Köpenick ist der landschaftlich schönste und mit 12.776 ha (14,3 % der Fläche Berlins) auch der größte Stadtteil Berlins. Er liegt im Südosten und ist mit seinen 116.000 Einwohnern (ca. 3,3 % der Bevölkerung Berlins) statistisch am dünnsten besiedelt.
Erst im Jahre 1920 wurde beschlossen, daß die alte Stadt Köpenick, die noch älter als Berlin ist, der 16. Verwaltungsbezirk von Groß-Berlin wird.
Ortsteile: Köpenick, Wendenschloss, Friedrichshagen, Rahnsdorf mit Wilhelmshagen und Hessenwinkel, Müggelheim, Grünau, Schmöckwitz mit Karolinenhof und Rauchfangswerder, Oberschöneweide.
Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele:
Bei einem Bummel durch den Fischerkietz, der bereits 1355 zum ersten mal urkundlich erwähnt wurde, mit den sehr hübschen, teilweise bis zu 200 Jahre alten Häusern, fühlt man sich in jene vergangenen Zeiten zurückversetzt. Ähnlich malerisch ist die Altstadt mit ihren schmalen, kopfsteingepflasterten Gäßchen. Der historische Kern, eng und verwinkelt, wird seit Jahren restauriert.
Schon aus der Ferne grüßt das Schloß Köpenick mit Schloßkirche und -café. Der dreigeschossige Barockbau (1677-1682), auf der Schloßinsel gelegen, hatte mehrere Vorgänger. 1682/85 folgte eine von Johann Arnold Nering erbaute Schloßkirche (die auch heute noch von der 1684 gegründeten evangelisch-reformierten Schlosskirchengemeinde Köpenick genutzt wird) , mit eindrucksvollem Deckenstuck von Giovanni Caroveri. Im Inneren wurde es aufwendig mit Stuckarbeiten von Giovanni Caroveri und Deckenmalereien von Jaques Vaillant gestaltet. Einer der repräsentativsten Säle des Schlosses ist der Wappensaal. Das Schloß hat eine wechselvolle Geschichte.
So war es zeitweilig Traindepot für die preußische Armee, Staatsgefängnis, Lehrerseminar. Seit 1963 befindet sich das Kunstgewerbemuseum darin. Der englische Schloßpark ist auf drei Seiten von der Dahme umgeben.
In Sichtweite des Schlosses liegt auch das Rathaus, in dem sich einst der Hauptmann von Köpenick sein Husarenstückchen leistete - ein imposantes neugotisches Backsteingebäude mit einem 54 m hohen Turm, das auch im Innern prächtig ausgestattet ist.
Nur wenige europäische Großstädte verfügen über ein derartig ausgedehntes Wald- und Seengebiet innerhalb ihrer Stadtgrenzen wie Berlin.
Allein der Große Müggelsee, der größte See Berlins, hat eine Ausdehnung von 779 Hektar, ist 4,3 km lang; 2,6 km breit, und bis zu 8 m tief.
Von den Müggelbergen, 115 Meter über dem Meeresspiegel, Berlins höchster natürlicher Erhebung, grüßt der Müggelturm herüber, ein Bauwerk aus Beton, Stahl und Glas mit einem Aussichtsplateau unter seinem Dach, das sich 30 Meter in die Höhe reckt. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis nach Königs Wusterhausen und zu der alten Hussitenstadt Bernau hinüber.
Zu seinen Füßen liegt der sagenumwobene Teufelssee, leuchtet das Grün ausgedehnter Wälder, das zu den blinkenden Gewässern einen Kontrast bildet. Der Teufelssee ist ein aus der Eiszeit stammendes Hochmoor. Rund um den See führt ein Naturlehrpfad drei Kilometer über moorigen Untergrund.