Leipziger Köpfe

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    Sachsen - unangefochten die Ingenieurschmiede Deutschlands
    Leipzig, 6. Oktober 2009

    Sachsen - unangefochten die Ingenieurschmiede Deutschlands

    Das traditionsreiche Leipziger Baugespräch bildet erstmals den Auftakt zum Ingenieurkammertag Sachsen 2009. Er findet am 30. Oktober 2009 gemeinsam parallel zur Mitteldeutschen Messe für Bauen, Sanieren, Modernisieren "bauenleipzig", der Elektrofachmesse efa sowie der SHKG - Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation (28. bis 30. Oktober 2009) auf dem Leipziger Messegelände statt.

    Das erste Auto der Welt, die erste deutsche Fernbahnstrecke und die erste Eisenbahnbrücke, das erste deutsche Passagierjet, die weltweit größte Ziegelsteinbrücke, die erste Kleinbildkamera, der erste FCKW-freie Kühlschrank, das erste vollsynthetische Waschmittel der Welt, die erste Trommelwaschmaschine…

    Die Liste der Erfindungen sächsischer Ingenieure, ohne die das Leben heute gar nicht mehr denkbar wäre, ließe sich lange fortsetzen. Bis heute ist der Ingenieursstand die tragende Säule der wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Obwohl die Ingenieure nur fünf Prozent der Bevölkerung in Sachsen stellen, erwirtschaften sie 40 Prozent der Wertschöpfung im Freistaat. Ingenieure bestimmen die Zukunft eines Wirtschaftsstandortes, betont Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, ein diplomierter Ingenieur. Nach dem Maschinenbaustudium an der Technischen Universität Dresden hatte er sich auf Konstruktion und Getriebetechnik spezialisiert.


    Wie aktuelle Zahlen bestätigen, ist und bleibt Sachsen die Ingenieurschmiede in Deutschland. Alle vier Universitäten - darunter allein die drei Technischen Universitäten in Chemnitz, Dresden und Freiberg - sowie ein knappes Dutzend Fachhochschulen bilden Ingenieure aus. Hinzu kommen über 50 außeruniversitäre Institute, darunter Einrichtungen der Leibnitz-Gesellschaft, der Fraunhofer Gesellschaft sowie Max-Planck-Institute.

    In keinem anderen Bundesland ist der Anteil der Ingenieure an allen Hochschulabsolventen so groß wie in Sachsen. Auf hundert sozial-versicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure im Freistaat kamen beispielsweise im Jahr 2007 annähernd 9,5 neue Ingenieurabsolventen. Im Bundesdurchschnitt lag diese Ersatzquote nur bei 5,8 Prozent. Auch bei der Promotionsquote unter Ingenieuren führt Sachsen deutschlandweit. Damit bilden die sächsischen Hochschuleinrichtungen sehr stark für andere Bundesländer aus und wirken so dem gegenwärtig besorgniserregenden Fachkräftemangel entgegen.

    Bereits in den Schulen erreichen sächsische Mädchen und Jungen überdurchschnittliche Kompetenzen in den naturwissenschaftlichen Fächern. Wie die neueste Pisa-Studie ergab, spielen sie hier in der Weltklasse mit. Dabei zahlt sich auch aus, dass sächsische Abiturienten in der gymnasialen Oberstufe nicht mehr die Fächer Physik, Chemie und Biologie abwählen dürfen - eine bundesweit einmalige Regelung.

    Sachsen benötigt bis 2010 rund 21.000 Ingenieure

    Hinter jener Bildungsstrategie steht auch - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung - der "Kampf um die besten Köpfe", wie man es offiziell in der sächsischen Landespolitik nennt. Nach Angaben der Staatskanzlei benötigt Sachsens Wirtschaft allein bis 2010 rund 21.000 neue Ingenieure. Um einer Stagnation in Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft entgegenzutreten, beabsichtigt die sächsische Regierung bis zum Jahr 2013 den Einsatz rund 160 Millionen Euro. Damit sollen Wirtschaft und Bildung enger vernetzt und die guten beruflichen Perspektiven in der Region dargestellt werden.

    "Ingenieure sind verantwortlich für den Wohlstand unserer Gesellschaft, für die erforderliche moderne Infrastruktur in unserem Land bis hin zur Entwicklung neuer, zukunftsträchtiger, umweltfreundlicher Technologien. Die Zukunftsthemen sind Ingenieurthemen!", so Arne Kolbmüller, Präsident der

    Ingenieurkammer Sachsen. Mit Unterstützung des Freistaates brachte deshalb die Ingenieurkammer Sachsen im vergangenen Jahr eine neue Stiftung bürgerlichen Rechts unter dem Namen "Sachsen. Land der Ingenieure" auf den Weg. Unterstützt wird sie von 38 Einzelstiftern und 42 Unternehmen, die sich mit bürgerschaftlichem Engagement für den Ingenieurnachwuchs im Land einsetzen.

