Lehramtsanwärter und Lehrer - Ratgeber Versicherungen

Lehramtsanwärter und Lehrer - Ratgeber Versicherungen

Angesprochen sind in dieser Gruppe insbesondere

1. Lehramtsanwärter (LAA) mit bestandenem 1. Staatsexamen und
2. Lehrer mit bestandenem 2. Staatsexamen,

die sich die zeitraubende Suche nach den individuell optimalen Versicherungen verkürzen möchten (Preis-Leistung).

Mit dem 1. Staatsexamen verlassen die LAA die Universität und bewerben sich für ein Referendariat an einer Schule. Zum Beginn des Referendariats muss der LAA einige berufsspezifische Versicherungen abschließen, die ihn vor existenzbedrohenden Risiken schützen. So z.B.
- eine private Krankenversicherung,
- eine Privathaftpflichtversicherung verbunden mit einer Diensthaftpflicht und ggf. einer Schlüsselhaftpflicht,
- eine Dienstunfähigkeitsversicherung
- etc.

In der Regel werden die LAA von den Fachschaften des Lehrstuhls darauf hingewiesen, dass solche Absicherungen zum Berufsstart erfolgen müssen/sollten. Mit dem Wissen, etwas tun zu müssen, werden die LAA entlassen.

Im Berufsalltag erlebe ich es immer wieder, dass bei den LAA jedoch eine große Verunsicherung darüber herrscht , WELCHE Versicherungsunternehmen überhaupt das Risiko eines (auf Widerruf) verbeamteten LAA geeignet absichern. WO soll man anfangen, zu suchen?

Plan A: Die LAA gehen i.d.R. zunächst einmal zu der Versicherung, wo auch ihre Eltern auch versichert sind. Ggf. kennt man den Vertreter schon vom Sehen - somit hat er schon einmal einen Vertrauensvorsprung. Zu recht warnen nicht nur Verbraucherschützer davor, dass man nicht sofort ungeprüft irgendwelche Verträge unterschreiben soll - also wird zeitgleich bzw. anschließend nach
Plan B verfahren: Freunde, Bekannte, etc., werden befragt, Wo und WIE sie sich abgesichert haben. 10 Anfragen ergeben i.d.R. 10 Lösungen. Im besten Fall kennt man bereits einen Lehrer - und der muss es ja wohl wissen... Hmm - und wenn man mehrere Lehrer kennt? Dann nimmt man einfach die Versicherung, die die Mehrheit hat.
Plan C: Die Recherche im Internet (alternativ oder zusätzlich zu den anderen Vorgehensweisen). Hier sucht man auf dubiosen Gratis-Seiten nach Erleuchtung. Übrigens: Eine große Anzahl dieser "unabhängigen" Seiten werden von Unternehmen gesponsort ... warum wohl?
Plan D: Die Zeitschrift "Finanztest" hat vor Monaten ... dies und das ... getestet. Also: Heft bestellen - lesen - um am Ende vielleicht doch enttäuscht zu sein. Der Test betrifft zwar schon Beamte aber eben nicht Beamtenanwärter. Kann man das 1:1 umsetzen?
Plan E: ... (vielleicht Ihrer?)

Leider selten suchen die LAA den Rat eines UNABHÄNGIGEN Experten. In den meisten europäischen Ländern ist das anders. In England hat z.B. nahezu jeder Haushalt "seinen" Versicherungsmakler.

Es ist nun mal erwiesen, dass ein Versicherer, der eine preis-leistungsstarke Haftpflichtversicherung anbietet NICHT unbedingt gleichzeitig auch eine preis-leistungsstarke Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung im Sortiment hat und dazu ein rentables Anlageprodukt für die Altersvorsorge und ebenfalls eine preis-leistungsoptimierte private Krankenversicherung und noch eine günstige KFZ-Versicherung und auch noch eine günstige Hausratversicherung und und und ...

Klingt logisch - und trotzdem lassen viele Bürger Ihre Finanzen und Versicherungen von NUR EINEM Versicherer verwalten.

Wieso pickt man sich aus dem Markt eigentlich nicht aus jedem Bereich den optimalen Anbieter heraus? Leisten können das grundsätzlich die Versicherungmakler, die per Maklervertrag dem Kunden verpflichtet sind, gute Lösungen zu finden. Generell und gerade in den Zeiten hoher Energiepreise sollte man seine begrenzten finanziellen Ressourcen ökonomisch einsetzen.

