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  • Martin Foerster
    Martin Foerster
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    GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Hoppla,
    da lieg ich mal am Wochenende mit 'ner Erkältung flach und schon rumpelts im Linux-Gebälk.

    http://linux.slashdot.org/story/09/12/12/135209/GNOME-Develo...

    http://www.pwnage.ca/?p=433

    Welche Auswirkungen das auf Linux allgemein hat ist noch gar nicht abzusehen!

    [Schelmmode]
    Da zieh' ich mich doch lieber auf meine Suse mit KDE zurück, benutze meinen proprietären Grafik-, Drucker- und Scannertreiber und geniesse die Freiheit zu entscheiden, ob ich meine nächste Distro runterlade oder mir mal das Paket kaufe!
    [edommlehcS]

    TBD (To be discussed)

    LG
    Martin
    This post was modified on 14 Dec 2009 at 02:36 pm.
  • Post visible to registered members
  • Martin Foerster
    Martin Foerster
    The company name is only visible to registered members.
    Re^2: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Marko Rogge schrieb:
    Warum dann überhaupt auf Linux gehen? :)
    Hier haben wir (wieder mal) die grundsätzliche Frage!!!
    Diese Frage ist es, die auch in der Community unterschiedlich beantwortet wird. Und zu o.g. "Schlagzeilen" führt!

    Leider werden die Begriffe Freie Software, Open Source und Freeware immer wieder durcheinandergeworfen oder falsch miteinander verknüpft.

    Ich (für mich persönlich) habe mich für Linux als stabiles Betriebssystem, Suse als unfangreiche Distro und KDE als komfortablen Desktop entschieden.
    Oft genug musste man aber von den Ubuntu-Gnomen dann hören, das sei doch alles nicht frei und überhaupt Novell und Nokia und proprietäre Treiber und so.
    Mir egal!
    Mir ist es ein funktionierender Nvidia Treiber lieber als ein freier Treiber, bei dem der Bildschirm flackert.
    Und überhaupt: Wenn ich eine Graka kaufe, dann ist diese sowieso nicht frei. Ich darf sie nicht nachbauen und die Schaltpläne sind auch nicht "open source". Warum muß ich dann einen "freien" Treiber haben? Ich bin froh, wenn es überhaupt einen Linux-Treiber gibt, und wenn der dann noch vom HW Hersteller kommt, um so besser.

    Nichts gegen FOSS! Aber Freiheit heisst für mich auch, die Komponenten verwenden zu können, die mir gefallen.
    Wenn ich ein Netbook kaufe auf dem GNU/Linux vorinstalliert ist, sich aber nicht durch ein anderes Betriebssystem ersetzen lässt, dann ist das auch keine "Freiheit".

    Vor ca. 1 Jahr schrien alle auf als KDE den Windows-Port vorstellte. Wenn man aber mal richtig hinschaut, so hat das GNU sich schon längst auf Windows breitgemacht (GIMP, Planner, Gnucash um nur ein paar zu nennen).
    Wie sich das verträgt, "freie" Software auf einen proprietären Betriebssystem, darüber diskutiert bei der FSF niemand mehr. Man nimmt sich halt die "Freiheit" die Apps auf verschiedene Betriebssysteme zu portieren.

    Die Gnome müssen nun selbst entscheiden, was sie tun! Das ist auch "Freiheit"!

    LG
    Martin
  • Thomas Malkus
    Thomas Malkus
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    Re^2: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Moin,

    Marko Rogge schrieb:

    Ich würde das noch nicht mal so dramatisch sehen .... aber propritäre Treiber halte ich im Sinne von OpenSource auch nicht gerade für fein.
    Warum dann überhaupt auf Linux gehen? :)

    Freiheit der Software sehe ich in der Unabhängigkeit der Plattform, freie Wahl der Distributionswege und Unabhängigkeit von irgendwelchen Restriktionen. Die GPL (und Stallmann) ist eine Restriktion, die eine Verbreitung bremst. Die BSD Lizenz ist da wesentlich angenehmer. Ein gutes Beispiel für eine Open-Source Software ohne Restriktionen ist sqlite (Einsatz unter Symbian, iPhone, Mozilla, Android usw.) und eben die *BSD Varianten. Und es fliessen trotzdem Gelder an die Entwickler zurück und die Projekte sind finanziert. Eigentlich gute Beispiele, wie mit
    Open Source nicht nur durch die Dienstleistung auch Geld verdient werden kann.

    Warum auf Linux gehen? Ganz einfach, weil es ein stabiles System ist, welches für diverse Plattformen zur Verfügung steht, vom HA-Cluster und Number Cruncher bis zum Microcontroller. Portable Software benötigt solche Systeme. Ob es *BSD oder Linux ist, spielt kaum eine Rolle.

