heißt es dazu in der neuesten Ausgabe von ‚medienforum.magazin 2/2008‘. Im September habe Google angekündigt, Original-Zeitungsseiten aus der Vergangenheit digitalisieren und online zur Verfügung stellen zu wollen. Dazu wolle Google mit den Verlagen „Verträge schließen, die ihnen mehr als die Hälfte der Einnahmen sichern, die Google mit der Werbung im Umfeld der Archiv-Seiten verdient.“ Der Abruf der Archiv-Inhalte solle für die Nutzer gratis sein. Die Artikel würden dabei im Original-Layout erscheinen, seien aber auch nach Stichworten durchsuchbar.
Die Erschließung der Printarchive der 50er bis 90er Jahre wäre auch die Lokalredaktionen ein Segen. Denn die Inhalte aus dieser Zeit sind für sie bislang mit vertretbarem Zeitaufwand kaum verfügbar.
Die Kosten für das Scannen der Zeitungsarchive werde übrigens Google übernehmen, schreibt das ‚medienforum.magazin‘. Erste Vereinbarungen seien mit Zeitungen in Quebec, Pittsburgh und St. Petersburg in Florida getroffen worden. Rund 100 Zeitungsverlage würden zunächst mitmachen. Später werde das Projekt auf Deutschland ausgeweitet.
Wir erinnern uns: Im Jahr 2004 begann Google bereits damit, Bücher zu scannen und unter Google Book Search (
http://books.google.de) ins Netz zu stellen. 2006 startete der Suchmaschinen-Marktführer in den USA zusätzlich ein News-Archiv für alte Zeitungsinhalte, die bereits im Internet vorlagen. Dazu kooperierte Google mit Zeitungen wie ‚Washington Post‘ und ‚New York Times‘. „Für einige diese Angebote mussten Nutzer allerdings bislang Gebühren zahlen“, schreibt das ‚medienforum.magazin
- 14 Nov 2008, 11:20 am
