Klimawandel ein Thema das uns alle angeht
Posts 1-10 of 13
- Back
- Next
-
Ulrich Pfahler Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Allein mit Strom aus Onshore-Windenergie (Windenergie an Land) kann bis zu 65 Prozent des deutschen Strombedarfs gedeckt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE) erstellt hat.
Hier finden Sie die Kurzfassung dieser Studie:
http://www.wind-energie.de/fileadmin/dokumente/Themen_A-Z/Po...
- 07 Apr 2011, 10:03 am
-
Jens Teresniak Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Auftraggeber BWE, hmm ...
Blöd, dass die meisten der 390 TWh zum Zeitpunkt der Erzeugung (in Deutschland) gar nicht verbraucht werden können. 198 GW ist fast das 3fache der heutigen Spitzenlast. An windstarken Tagen fängt das Netz dann an zu glühen ;-)
Ach ja, demnächst werden ja die Netze ausgebaut, ich vergaß. In Deutschland und drumherum. Wie man hört, freuen sich die Norweger schon Löcher in die Bäuche, demnächst als Batterie des Kontinents fungieren zu dürfen.
- 07 Apr 2011, 1:20 pm
-
Ulrich Pfahler Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Nun da Sie auch an der Quelle sitzen und kraft Ihres Berufes das ja auch Wissen müssen.
Wie wird bei Ihnen in den Stadtwerken das Thema gehandhabt ?
Wenn Sie die Studie gelesen haben was haben Sie für einen Eindruck wie beurteilen Sie die Zahlen ?
Ich habe da leider kein Fachwissen ich habe die Info hier eingestellt damit wir diskutieren können .
Deswegen auch Danke für die kritischen Anmerkungen die Sie hoffe ich noch weiter ausführen werden
Gruß aus München
- 07 Apr 2011, 6:51 pm
-
Vahid MoshirniaThe company name is only visible to registered members.Re^3: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Lieber Jens
Aus Ihrem Schreiben wird klar, dass Sie sich mit dem Thema ziemlich gut auskennen. Sie haben an Ihrem Kommentar 2 Zahlen angegeben, die Ich nicht verstanden habe. Wuerden Sie bitte Ihre Meinung klarer ausdrucken. Beachten Sie dabei, dass ich, wie vielleicht einige andere Mitglieder der Gruppe, nicht in der BRD wohne und die Statistiken nicht so gut wie Sie kenne.
Viele Gruesse aus Teheran (Iran)
- 08 May 2011, 09:38 am
-
Jens Teresniak Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^4: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Ist schon eine Weile her und ich habe die Studie jetzt nicht noch einmal gelesen, aber wenn ich mich recht erinnere, wird darin eine installierte Windkraftkapazität von 198 Gigawatt unterstellt. Selbst die maximale Verbrauchslast liegt in Deutschland aber gerade einmal bei einem guten Drittel davon. Mit anderen Worten: Unterstellt man auch weiterhin einen Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien, muss der Windstrom irgendwohin gebracht werden. Entweder in deutsche Speicher (illusorisch) oder eben ins Ausland. Hier gibt es die fixe Idee (z.B. vom Sachverständigenrat für Umweltfragen) Norwegen mit Speicherbecken "vollzupflastern". Ich persönlich kann mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen, weswegen sich die Norweger ihre schönen Fjorde zerstören lassen sollten, nur weil die deutschen Gutmenschen aus reinem Selbstzweck 100% EE wollen.
- 09 May 2011, 5:03 pm
-
Georg LöhrThe company name is only visible to registered members.Re^5: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Hallo Herr Jens Teresniak
Ich bin ein wenig enttäuscht von Ihnen. Schon Ihre erste Bemerkung BWE beauftragt finde ich für eine seriöse Diskussion unpassend. Frage stellt sich warum haben nicht die Stadtwerke Leipzig eine solche Studie beauftrag, es hätte ja immerhin eine gute Informationsbasis sein können, welche Entwicklung die Stadwerke in den nächsten Jahren verfolgen sollten.
