Der Spezialmaschinenbauer LPKF ist sehr gut in das Geschäftsjahr 2013 gestartet. Der Konzern, der heute seinen ersten Quartals-finanzbericht 2013 veröffentlichte, konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als 60 Prozent auf 33 Mio. EUR steigern.
Die positive Umsatzentwicklung spiegelte sich auch auf der Ergebnisebene wider: Mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 7 Mio. EUR hat das Unternehmen gegenüber dem ersten Quartal 2012 eine Steigerung von 200 Prozent erzielt. Die EBIT-Marge lag bei 20 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent).
Ein wesentlicher Grund für die positive EBIT-Entwicklung war das starke Geschäft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS). Die Technologie kommt bislang vorwiegend bei der Herstellung von Antennen für Smartphones, Laptops und Tablet-PCs zum Einsatz. In den letzten Monaten wurden vermehrt Systeme von asiatischen Kunden geordert.
Einen Rückschlag musste das Unternehmen im Rechtsstreit um die Wahrung des LDS-Patents in China hinnehmen. Das chinesische Patentamt hatte das LDS-Patent im Mai 2012 für ungültig erklärt. Dieses Urteil wurde jetzt von einem chinesischen Berufungsgericht bestätigt. LPKF hält das Urteil in der Sache für nicht richtig und prüft weitere Rechtsmittel, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erwirken. Durch den Verlust des Patents in China wären die Produktion und der Vertrieb von gefälschten LDS-Bauteilen innerhalb Chinas legal. Der weitaus überwiegende Teil der in China produzierten LDS-Bauteile wird aber in Länder exportiert, in denen der LDS-Patentschutz von LPKF ohne Beeinträchtigung fortbesteht. Damit können auch weiterhin nur original LDS-Bauteile außerhalb Chinas legal exportiert werden. LPKF wird die Einhaltung des LDS-Patents außerhalb Chinas auch in Zukunft durchsetzen und Verstöße verfolgen.
Neben LDS trugen auch die anderen Geschäftsbereiche zu der positiven Geschäftsentwicklung bei. Insgesamt sind alle drei Segmente mit Umsatzwachstumsraten von mehr als 20 Prozent in das neue Jahr gestartet. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern stieg in den ersten drei Monaten von 690 auf 706 Personen.
Die Lasertechnologie erobert immer größere Bereiche der Produktion von besonders kleinen und sensiblen Bauteilen. Auch im Bereich des Fügens von Kunststoffen werden Maschinen von LPKF (Welding Equipment) verstärkt eingesetzt. Der in Erlangen angesiedelte Produktbereich wächst bereits seit Jahren stark und hat 2012 die Profitabilität weiter verbessert. Gebremst wurde das Umsatzwachstum allein durch Kapazitätsengpässe am Standort, die im laufenden Geschäftsjahr durch den Umzug in größere Produktions- und Bürogebäude beseitigt werden sollen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 14 Mio. EUR.
Der starke Umsatz im ersten Quartal 2013 beruhte zum Teil auch auf dem Großauftrag aus der Solarindustrie, der bis Mitte 2014 planmäßig abgearbeitet sein wird. Aufgrund der anhaltenden Schwäche des Solarmarkts stellt sich LPKF im laufenden Geschäftsjahr auf einen Umsatzrückgang im Produktbereich Solar Equipment ein und erwartet deshalb für das Jahr 2013 eine vorübergehende Verlangsamung der Umsatzentwicklung im Konzern. Hinzu kommt eine schwer vorhersehbare Geschäftsentwicklung in den anderen Produktbereichen mit Ausnahme des Welding Equipment.
Insgesamt bestätigt der Vorstand seine im November 2012 gegebene Prognose und erwartet für den LPKF-Konzern bei einer stabilen Entwicklung der Weltkonjunktur einen Umsatz von 115 - 120 Mio. EUR für 2013. Geplant ist ein Umsatzwachstum in allen Segmenten außerhalb des Solargeschäfts. Die EBIT-Marge sollte 2013 zwischen 15 und 16% liegen. Für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 rechnet der Vorstand in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 10% pro Jahr und einem leichten Anstieg der EBIT-Marge.
http://www.lpkf.de
Kunststoff Schweiz
Der Zweck der Gruppe ist den Migliedern die Möglichkeit zu geben Ihr Netzwerk zu pflegen und auszubauen. Zugleich soll die Gruppe dazu dienen den Wissens-, Erfahrungs- und Ideenaustausch zu fördern.
Wichtige Adressen der Schweizer Kunststoffbranche:
Kunststoff-Schweiz
Kunststoff-Schweiz ist das Internet-Portal der Schweizer Kunststoff-Industrie
Messe Swiss Plastics
Die Messe Swiss Plastics ist alle 2 Jahre der wichtigste Termin und Treffpunkt der Schweizer Kunststoffbranche. Die nächste Messe findet im Januar 2012 statt.
