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Article thread - Articles 1-7 out of 7

  • Wissensmanagement mit Microsoft SharePoint 2010 - so gehts 02 Nov 2009, 11:40 am

    Mit der Version 2010 kommt SharePoint auf dem Weg von der Zusammenarbeit zum Wissensmanagement einen riesigen Schritt voran: Leistungsmerkmale wie Taxonomie und Metadaten Management, Content Organizer, Content Type Hub , Content Type Syndication ermöglichen jetzt die Implementierung von Wissensmanagement Lösungen auf einem soliden Fundament:

    http://www.layer2.de/de/leistungen/sharepoint-wissensmanagem...
  • Re: Wissensmanagement mit Microsoft SharePoint 2010 - so gehts 02 Nov 2009, 7:49 pm

    Achtung: Metadaten & Co. = (intelligentes) Datenmanagement und hat nichts mit Wissensmanagement zu tun.

    Viele Grüße
    Simon Dückert
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  • Re^3: Wissensmanagement mit Microsoft SharePoint 2010 - so gehts 02 Nov 2009, 8:50 pm

    Jetzt finde ich die Diskussion ganz spannend. Was fehlt denn an Leistungsmerkmalen aus der Sicht der Wissensmanager? Und zwar unter der Prämisse, daß es sich ja nicht um eine hochspezialisierte Fachanwendung handeln soll, sondern um etwas, womit ganz viele Benutzer, z.B auch in KMUs, täglich umgehen.
    Ist Web 2.0 oder sowas gemeint?

    Mir wirds nicht ganz klar. Das am Ende die Benutzer mitspielen müssen, liegt ja auf der Hand. Aber fehlt technologisch was?
  • Re^2: Wissensmanagement mit Microsoft SharePoint 2010 - so gehts 03 Nov 2009, 08:40 am

    Simon Dückert schrieb:
    Achtung: Metadaten & Co. = (intelligentes) Datenmanagement und hat nichts mit Wissensmanagement zu tun.
    Und warum nicht? Daten (und Informationen) sind doch die Grundlage von Wissen, und Wissen widerum deren Grundlage (Stw. Wissenshierarchie und reziproke Wissenshierarchie bzw. Wissenskreislauf im eigentlichen Sinn). Ergo, Daten- und Informationsmanagement gehören unbedingt mit rein, und sind somit Bestandteil von Wissensmanagement.

    Ohne Mörtel (= Zement + Wasser = ... http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rtel) kann man auch kein Haus bauen. Die Materialien sind wichtig, vor allem deren Qualität. Ob ein Haus aber auch gelingtt, hängt natürlich maßgeblich von den Personen ab, die mit den Materialien planen und arbeiten (z.B. Architekt, Maurer, Schreiner).

    Wenn die Metadaten & Co. und das Team gut sind, wird es auch ein tolle Haus ...

    Und außerdem, ist Intelligenz (Stw. intelligentes Daten-/Informationsmanagementent) nicht eigentlich dem Wissen nachgelagert bzw. übergeordnet? Ich bin verwirrt ...
    This article was modified on 03 Nov 2009 at 09:32 am.
  • Re^3: Wissensmanagement mit Microsoft SharePoint 2010 - so gehts 14 Nov 2009, 09:11 am

    Hmm, ich glaube meine Einschätzung kommt hauptsächlich daher, dass sich bei vielen WM-Praktikern die eher ungeeignete Dreifaltigkeit "Daten - Informationen - Wissen" durchgesetzt hat, was natürlich im deutschen Sprachraum durch die North'sche Wissenstreppe zusätzlich manifestiert wurde. Wie schon in einem Podcast mit Prof. Capurro im Jahr 2005 besprochen (http://tinyurl.com/ykypaor) ist die jedoch nicht wirklich geeignet, das Konzept Wissen zu erklären (Prof. Capurro spricht von "Erstsemesterinhalt").

    Das liegt meiner Meinung nach hauptsächlich an zwei Faktoren:
    1.) Das Konzept "Daten" wird meist mit "elektronischen Daten" verwechselt, würde man es als "Sinneseindruck" interpretieren (wie dies z.B. Max Boisot in "Data, Information, Knowledge - Have we got it right" (http://www.rrojasdatabank.info/thermo/20388.pdf) tut), würde es eher funktionieren.

    2.) Mit der Fokussierung auf Daten, Datenströme, Informationsströme rückt die Dimension Wissen durch Introspektion/Retrospektion/Meditation/Nachdenken zu gewinnen in den Hintergrund. Prof. Nonaka beschreibt hierzu in dem Interview "Knowledge has to do with truth beauty and goodness" (http://tinyurl.com/ya3ye4b) z.B. seinen Sinneswandel vom "Infomation Processing" zur "Knowledge Creation".

    Auch wenn sich die Wissensdefinition "Wissen ist gerechtfertigte, wahre Meinung" im D-A-CH Wissensmanagement Glossar (http://tinyurl.com/dach-wissensmanagement-glossar) nicht durchsetzen konnte, halte ich nach wie vor an ihr fest. Diese Definition bewahrt uns davor, eindimensional auf Datenobjekte zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund sind Metadaten & Co. höchstens eines von vielen Mitteln zum Zweck.


    Grüße und ein schönes WoE
    Simon Dückert
  • Re^4: Wissensmanagement mit Microsoft SharePoint 2010 - so gehts 14 Nov 2009, 12:38 pm

    Vor diesem Hintergrund sind Metadaten & Co. höchstens eines von vielen Mitteln zum Zweck.
    Also doch, Metadaten & Co. haben was mit Wissensmanagement zu tun. Das wollte ich belegen und nichts anderes. Ohne Daten (und Informationen) kein Wissen.

    Inwiefern die Wissenshierarchie mißverstanden/-braucht wird (Stw. Daten AUCH als Sinneseindruck) oder inwiefern sie dazu geeignet ist, das Thema WM zu vermitteln (Stw. didaktische Reduktion, Zweckorientierung von Modellen) , steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn Wissen gerechtfertigte wahre Meinung ist, hat sie zumindest ihre Existenzberechtigung.

    Zu den von dir zum Thema genannten Referenzen, möchte ich noch zwei weitere interessante hinzufügen:

    Sammer, M.
    Vernetzung von Wissen in Organisationen. Gestaltung von Rahmenbedingungen.
    Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag (Techno-ökonomische Forschung und Praxis), 2000.
    Stw.: Zusatndsmodell des Wissens, Modell der Wissensinduktion
    Link: http://books.google.de/books?id=o5E8AgAACAAJ

    Firestone, J. M.; McElroy, M. W.
    Key Issues in the New Knowledge Management.
    Boston, MA u. a.: Butterworth-Heinemann (KMCI Press Series), 2003.
    Stw.: World 1-3 Knowledge, basierend auf Popper
    Link: http://books.google.de/books?id=volp4C27TZoC


    Grüsse aus der Europapark-Region, zwischen Schwarzwald und Vogesen
    Boris
    This article was modified on 14 Nov 2009 at 12:45 pm.

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