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Wolfgang SilbermayrThe company name is only visible to registered members.Diskussion über Linux in Berlin
Hallo Linuxer!
Wie auf in diversen einschlaegigen News-Seiten (ein paar Beispiel-Links unter [1], [2] und [3]) zu lesen ist, ist eine (erneute) Diskussion ueber eine Umstellung der oeffentlichen Berliner IT-Landschaft auf Linux entflammt. Der 2005 vorgestellte "Fahrplan zur Umruestung auf freie Software" [4] sah eine umfangreiche Migration vor, der voriges Jahr als "nicht umsetzbar" erklaert wurde. Nun liegt die Vermutung nahe, dass hier Lobbying betrieben wurde. Das will ich hier zwar nicht unterstellen, aber im Prinzip zeigt genau die Aussage dass der Fahrplan nicht umsetzbar sei dass das von Microsoft angestrebte Vendor Lock-In funktioniert. Sollten da nicht die Alarmglocken laeuten? Was meint ihr dazu? Wie sieht es mit dem Fortschritt der Migrationen in Muenchen, Wien, Schwaebisch Hall etc. aus? Haben die ihre Ziele bis jetzt umsetzen koennen?
Ich hoffe auf viele interessante Kommentare.
Wolfgang.
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Hier noch die Links:
[1]
http://www.heise.de/newsticker/meldung/89153
[2]
http://derstandard.at/?url=/?id=2866134
[3]
http://www.pro-linux.de/news/2007/11150.html
[4]
http://www.heise.de/newsticker/meldung/67168
- 03 May 2007, 2:04 pm
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Maik IhdeThe company name is only visible to registered members.Re: Diskussion über Linux in Berlin
Hallo zusammen
die Alarmglocken laeuten? Was meint ihr dazu? Wie sieht es mit dem Fortschritt der Migrationen in Muenchen, Wien, Schwaebisch Hall etc. aus? Haben die ihre Ziele bis jetzt umsetzen koennen?
Infos zu LiMux in München findet man unter
http://www.muenchen.de/linux in gebündelter Form. Die ersten Referate sind/werden migriert. Der Migrationsprozess schreitet also voran, wobei man sich da immer bewusst sein muss, dass mit der Linux-Migration auch Dinge angefasst werden, wie z.B. ein zentrales Systemmanagement, die über die eigentliche Umstellung Windows->Linux hinausgehen.
Selbst habe ich mit dem LiMux Projekt nicht zu tun, da ich im Schulreferat arbeite. Aber man merkt, dass es vorwärts geht und ich finde auch die vorsichtige Vorgehensweise, die insbesondere versucht die Anwender mit einzubeziehen und deren Ängste abzubauen, sehr sinnvoll - hier hat man erkannt dass es nicht nur um technologische Aspekte geht, sondern um die Menschen die mit der Technik arbeiten müssen.
Ich persönlich meine, dass Linux für die Verwaltungen immer interessanter wird. Dazu braucht es aber passende Rahmenbedingungen und auch mal mutige Entscheidungen. Viele Fachanwendungen sind z.B. native Windows-Anwendungen, wenn man diese auf Webbasierte Lösungen umstellen kann, ist man deutlich weniger von der Client-Plattform abhängig. Und je mehr Verwaltungen auf diesen Zug aufspringen, desto mehr Druck kann man auf die Hersteller von den Fachanwendungen machen...
Viele Grüße aus München
Maik Ihde
- 08 May 2007, 11:32 am
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Enrico Weigelt(not a XING member)Re^2: Diskussion über Linux in Berlin
Thorsten Stöcker schrieb:
Da Widerstand auf den unteren Ebenen ist enorm, mit jedem Rollout ist die Verwaltung erst Mal partiell arbeitsunfähig, hinzu kommt eine
Naja, unsere Verwaltung ist das auch ohne Umstellungen ;-)
Vielleicht liegt es ja an der besonders in öffentlichen Verwaltungen oft
implementierte Lernresistenz.
Aber vielleicht liegts auch bloß daran, daß die Beamtenrepublik einfach
nur zu blöd für IT ist. Projekte verwaltet man lieber, anstatt sie zu realisieren.
Kein Wunder, daß so nur Steuergelder verbrannt werden.
Im Übrigen suche ich schon länger nach (politischen) Möglichkeiten,
dem Staatsapparat in großem Umfang Steuergelder wegzunehmen.
Er ist einfach nicht in der Lage, damit verantwortungsvoll umzugehen.
Als Parlamentarier weiß ich ein bisschen wovon ich hier rede ;-O
Unzufriedenheit mit dem Support. Gerade dieses Thema wird aber in den Arbeitsgruppen einzelner Senate diskutiert. Hingegen muß man sich als Aussenstehender nicht wundern, wenn für 2nd-Level-Support 5b angeboten wird. Bei diesem Gehaltsangebot bekommt man nur minder qualifzierte Leute und was können die? Genau.
Ugh, da ist man ja noch Wohngeld-berechtigt ...
Wenn man bedenkt, daß ein Hauptamtsleiter gern mal A16 bekommt,
ist schon ein wenig eigenartig.
Im Übrigen find ich diese Thematik mittlerweile ziemlich langweilig.
Ganz gleich, welche Produkte man einsetzt, der Staat wird immer unser
Geld verprassen, von Tag zu Tag mehr. Und Opensource wird immer
nur ein Lippenbekenntnis bleiben, wenn nicht endlich mal Köpfe rollen.
Gruß
- 01 Aug 2007, 9:16 pm