Kunststoff Verband Schweiz
Der Kunststoff Verband Schweiz, kurz KVS genannt, ist Sprecher der schweizerischen Kunststoff Industrie und vertritt die Kunststoffbranche, insbesondere seine Fachgruppen und Mitglieder gegenüber Behörden, Medien, Öffentlichkeit und Wirtschaftsverbänden.
Updates
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17 May 2013
LPKF: Startet kraftvoll in das Jahr 2013
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16 May 2013
KATZ: Pioniere der Kunststoff-Ausbildung feiern 20-jähriges Bestehen
Im Kunststoff Ausbildungs- und Technologie-Zentrum wird Theorie mit Praxis verbunden. Es ist ein Vorzeigemodell für die Kooperation von Fachhochschule, Unternehmen und Verbänden.
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Das Kunststoff Ausbildungs- und Technologiezentrum (KATZ) in Aarau ist «eine Perle in der aargauischen und schweizerischen Bildungslandschaft», hält Ständerätin Christine Egerszegi in ihrem Referat zum 20-jährigen Jubiläum des Zentrums fest.
Seit seiner Gründung setzt sich das KATZ für die Verknüpfung von Theorie, Praxis und Forschung, sowie die Kooperation von Fachhochschule, Verbänden und Unternehmen in der Kunststoffbranche ein.
«Gut ausgebildete junge Menschen sind die wichtigste Ressource unseres Landes», sagte Egerszegi. «Pioniergeist prägt hier im ehemaligen Kern-Areal die Bildung und Bildung wird angeboten für Pioniergeister.»
Unterstützung durch den Kanton
Das Vorzeigemodell «KATZ» ins Leben gerufen hat «Kunststoffpapst» Wolfgang Kaiser. Im Podiumsgespräch am Festakt zum Jubiläum sagte Kaiser: «Seit der Eröffnung des KATZ sind wir mit unseren Nachbarländern wieder auf Augenhöhe, was die Ausbildung in der Kunststoffindustrie betrifft.» Ohne die Hilfe vom Kanton Aargau wäre dies nie möglich gewesen.
Wie wichtig die Unterstützung durch Kanton und Industrie für das KATZ ist, weiss auch Jürg De Pietro, Geschäftsführer und Dozent für Kunststofftechnik an der Fachhochschule Nordwestschweiz.
«Nach Aufbau und Etablierung sind wir jetzt in einer Konsolidierungs- und Wachstumsphase», sagt er. Ohne die Unterstützung von aussen gäbe es das Zentrum nicht. Genau da setzt das KATZ nämlich an: Die Industrie braucht gut ausgebildete Fachkräfte, welche das KATZ wiederum unterstützen.
Engagement der Industrie
Das KATZ leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung des hohen technischen Standards in der Kunststoffindustrie. «Damit es weiterhin Pionierarbeit leisten kann, sind wir auf das Engagement der Mitglieder und der Industrie angewiesen», betont Kaiser.
Quelle: Aargauer Zeitung
http://www.katz.ch
http://www.aargauerzeitung.ch -
15 May 2013
Wittmann Battenfeld: Umsatzplus von 10 Prozent
Für das Jahr 2012 meldet die Wittmann Gruppe einen Umsatz von 275 Mio. Euro, was gegenüber 2011 eine Steigerung um 10% bedeutet. Die Zahl der Beschäftigten wuchs im selben Zeitraum weltweit um 50 Mitarbeiter auf 1.750.
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Für das erste Quartal 2013 berichtete Georg Tinschert, Geschäftsführer der Wittmann Battenfeld GmbH, anlässlich der kürzlich veranstalteten Kompetenztage des Unternehmens von einem guten Start und einem Umsatz auf gleichem Niveau wie in den ersten drei Monaten des Vorjahres.
Gruppenumsatz konnte über alle Branchen und Regionen insgesamt zulegen
Die konjunkturelle Abkühlung ist in manchen Regionen auch an Wittmann nicht spurlos vorbei gegangen. In Europa (Gesamtanteil 57%) konnte die Schwäche in Westeuropa aber durch eine lebhafte Nachfrage aus Osteuropa teilweise ausgeglichen werden. Und während sich die Geschäfte auch in Asien (14%) verhalten entwickelten, zog in Amerika (28%), insbesondere in Nordamerika mit Mexiko, mit der Konjunktur auch der Absatz von Maschinen der Wittmann Gruppe wieder an. Somit konnte die Gruppe durch die verstärkte globale Aufstellung die Rückgänge in einigen Teilen der Welt insgesamt überkompensieren.
