Regionalforum für Krefeld

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  • Karin Fuest
    Karin Fuest
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    Kaufkraft in Krefeld fördern, Investoren neugierig machen
    An dieser Stelle möchte ich eine Diskussion anregen zum Thema: Kaufkraft in Krefeld, Investoren neugierig machen.

    Oberhausen hat das CENTRO...was haben die Krefelder?

    Wie locken die Krefelder Geschäftsleute Kunden nach Krefeld?

    Momentan schaut es eher düster aus in den Einkaufsstraßen. Zwar trifft man eine Vielzahl an Schaufensterbummlern und Menschen, die aus Langeweile die City besuchen, doch tragen diese Leute keine vollen Einkaufstaschen mit sich.

    In Mülheim gibt es das Rhein-Ruhr-Zentrum...gibt es in Krefeld nicht auch die Möglichkeit für ein überdachtes Einkaufscenter mit kostenlosen Parkhäusern?

    Als Seidenweberstadt würde sich auch der Bau eines Museums und Freizeitgeländes anbieten, was für Schulklassen und Touristen attraktiv sein könnte.

    Fehlende Geldmittel könnten durch Investoren ausgeglichen werden. Was macht Krefeld attraktiv?
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  • Karin Fuest
    Karin Fuest
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    Re^2: Kaufkraft in Krefeld fördern, Investoren neugierig machen
    Ja, genau diese Richtung würde ich auch anstreben wollen...bzw. die verantwortlichen Politiker mal zu einer konkreten Handlung animieren, bevor Krefeld den wirtschaftlichen Titanic-Kurs einschlägt.
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  • Karin Fuest
    Karin Fuest
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    Re^4: Kaufkraft in Krefeld fördern, Investoren neugierig machen
    Sicher gehen Wohnqualität und Kaufkraft Hand in Hand. Niemand wird woanders kaufen wollen, wenn es in seiner eigenen Stadt ausreichend attraktive Möglichkeiten gibt. Zum anderen wird niemand in einer Stadt wohnen wollen, in der es an Wohlfühlgegenden mangelt. Da beißt sich die Katze in den Schwanz...
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  • Karin Fuest
    Karin Fuest
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    Re^6: Kaufkraft in Krefeld fördern, Investoren neugierig machen
    1. Ich bin und war immer schon politisch interessiert und engagiert. Geht es den Bürgern wirtschaftlich gut, so geht es auch der Stadt gut. Es gibt Politiker, die ihre Tätigkeit von unten her konsolidieren, d.h. die Wert darauf legen, eine gute Basis zu schaffen. Hier müsste in die Kinder und Jugend investiert werden. Mehr Bildung, mehr Ausbildungsplätze, mehr Förderungen, gerade für Migranten. Eine durchdachte Familienpolitik tut not. Einfach bloß Gelder zur Verfügung zu stellen, genügt nicht, da höchstwahrscheinlich diese Familien die finanziellen Mittel zweckentfremden.

    2. Selbstverständlich hatte ich bei dem "Bau des Einkaufszentrums" auch an die Sternstraße gedacht. Nicht jeder Kunde liebt die Warenvielfalt. Es fallen also genug Brotkrumen unter den Tisch, WENN Krefeld dann endlich in den Köpfen der Menschen als attraktive Einkaufsstadt vorhanden ist. Fachgroßhändler könnten kleinere Läden unterstützen. Allen sollte bewusst sein, dass wir im selben Boot sitzen. Ein Gegeneinander bringt niemandem etwas.

    3. Hier in Krefeld habe ich noch nicht an einer öffentlichen Sitzung teilgenommen (ich bin seit Mitte 2009 Krefelderin und musste mich vorrangig erst einmal um mein eigenes Geschäft kümmern, um eine Lebensgrundlage zu schaffen). Allerdings nützen gute Worte nichts, solange keine Taten folgen. Ich sehe, dass die Politiker fleißig debattieren, nur sehe ich nicht, dass irgendwo ein Anfang gemacht wird. Im Gegenteil...überall stagniert es...große Kaufhausflächen stehen leer...die kleinen Geschäfte schließen...nach und nach gehen die Lichter aus in Krefeld. Mehr engagierte Bewegung wäre wünschenswert...sei es denn von den Bürgern und Geschäftsleuten selbst oder endlich einmal konkret von den Politikern. Ich lese auch hier bei Xing viel darüber, was "falsch" läuft und bemängelt wird...allein es fehlen lösungsorientiert Handelnde. Kritik ist gut! Veränderung ist besser. Das fängt beim Internetauftritt der Stadt Krefeld an und hört auf bei dem Beschluss Grünflächen in Parkscheinautomatenbuchten zu verwandeln. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die jemanden davon abhalten, nach Krefeld zu ziehen. Ich kenne jemanden, dem ist der Satz der Hundesteuer hier zu hoch. Das klingt im ersten Moment lächerlich. Wenn man sich dann aber die steigenden Zahlen der Hundebesitzer ansieht, könnte diese kleine Kleinigkeit so manche Option zu Fall bringen.