Die Studie sagt erstmal nur etwas über die potentiale aus und da ist ja erstmal interessant was möglich wäre wenn wir wollten. Dazu möchte ich sagen das das Frauenhofer Institut nicht dafür bekannt ist die Ergebnisse zu schönen oder so etwas.
Was Ihre Bemerkung zu der möglichen Speicherung von Windenergie in Norwegen betrifft, ist das auch ein bischen wenig, gerade als eine Person welche sich täglich mit dieser tematik beschäftigt sollten Sie wissen das eine sehr viel größere Vielfalt an Möglichkeiten gibt. Ich möchte an dieser Stelle nur ein paar Stichpunkte geben: Windgas, Stromnetz der Bahn, Druckluftspeicherung usw.
Ich finde es sehr bedauerlich das in dieser Republik bei der aktuellen Chance, welche sich bietet selbst Mitglieder der Stadtwerke, welche sich nach meinem Empfinden darum reißen müßten mit neuen Ideen Ihre Marktposition zu stärken, mit solchen schwachen Argumenten kommen.
Jetzt, erst Recht nach Fukushima sollten wir endlich in dieser Republik das Umsetzen was wir können, wir sind mit die Besten was Erneuerbare Energien betrifft und das sollten wir endlich mal zu unserem und zum Vorteil aller umsetzen und damit unser Land politisch, ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich auf eine Spitzenplatz katapultieren. Es ist so traurig das gewisse Lobbygruppen mit welchen Sie sich an dieser Stelle gemein machen die Zukunft Deutschlands kaputt machen wollen nur damit die Firmen im Hintergrund immer mehr Geld an ihre Manager verschenken können.
Mit freundlichen Grüßen Georg Löhr
PS.: Entschuldigen Sie bitte das Sie nun diese ganze Ladung abbekommen aber ich denke entweder nehmen wir das Thema endlich mal ernst und versuchen endlich eine Alternative oder in 50 bis 100 Jahren gibt es Deutschland und die Welt so nicht mehr und wir haben weit mehr Probleme als wir im Moment nur ahnen können.
Außerdem speziell für die Stadtwerke sollte man darüber nachdenken, welche Alternativen man zu den fossilen Rohstoffen hat, die in Zukunft immer teuer werden.
- 09 May 2011, 6:37 pm
-
Jens Teresniak Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^6: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Georg Löhr schrieb:
Ich bin ein wenig enttäuscht von Ihnen. Schon Ihre erste Bemerkung BWE beauftragt finde ich für eine seriöse Diskussion unpassend. Das tut mir sehr leid, aber für die Bewertung einer jeden Studie halte ich es nun einmal für unerlässlich, den Auftraggeber zu kennen. Die Erfahrung zeigt nun einmal, dass die Ergebnisse (fast) aller Studien meist im Sinne des Auftraggebers sind. Das bedaure ich durchaus, kann es aber nun einmal nicht ändern.
Frage stellt sich warum haben nicht die Stadtwerke Leipzig eine solche Studie beauftrag, es hätte ja immerhin eine gute Informationsbasis sein können, welche Entwicklung die Stadwerke in den nächsten Jahren verfolgen sollten. Sie können das nicht wissen, aber wir haben tatsächlich eine Fundamentalszenariostudie in Zusammenarbeit mit einer Universität erstellt. Es wird Sie nicht überraschen, dass diese zu anderen Ergebnissen kam.
Die Studie sagt erstmal nur etwas über die potentiale aus und da ist ja erstmal interessant was möglich wäre wenn wir wollten. Dazu möchte ich sagen das das Frauenhofer Institut nicht dafür bekannt ist die Ergebnisse zu schönen oder so etwas. Mag sein. Dennoch wird mindestens suggeriert, dass diese theoretischen Potenziale in die Praxis überführbar sind. Und das halte ich nun einmal für unrealistisch. Meine Kernzweifel habe in aller Kürze ausgeführt.
