the only Linux forum

the only Linux forum

Posts 1-4 of 4
  • René Oelke
    René Oelke    Premium Member
    The company name is only visible to registered members.
    Restricted Modules unter Ubuntu
    Im Forum "Linux & Business" wurde eine Diskussion zu den Restricted Modules angefangen (https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=2784915;ar...). Da dies dort nicht ganz zum eigentlichen Thema passt, könnte man sie hier fortsetzen, wenn Interesse besteht.

    Marcel Berlau schrieb:
    Ich muß sagen das ich in den letzten Monaten wieder einmal Ubuntu erstmal auf Desktopseite am Laufen hatte. Ich war begeistert.
    Vorallem da viele Sachen out-of-the-box gingen z.B. privat mein Fritz Wlan Stick. Das Tool von Ubuntu zum verwalten nicht freier Hardwaretreiber finde ich genial.
     
    So hielt auch Ubuntu Einzug auf meinem Firmenlaptop.
     
    ABER:
     
    Der leckere Fehlschuß (sorry..in meinen Augen) der LTS 8.04. Die restricted-modules sind kaputt (ich weiß um den Ärger von wegen aus dem Kernel in den Kernel) und somit wurde auf meinen Heimrechner der Stick nicht mehr erkannt und auch meinem Laptop das interne Analoge Modem (was im Gegensatz zum Stick zu verschmerzen ist).
     
    Ich weiß das es einen Patch für die Stickgeschichte gibt....aber gerade das war ja das geniale. Nicht mehr darum kümmern.
     
    Ich arbeite täglich mit Linuxservern (vorallem SUSE) und ich habe keine Problem mit einspielen von Patchen...aber nach nem schönen Tag im Büro soll mein Rechner zu Hause laufen.
     
    Ich finde es einfach...mhhh vorsichtig ausgedrückt peinlich..einer Distribution mit so einem "Mangel" das Prädikat LTS zu geben und es für Firmen zu propagieren. Gut...Firmen nutzen nicht den Fritz Wlan Stick aber soviel ich gehört habe, geht überhautp keine Hardware die auf das restricted-module zurückgreift.

    Dazu vielleicht ein kleines Zitat aus der Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Ubuntu): "Zu dem Bereich restricted gehört Software, die von den Ubuntu-Entwicklern wegen ihrer Wichtigkeit unterstützt wird, die aber wegen fehlender geeigneter Lizenz nicht in main integriert werden kann. Es handelt sich insbesondere um Pakete für nur im Binärformat vorliegende Grafikkarten-Treiber. Die Unterstützung ist geringer als die für main, da die Entwickler keinen Zugriff auf den Quellcode haben."

    Ich selbst habe keine Probleme mit den restricted-modules. Da ich weiß, dass ich dafür nicht den gewohnten Komfort verlangen kann, freue ich mich, dass ich die Treiber trotzdem nutzen kann, mit der Einschränkung, dass ich Probleme selber lösen muss. Was wiederum dank der hervorragenden Dokumentationen im Web (Wiki, Forum, ...) überhaupt kein Problem ist.

    Probleme mit nicht-offenen Hardware-Treibern sollte man meiner Meinung nach nicht auf die Ubuntu-Software, sondern den Herstellern in die Schuhe schieben. Wären die Treiber offen, gäbe es auch hiermit den gewohnten Ubuntu-Komfort. Je mehr Anwender den Herstellern auf die Finger klopfen (durch eine nette Mail oder den Kauf besser unterstützter Hardware), um so wahrscheinlicher wird die Lösung des eigentlichen Problems. Statt die Qualität einer Distribution daran zu messen, wie gut sie mit restricted Software umgeht, sollte man respektieren, dass sich überhaupt jemand die Mühe macht, die Hardware nutzbar zu machen.

    Also habe ich..nach mehrmaligen Fluchen..auf dem Laptop wieder ein openSUSE 10.3 laufen und auf dem Heimrechner bald wieder ein Fedora (auch ohne Wlan...da ich den Ndiswrapper nicht mag..lol).
    Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Meiner Meinung nach unterstützt openSUSE auch keine internen analogen Modems. Und ohne Ndiswrapper geht unter Fedora auch der WLAN-Stick nicht. Was bitteschön ist an dieser Situation anders als unter Ubuntu? Und warum ist dadurch ein Wechsel von Ubuntu zu openSUSE bzw. Fedora nötig?

