Ich muss hier ca. 10 Kubuntu-Maschinen betreuen. Eigentlich wollte ich nur noch alle zwei Jahre auf die jeweilige Kubuntu-LTS upgraden, um nicht alle sechs Monate Arbeit zu haben. Da kam heute mein Schwager mit seinem Acer-Laptop vorbei, ich soll ihm Linux aufspielen, er will das auch mal probieren. So kam ich in den Genuss, mir die aktuelle Karmic anschauen zu können.
Die Installation verlief problemlos, dauerte nur etwas, weil wir zuerst die NTFS-Partition verkleinern mussten. Nach dem ersten Start lief die nvidia-Karte nur mit dem Opensource-Treiber und das Wlan funktionierte nicht. Die binären Treiber konnten aber einfach mittels Assistent nachinstalliert werden. Alles andere funktionierte auf Anhieb.
KDE 4.3 ist wirklich schick, und von den oftmals zitierten Macken der frühen 4er-Versionen habe ich nicht viel gemerkt. Ich finds so schick, dass ich gerade dabei bin, mir in einer Virtualbox ein Kubuntu Karmic anzupassen (zentrale Anmeldung, Softwareauswahl...), das ich dann per Image auf meine 10 Maschinen übertragen kann. Das momentan überall laufende Kubuntu Hardy sieht nach 1,5 Jahren doch sehr alt aus.
Zu mehreren Monitoren: Ich habe nur nvidia-Grafikkarten mit dem binären Treiber. Mittels nvidia-settings lassen sich sowohl ein zusammenhängender Bildschirm über zwei Monitore, zwei gespiegelte Bildschirme, Laptopbildschirm und Beamer oder auch exotische Dinge wie Bildschirm an VGA und Fernseher an S-Video problemlos einstellen. Mit dem Standard-Ubuntu-Tool funktioniert das nicht so recht. Auch wenn der binäre Treiber manchmal kritisch gesehen wird, er funktioniert einfach bestens. Wichtig: Mit "sudo nvidia-settings" aufrufen, ansonsten kann die xorg.conf nicht geschrieben werden und man hat nur bis zum nächsten Login Freude daran.
Zum Thema Wundern über Geld und Software: Ich hoste und betreue seit kurzem für einen gemeinnützigen Verein egroupware. Das mache ich kostenlos, weil die "Infrastruktur" hier eh vorhanden ist und der Verein nicht im Geld schwimmt. Andererseits ärgert es mich dann, dass pro Arbeitsplatz mehrere hundert Euro für ein Betriebssystem mit zugehörigem Officepaket ausgegeben wird, für einfachste Aufgaben. Openoffice war den Mitarbeitern gänzlich unbekannt. Ich denke, es fehlt einfach an Werbung für alternative Software.
mit freundlichen Grüßen
Manuel Ohnemus

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