    Daher kann ich die Gnome Leute gut verstehen. Und dramatisch ist das keineswegs. KDE wurde schließlich auch jahrelang verpönt, weil es auf den Qt Libraries basiert, die noch gar nicht so lange der LGPL unterliegen und von Trolltech auch eher kommerziell vermarktet wurden.

    Gruss,
    Thomas
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    Hans Ebert
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    Re^3: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Martin Foerster schrieb:

    Hallo in die Runde,

    Mir ist es ein funktionierender Nvidia Treiber lieber als ein freier Treiber, bei dem der Bildschirm flackert.
    "funktionierender Nvidia-Treiber" - das ist doch ein Widerspruch in sich ;-o
    Jedenfalls haben die bei mir noch *NIE* funktioniert, auf den verschiedensten
    Boxen. Vielleicht liegt das auch daran, daß man mehr Aufwand auf Code-
    Obfuscation verballert, anstatt sauberen und stabilen Code abzuliefern.
    Und natürlich ist sich NV auch zu fein, brauchbare Specs zu veröffentlichen,
    damit sich Leute die etwas davon verstehen Treiber entwickeln können.

    Die logische Konsequenz ist, NV _STRIKT_ zu meiden. Das ist auch was
    ich meiner Kundschaft rate. NEVER EVER AGAIN.

    Warum muß ich dann einen "freien" Treiber haben?
    Sicherheit, Datenschutz, Stabilität ist Dir egal ?
    Hast Du Dir auch schon 'nen Überwachungschip implantieren lassen ?
    (wer nichts zu verbergen hat ....)

    Also ich lehne bei Kundenprojekten proprietäre Treiber strikt ab.
    Wenn der Kunde das _wirklich_ will, dann unterschreibt er dafür,
    daß ich KEINERLEI Gewährleistung oder Haftung für irgentwas
    übernehme und ich ihn darüber aufgeklärt habe, daß die Sicherheit
    des Systems kompromittiert ist.

    Ich bin froh, wenn es überhaupt einen Linux-Treiber gibt, und wenn der dann noch vom HW Hersteller kommt, um so besser.
    Nein, die Treiber der Hersteller sind (mit wenigen Ausnahmen)
    oft von miserabler Qualität.

    Vor ca. 1 Jahr schrien alle auf als KDE den Windows-Port vorstellte.
    *lol* das paßt ja auch gut zusammen ... beides Bloatware.


    cu
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    Hans Ebert
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    Re^3: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Thomas Malkus schrieb:

    Die GPL (und Stallmann) ist eine Restriktion, die eine Verbreitung bremst.
    Mal meine Sicht dazu als OSS-Entwickler: ich stehe hier zu 100% hinter Stallman.
    Wir - die unter GPL publizierenden Autoren - wollen eben *NICHT* daß unser Code
    für proprietäre Software mißbraucht wird. Wem das Lizenzmodell nicht paßt, der
    soll ruhig eine andere nehmen, aber bekommt dafür unseren Code nicht.

    Ich finde, wir (OSS-Community) sollten auch an anderer Stelle etwas etwas
    energischer sein und _jedem_ die Lizenzen entziehen, der sich wagt auch nur
    daran zu denken, Softwarepatente einzusetzen. SWpats sind Massenvernichtungs-
    waffen im Krieg gegen die Creativen, und da sollten wir mir allem zurückfeuern.


    cu
  • Thomas Malkus
    Thomas Malkus
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    Re^4: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Moin,
    Hans Ebert schrieb:

    für proprietäre Software mißbraucht wird. Wem das Lizenzmodell nicht paßt, der soll ruhig eine andere nehmen, aber bekommt dafür unseren Code nicht.
    Eben, bei BSD gibt es das Problem nicht ;-). Man hält sich eben an die jeweilige Lizenz
    und gut ist. Wenn man damit nichts werden kann läßt man es sein oder nimmt eine
    Alternative. Gibt ja genug Auswahl.

    daran zu denken, Softwarepatente einzusetzen. SWpats sind Massenvernichtungswaffen im Krieg gegen die Creativen, und
    Hmm, Softwareentwicklung und kreativ? Seit über 20 Jahren programmiere
    ich jetzt, vom Microcontroller bis zum PC. Etwas Kreatives konnte ich daran
    noch nicht entdecken. Softwarepatente sind aber in der Tat böse, habe ich
    auch etwas gegen, aber das ist ein ganz anderes Thema.

    Gruss,
    Thomas
  • Thomas Malkus
    Thomas Malkus
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    Re^4: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Moin,

    Hans Ebert schrieb:

    Also ich lehne bei Kundenprojekten proprietäre Treiber strikt ab.
    Wenn der Kunde das _wirklich_ will, dann unterschreibt er dafür,
    daß ich KEINERLEI Gewährleistung oder Haftung für irgentwas übernehme und ich ihn darüber aufgeklärt habe, daß die Sicherheit
    des Systems kompromittiert ist.

