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  • Stefan Pfeiffer
    Stefan Pfeiffer    Premium Member   Group moderator
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    Mehr Sexappeal für Linux bitte
    Am gestrigen Samstag ist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Bereich Technik und Motor mit einem Bericht über Ubuntu als Betriebssystem aufgemacht worden. Fast einge ganze Seite Erfahrungen von Michael Spehr, interessant geschrieben für Einsteiger in das Thema. Hier einige Kernaussagen: „Überhaupt ist Ubuntu unglaublich schnell, selbst auf sehr alten Maschinen.“

    Zum Posting im IBM Blueblog >> https://www-951.ibm.com/blogs/Stefan_Pfeiffer/entry/mehr_sex...
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  • Jörn Rink
    Jörn Rink
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    Re^2: Mehr Sexappeal für Linux bitte
    Herr Pfeiffer,
    die IBM wird mit dem Versuch, Linux als Thin Client (Ubuntu) und darauf den eclipse basierten Notes client (und andere, eclipse basierte Software) scheitern.
    Die IBM wirkte mit Ihren Versuchen Linux zu unterstützen in den letzten 8 Jahren unglaubwürdig, man hatte als Kunde das Gefühl, es wird auf nur Hypes gesetzt. Sowohl im linuzvm wie auch im client Bereich.

    Eine Anfrage 2001, Debian mit IBM Tivoli Configuration Manager sowohl als Managed from
    wie auch als Managed to offiziell zu unterstützen, wurde dankend abgelehnt.


    Existiert in Ihrem Hause eine System Management Software, die Ubuntu als Client offiziell unterstützt?

    TCM 4.x.x nein, TPMfSW existiert nicht mehr, TPM 5.x nein, TPM 7.x auch nicht, TPDSD nein.

    Auch Thin Clients müssen gemanaged werden. Ich kann verstehen, dass die IBM auf ein performantes Guest
    System setzt, fressen die Java basierten agenten von IBM Tivoli die gewonnene Performance und den Speicher gleich doppelt wieder auf.

    Man rudert hier an einigen Stellen wieder zurück, setzt auf nativen und nicht interpretierten code, jedoch bezweiflle
    ich, dass ich mit einer Anfrage in 2009, Ubuntu als managed to System in Richtung IBM developement
    mehr Erfolg haben würde als damals in 2001 mit Debian.

    Bringen Sie Ihren Entwicklern wieder C/C++ bei, dann hat Ihre Software auch wieder Performance und zumindest bei mir mehr Akzeptanz.

    MfG
    Jörn Rink
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  • Frank Fuhrmann
    Frank Fuhrmann
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    Re^2: Mehr Sexappeal für Linux bitte
    Ubuntu und schnell und dann auch noch für ältere Rechner geeignet? Halte ich für ein Gerücht. Zumindest beim aktuellen Release kann ich dem absolut nicht zustimmen. Siehe dazu: http://bitmuncher.blog.de/2009/05/14/upate-jaunty-enttaeusch...

    Wer momentan Ubuntu als "schnelles Linux" bezeichnet und es als "für alte Rechner geeignet" anpreist, hat entweder keinen Ahnung von Linux, keinen Einblick in die aktuellen Distros oder wird von Ubuntu dafür bezahlt. Und wer dann noch Aussagen wie „Ein großartiges, modernes Betriebssystem ohne Zicken und Zumutungen. Das müsste der neue Standard werden, zumindest in Schulen.“ macht, hat mit Sicherheit Ubuntu maximal auf einem einzigen Rechner ausprobiert, wo es zufällig mal lief. Auf 4 von 5 Rechnern, auf denen ich Jaunty bisher ausprobiert habe, lief es garnicht oder nur mit Abstrichen in der Usability. Wenn Programm-Abstürze, einfrierende Systeme aufgrund instabiler Treiber, riesigen RAM- und Strom-Verbrauch usw. keine Zumutungen sind, dann stell ich mir die Frage, was der Autor dieses Artikels denn als Zumutung empfindet.