Nicht nur LAA suchen preis-leistungs-optimierte Angebote für ihren Bedarf. Die vorherrschende Markt-intransparenz und damit der Abschluss ungeeigneter Versicherungen kann für jeden Einzelnen jedoch schwerwiegende Folgen haben. Im Schadensfall und/oder für das Portemonnaie:

Im Schadensfall und somit letztlich auch für das Portemonnaie:
So ist z.B. eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) OHNE Dienstunfähigkeitsklausel für den LAA/Lehrer i.d.R. sinnlos, weil der Versicherer sehr gute Möglichkeiten hat, im Schadensfall nicht zahlen zu müssen. Verschärfend kommt hinzu, dass nur noch eine Hand voll Versicherer eine Dienstunfähigkeitsklausel in ihren Versicherungsbedingungen überhaupt anbieten.
Die falsche Auswahl eines privaten Krankenversicherers kann für den Versicherten sehr teuer werden, z.B. wenn die Kosten für Zahnersatz nur erstattet werden, wenn diese durch einen Unfall hervorgerufen wurden.

Für das Portemonnaie:
Weil das Einkommen eines LAA mit rd. 1000 Euro/Monat beschränkt ist, spielt auch der Preis einer Versicherung eine große Rolle. So kann der LAA für eine Privathaftplicht inkl. Diensthaftpflicht inkl. Schlüsselhaftpflicht knapp 50 Euro pro Jahr ausgeben - aber, für identische Leistungen, auch weit über 150 Euro. Für die gleichen guten Leistungen einer privaten Krankenversicherung kann der männliche LAA (alters- und geschlechtsabhängig) z.B. 50 Euro aber auch 200 Euro im Monat ausgeben.

Für die meisten Vertreter einer Versicherung sind die Beamten aber auch ein "rotes Tuch", da die Berater für die korrekte Beratung eines Beamten über ein besonderes Wissen verfügen müssen (ich sage nur "Beihilfe"). Oder einfach ausgedrückt: es ist kompliziert.


DAS REFERENDARIAT WURDE ERFOLGREICH BEENDET.

Mit dem bestandenen 2. Staatsexamen endet das Referendariat und der jetzt fertige Lehrer sucht sich (und findet im besten Fall) eine Antstellung zur Verbeamtung (Beamter auf Probe).

Auch jetzt sind vom jetzt fertigen Lehrer wieder beratungsintensive Schritte zu unternehmen, die ich exemplarisch am Fall der privaten Krankenversicherung einmal näher erläutern möchte. Fakt ist: Die preisgünstigten Beamtenanwärtertarife in der privaten Krankenversicherung enden in jedem Fall.

Möglichkeit 1:
Nach dem 1. Staatsexamen wird der fertige Lehrer Beamter auf Probe. Er muss vom Beamtenanwärtertarif in den (teureren) Beamtentarif wechseln.
Was viele nicht wissen: Die Lehrer können den privaten Krankenversicherer - wie vor dem Referendariat - wieder frei wählen!!! Das viele das aus Bequemlichkeit nicht machen, nutzen die Versicherer gerne aus. Häufig locken sie für das Referendariat die LAA mit günstigen Anwärtertarifen. In dem Wissen, dass sie sich bei Umstellung auf den Beamtentarif sowieso nicht wechseln werden, erhalten die Lehrer dann die Quittung: in vielen Fällen sind die Beamtentarife dann vergleichsweise teuer und evtl auch leistungsschwach.
Die Auswahl einer privaten Krankenversicherung muss mit besonderer Sorgfalt erfolgen, da der Beamte die jetzt abgeschlossene Krankenversicherung i.d.R. nicht mehr wechselt. Die Qualität der Leistungen (worauf lege ich wert?) und die Qualität des Versicherers müssen in der Beratung unbedingt beachtet werden.

Möglichkeit 2:
In vielen Fällen ist eine Verbeamtung aber noch nicht möglich und sie werden Angestellte im öffentlichen Dienst. Eine private Krankenversicherung ist dann nicht mehr möglich und die Lehrer müssen zurück in die gesetzliche Krankenversicherung. Wird keine Anstellung zur Verbeamtung gefunden, sind bzgl. der privaten Krankenversicherung andere Schritte einzuleiten (Anwartschaft).

Möglichkeit 3:
Arbeitslosigkeit. In der Regel beendet der LAA sein Referendariat mit dem 2. Staatsexamen zum 01. Februar. Dumm nur, dass viele Schulen zu diesem Zeitpunkt gar keinen Bedarf an frischen Lehrern haben, sondern erst wieder nach den Sommerferien des gleichen Jahres. Was passiert also mit der prviaten Krankenversicherung? Kann der LAA aufgrund der Arbeitslosigkeit in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln? NEIN, kann er grundsätzlich nicht! Wie sieht jetzt die Strategie aus?

FAZIT:
Fragen über Fragen. Richtige und zuverlässige Antworten finden? Nahezu aussichtslos! Resultat: Finanzstress!

Was liegt Ihnen auf dem Herzen? Welche Fragen haben Sie? Als Moderator und unabhängiger Versicherungsmakler (IHK-Registereintrag-Nr.: D-XTGG-JKHQX-24 unter http://www.vermittlerregister.info) möchte ich Sie dazu einladen, Ihren Beitrag zu senden und mit uns zu diskutieren.

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