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    Hans Ebert
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    Re^5: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Thomas Malkus schrieb:

    Also ich lehne bei Kundenprojekten proprietäre Treiber strikt ab.
    Wenn der Kunde das _wirklich_ will, dann unterschreibt er dafür,
    daß ich KEINERLEI Gewährleistung oder Haftung für irgentwas übernehme und ich ihn darüber aufgeklärt habe, daß die Sicherheit
    des Systems kompromittiert ist.
     
    Paranoiker? Sicherheit läßt sich auch anders herstellen.

    Alte Security-Regel: man kann nie paranoid genug sein ;-p

    Proprietärrer Code birgt nicht nur die Gefahr einer Sicherheitslücke, sondern
    kann das System auch recht schnell instabil machen (wie NV ja hervorragend
    demonstiert ;-o). Und dann ist man dem Gutdünken des Herstellers voll
    ausgeliefert.

    Gewährleistung und Haftung läßt sich nach deutschem Recht nicht ausschließen.
    Produkthaftung ist nicht unmittelbar auf Dienstleistungen übertragbar.


    gruss
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    Hans Ebert
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    Re^5: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Martin Foerster schrieb:

    Auf meiner ca. 10 Jahre alten HW haben die freien 3D-Treiber noch nie richtig funktioniert!
    Das dürfte wohl nicht zuletzt daran liegen, daß NV sich auch bei uralten
    Chips noch weigert, brauchbare Specs herauszugeben.

    Mal ein Gegenbeispiel: vor einigen Jahren haben wir mal NT-mode fähige
    S0-Karten gebraucht. Cologne Chip hatte sowas im Angebot (übrigends
    deutlich günstiger als das instabile Fritz-Zeugs ;-p). Ein Anruf, zwei Tage
    später kam ein Bündel Eval-Boards mit _kompletten_ Specs (sogar incl.
    Blockschaltbildern, etc) mit der Post.

    _Das_ nenne ich mal guten Support.

    Der nvidia Treiber läuft seit ca. 6 Jahren stabil!
    Glückwunsch. Bei mir hat - auf den verschiedensten Geräten - noch nie
    einer funktioniert. Regelmäßig hard-lockups im Kernel.

    Wenn ein HW TREIBER ein Datenschutz-Risiko darstellen kann, dann stimmt was nicht mit dem Betriebssystem!
    WTF ?!

    Bei x86 und ähnlichen Plattformen ist es kaum auszuschließen, daß ein
    HW-Treiber Unfug treiben kann (wenn man mal von externer Peripherie
    via USB, etc absieht) - zumindest wenn er mit maximaler Performance
    laufen soll.

    Und aus Sicht der funktionalen SICHERHEIT (IEC61508) müsste man erstmal C und evtl. C++ verbieten - was da so alles zusammengehackt wird :-(
    Was soll man sonst zur (lowlevel-)Kernelprogrammierung verwenden ?
    Java oder C++ ? Gut, das ist (mit einigen Einschränkungen !) prinzipiell
    möglich, aber es wird schwer, die gleiche Performance zu erreichen.

    Wir reden ja immernoch über mainstream-Architekturen (x86, ppc, etc),
    und keine Mainframes mit Hochsprachen-Support in HW ;-p

    STABILITÄT ist ein ganz anderes Thema. Wenn proprietäre SW instabil ist, so ist der Hersteller Schuld und wird dafür gerügt. Wenn OSS instabil ist, bin ich selbst Schuld, weil ich sie einsetze!?
    Bei OSS schauen viel, viel mehr Augen drauf (zumindest bei solch zentralen
    Projekten wie dem Linux-Kernel), und man kann sich auch selbst der
    Probleme annehmen. Bei proprietärem Code gibts die Chance nicht -
    da ist man dem Gutdünken des Herstellers ausgeliefert.

    Hast Du Dir auch schon 'nen Überwachungschip implantieren lassen ?
    (wer nichts zu verbergen hat ....)
    *lol* Den RFID hab ich mir vor 5 Jahren wieder rausnehmen lassen, da das Übertragungsformat nicht mehr unterstützt wurde. Du kannst mit deinem Chrome-Browser ja mal googlen was Überwachung überhaupt ist!

    Abgesehen davon, daß ich Chrome noch nie benutzt habe, kenne ich
    noch die Überwachung aus der DDR, aber auch einige modernere
    Methoden. Wenn man dann noch die Verflechtungen von Konzernen
    mit den staatlichen Terrororganisationen kennt, dann kann man
    sich schnell ausmalen, was hier läuft.

