Location Based Services - Wirtschaftlichkeit und Sicherheit (M-Commerce & Wirtschaftsinformatik)

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  • Fabian Angerer
    Fabian Angerer
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    Das Web 3.0 wird wohl auch das Geo-Web der nächsten Generation prägen. Zeitliche, semantische und räumliche Filter werden dem Nutzer ein auf ihn persönlich zugeschnittenes Angebot präsentieren. Semantische, ortsbasierte Dienste werden dabei die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt immer mehr verschwinden lassen.

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    Das Web 2.0 boomt – Communityportale, Tag-Clouds und Mash-Up´s prägen das neue Internet. User sind dank vielfältiger Interaktionsmöglichkeiten zugleich Produzenten und Konsumenten.

    Das Web 2.0 lässt jedoch auch einen geographischen Trend erkennen. Durch die Kombination von abstrakter und geografischer Informationen spricht man auch vom „Geo-Web“. Earth-Viewer wie Google Earth und Microsoft Virtual Earth erfreuen sich großer Beliebtheit. „Google-Maps“- Mash-Up`s sind mittlerweile auf fast jeder Firmenhomepage zu finden und Geo-Tagging, das geographische Verorten von Daten, Fotos oder Filmen, ist ein neues Schlagwort der Web 2.0-Bewegung. Auch mobile, ortsbasierte Dienste (LBS), die dem Nutzer ad-hoc Informationen bereitstellen, sind ein weiterer geographischer Trend im neuen Internet.

    Insbesondere die aktive Beteiligung der User im Mitmach-Web offenbart jedoch Probleme. Gespeicherte Daten und Dokumente im Web 2.0 wachsen durch „user-generated-content“ ins Unermessliche. Zielorientiertes Suchen wird durch die Menge und Vielfalt an Information erschwert.
    Die Problematik liegt also nicht mehr in der Verfügbarkeit von Informationen, sondern in der Filterung und der damit verbundenen Trennung von User-„relevanter" und -"nicht relevanter" Information.

    Mit Hilfe von Tags und Geo-Tagging können Informationen zwar bereits heute inhaltlich und räumlich zugeordnet werden, Schwierigkeiten ergeben sich jedoch wegen mangelnder einheitlicher Begriffszuordnung.
    Strukturierte Ansätze zu der angesprochenen Problematik liefert aber das so genannte „Semantic Web“. Dieses semantische Internet soll mit Hilfe von Metadaten die Bedeutung (Semantik) der Inhalte beschreiben und über eine Art künstliche Intelligenz verfügen, die menschlichem Denken ähnlich ist. Kontextadaptive Webanwendungen werden "intelligent" auf die jeweilige Situation reagieren, Informationen ordnen und interpretieren, um Sie gezielt dem jeweiligen User in seiner aktuellen Situation bereitstellen zu können.

    Das Web 3.0, ein sich ergänzendes Konglomerat aus den Elementen des Web 2.0 und dem Semantic Web, wird wohl erste Ansätze eines intelligenten Internets aufweisen. User-generated-content wird künftig strukturiert geordnet. Informationen werden dem Internet-User mit komplexen Filterungs- und Personalisierungstechniken individuell zur Verfügung gestellt.

    Das Internet wird mittels Requestsystemen, die der Erfassung von User-Nachfragen dienen, von einem Informations- zu einem individuellen Wissensmedium. Das subjektive Informationsbedürfnis der Nutzer führt im Web 3.0 zum Wandel von einem Angebots- zum Nachfragermarkt – aus E-Business wird (M)E-Business, so der Internetforscher Andreas Weigend.

    Komplexe Algorithmen für zeitliche, semantische und räumliche Filter werden im Web 3.0 den geographischen Trend weiter verstärken. Auch location based services trennen zukünftig intelligent „wichtige“ und „unwichtige“ Informationen von einander. Der User wird also in Zukunft sowohl von zu Hause als auch mobil auf ein individuell zugeschnittenes Angebot zugreifen können, das nur die persönlichen raum-, zeit- und inhaltsrelevanten Informationen anzeigt.
    Vor allem semantische, ortsbasierte Dienste werden dabei die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt immer mehr verschwinden lassen.

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    den Artikel finden Sie auch unter:
    http://www.i-locate.de
    This post was modified on 07 Aug 2007 at 01:24 pm.