Discussions about the Linux industry

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Posts 11-17 of 17
  • Nicole Köpp
    Nicole Köpp
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    Re^4: Hat jemand Erfahrung mit dem Support von SLES8 / SLES9
    Der Per Incident Support ist nach wie vor erhältlich:
    http://support.novell.com/de-de/additional/emea-phone.html

    Weiterhin sind aber noch ganz andere Supportmöglichkeiten von Upgradeprotection/Maintenance inkl. technischem Support für 1 oder 3 Jahre beziehbar, je nach verwendeter Plattform.
  • Christoph Rothe
    Christoph Rothe    Premium Member
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    Re^4: Hat jemand Erfahrung mit dem Support von SLES8 / SLES9
    Zu den Ausgangsfragen:

    1. SuSE-Support: Meiner Erfahrung nach hängt es sehr stark vom abgeschlossenen Vertrag ab, wie man im SuSE-Support behandelt wird (was ja auch nicht grundsätzlich falsch ist). Ich habe bei einem relativ niedrigen Level aber auch erleben müssen, dass ein Fall fast zwei Wochen liegen geblieben ist. Grundsätzlich gilt aber: Ist man erstmal im "Gespräch", sprich am Mailen mit den Supportern, geht es meist flüssig...

    2. Linux in Produktion: Haben wir bei vielen Kunden. Unter anderem betreue ich eine komplette SAP-Landschaft, ein Mission-Critical-Printcluster und verschiedene kleinere Server. Meine Erfahrungen hier: Stabilität ist i.d.R. nicht das Problem, Linux sucht sich aber sehr gut aus, welche Komponenten es mag und welche nicht. Hinzu kommen Zertifizierungsarien (Kernel + glibc passend für SAP, Oracle, FibreChannelkarten, SAN-Storage, ...), die bei proprietären Betriebsystemen in diesem Maße einfach nicht aufauchen... auch einige Features der "grossen" Server-UNIXe fehlen leider noch, kommen aber nach und nach dazu...

    Christoph
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    Enrico Weigelt
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    Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Support von SLES8 / SLES9
    Georg Keller wrote:

    Weiterhin würde ich auch gerne mal wissen wie die Verbreitung von "Linux für Mission Critical Apps" ist.
    Ich hatte vor eingier Zeit mal ein großes Projekt, wo wir eine Realtime-Trading-Plattform aufgebaut haben. Der größte Teil (vorallem die wirklich kritischen Sachen) natürlich unter GNU/Linux (selbstgebaut, keine Binärdistrogrütze !) mit PostgreSQL, Apache2,PHP. Ursprünglich lief alles unter Windows, viel in Delphi - das haben wir nach und nach alles abgelöst (im laufenden Betrieb ! *ugh*)
    Ein paar Reste (Tradstation, etc) sind noch auf Windows geblieben, der Rest alles Windows.

    Wie ist das der Trend - nutzt wirklich jemand Linux als Hostsystem für SAP oder ist es eher der "Lückenfüller" für Infrastrukturdienste wie DNS/DHCP/WEB .... wo dann die Windows Lizenz eher zu teuer ist?
    Nun, zu SAP kann ich nichts sagen. Ich befaß mich halt nur mit so Lückenfüllern, wie Netzwerk-Infrastruktur, Serverfarmen, Datenbanksystemen, Crawler, Embedded/Kleingeräte, udgl. Alles Bereiche, wo Windows eh nicht zur Debatte steht.

    (Halt! Gerüchten zufolge soll's ja Windows auch im Embedded-Bereich geben. Die Fahrkartenautomaten der DB laufen mit Windows, naja, eigentlich stehen sie die meiste Zeit ;-P)


    Gruß
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    Enrico Weigelt
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    Re^2: Hat jemand Erfahrung mit dem Support von SLES8 / SLES9
    Thorsten Stöcker wrote:

    Tach,

    Übrings würde ich eine Firewall auch als mission-critical einstufen, noch seher viel mehr als einen SAP-Server. Wobei die Frage wäre, ob das Service Advertisement Protocol oder die Applikation gemeint ist. :-)
    Ah, da kennt noch einer das alte Netware-3.x :)

    Apropos Netware: mich wunders wirklich, warum Netware-4/NDS immernoch nicht opensource ist.


    Gruß
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    Enrico Weigelt
    (not a XING member)
    Re^5: Hat jemand Erfahrung mit dem Support von SLES8 / SLES9
    Christoph Rothe wrote:

    Tach,

    1. SuSE-Support: Meiner Erfahrung nach hängt es sehr stark vom abgeschlossenen Vertrag ab, wie man im SuSE-Support behandelt wird (was ja auch nicht grundsätzlich falsch ist). Ich habe bei einem relativ niedrigen Level aber auch erleben müssen, dass ein Fall fast zwei Wochen liegen geblieben ist.
    Ui, wenn ich mir das erlauben würde, wär ich länst pleite.

    Linux sucht sich aber sehr gut aus, welche Komponenten es mag und welche nicht.
    Viele Hersteller möchten offentsichtlich nicht, daß ihre Hardware unter Linux läuft.

