Journalismus 2.0

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  • Anton Simons
    Anton Simons    Premium Member   Group moderator
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    Social Software-Werkzeuge für betriebliche Kommunikation, Kooperation und Wissensmanagement
    Im Dezember 2003 wurde der Begriff vom „Web 2.0“ erstmals öffentlich verwendet -
    in der US-Ausgabe "Fast Forward 2010 – The Fate of IT" des CIO Magazin, einem Fachmagazin für IT-Manager. Hinter diesem Internet der zweiten Generation steckt nicht weniger als eine Medienrevolution, die zu einer bislang kaum absehbaren Erosion der Macht der klassischen Medien führte.

    Fast sechs Jahre sind inzwischen vergangen – trotzdem sieht die Medienbranche im Web 2.0 und in Social Software bislang fast ausschließlich eine neue Gattung von Publikationsmedien, nicht aber als Chance, Arbeitseffektivität und Produktqualität redaktioneller Arbeit zu steigern. Das Potenzial von Social Software zur Kooperationsunterstützung in Medienunternehmen und hinsichtlich ihrer Fähigkeit, kollektive Mitarbeiter-Intelligenz einzusammeln, wird bislang kaum genutzt.

    Welche aktuellen Internettechnologien aus den Bereichen Web 2.0 und Social Software verwenden Unternehmen und Organisationen bereits? Was für Werkzeuge stehen ihnen zur Verfügung und welches Potential bieten diese für eine professionelle Zusammenarbeit und Kommunikation? Diese Fragen beantwortet die soeben erschienene Analyse, die am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt erarbeitet wurde.

    In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse geförderten Projekt hat die Kulturpädagogin und IT-Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” untersucht.

    Nach einem kurzen Rückblick, der zeigt, dass kommunikative und kollaborative Technologien seit Anbeginn im Internet eine herausragende Rolle gespielt haben, gibt der Bericht einen Überblick über mehr als 1000 Anwendungen. Anhand einer umfangreichen Literaturanalyse und mithilfe von 47 Experteninterviews präsentiert die Autorin einen Überblick über den gegenwärtigen Forschungs- und Kenntnisstand und identifiziert sieben Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren für den Einsatz von kooperativen Internettechnologien.

    Ein weiteres Kernstück der Analyse sind fünf Anwendungsszenarien zu den Bereichen Medien, Unternehmen, Forschung, Bildung und Zivilgesellschaft. Hierzu stellt die Autorin auf Basis der Experteninterviews 13 konkrete Fallbeispiele vor und gibt einen Ausblick auf derzeitige und künftige Möglichkeiten, mithilfe von Internettechnologien die Kommunikation, Kooperation und das Wissensmanagement zu verbessern.
    Schon während der Laufzeit des Projekts hat insbesondere über das Blog “kooptech” ( eine Diskussion der laufenden Ergebnisse stattgefunden.

    Der Bericht wurde unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht: http://www.innovationsanalysen.de/de/download/KoopTech.pdf