Klimawandel ein Thema das uns alle angeht

Sieben Kernaussagen zum Klimawandel


Quelle: http://www.pik-potsdam.de



1. Durch menschlichen Einfluß haben die Treibhausgase in der Atmosphäre Konzentrationen erreicht, die für die letzten Jahrmillionen beispiellos sind. Insbesondere Kohlendioxid ist von 280 ppm (Millionstel der gesamten Lufthülle) im Jahr 1750 auf heute etwa 380 ppm angestiegen. Dadurch wird der Erde ein massiver zusätzlicher Treibhauseffekt aufgezwungen.

2. Wirtschaftet die Menschheit weiter wie bisher, könnte sich unser Planet bis zum Jahr 2100 um 5 °C erwärmen. Dies ist in etwa die natürliche Temperaturdifferenz zwischen einer Eiszeit und einer Warmzeit. Da wir uns gegenwärtig schon in einer Warmzeit befinden, steuerten wir direkt auf eine „Heißzeit" zu.

3. Die Langzeitfolgen wären ein Meeresspiegelanstieg im 30-50 Meterbereich und eine massive Versauerung der Ozeane, die einem Abfall des marinen ph-Werts von 8,2 auf 7,7 entspräche.

4. Außerdem kann ein ungebremster Klimawandel eine Reihe von „Kippschaltern“ im Erdsystem (wie den Amazonasregenwald, das El Nino-Phänomen oder den Indische Monsun) umlegen und die Betriebsweise ganzer Subkontinente und Meeresbecken auf den Kopf stellen. Sich gegenseitig aufschaukelnde Wechselwirkungen könnten schließlich sogar einen „galoppierenden Treibhauseffekt“ auslösen.

5. Es besteht jedoch die Möglichkeit, solch einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden, indem die globale Erwärmung auf höchstens 2°C begrenzt wird. Dies bedeutet insbesondere, daß die Konzentration atmosphärischer Treibhausgase langfristig 400 ppm C02-Äquivalente nicht übersteigen darf.

6. Dies wiederum erfordert die Reduktion der zivilisatorischen Treibhausgasemissionen im 21. Jahrhundert um etwa 1% pro Jahr. Neuste sozioökonomische Analysen haben gezeigt, daß die entsprechenden Maßnahmen das globale Wirtschaftswachstum bis 2100 um nur 3 Monate verzögern würden, wenn die technischen und institutionellen Innovationspotentiale ausgeschöpft würden.

7. Die Begrenzung der Erwärmung auf 2 °C und die Anpassung an den Restklimawandel erfordern nichtsdestotrotz eine globale „Kulturrevolution“, bei der Stadt- und Landleben neu definiert werden müssen.

News

  • 13 Nov 2009

    Klimawandel – aufschlussreiche Erklärungen des Phänomens

    Das Umweltbundesamt hat wichtige Erkenntnisse aus dem 4. Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen der Vereinten Nationen (IPCC) in eine allgemein verständliche Form gebracht.

    http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3840.pdf

    Quelle http://klima-media.de

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  • 06 Nov 2009

    Eine wichtige Sammlung von Infos und Tipps zum Thema Klimawandel bei Tagesschau.de

    Gletscher schmelzen, Länder veröden, Tiere sterben, Menschen sind auf der Flucht. Die Folgen des globalen Klimawandels sind nicht erst seit kurzem offensichtlich - und sie sind auch nicht mehr vollständig aufzuhalten. Alle Hoffnungen lasten wieder einmal auf einer UN-Klimakonferenz, diesmal im Dezember in Kopenhagen. Dort wollen sich die Teilnehmer um bestmögliche Schadensbegrenzung bemühen. Doch die Aussichten sind düster.


    Eine wichtige Sammlung von Infos und Tipps zum Thema Klimawandel bei Tagesschau.de
    http://www.ard.de/natur-kosmos/klimawandel/-/id=1253162/xr2l...

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  • 05 Nov 2009

    Wasserstoffauto vor Eroberung der Straße

    Die TU Graz hat heute, Mittwoch, mit dem HYCAR 1 ein in enger Kooperation mit der Forschungsgesellschaft für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik (FVT) und dem Hydrogen Center Austria (HyCentA) http://www.hycenta.at entwickeltes Wasserstofffahrzeug präsentiert. Das Besondere dabei ist, dass die Wissenschafter einen Ottomotor für den CO2-freien Betrieb mit Wasserstoff umgerüstet haben.

    Marktreife in Sichtweite

    "Wir haben im Zuge unserer Entwicklung sehr auf den Faktor Praxistauglichkeit geachtet. Ein Mercedes-Serienfahrzeug mit 4-Zylinder-Motor ist demnach so adaptiert worden, dass aus rein technischer Sicht innerhalb von drei Jahren Marktreife erreicht werden könnte, sagt Helmut Eichlseder, Vorstand des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik an der TU Graz http://vkm-thd.tugraz.at , im Gespräch mit pressetext.

    Das HYCAR 1 ist bereits vom TÜV begutachtet worden und wurde mittels Einzelgenehmigungsbescheid für den allgemeinen Straßenverkehr zugelassen. Seine Reichweite liegt im reinen Wasserstoffbetrieb bei 150 Kilometern, die Motorleistung bei 69 KW. Letztere ließe sich jedoch mit einem Treibstoffgemisch aus Wasserstoff und Benzin oder im Falle eines auf Direkteinspritzung beruhenden Motorkonzepts erhöhen.

    Druckspeicherung technisch beherrschbar

    Analog zu Fahrzeugen mit Brennstoffzellentechnik (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/091028001/) setzen die Ingenieure auf einen Drucktank. Wasserstoff-, Erdgas oder Gemische aus beiden Stoffen lassen sich damit unter einem Druck von 350 bar speichern. Bei Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb wurden aber auch schon Drücke von 700 bar vorgesehen, wovon die Experten jedoch aus Gründen der Sicherheit und des damit verbundenen technischen Aufwands Abstand nahmen.

    "Die zur Anwendung kommende Speichermethode ist bei einem Druck von 350 bar meiner Ansicht nach technisch gut beherrschbar. In Kombination mit einem auf Sensoren basierenden elektronischen Gassicherheitssystem lassen sich potenzielle Risiken minimieren", meint Eichlseder. Dies setze jedoch voraus, dass dem schon im Zuge der Fahrzeugkonstruktion Rechnung getragen wird. Keinesfalls dürften sich zum Tankkonzept gehörende Komponenten an der Fahrzeugperipherie befinden.

    Problematisch ist derzeit noch die fehlende Infrastruktur. "In Österreich gibt es nur eine Wasserstofftankstelle. In Deutschland existieren unter anderem in Berlin, Stuttgart und München entsprechende Tankstationen", sagt Manfred Klell, Geschäftsführer von HyCentA Research, auf Nachfrage von pressetext. Europaweit ist jedoch ein Netz öffentlicher Tankstellen im Entstehen http://www.netinform.net/H2/H2Stations/H2Stations.aspx?Conti....

    "Auch muss die zur Erzeugung des Wasserstoffs durch Elektrolyse nötige Energie auf regenerativem Wege gewonnen werden", betont Eichlseder. Andernfalls bestehe im Hinblick auf mögliche CO2-Einsparungen die Gefahr eines Nullsummenspiels. Der Wirkungsgrad liegt in der Herstellung von Wasserstoff bei rund 75 Prozent, so die Experten. (Ende)


    Aussender: pressetext.austria
    Redakteur: Nikolaus Summer
    email: summer@pressetext.com
    Tel. +43-1-81140-306

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