KVM - Keyboard-Video-Mouse
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Jörg Poschen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Gibt's nichts Neues mehr im Sektor KVM?
Sehr geehrte Foristi,
sicherlich ist Ihnen genau wie mir aufgefallen, dass es außergewöhnlich ruhig zugeht in diesem Forum. Deshalb möchte ich gerne einmal - und unmissverständlich provokativ - die Frage aufwerfen: Gibt's nichts Neues mehr im Sektor KVM?
Jetzt freue ich mich sehr auf Ihre energischen Widersprüche, die gleichzeitig als Belege für die Wiederbelebung dieses Forums stehen können.
Mit besten Grüßen
Jörg Poschen
- 26 Jul 2007, 12:32 pm
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Klaus Raab Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Gibt's nichts Neues mehr im Sektor KVM?
ein großen Push wird aus meiner sicht in der nahen Zukunft noch von den Server Hersteller kommen die aus Preisverfallgründen das Thema KVM als Mehrwert für höhere Preise platzieren müssen.
Als Umsatzgefahr sehe ich den Trend zum Blade auch wenn dieser nicht so schnell kommen wird wie es paar Manager hoffen.
Ingesamt wird aber aus Rationalisierung und höhere Anforderungen Richtung Datenschutzräume das Thema IP over KVM der Branche die nächste Jahre beleben und Wachsen lassen.
- 21 Jan 2008, 8:01 pm
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Jörg Poschen Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re^2: Gibt's nichts Neues mehr im Sektor KVM?
Sehr geehrter Herr Raab, sehr geehrte Gruppenteilnehmer,
zunächst danke ich herzlich für das durch Ihren Beitrag wieder aufgeflackerte Lebenslicht im KVM-Forum -:) Aber nun zurück zum Fachlichen:
Ich teile Ihre Ansicht, Herr Raab, dass die großen Serverhersteller KVM-OEM-Produkte auch weiterhin als Standard in ihre Racks zur Bildung einer besseren Marge integrieren werden. Den von dieser Seite aus gegebenen Input in punkto Leistungsfeatures und -ausstattung werden die KVM-Hersteller sehr ernst nehmen und auch in die Entwicklung für künftige OEM-Produkte und vielleicht auch für den Branded-Sektor einfließen lassen.
Hinsichtlich der Blades sehe ich eher eine Thematik, aber keine Problematik: Selbst wenn diese über eine höhere Leistungsdichte verfügen als konventionelle Server und daher in nicht mehr so hohen Stückzahlen benötigt werden, muss es nicht zwangsläufig zu einem Einbruch beim Umsatz mit KVM-Lösungen kommen. Die alte Formel: Der Umsatz mit KVM-Lösungen steigt oder sinkt mit der Zahl der vorhandenen Server stimmt so nicht mehr. Schließlich integrieren moderne KVM-Lösungen auch weiteres IT-Equipment wie serielle Geräte, Stromleisten und Serviceprozessoren (ILO (HP), ALOM (SUN), RSA (IBM), IPMI etc.) in nur ein Management-System. Daher steigt wieder die Zahl der benötigten KVM-Management-Appliances und auch die der Software-Lizenzen für das Management dieser Appliances, da man hier die Tür für KVM zum Einsatz in ganz anderen IT-Divisionen weit aufgestoßen hat. Daher sprechen die großen Hersteller ja auch nicht mehr von KVM-, sondern von Infrastruktur-Management-Lösungen.
Und seit neuestem können selbst virtuelle Server in ein KVM-System miteingebunden werden. Hier hätte ich die Sorge um den KVM-Umsatz noch am ehesten verstehen können, da durch Virtualisierung das Anwachsen der Zahl der tatsächlich physisch vorhandenen und eingesetzten Server stark vermindert wird. So aber wird KVM zur konsolidierten Verwaltung von virtuellen Servern eingesetzt, was wieder ganz neue Marktpotenziale schafft.
Bei Ihrem letzten Punkt bin ich wieder ganz bei Ihnen; ich denke ebenfalls, dass sich das Wachstum für KVM over IP aus dem Bestreben der Unternehmen heraus ergeben wird, ihre IT weiter zu konsolidieren und zu sichern. Zudem werden IT-Marktbeherrschende Themen wie Virtualisierung, Energieeffizienz, Green IT und Konsolidierung ein hohes Schleppvolumen für den Verkauf von KVM- oder eben Infrastruktur-Management-Lösungen bieten. Wenn die KVM-Hersteller es verstehen, sich in diesen Bereichen technologisch glaubwürdig und mit zu bezifferndem Vorteil für den Anwender zu positionieren.
Abschließend möchte ich noch eine generelle Einschätzung zur Entwicklung der KVM-Technologie geben: Schon seit längerem ist die Intelligenz von Enterprise-KVM-Systemen in der sie betreibenden Software angesiedelt, während die KVM-Hardware selbst immer mehr den Status von bloßen Schnittstellen und Signalmodulatoren einnimmt. Viele Hersteller betreiben schon jetzt ein ausgefeiltes Lizenz-Modell für ihre Management-Software und bieten fast schon modular zu wählende Bausteine mit erweiterten Service-Levels an. Mit dieser Entwicklung werden KVM-Fachhändler Schritt halten müssen, indem sie sich ständig weiter über Zertifizierungstrainings fortbilden und sich als Lösungsanbieter positionieren – gesetzt den Fall, sie wollen sich auch weiterhin im KVM-Markt behaupten. Reine Box-Mover werden hier keine Chance mehr haben.
Für mich geht der künftige KVM-Trend in letzter Konsequenz eindeutig hin zum: Software-Lizenz-Vertrieb mit entsprechenden Modulen und Services, bei dem die KVM-Hardware als Anhängsel, aber nicht als eigentlicher Umsatzbringer mitverkauft wird. Das Spektrum der mit diesen Lösungen managebaren Geräte wird sich außer über die klassische Rechenzentrums-IT ebenfalls über die Felder der Computer Desktops und Rechner in Industrial-Ungebungen erstrecken. Entsprechend werden sich VADs, Fachhändler und Systemintegratoren aufstellen müssen, wenn sie weiter an diesem enorm wachsenden Markt partizipieren wollen.
Aber wie schätzen Sie die Entwicklung des KVM-Marktes und der KVM-Technologie ein, sehr geehrte Gruppenteilnehmer?
Bin gespannt und verbleibe mit besten Grüßen
Jörg Poschen
This post was modified on 23 Jan 2008 at 05:52 pm.- 23 Jan 2008, 11:56 am
