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# - Was verstehen wir unter exzellenter Logistik?
Exzellente Logistik ist Logistik aus Kundensicht.
Exzellente Logistik ist Logistik, die sich als Dienst am Kunden versteht und sich den Profit, des so geschaffenen Mehrwerts, mit dem Kunden teilt. Dies gilt lieferkettenübergreifend, denn damit unterstützen sie ein globales und nicht ein lokales Optimum.
# - Was bedeutet exzellente Logistik für Logistikbetreiber?
Sollen Prozesse unterstützt werden, die nicht wertschöpfend sind? Sind die Methoden und vor allem Haltungen aus dem Lean Management zielführend? Wie soll ein Betreiber eines Umschlagpunkts oder gar eines Lagers an die Idee einer bestandslosen Wertschöpfungskette herangehen?
Kann die Herangehensweise der Theory of Constraints Abhilfe von diesem Dilemma schaffen?
Die Zukunft gehört den bestandsarmen Umschlagpunkten, die Ware unter Einhaltung kürzester Umschlagzeiten von Lieferanten und damit im ersten Glied von Produzenten übernehmen und diese sofort mit minimalem Aufwand einer Distribution zuführen. Diese machen es möglich, flexibel auf alle (End-) Kundenwünsche zu reagieren. Damit werden immer mehr Value Added Services und Formen des Postponements durch die Logistikdienstleister durchgeführt.
# - Was bedeutet exzellente Logistik für Lösungsanbieter in der Logistik?
Lösungsanbieter müssen um den Ansprüchen exzellenter Logistik gerecht zu werden zumindest eine Stufe weiter denken und nicht nur ihre Kunden - die logistischen Dienstleister, wie die Betreiber von Warenhäusern, Versandzentren und Lieferanbieter (TUL) - im Focus behalten, sondern deren Kunden als Empfänger der von ihren Kunden mit ihrer Hilfe erbrachten Leistungen.
Sind die Kunden der Lösungsanbieter bereit, für dieses Ziel heute bei den Lösungsanbietern Geld auszugeben, welches erst durch Kundenbindung und damit langfristigen Betrachtungen Früchte trägt? Die Logistikbranche reagiert sehr schnell auf Marktschwankungen, daher werden im Allgemeinen nur Lösungen mit kurzfristig realisierten Gewinnen unterstützt.
Eine Antwort darauf ist, dass das Versprechen des zusätzlichen (End-) Kundennutzens schon in der Akquisitionsphase dem Kunden vom Lösungsanbieter transparent gemacht werden muss.
Die zweite Antwort darauf ist, dass die Lösungsanbieter ihren Kunden nicht nur ihre Lösungen zur Verfügung stellen sollen, sondern auch die Werkzeuge zur Überprüfung der von ihnen an ihren Kunden erbrachten Leistungen. Dies ist notwendig um die Umsetzung aus Antwort Eins einer Überprüfung zuführen zu können.

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Peter Totz Premium-Mitglied
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Noch hat sich niemand bereit gefunden in die Diskussion einzusteigen, das Thema interessiert mich dennoch so stark, dass ich zumindest vorerst hier alleine weitermache :-)).

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Peter Totz Premium-Mitglied
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# - Ist Automatisierung eine Voraussetzung für exzellente Logistik?
Automatisierung kann nicht als Voraussetzung für exzellente Logistik betrachtet werden, sie kann als weitere Methode zur Unterstützung der der operationellen Abwicklung gesehen werden.
Automatisierung kann daher – bis zu einem gewissen Grad – die Logistik weiterbringen. Da sich das Geschäft innerhalb der Logistik laufend ändert, ist es oft unmöglich eine scharfe Trennlinie zwischen dem Anteil der Operation, bei dem sich Automatisierung auszahlt, und demjenigen, der durch Automatisierung nicht gewinnt, gezogen werden.
Jeder, der an Automatisierung oder zumindest an teilweise Automatisierung denkt, sollte zuerst als Aufgabe gelöst haben, wo die aktuelle Grenze zwischen sinnvoller und über das Ziel hinausgehender technischer Unterstützung seiner logistischen Aktivitäten zu ziehen ist. Darüber hinaus sollte noch mit denjenigen Szenarien gespielt werden, die die wahrscheinliche Entwicklung vorwegnehmen, die möglichen Risiken in der Geschäftsentwicklung und auch einen eventuellen höheren Erfolg berücksichtigen. Dabei kann man diese Szenariotechnik mit einer Umwelt- und Wettbewerbsanalyse untermauern.
# - Warum bringt Automatisierung alleine keine Verbesserung hin zu exzellente Logistik?
Eine Fokussierung auf Automatisierung erlaubt deswegen keine Rückschlüsse auf exzellente Logistik, weil sie Teil eines mechanistischen Weltbilds ist, der seine Berechtigung hat.
Exzellente Logistik beruht auf der optimierten Abwicklung eines kundenbezogenen Auftragsprozesses. Die Auswirkungen von Automatisierung sind abwicklungstechnischer Natur und müssen daher auch in der Betrachtung zur Gesamtverbesserung ihre Berücksichtigung finden.
Die Qualität der Prozessdurchführung hängt jedoch mehr von der Ausrichtung auf das Ergebnis als von der auf die Art und Weise der Durchführung der einzelnen Prozessschritte ab.

