Lebensmittel (Nahrungs- und Genussmittel)
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Klaus Knippertz Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Von den Spekulanten lernen: Handelssignale für den Rohstoffeinkauf
Die Warenterminbörsen bestimmen zunehmend auch das Geschehen an den Kassamärkten für Agrarprodukte. Deshalb ist die Beobachtung der Warenterminkurse in Paris, London und Chicago für die gesamte Vermarktungskette immer wichtiger zur Ableitung von Kaufs- und Verkaufsentscheindungen.
Darüber hinaus hat das Engagement von branchenfremden Akteuren, wie z.B. Hedge-Fonds, in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen - es ist viel Liquidität im Markt. Diese Marktteilnehmer treffen ihre Anlageentscheidung weniger auf der Grundlage von fundamentalen Daten (Ernteprognosen). Sie folgen lediglich charttechnisch bedingten Auf- oder Abwärtstrends. Bei kräftigen Fondsverkäufen sinken die Kurse und bei kräftigen Fondskäufen steigen die Kurse. Deshalb ist es gut zu wissen, wann mit verstärkten Umsätzen der Fonds zu rechnen ist.
Die Chartanalyse bietet deshalb auch der Lebensmittelwirtschaft wichtige Orientierungshilfen beim Einkauf von Rohstoffen! Hier eine Kurzfassung der aktuellen Chartanalyse für den Weizen an der Matif in Paris:
Bullishe Chartformation
Die Kurse des Matif-Mahlweizen-Kontrakts mit Fälligkeit Januar 2011 sind erneut an der Widerstandszone bei 225 EUR/t abgeprallt. In den vergangenen Tagen tendierten die Schlussnotierungen seitwärts mit freundlicher Tendenz. Am Freitag lag der Schlusskurs bei 221 EUR/t. Die derzeitige Chartformation ist bullish: Die Kurse laufen in einem "ansteigendem Dreieck", dessen untere ansteigende Seite von der Aufwärtstrendgeraden und dessen obere waagerechte Seite von einer bestätigten Widerstandszone gebildet wird. Wenn die Kurse das "ansteigende Dreieck" nach oben durchbrechen, ist mit weiteren Kursgewinnen zu rechnen. Abwarten scheint hier angeraten zu sein. Ein Trendwechsel ist aus charttechnsicher Sicht in den nächsten Tagen unwahrscheinlich.
Absicherungsgeschäfte für die neue Ernte 2011
Die Devise "Abwarten" dürfte auch bei Absicherungsgeschäften (Hedging) über den Mahlweizen-Kontrakt mit Fälligkeit November 2011 angeraten sein. Dieser steht möglicherweise vor einem Durchbruch einer Widerstandszone bei 200 EUR/t. Dann sind weitere kräftige Kursgewinne möglich. Die ehemalige Widerstandszone wird dann zur Unterstützungszone.
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Mit freundlichen Grüßen
Klaus Knippertz
- 06 Nov 2010, 9:30 pm