    Ich rate daher momentan jedem von Ubuntu ab, obwohl ich es viele Jahre benutzt habe. Selbst das für seinen Hardware-Hunger bekannte OpenSuSE läuft derzeit auf den meisten Rechnern schneller und stabiler als Ubuntu. Der derzeitige "Versions-Junkie-Weg" von Ubuntu wird dieser Distro das Genick brechen, wenn sie damit nicht bald aufhören.
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  • Frank Fuhrmann
    Frank Fuhrmann
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    Re^4: Mehr Sexappeal für Linux bitte
    @Marko:

    Auf meinem Thinkpad T61 komme ich momentan mit Debian 5.0 auf 3 bis 3,5 Stunden (vorgestern gemessen), obwohl laut Hersteller nur 2,5 Stunden drin sind. Unter Last sind immerhin noch fast 2 Stunden drin. Dabei sollte man aber nicht unerwähnt lassen, dass ich bevorzugt KDE verwende, das aufgrund seiner grafischen Spielereien schon immer etwas mehr Akku gefressen hat als Gnome (ohne Compiz) oder gar XFCE. Das ist die Leistung, die mich vor Jahren auch bei Ubuntu überraschte, als ich es erstmals auf diesem Rechner installierte. Mit Windows erreiche ich maximal 2h, unter Last sogar nur knapp eine Stunde. Allerdings war die Einrichtung etwas "umständlicher" als bei Ubuntu, da einiges an Firmware nicht mitgeliefert wird, was allerdings nur "optionale" Hardware betraf wie DVB-T, WLAN, Sondertasten u.ä.. Dafür läuft Debian aber wenigstens stabil. Einsteiger hätten die Einrichtung der Hardware vermutlich nicht so schnell hinbekommen, aber mit grundlegender Linux-Erfahrung bekommt man das mit Sicherheit hin. Da das deb-Format für die Pakete verwendet wird und somit Tools wie apt-get, aptitude usw. zur Installation von Software genutzt werden, dürften sich Ubuntu-User relativ schnell heimisch fühlen. Für mich heisst es daher "back to the roots", denn von Debian stammt Ubuntu ja ursprünglich ab. Hatte ich dir ja in deinem Blog schon zu geraten. :)

    Meine anderen Rechner habe ich jetzt auf OpenSolaris umgestellt, was aber nicht Linux zuzuschreiben ist, sondern meinem Interesse für Dtrace und den Solaris-Kernel. Ich habe da also keine Vergleiche mehr, denn das Powermanagement von OpenSolaris steckt noch relativ in den Kinderschuhen, ist aber offenbar in einigen Punkten schon besser als bei Linux allgemein. So funktionierte z.B. das Suspend-to-RAM auf meinem R60 noch nie (hatte ich Anfang des Jahres nochmal mit OpenSuSE, Ubuntu, CentOS und Debian ausprobiert), mit OSOL stellt es kein Problem dar. Ich würde aber Solaris momentan nicht unbedingt als produktiven Office-Desktop einsetzen. Dazu ist der RAM-Verbrauch noch zu hoch und die Geschwindigkeit beim Starten von Programmen noch nicht ausreichend. Das System wirkt dadurch relativ träge, läuft aber extrem stabil, definitiv weitaus stabiler als jedes Linux, wo es keine Distro gibt, die ich bei meinen "Experimenten" nicht zum Crashen bekomme. Das ist aber eine Schwäche des Linux-Kernels allgemein und ist keiner bestimmten Distro zuzuschreiben.
  • Frank Fuhrmann
    Frank Fuhrmann
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    Re^5: Mehr Sexappeal für Linux bitte
    @David Voigt: Nicht jeder User hat Zeit und Lust oder die notwendigen Kenntnisse erstmal einen Kernel zu kompilieren usw. Fast jede Distro patcht momentan ihre Kernel mit allem möglichen Sch..., der dann oft für schlechte Performance, hohen Strom-Verbrauch usw. verantwortlich ist. Nur mal mit Modulen entladen und ein paar Einstellungen beim Desktop ist es damit nicht getan. Was KDE betrifft habe ich z.B. den Vergleich zwischen dem Nightly-Build und dem von (K)Ubuntu mitgelieferten KDE und die Unterschiede beim RAM-Verbrauch haben nichts mit den Einstellungen zu tun. Selbst wenn das gleiche Benutzerprofil verwendet wird, verbraucht Ubuntus KDE fast doppelt soviel RAM wie der Nightly-Build. Da wurden offenbar einige CFlags falsch gesetzt und Kram einkompiliert, der nicht notwendig gewesen wäre.