    Danke für die Information aus welchen Nachbarstädten der Kundenzulauf noch besteht. Auch hier wäre eine engere "Zusammenarbeit" vorstellbar durch städteübergreifende Aktionen.

    Wer nichts tut, kann nichts verändern.
  • David Gerloff
    David Gerloff
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    Re^7: Kaufkraft in Krefeld fördern, Investoren neugierig machen
    Ein Grund weshalb ich häufig woanders einkaufe, sind die schlechten Ladenöffnungszeiten. Morgens vor der Arbeit sind viele Läden noch geschlossen (selbst wenn nicht, wird man unfreundlich darauf hingewiesen daß man besser später wiederkommen soll), wenn man spät nach der Arbeit zurückkehrt, sind die Läden dann auch wieder zu. Kaum ein Laden schöpft die Ladenöffnungszeiten aus.

    Ein anderer Grund ist, daß die Läden abwandern. Seitdem ich hierhergezogen bin, ist ein Baumarkt verschwunden und ein Lebensmitteldiscounter aus meiner unmittelbaren Umgebung. Bevor ich mich durch die Stadt quäle (anders kann mans nicht ausdrücken, egal ob man mit Auto, Rad, ÖPNV oder zu Fuß unterwegs ist), bevorzuge ich dann Läden in anderen Städten, die gerade auf dem Weg liegen.
  • Karin Fuest
    Karin Fuest
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    Re^8: Kaufkraft in Krefeld fördern, Investoren neugierig machen
    Richtig, Ladenöffnungszeiten sind problematisch...als Ladenbesitzer müsste man theoretisch von morgens 6 Uhr (damit Angestellte, die ab 7 Uhr morgens arbeiten, Arzthelferinnen z.B., Krankenschwestern, einkaufen gehen könnten) bis abends 24 Uhr (Angestellte in Lebensmittelläden arbeiten teilweise bis 22 Uhr) geöffnet haben.

    Breite Ladenöffnungszeiten kosten viel Geld. Der Kunde findet diesen Service selbstverständlich. Wird dieser nicht geboten, kauft er woanders. Wir haben dieses Problem gelöst, indem wir Terminabsprachen außerhalb unserer regulären Öffnungszeiten anbieten. Es macht keinen Sinn ständig präsent zu sein, solange nur 1 oder 2 Kunden außerhalb der Geschäftszeiten einkaufen möchten.

    Richtig. Es verschwinden nicht nur kleinere Läden, auch Baumärkte und große Lebensmitteldiscounter, WEIL die Menschen eher auf dem Hin- oder Rückweg zur Arbeit einkaufen. Den Kunden interessiert es nicht, ob die Geschäfte in seinem Wohngebiet pleite gehen oder nicht. Der Kunde ist König. Von seinem Kaufverhalten hängt es ab, ob Läden Bestand haben oder nicht.

    Aufklärung täte Not. Bewusstmachen der Notwendigkeit, nicht immer bloß nach der eigenen Bequemlichkeit zu handeln, sondern sich der Konsequenzen klar sein. Was geschieht, wenn ich lieber im Geschäft X kaufe, als in meinem Wohngebiet? Wir müssen alle irgendwie leben. Wenn jedes 2. Geschäft den Pleitegeier kreisen sieht und in die Insolvenz rutscht, haben wir bald größere Sorgen als bloß "Wo kaufe ich nach Feierabend schnell noch ein?". Arbeitsplätze gehen verloren; die Zukunft unserer Kinder steht auf dem Spiel. Wir erhöhen die Hartz-IV-Quote, indem wir unachtsam handeln.

    Natürlich ist es preiswerter abends zu Hause den Erbseneintopf warm zu machen. Doch wird das griechische Restaurant es nicht lange durchhalten, wenn alle so denken. Eine Hand wäscht die andere. Wer nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, schadet sich letztendlich selbst. Die Angebote rund um ihn herum verringern sich. Bald wird es nur noch wenige große Läden geben, die den Preis der Ware dominieren. Konkurrenz ist immer gut, für die Qualität der Ware, aber auch für ihren Preis. Marktbestimmende Unternehmen sind nie gut für den Endverbraucher. Monopole tragen den Ruin in sich.

    Wir können wach durchs Leben gehen und die Augen offen halten oder wir schalten auf Autopilot und suchen nur noch nach unserem kurzfristigen Gewinn. Billig ist oft zum Ärgern und gar nicht wirklich klug. Geiz ist schon lange nicht mehr geil.

    Wir brauchen Kunden, die Verständnis für den harten Überlebenskampf der Unternehmer haben.
    Wir brauchen aber auch Unternehmen, die sich nach wie vor um das Wohl ihrer Kunden kümmern.
    Vor allem aber brauchen wir Politiker, die für Ausgewogenheit und Unterstützung sorgen.

    Niemand ist eine Insel. Wir sitzen alle im selben Boot. Wir bestimmen selbst, wohin die Reise geht. Bin ich bereit für die erwünschte Leistung mehr Geld bezahlen oder drücke ich durch harte Verhandlungen den Preis? Leben und Leben lassen...wäre schön...
    This post was modified on 11 Nov 2010 at 06:26 pm.