Automatische Katalogproduktion und Produktdatenmanagement

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  • Dr. Thomas Biskup
    Dr. Thomas Biskup    Premium Member   Group moderator
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    Publizieren können ja viele, aber...
    ...können sie das wirklich? Worauf ich hinaus will ist eigentlich, dass ich angesichts der äußerst komplexen zugrundeliegenden Thematik immer wieder sehr verwundert darüber bin, wie viele Anbieter für Cross Media Publishing Lösungen es gibt. Und die meisten unterstützen natürlich auch alle Kanäle (also Web, CD, Print, usw.).

    Gibt es eigentlich Studien oder Untersuchungen darüber, wie leistungsfähig die verschiedenen Anbieter wirklich sind? Mir fällt es schwer zu glauben, dass gerade der CMP-Markt ein Markt sein soll, indem (wenn man sich das Marketingmaterial der verschiedenen Anbieter anschaut) 2-Mann-Unternehmen gleichwertig neben sehr viel größeren Anbietern konkurrieren wollen. Auf dem Papier tun sie dies ja, aber ich suche immer noch nach einer guten vergleichenden Informationsquelle, die auch Anforderungen und Leistungspalette gegenüberstellt.

    Hat da jemand einen guten Tipp?
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  • Anna Schneider
    Anna Schneider
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    Re^2: Publizieren können ja viele, aber...
    Hallo Herr Biskup,
    wenn es keine Studien gibt und keine Tests, dann
    Erzeugnisse anschauen, testzugang anfordern, Demo zeigen lassen... Referenkunden befragen!
    Funktionsweise erklären lassen - da gibt es auch viele Unterschiede... Es können viele publizieren, die Frage ist nur, mit welchem Aufwand, ob sie seitenbasiert oder contentbasiert arbeiten, ob Quark benötigt wird oder nicht, wie aufwendig HTML-Vorlagen sind usw.

    Viele Grüße,
    Anna Schneider
  • Peer Schmid
    Peer Schmid    Premium Member
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    Re^3: Publizieren können ja viele, aber...
    ... die hier geäußerte Verwunderung über die angebliche Leistungsfähigkeit diverser Systeme kann ich nur teilen. Ebenso die Erkenntnisse von Frau Schneider zu den sehr unterschiedlichen Ansätzen und Methoden der verschiedenen Anbieter. Aber eigentlich sollte man sich dann doch nicht wundern: Solange z.B. das Thema PDF für einen Kunden erledigt ist, wenn er im Prospekt "PDF" liest, können weiter Einzelfirmen und größere Softwarehäuser konkurieren. Im gleichen Markt und auf dem vermeindlich gleichen Niveau.
    Studien dazu fehlen zwar noch, aber zumindestens für Teilbereiche wie database plug-ins (oyen.de) und CMP mit Produktinformationssystemen (PIM) liegt ja durchaus Material vor (Lucas-Nülle Consulting).
    Die Arbeit, den Markt zu erschließen und die eigene Position sauber zu definieren wird auf Herstellerseite noch völlig unterschätzt.

    Grüße,
    Peer
  • Oliver Mittermeier
    Oliver Mittermeier    Premium Member
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    Re: Publizieren können ja viele, aber...
    Lucas-Nülle mag ein guter Ansatz sein, sich allgemein mit dem Thema Database-Publishing auseinander zu setzen, die Studie von ihm ist schon sehr gut.

    Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich allerdings nur empfehlen, dass Sie sich genau über Ihre Anforderungen in Ihrem Haus Gedanken machen und auch über den Tellerrand hinaus schauen, welche Prozesse Sie gerne bedienen möchten.

    Nach einem erstellten Lastenheft schauen Sie sich am Markt um und lassen Sie sich die Möglichkeiten von solchen Systemen aufzeigen.

    In unserem Fall haben wir sehr darauf geschaut, ob es integrierte Lösungen am Markt gibt, die unsere Anforderungen gesamt abdecken können. Abstand haben wir von Systemen genommen, die sich aus unterschiedlichen Komponenten von unterschiedlichen Herstellern zusammensetzen (Bilddatenbank, Workflow-Management, Auftragsverwaltung etc.)

    Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie mich gerne kontaktieren.
  • Axel Faber
    Axel Faber    Premium Member
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    Re: Publizieren können ja viele, aber...
    Hallo Herr Biskup,
    Helmuth Maidel aus Berlin hat eine aktuelle und sehr umfangreiche Studie zum Thema Publishing Systeme (K4, censhare und SmartConnection) im April diesen Jahres veröffentlicht. Sie erreichen Ihn unter 030/2809483-01.
    Bitte sein Sie so nett und grüßen Sie Ihn schön von mir, damit er weiß aus welcher Ecke der "Schuss" kommt.
    =;0)
    Viele Grüsse. Axel Faber.
  • Michael Ehlers
    Michael Ehlers    Premium Member
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    Re^2: Publizieren können ja viele, aber...
    Hallo Zusammen,

    wenn man so auf den Markt schaut, so gibt es unendlich viele System, die alles Medien bedienen können, zumindestens auf dem Papier. Aber was ist denn heute bei der Einführung solcher Systeme entscheidend?

    Ich jedenfalls habe in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, daß nur ein durchgängiger Prozessweg und zwar aus der Applikation und dem ERP oder PDM heraus den Kunden wirklich hilf seine Prozesse zu vereinheitlichen.
    Entscheidend hierbei sind durchgänge XML-Strukturen, welche die Anbindung von Fremdsystemen sehr einfach gestalten.
    Dabei sollte die Bedienbarkeit durch den nicht IT- Erfahrenen User nicht außer acht gelassen werden.

    Um ein wenig auf die Prozesse einzugehen: Ich führe als Beispiel das Thema Translationmanagement an.

    Was nützt es die unterscheidlichen Sprachadaptionen separat zu verwalten, und was hilf es dabei, das man das auch noch online bedienen kann? In der regel nicht viel, es hilf die aufgaben etwas transparenter zu machen, aber es hilf nicht in der Prozessebene, weil immer noch alles händisch gepflegt werden muß.

    Ein durchgängiges System fängt damit an, daß ein User aus der Grafikapplikation QuarkXPress oder Adobe InDesign die Möglichkeit erhält seine Daten direkt in eine Produktionsplattform zu übergeben, ohne das er noch zusätzliche uploads oder komplizierte Ordnerstrukturen beachten muß.

    Dieses Dokument wird dann vom den zuständigen PM für den Übersetzungsprozessf reigegeben. In diesem Zuge wählt der PM auch gleichzeitig die Adaptionsländer an. Das System erzeugt automatisch die jeweiligen Länderstrukturen und informiert automatisch die für den weiteren Prozess (Übersetzung, Redigation, Produktverantwortliche) automatisch per E-Mail.
    Der Übersetzungsprozess erfolgt dann direkt aus dem System heraus über angeschlossenen Translationprogramme, oder über Web Browser. Jeder Verantwortliche kann jederzeit ”Live” am Prozess teilnehmen, sich Kontroll PDF´s laden, oder direkt kommentieren.
    Die Übersetzer sehen Ihre Druckverbindliche Übersetzung sofort “Live” im Browser und können somit Ihre Übersetzung jederzeit selber kontrollieren.

    Ändert sich was im der Masterdatei, so werden diese Änderungenautomatisch nach unten (in die Adaptionsländer) weitergereicht, ohne das irgendeiner noch manuell irgendwelche Daten kopieren und einfügen muß. Es ist eine intelligente Baumstruktur entstanden, welche Änderungen aus der Masterdatei automatisch, oder per Vorabkontrolle in die jeweiligen Länderfassungen übernimmt.

    Parallel hierzu überwacht ein Terminplan die vorher geplanten Produktionstermine und informiert die Teilnehmer bei Unter- und Überschreitungen per Mail und plant gleichzeitig die Termine um.

    Die freigegebenen Übersetzungenn werden am Ende automatisiert via FTP oder Download an die Druckerei geliefert, natürlich als PDF/X3.

    Solche Dinge wie Änderungsverfolgung, Tracking, Versionierung, Volltextsuche usw. sind für moderne Systeme selbstverständlich nur man sollte sich im Vorwege viel Zeit nehmen und wirklich prüfen, was einem versprochen wird. Die Studie von Herrn Maindl hilf dabei ein wenig.

    Für weiterführende Fragen stehe ich gerne direkt zur Verfügung.

    Lieben Gruß

    Michael Ehlers