    Hinzu kommen Zertifizierungsarien (Kernel + glibc passend für SAP, Oracle, FibreChannelkarten, SAN-Storage, ...),
    Ehrlichgesagt ist mir bei dieser ganzen Zertifiziererei noch nicht ganz klar, wozu man das braucht.

    auch einige Features der "grossen" Server-UNIXe fehlen leider noch,
    Welche sind das ?


    Gruß
  • Christoph Rothe
    Christoph Rothe    Premium Member
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    Re^6: Hat jemand Erfahrung mit dem Support von SLES8 / SLES9
    Hi,

    hier mal schnell (bin im Stress) Kurzantworten

    Hinzu kommen Zertifizierungsarien (Kernel + glibc passend für SAP, Oracle, FibreChannelkarten, SAN-Storage, ...),
     
    Ehrlichgesagt ist mir bei dieser ganzen Zertifiziererei noch nicht ganz klar, wozu man das braucht.

    Naja, es kommt drauf an, was man macht. Wir hatten das Speziell beim Einsatz mit SAP... wenn das System nicht durchgängig zertifiziert ist, kriegt man leicht mal Stress mit dem SAP-Support.

    auch einige Features der "grossen" Server-UNIXe fehlen leider noch,
     
    Welche sind das ?

    Was ich immer wieder schmerzhaft vermisse ist ein ordentliches Handling fürs SAN.
    Unter HPUX kann ich mit "ioscan" im laufenden Betrieb jegliche hinzugekommenen Geräte finden und im laufenden Betrieb einbinden. Unter Linux geht das nur mit proprietären Treibern (QLogic + HP-Tools) und auch z.B. auch nicht, wenn die Backupdrives sich mal ändern (Neue Disks klappen i.d.R.)...
    Dann das Fencing im Cluster, z.B. dass nicht zwei Rechner gleichzeitig eine Platte beschreiben... unter anderen UNIX-OSen kann man ein Clusterflag setzen und nur einer kriegt RW-Zugriff.
    Hier werde ich mir aber mal den EVMS ansehen, der scheint das im gegensatz zum LVM zu bieten. Hat damit schon jemand Erfahrung ?

    Christoh
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    Enrico Weigelt
    (not a XING member)
    Re^7: Hat jemand Erfahrung mit dem Support von SLES8 / SLES9
    Christoph Rothe schrieb:

    Hi,

    Ehrlichgesagt ist mir bei dieser ganzen Zertifiziererei noch nicht ganz klar, wozu man das braucht.
     
    Naja, es kommt drauf an, was man macht. Wir hatten das Speziell beim Einsatz mit SAP... wenn das System nicht durchgängig zertifiziert ist, kriegt man leicht mal Stress mit dem SAP-Support.

    Gut, von SAP hab ich keine Ahnung (da weiß ich nicht mehr als man in
    diversen Vorlesungsscripten zu lesen bekommt. Und ich mag ABAP nicht.)

    Welche sind das ?
     
    Was ich immer wieder schmerzhaft vermisse ist ein ordentliches Handling fürs SAN.

    Genauer ?

    Unter HPUX kann ich mit "ioscan" im laufenden Betrieb jegliche hinzugekommenen Geräte finden und im laufenden Betrieb einbinden.
    hmm, mount ? ;-)
    Nein, ich versteh grade das Problem nicht ;o

    Das hängt natürlich immer davon ab, an welchem Bus die Geräte hängen, bzw.
    mit welchen Protokollen sie angesprochen werden. Da gibts IMHO jeweils
    eigene Tools. Ggf. muß man den Kernel das neu einlesen von Partitionstabellen
    etc triggern. Das geht mit entsprechendem ioctl().

    Aber so auf dem Laufenden bin ich da nicht, hab eigentlich sehr wenig mit SANs zu tun.
    Bisher ist es mir immer gelungen, die Anwendungen zu konzipieren, daß ich keine
    externe Storage brauchte.

    Derzeit bin ich ohnehin vorwiegend im Embedded-Umfeld unterwegs ...
    (Software runtertrimmen und auf Kleinstgeräte portieren / optimieren, usw)

    Unter Linux geht das nur mit proprietären Treibern (QLogic + HP-Tools) Von sowas nehme ich ohnehin immer Abstand. Sobald die Hersteller anfangen,
    binäre Kerneltreiber zu liefern, hört für mich eh die Freundschaft auf. Im Userland
    solln'se ruhig machen was sie wollen, aber ein Kernel der nicht 100% opensource
    ist, fällt bei mir gleich durch. Ich mag es nicht, wenn man die Quellen von kritischem
    Code vorenthält.

    Dann das Fencing im Cluster, z.B. dass nicht zwei Rechner gleichzeitig eine Platte beschreiben... unter anderen UNIX-OSen kann man ein Clusterflag setzen und nur
    einer kriegt RW-Zugriff.

    Zwei Rechner gleichzeitig auf eine Platte greifen lassen ? Ohjeh !
    Es gibt kaum Filesysteme, mit denen das überhaupt klappt.
    Wozu will man das überhaupt ?


    Gruß