Die wichtigsten Abnehmerbranchen, für welche die Maschinen von Wittmann produzieren, sind die Automobilindustrie mit einem Anteil von 35% und die E&E-Branche mit 21%. Berücksichtigt man, dass ein großer Teil dieser Elektro- bzw. Elektronikbaugruppen wiederum im Auto zum Einsatz kommen, so entfallen über 50% des Gruppenumsatzes auf den Automotivebereich. Weitere wichtige Absatzmärkte sind Verpackung (13%), Konsumwaren und Weiße Ware (12%), Medizintechnik (10%) sowie Sport- und Freizeitartikel inklusive Spielzeug (9%); letzterer Bereich habe in den letzten Jahren besonders stark zugelegt, berichtete Michael Wittmann, Geschäftsführer der Gruppe.
Zuversichtlich für 2013 und für die K Messe
Für das laufende Jahr äußerten sich Tinschert und Wittmann vorsichtig optimistisch. Nach einem Auftragseingang im ersten Quartal auf Vorjahresniveau erwartet man für die Gruppe im Gesamtjahr 2013 ein leichtes Wachstum auf 280 bis 290 Mio. Euro. Dass man in Kottingbrunn und Wien mit weniger Wachstum als in den Vorjahren rechnet, liegt an der weiteren konjunkturellen Abschwächung in weiten Teilen Europas. Dass überhaupt noch von einer Steigerung ausgegangen wird, liegt zum einen an einem hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr, den man in 2013 noch abarbeite, zum anderen setzt man auf Wachstumsimpulse aus dem Großmaschinengeschäft, für dessen weiteren Ausbau man mit dem Bau der neuen Montagehalle in Kottingbrunn gerade die Voraussetzungen geschaffen hat (siehe auch plasticker-News vom 10.05.2013).
Ausbau der Großmaschinen Serie MacroPower
Vor zweieinhalb Jahren markierte die Vorstellung der ersten MacroPower-Maschinen mit bis zu 1.000 Tonnen Schließkraft bei der K 2010 den Wiedereinstieg in das Geschäft mit Großmaschinen. Seither wurde die MacroPower Serie nach unten und oben erweitert, aktuell bietet Wittmann Battenfeld die Maschinen dieser Serie von 400 Tonnen bis 1.600 Tonnen Schließkraft an. Letztere Großmaschine sei fertig entwickelt und soll erstmals bei der K 2013 gezeigt werden. Bei den Kompetenztagen Ende April wurde die neue MacroPower E Hybrid vorgestellt, bei der eine servohydraulische Schließeinheit mit einem vollelektrischen Hochleistungs-Spritzaggregat kombiniert wurde. Insgesamt habe man seit 2010 bereits knapp 150 Maschinen der MacroPower Serie gebaut.
Auch für die anderen Maschinenserien, z.B. die vollelektrische EcoPower und die MicroPower für Klein- und Kleinstteile, gebe es rege Nachfrage. Insbesondere bei Mehrkomponentenmaschinen sei man zuletzt recht erfolgreich gewesen und wolle in diesem Segment weiter wachsen, so das Unternehmen. Insgesamt sieht man in diesem Teilmarkt in Europa ein Potenzial von rund 700 Maschinen pro Jahr.
Rückblick auf 5 Jahre Wittmann Battenfeld
Anlässlich der Pressekonferenz während der Kompetenztage erinnerten Tinschert und Wittmann gut gelaunt an das erste gemeinsame Pressegespräch am selben Ort vor fast genau fünf Jahren. Damals, kurz nach der Übernahme der insolventen Battenfeld-Gesellschaften durch die Wittmann Kunststoffgeräte, hatten beide Firmen zusammengenommen erst rund 1.500 Mitarbeiter sowie rund 230 Mio. Jahresumsatz. In der Branche gab es eine gewisse Unsicherheit, ob das neue Unternehmen und die vielen seinerzeit präsentierten Vorhaben gelingen würden. Die aktuellen Mitarbeiter- und Umsatzzahlen (s.o.) zeigen, dass dies offenbar der Fall war und ist. Beide Geschäftsführer äußerten sich sehr zufrieden darüber, dass die damaligen Projekte wie geplant umgesetzt wurden und die Integration der beiden Unternehmen zügig und erfolgreich erreicht wurde. Das dies auch auf Mitarbeiterebene längst gelebte Realität ist, zeigte eine interne Veranstaltung nach den Kompetenztagen: Zum Wittmann Battenfeld Familientag im selben Festzelt in Kottingbrunn kamen auch viele Busse mit Kollegen und deren Angehörigen aus Wien und Ungarn.
http://www.wittmann-group.com
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Kunststoff-Schweiz - News-Corner
- 17.05.2013, LPKF: Startet kraftvoll in das Jahr 2013
- 16.05.2013, KATZ: Pioniere der Kunststoff-Ausbildung feiern 20-jähriges Bestehen
- 15.05.2013, Wittmann Battenfeld: Umsatzplus von 10 Prozent
- 14.05.2013, VELOX: Ist neuer Partner der Firma Völpker für Montanwachse in Europa
- 13.05.2013, Greiner: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2012
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