Was Ihre Bemerkung zu der möglichen Speicherung von Windenergie in Norwegen betrifft, ist das auch ein bischen wenig, gerade als eine Person welche sich täglich mit dieser tematik beschäftigt sollten Sie wissen das eine sehr viel größere Vielfalt an Möglichkeiten gibt. Ich möchte an dieser Stelle nur ein paar Stichpunkte geben: Windgas, Stromnetz der Bahn, Druckluftspeicherung usw. Die Geschichte mit den Bahnnetzen hielt ich auch für spannend. Je mehr die Prüfungen ins Detail gehen, scheint die Idee allerdings immer weniger Potenzial zu haben. Siehe z.B. hier:
http://de.euronews.net/agenturmeldungen/900255-bahn-sieht-oe...
Windgas und Druckluftspeicher sind - leider (!) - Jahrzehnte davon entfernt, eine nennenswerte Rolle bei der Lösung des Problems spielen zu können.
Ich finde es sehr bedauerlich das in dieser Republik bei der aktuellen Chance, welche sich bietet selbst Mitglieder der Stadtwerke, welche sich nach meinem Empfinden darum reißen müßten mit neuen Ideen Ihre Marktposition zu stärken, mit solchen schwachen Argumenten kommen. Ich weiß jetzt nicht genau, welches schwache Argument Sie meinen. Ich möchte an dieser Stelle nur bitte darauf hinweisen, dass ich weit davon entfernt bin, die Positionen der "alten" Energiewirtschaft verteidigen zu wollen. Auch mir ist eine erneuerbare Kilowattstunde lieber als eine fossil oder gar nuklear erzeugte. Das hält mich aber nicht davon ab, die Realität im Auge zu behalten. Und fast 300.000 MW installierte Windkraft halte ich in Deutschland nun einmal - vorsichtig formuliert - für Kokolores.
Ich verwehre mich keineswegs gegen einen fundamentalen Umbau der deutschen Energiewirtschaft, ganz im Gegenteil.
Jetzt, erst Recht nach Fukushima sollten wir endlich in dieser Republik das Umsetzen was wir können, wir sind mit die Besten was Erneuerbare Energien betrifft und das sollten wir endlich mal zu unserem und zum Vorteil aller umsetzen und damit unser Land politisch, ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich auf eine Spitzenplatz katapultieren. Völlig d'accord.
Es ist so traurig das gewisse Lobbygruppen mit welchen Sie sich an dieser Stelle gemein machen die Zukunft Deutschlands kaputt machen wollen nur damit die Firmen im Hintergrund immer mehr Geld an ihre Manager verschenken können. Ich kann Ihren Ärger nachvollziehen, halte mich aber für den falschen Adressaten.
PS.: Entschuldigen Sie bitte das Sie nun diese ganze Ladung abbekommen Ist schon in Ordnung ;-)
aber ich denke entweder nehmen wir das Thema endlich mal ernst und versuchen endlich eine Alternative oder in 50 bis 100 Jahren gibt es Deutschland und die Welt so nicht mehr und wir haben weit mehr Probleme als wir im Moment nur ahnen können.
Außerdem speziell für die Stadtwerke sollte man darüber nachdenken, welche Alternativen man zu den fossilen Rohstoffen hat, die in Zukunft immer teuer werden. Gerade die Stadtwerke Leipzig kann ich hier ohne falsche Bescheidenheit sicherlich als Vorreiter bezeichnen. (zwei große Biomasskraftwerke á 20 MW, etliche Windräder, modernes GuD, Grünstromprodukte etc.)
- 10 May 2011, 4:45 pm
-
Georg LöhrThe company name is only visible to registered members.Re^7: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Ich danke Ihnen für Ihre doch so detalierte Antwort.
Für mich wäre es an dieser Stelle interessant ob es möglich ist Einblick in die von der UNI (? welche) im Auftrag der Leipziger Stadtwerke erstellte Studie zu bekommen und deren Ergebnisse vielleicht zur Diskussion zu stellen. Das aktuelle Problem ist ja schließlich das erstens keine vorurteilsfreie Diskussion gibt und das leider der Versuch objektiv Ergebnisse nebeneinander zu stellen und wirkliche Lösungen zu generieren sehr gering ausgeprägt ist.
Ich kann nur sagen von meiner Seite, ich beschäftige mich schon seit über 15 Jahren mit den Ideen der Alternativen Energien und habe durch mein Studium und auch durch meine jetzige Arbeit einen guten Einblick in die traditionelle Energieerzeugung.