    Also ab auf die Konsole und stundenlang geheimnisvolle Befehle eintippen.
    Nein, höchstens wenige Sekunden - schneller als man überhaupt eine
    Maus bewegen kann. Wir können ja gern über moderne und effiziente
    User Interfaces diskutieren, aber da ist die Frage Grafik vs. Text nur
    ein marginaler Faktor, sondern eher um Themen wie Adaption von
    Nutzergewohnheiten, Sprachanalyse, Befehlsabstraktion, usw, usw.

    Sozialismus ist eine politische Weltanschauung und kein Betriebssystem!
    WIe kommst Du jetzt auf Sozialismus ?

    Ich hoffe wir haben nach dem "real existierenden Sozialismus" jetzt keine "real existierende Freiheit" zu befürchten, in der uns per Dekret (anders kann man die Stallman Anweisung nicht nennen) gesagt wird, was wir zu denken haben.
    WTF ?!



    gruss
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    Hans Ebert
    The company name is only visible to registered members.
    Re^5: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Martin Foerster schrieb:

    Stallman regte sich darüber auf, daß Entwickler von VmWare auf Planet GNOME gebloggt haben. Da VmWare (zwar Freeware) aber nicht FOSS ist, will Stallman dies wegen angeblicher Werbung für proprietäre SW unterbinden.
    Diese Meinung darf er doch gern haben. Er möchte doch ledeglich verhindern,
    daß ein Portal, das sich unmittelbar der FOSS verschrieben hat, zur Werbung
    für proprietäre SW verwendet wird.

    Wenn ich die Freiheit der Community für "Werbung" für OSS einschränken will, und hierzu sogar "Netzsperren" in Betracht ziehe um Werbung der "Konkurrenz" zu verhindern, dann kann man nur noch von Zensur sprechen.
    Es geht hier nicht um die gesamte FOSS-Community, sondern ledeglich
    ein konkretes Portal, das vom GNU-Projekt betrieben wird. Es gibt noch
    genug andere Werbeflächen für proprietäre Produkte.


    gruss
  • Martin Foerster
    Martin Foerster
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    Re^6: GNOME Developer Suggests Split From GNU Project
    Sorry Hans,
    war wegen Jobsuche einige Zeit offline!
    Muß wohl demnächst auf dot.net umsteigen Hoffentlich flieg' ich nicht aus der Community.

    Hans Ebert schrieb:
    Wenn ein HW TREIBER ein Datenschutz-Risiko darstellen kann, dann stimmt was nicht mit dem Betriebssystem!
     
    WTF ?!
     
    Bei x86 und ähnlichen Plattformen ist es kaum auszuschließen, daß ein
    HW-Treiber Unfug treiben kann (wenn man mal von externer Peripherie
    via USB, etc absieht) - zumindest wenn er mit maximaler Performance
    laufen soll.

    Erstens solltest du nicht diese neudeutschen Abkürzungen verwenden... WTH klingt einfach besser!
    Zweitens hat Datensicherheit nichts mit "Unfug" zun tun!
    Ein Treiber kann sicherlich das Betriebssystem zu Absturz bringen, darf aber niemals die Datenintegrität verletzen.

    Und aus Sicht der funktionalen SICHERHEIT (IEC61508) müsste man erstmal C und evtl. C++ verbieten - was da so alles zusammengehackt wird :-(
     
    Was soll man sonst zur (lowlevel-)Kernelprogrammierung verwenden ?
    Java oder C++ ? Gut, das ist (mit einigen Einschränkungen !) prinzipiell möglich, aber es wird schwer, die gleiche Performance zu erreichen.

    Ganz einfach: Low-Level: Assembler - Total Control
    Darüber: ADA, (oder Object Pascal, I love it)
    (vielleicht sollte man auch mal wieder an Forth, Lisp, Comal oder anderes denken)
    Die Erfindung von C als "portablen Assembler", wie
    mein Prof es früher genannt hat, war sowieso ein Schuss in den Ofen.

    Abgesehen davon, daß ich Chrome noch nie benutzt habe, kenne ich
    noch die Überwachung aus der DDR, aber auch einige modernere
    Methoden. Wenn man dann noch die Verflechtungen von Konzernen
    mit den staatlichen Terrororganisationen kennt, dann kann man sich schnell ausmalen, was hier läuft.

    Uppps, ich vermute dass du mit DDR nicht Dual Data Ram meinst!!!
    1984 war noch vor dem Mauerfall, dies erklärt einige Widersprüche.

    WIe kommst Du jetzt auf Sozialismus ? Eben deshalb!
    FOSS wird leider oft als Weltanschauung missbraucht!

    LG
    Martin