    Gemeinsam will man die Anerkennung der Ingenieurwissenschaften als Elitedisziplin vorantreiben, innovative Studieninhalte an den Hochschulen sowie die technik- und naturwissenschaftlich orientierte Ausbildung an den allgemeinbildenden Schulen fördern - und damit den eigenen Berufsnachwuchs. Das Stiftungskapital beträgt rund 160.000 Euro. Unterstützt wird davon beispielsweise eine Reihe international ausgerichteter Schülerprojekte von rund 20 jungen Forschern am Leipziger Wilhelm-Ostwald-Gymnasium.

    Auch der diesjährige Ingenieurkammertag Sachsen steht unter dem Thema "Sachsen. Land der Ingenieure - Verantwortung für Wertschöpfung und Qualität". Er findet am 30. Oktober 2009 gemeinsam mit dem 7. Leipziger Baugespräch parallel zur Mitteldeutschen Messe für Bauen, Sanieren, Modernisieren "bauenleipzig", der Elektrofachmesse efa sowie der SHKG - Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation (28.-30. Oktober 2009) auf dem Leipziger Messegelände statt. Die Schirmherrschaft übernahm der Sächsische Staatsminister des Innern. Ergänzt wird das Programm durch informative Fachsektionen.

    Den Auftakt bildet das traditionsreiche Leipziger Baugespräch. Es findet seit 1990 bereits zum siebten Mal statt. Auf einem hochrangig besetzten Podium streiten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Hochschulen zur Verantwortung der Ingenieure für Wertschöpfung und Qualität. Zugesagt haben neben dem neuen sächsischen Innenminister auch Professor Michael Behr vom Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Professor Manfred Curbach, Prorektor für Universitätsplanung der TU Dresden, Ingenieurkammerpräsident Arne Kolbmüller, Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, und Stefan Weber, Vorstandsvorsitzender der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank.

    Schwerpunkte der Diskussion bilden Themen wie: die Bedeutung der akademischen Ingenieurelite für nachhaltige und qualitätsvolle Wertschöpfung, das Handlungsspektrum aus Ingenieurmangel und Nachwuchsförderung, der Berufsethos der Ingenieure und der Wandel der

    Wertschöpfungsstrategien durch Globalisierung. "Vorsprung durch Wissen" -diesem Leitsatz folgen in den anschließenden Fachsektionen renommierte Experten in Vorträgen und Diskussionsbeiträgen. Namentlich drei Themenkomplexe stehen hierbei im Fokus.

    Unter der Überschrift "Interdisziplinäres Bauen sichert Qualität und Nachhaltigkeit" geht es unter anderem um die Grundsätze der Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW) 2009, Erfahrungen mit interdisziplinären Wettbewerben, den Glasbau im Spannungsfeld aus Gebäudehülle und Energieeffizienz sowie die Frage: "Quo vadis EnEV?" Im Diskussionskreis "Infrastruktursysteme der Zukunft" beleuchten die Ingenieure Chancen und Notwendigkeiten für nachhaltige und umweltverträgliche Verkehrssysteme, neue Geschäftsfelder durch offene Geodaten-Infrastrukturen und die Nutzung von Bioenergie bis zum Jahr 2020. Eine dritte Fachsektion legt das Augenmerk auf die Vergabe von Ingenieurleistungen. Kritisch debattiert wird hier beispielsweise zu folgenden Reibungspunkten: die Haftung des Ingenieurs, Bachelor und Master in der Praxis, der Vergabeleitfaden der Ingenieurkammer Sachsen, die neue Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) und ihre rechtlichen Verknüpfungen sowie Fragen von Förderung und Deregulierung.

    Ein Diskussionsforum "Schule - Studium - Beruf" informiert darüber hinaus auf dem Ingenieurkammertag Sachsen in Leipzig junge Menschen über gute und lohnende Chancen in technischen Zukunftsberufen.

    Ansprechpartner für die Presse:
    Stefan Luig
    Tel.: +49 (0) 341 / 6 78 - 81 94
    Fax: +49 (0) 341 / 6 78 - 81 82
    E-Mail: s.luig@leipziger-messe.de

    Ingenieurkammer Sachsen
    Sandra Lange. Referatsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Tel.: +49 (0)351 4383366
    Fax: +49 (0)351 4383380
    E-Mail: lange@ing-sn.de

    Internet: http://www.leipziger-messe.de
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    http://www.ing-sn.de