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Peter Totz Premium-Mitglied
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# - Welche Ansätze führen zu exzellenter Logistik?
Die letzten Jahre haben viele erfolgversprechende neue Ansätze in der operationalen Abwicklung hervorgebracht, die sich in weiterer Folge auch als Managementphilosophien durchgesetzt haben. Die theoretische Aufarbeitung dieser Ansätze brachte in der Art der Betrachtung einen Paradigmenwechsel, der sich langsam durchzusetzen beginnt.
Prozessdenken, Total Quality Management, Lean Management und Theory of Constraints sind hier die grundlegendsten Ansätze und viele weitere darauf zurückzuführende Methoden können leicht identifiziert werden.
Systemische Ansätze sind in der Managementberatung zwar schon etabliert, haben jedoch nur geringfügigen Durchschlag auf die operationellen Ebenen gefunden.
# - Warum kann man von einem Paradigmenwechsel sprechen?
Als Paradigmenwechsel bezeichnet man eine Änderung der grundlegenden Annahmen der wahrgenommen Welt.
Welche Haltung haben wir also bisher zu den möglichen Wegen der Geschäftsabwicklungen eingenommen, die gerade – wie z.B. die Logistik - in unserem Umfeld getätigt wird? Wir haben von Kosten gesprochen und diesen die Umsätze gegenübergestellt. Gleichzeitig war und ist das Denken in eigenen Königreichen Gang und Gäbe.
Welche veränderte Haltung suggerieren uns die neuen Ansätze? Sie erzählen uns, dass die Fokussierung auf die Kosten grundlegend falsch ist und durch einen erweiterten Blick auf Durchsatz, Inventar und Betriebskosten ersetzt werden soll. Je nach Sichtweise werden dabei Durchsatz und Inventar besonders hervorgehoben.
Zusätzlich wird immer mehr von einer Auftragsabwicklung gesprochen, die den gesamten Prozess berücksichtigt und darüber hinaus besonders in der Logistik zum Supply Chain Management geführt hat.
# - Werden diese Ansätze bereits innerhalb der Logistik angewendet?
In Teilen kommen diese Ansätze bereits innerhalb der Logistik zum Einsatz. Dabei kann man an die vielverwendeten Schlagworte des Lean Managements und des Supply Chain Managements denken.
Sieht man genauer hin, stammen beide Schlagworte eher aus dem Produktionsumfeld, als aus der Logistik. Besonders das Supply Chain Management ist ein Beispiel, welches als Erfolgsmodell die logistische Abwicklung der Zulieferkette übermächtiger Partner zeigt.
Als logistisches Modell ist die Supply Chain seit Mitte der 90-er Jahre in aller Munde. Es gibt jedoch derzeit keine offenen Lieferketten, deren sich alle Beteiligten zum allgemeinen Wohl bedienen können.
Erst in den letzten Jahren wurden auch in kleineren Firmen Supply Chain Manager mit der Koordinierung der einzelnen Teile der Lieferketten betraut. Dies lässt die Hoffnung zu, dass sich der Wandel allmählich aber doch durchsetzen wird. Die Logik dahinter, viele lokale kleine Optima durch ein globales Optimum zu ersetzen, ist stringent und es kann auch theoretisch belegt werden, dass das globale Optimum insgesamt die vielen kleinen schlägt.
Gleichzeitig gibt der Trend zur Kontraktlogistik zur Hoffnung Anlass, dass die Wichtigkeit der verbindenden Funktion der Logistik immer öfter gesehen wird und dadurch auch, wenn man selbst nicht genügend Potenzial besitzt, in die Hände von Spezialisten gelegt wird.
# - Helfen uns diese Ansätze in unserem Bestreben, exzellente Logistik zu betreiben?
Diese Frage kann dann klar mit Ja beantwortet werden, wenn man bedenkt, dass hier die Grundlage für ein erfolgreiches Wirtschaften zum Wohle des Kunden gelegt werden kann. Übergreifende Betrachtung des Abwicklungsprozesses, sowie der Produktions- und Lieferketten und die Refokussierung der Kennzahlen von Kostenbasiertheit auf durchsatz- und aufwandsgetriebene Kennzahlensystematiken helfen den Kundennutzen stärker im Blick zu behalten.