Wo ich eindeutig nicht mit Ihnen einer Meinung bin, das sind erstens der Punkt Windgas - hierzu ist zu sagen das die Technologie existiert, die Einspeißung ins vorhandene Gasnetz kein Problem darstellt und im endefekt jedes KW welches in Windgas umgewandelt wurde und nicht einfach nicht produziert wurde besser ist als darüber zu klagen das wir Windenergie nicht speichern können.
Zweite Punkt das DB-Stromnetz, also es ist klar das das auch etwas Geld kostet, aber es wird in jedem Fall billiger und einfacher umzusetzen als neue Leitungen quer durch die Landschaft zu ziehen, wobei ich hier neben der direkten Nutzung des Netzes der DB auch noch einen Indirekten Nutzen sehen, wenn wir die Bahn für diese Idee begeistern können wäre eine alternativ Variante einfach auf den vorhandenen Strecken zusätzliche Leitungen für die Stromverteilung zu legen. Das bedeutet dann das bei den direkten Kosten sehr wahrscheinlich nur wenig einzusparen ist aber bei den indirekten Kosten (Genehmiguingsverfahren und mögliche Kosten die im Zusammenhang mit Wiederstand der Bevölkerung entstehen) wesentlich reduziert werden könnten.
Mit freundlichen Grüßen Georg Löhr
- 10 May 2011, 6:51 pm
-
Jens Teresniak Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^8: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Für mich wäre es an dieser Stelle interessant ob es möglich ist Einblick in die von der UNI (? welche) im Auftrag der Leipziger Stadtwerke erstellte Studie zu bekommen und deren Ergebnisse vielleicht zur Diskussion zu stellen. Es tut mir leid, aber die Studie wurde ausschließlich zur internen Verwendung erstellt. (Strategie etc.)
Wo ich eindeutig nicht mit Ihnen einer Meinung bin, das sind erstens der Punkt Windgas - hierzu ist zu sagen das die Technologie existiert, die Einspeißung ins vorhandene Gasnetz kein Problem darstellt und im endefekt jedes KW welches in Windgas umgewandelt wurde und nicht einfach nicht produziert wurde besser ist als darüber zu klagen das wir Windenergie nicht speichern können. Ich nehme an, dass Sie hier nicht das von Greenpeace Energy angebotene Windgas meinen, bei dem es sich ja genauer gesagt um Windwasserstoff handelt und dessen Beimischungspotenzial aus technischen Gründen äußerst bescheiden ist.
Ich gebe Ihnen Recht, dass die weiterführende Idee sehr interessant ist, aus dem Windwasserstoff unter Zugabe von CO2 "echtes" Erdgas herzustellen. Blöderweise verliert man im Gesamtprozess (einschließlich Rückverstromung) selbst bei einem hocheffizienten Kraftwerk mit stolzen 60% Wirkungsgrad zwei Drittel der eingesetzten Energie. Natürlich kann man sagen, dass das immer noch besser ist als das Windrad abzuschalten. Allerdings sollte man sich vor Augen führen, dass sich auf diesem Wege die Vergütung des Windstroms mal eben auf das Dreifache verteuert. Letztlich erhöht das die EEG-Umlage und erzeugt bei allen Stromverbrauchern um so höhere Mehrkosten, je mehr die Idee des EE-Methans um sich greift. Es stellt sich die Frage, ob das wirklich die volkswirtschaftlich effizienteste Möglichkeit der Lösung des Problems sein soll.
- 11 May 2011, 3:33 pm
-
Dr. Christina Reinl Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Re^9: Studie: Windkraft bringt mehr als Atomkraft
Ich bin vor kurzem über dieses Video gestolpert:
http://www.youtube.com/watch?v=mZbEV8cKdgc&feature=playe...
Da ich keine Fachfrau auf dem Gebiet bin, würde es mich interessieren von kompetenter Stelle zu erfahren, was von dem Verfahren zu halten ist.
Grüße
Christina Reinl
- 12 May 2011, 3:01 pm
- Back
- Next