    Was ich eingentlich sagen will...man sollte keine Distribution über den Klee loben. Egal wie sie heißt...und solche Produkte wie SUSE haben in manchen Augen von Firmen andere Vorteile als Ubuntu oder andere "frei" runterladbare Distributionen.
    Ich musste vor kurzem erst wieder die Bekanntschaft mit SUSE und Fedora machen. Mehr als ein Kopfschütteln fällt mir dazu nicht ein. Aber das Schöne ist ja, dass jeder die Freiheit hat, das zu nutzen, was er für richtig hält. Wie gesagt, ich kenne einige andere Distributionen. Aber Ubuntu ist die beste, freie Distribution, mit der ich bisher gearbeitet habe (inkl. 3 - 5 Jahre Support ohne Aufpreis). Und das, ohne irgendwelche dubiosen Verträge mit Microsoft einzugehen.
    This post was modified on 07 May 2008 at 07:52 pm.
  • Post visible to registered members
  • René Oelke
    René Oelke    Premium Member
    The company name is only visible to registered members.
    Re^2: Restricted Modules unter Ubuntu
    Fakt ist einfach, das Ubuntu dieses Feature anbietet und es jetzt nicht mehr geht...obwohl noch fester Bestantteil der Distribution.
     
    Es liegt auch nicht an den Treibern sondern daran, das der aktuelle Kernel einige Dinge verloren hat, welche für nichtfreie Treiber notwendig waren. Diese Dinge wurden schon lange diskutiert und sind auch gut, das sie geschehen sind.

    Wo genau ist das Problem bei Ubuntu festzumachen? Wenn sich die Kernel-Entwickler entscheiden, die Schnittstelle für nicht-freie Treiber zu ändern, dann soll das in Ubuntu wieder rückgängig gepatcht werden? Ich glaube, das wäre genau der falsche Weg und würde der Ubuntu-Community nicht förderlich sein. Die Hardware-Hersteller sollten sich in erster Linie Gedanken machen, dass ihre Treiber auch dann noch ordentlich funktionieren. Was ein Hardware-Hersteller versäumt, sollte man von einer Linux-Distribution nicht verlangen.

    Canonical hat es aber verpasst seine Restricted-Modules, welche es in der Art nur bei Ubuntu gibt, anzupassen an den akutellen Kernel.
    Wie gesagt, die Treiber in den Restricted Modules Paketen kommen nicht von Cannonical, sondern sind proprietärer Binärcode der Hardware-Hersteller. Die Pakete sind nur zur Installation dieses Codes gedacht. Wären die Treiber frei, gäbe es weniger Probleme.

    Und bitte hier keine Anfälle von Verschwörungstherorien mit Microsoft.....
    Welche Verschwörungstherorie ist gemeint? Es ist reale Praxis, dass Novell und Microsoft vertragliche Vereinbarungen unterzeichnet haben. Die Gründe dafür sind auch bekannt, die meiner Meinung nach nichts mit irgendeiner Verschwörung zu tun haben.
  • User photo
    Stephen Franklin
    (not a XING member)
    Re^2: Restricted Modules unter Ubuntu
    Marcel Berlau schrieb:

    Fakt ist einfach, das Ubuntu dieses Feature anbietet und es jetzt nicht mehr geht...
    obwohl noch fester Bestantteil der Distribution.

    Das war ein Bug, kein Feature, und der wurde jetzt behoben ;-P

    Es liegt auch nicht an den Treibern sondern daran, das der aktuelle Kernel einige Dinge verloren hat, welche für nichtfreie Treiber notwendig waren.
    Und das kommt aber direkt vom Upstream. Sie Kernel-Entwickler haben einfach
    keine Lust mehr, für anderer Leute Binärmüll verantwortlich gemacht zu werden
    und lassen nun auch keine Gnade mehr walten, wenn ihr guter Ruf von diversen
    HW-Herstellern in den Dreck gezogen wird. Proprietäre Kernelmodule wurden
    noch nie unterstützt, und mittlerweile aktiv bekämpft.


    cu