    Paranoiker? Sicherheit läßt sich auch anders herstellen. Gewährleistung
    und Haftung läßt sich nach deutschem Recht nicht ausschließen.

    Gruss,
    Thomas
  • Martin Foerster
    Martin Foerster
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    Re^4: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Hans Ebert schrieb:

    "funktionierender Nvidia-Treiber" - das ist doch ein Widerspruch in sich ;-o
    Jedenfalls haben die bei mir noch *NIE* funktioniert, auf den snip

    Auf meiner ca. 10 Jahre alten HW haben die freien 3D-Treiber noch nie richtig funktioniert!
    Der nvidia Treiber läuft seit ca. 6 Jahren stabil!

    Warum muß ich dann einen "freien" Treiber haben?
    Sicherheit, Datenschutz, Stabilität ist Dir egal ?

    Also ich programmiere jetzt über 25 Jahre hauptsächlich HW-nahe SW (embedded).
    Wenn ein HW TREIBER ein Datenschutz-Risiko darstellen kann, dann stimmt was nicht mit dem Betriebssystem!
    Und aus Sicht der funktionalen SICHERHEIT (IEC61508) müsste man erstmal C und evtl. C++ verbieten - was da so alles zusammengehackt wird :-(
    STABILITÄT ist ein ganz anderes Thema. Wenn proprietäre SW instabil ist, so ist der Hersteller Schuld und wird dafür gerügt. Wenn OSS instabil ist, bin ich selbst Schuld, weil ich sie einsetze!?

    Hast Du Dir auch schon 'nen Überwachungschip implantieren lassen ?
    (wer nichts zu verbergen hat ....)
    *lol* Den RFID hab ich mir vor 5 Jahren wieder rausnehmen lassen, da das Übertragungsformat nicht mehr unterstützt wurde. Du kannst mit deinem Chrome-Browser ja mal googlen was Überwachung überhaupt ist!

    Vor ca. 1 Jahr schrien alle auf als KDE den Windows-Port vorstellte.
    *lol* das paßt ja auch gut zusammen ... beides Bloatware.
    Also ab auf die Konsole und stundenlang geheimnisvolle Befehle eintippen. Ich kann mich noch gut an die späten 80'er erinnern, als man bloss nicht zugeben durfte ein Programm in Basic geschrieben zu haben. (Denn das kann ja jeder!)

    Sozialismus ist eine politische Weltanschauung und kein Betriebssystem!
    Auch wenn: http://www.linksnet.de/linkslog/index.php?itemid=113
    Bisher dachte ich (und wohl auch Andere) immer, Linux sei ein Betriebssystem.

    Ich hoffe wir haben nach dem "real existierenden Sozialismus" jetzt keine "real existierende Freiheit" zu befürchten, in der uns per Dekret (anders kann man die Stallman Anweisung nicht nennen) gesagt wird, was wir zu denken haben.

    Ich bin auf die Entscheidung der Gnome gespannt!
  • Martin Foerster
    Martin Foerster
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    Re^4: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Hans Ebert schrieb:

    Mal meine Sicht dazu als OSS-Entwickler: ich stehe hier zu 100% hinter Stallman.
    Wir - die unter GPL publizierenden Autoren - wollen eben *NICHT* daß unser Code für proprietäre Software mißbraucht wird. Wem das Lizenzmodell nicht paßt, der soll ruhig eine andere nehmen, aber bekommt dafür unseren Code nicht.

    Um es hier mal klarzustellen:
    Es ging nicht um den Missbrauch von freier Software! In dieser Frage würde JEDER zustimmen!

    Stallman regte sich darüber auf, daß Entwickler von VmWare auf Planet GNOME gebloggt haben. Da VmWare (zwar Freeware) aber nicht FOSS ist, will Stallman dies wegen angeblicher Werbung für proprietäre SW unterbinden. Er erwägt im schlimmsten Fall, sogar die Sperrung des Blogs!
    http://www.mail-archive.com/foundation-list@gnome.org/msg040...

    Für mich hört es hier mit der Freiheit auf!
    Wenn ich die Freiheit der Community für "Werbung" für OSS einschränken will, und hierzu sogar "Netzsperren" in Betracht ziehe um Werbung der "Konkurrenz" zu verhindern, dann kann man nur noch von Zensur sprechen.

    Ich glaube die Gnome werden hier ein noch deutlicheres Votum abgeben, als die schon beachtlichen 2% einer bestimmten Partei bei der letzten Bundestagswahl.