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Peter Totz Premium-Mitglied
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Hallo Herr Totz,
wir haben es mit einer gewissen Problematik zu tun: logistische Leistungen sind schwer vergleichbar. Ich habe schon mal die Idee gehabt, alle Parameter logistischer Leistungen in ein Skalar abzubilden, d.h. eine (reelle) Zahl, die als Mess- und Vergleichswert dienen kann. Da bin ich aber bisher nicht so wirklich weiter gekommen. Warum? Die Gewichtungsfaktoren und Bewertungen sind von Unternehmen zu Unternehmen und von Branche zu Branche verschieden. Eine Logistik bei Hermes kann ich nicht mit dem Fahrzeugversand eines Automobilherstellers in einen allgemeingültigen Vergleichsrahmen setzen, und den Ersatzteilversand eines Herstellers von Schiffsdieselmotoren wieder nicht zu den beiden vorher genannten.
Wenn ich mich in die Situation eines Kunden bzw. einer Unternehmensführung versetze (Logistik ist in jedem Fall eine Dienstleistung, ob extern oder intern), dann will ich, dass sie möglichst nichts kostet, dass meine Ware innerhalb eines halben Tagen bei jedem Kunden weltweit ankommt, und zwar in der bestellen Menge und Qualität und ggf. noch Reihenfolge (JIT/JIS). Mir ist es dann völlig gleich, ob die Pakete auf der Schulter getragen oder mit Staplern herumgefahren oder per Barcode oder RFID identifiziert werden, ebenso, ob sie aus einem Regal gepickt oder aus einem automatischen AKL ausgelagert werden.
Deswegen denke ich, gibt es viele verschiedene Beispiele exzellenter Logistik. Und dass diese entgegen der Kundenwünsche doch etwas kosten muss, ist ebenso klar wie dass die Steuersenkung durch Erhöhungen anderswo oder Wegfall bestimmter Leistungen gegenfinanziert werden muss.
Der Einsatz der Mittel ist von den Geschäftsvorfällen und Mengengerüste der Kunden abhängig, von der Art der Ware ebenso wie von den Auftragsstrukturen. Ein "Fleischwolf", in den ich die Kundenanforderungen vorn herein stecke und hinten das optimale Modell herauskommt, ist eher im Bereich des Wunschdenkens angesiedelt.
Um eine gute Lösung (ob sie dann optimal ist, hängt auch wieder von Berwertungskriterien ab) zu finden, braucht es nach wie vor erfahrene Berater und Planer, die aus einer Fülle bereits geleisteter Projekte und den Erkenntnissen aus den Universitäten und Hochschulen das richtige Konzept entwickeln.
Und dann gibt es ja meist eine Anzahl Randbedingungen, die das "Schnitzen aus den Vollen" wieder unmöglich machen, so dass letztendlich eine suboptimale, aber umsetzbare Lösung entsteht.
Die Preise, die auf dem Logistik-Kongress oder anderen Veranstaltungen vergeben werden, haben nach meiner Ansicht oft auch eine "politische" Komponente, die sich den fachlichen Kriterien durchaus überlagern kann.
Beste Grüsse
Guenter Nolte
PS: EIn unabhängiger Berater hat es natürlich auch einfacher als ein Hersteller von Anlagen, die schliesslich auch verkauft werden wollen ;-)
Dieser Artikel wurde am 24.10.2009 um 19:55 Uhr geändert.

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Guenter Nolte Premium-Mitglied Gruppenmoderator
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Guten Abend,
die Frage nach der excellenten Logistik kann man so direkt gar nicht beantworten. Es hängt einfach sehr stark vom Kundenwunsch ab.
Wenn der Kunde zufrieden ist haben wir unseren Job gut gemacht. Damit kann ich sagen wir haben eine excellente Logistik.
Unsere Kunde bei SK Fashion wird individuell betreut von der Abholung im Hamburger Hafen bis hin zur Auslieferung in den Filialen mit Müllentsorgung bieten wir das komplette Paket an. 100% zugeschnitten auf den Kunden.
Jetzt sagen vielelicht einige - gut - Hamburg abholen umpacken und AUsliefern das kann jeder. Klar kann das jeder - nur jetzt kommt unsere excellente Seite.
Innerhalb von 6 Werktagen im Durschnitt gerechnet von der Abholung im Hafen bis hin zur Kundenbelieferung stellen wir die Artikel zu. Alles ohne Automaten - wir schaffen noch Arbeitsplätze (Manpower)
Wir liegen bei weit über 95% Erfolgsquote in der Zustellung mit eigenem Netzwerk über Jahre aufgebaut.
Und der Hammer bei uns - die Filialen bekommen täglich Ihre Ware in ganz Europa !!! Natürlich mit Ausnahmen wie Teneriffa die bekommen alle 3 Tage Ware. Aber der Rest ganz Spanien/Frankreich/CZ etc alle täglich alles durch das eigene Netzwerk.
AUtomaten würden vielleicht das Leben erleichtern gar keine Frage - aber unser Kunde und auch mein Chef haben ganz klare Vorstellungen - wichtig in dieser Vorstellung ist der Faktor Mensch. EIne Maschine kann ich zwar gegentreten - aber wenn er mal Mist baut kann man der maschine nicht die Meinung sagen und das ist ein wichtiger Faktor. Man möchte Menschen arbeit geben und nicht wie in vielen Bereichen Sie ersetzen durch einen Roboter oder einen Sorter.
Aber wie gesagt excellent definiert sich nur über den Kunden - ist er glücklich dann bin ich es auch !
Dazu auch ein Bericht der ganz interessant ist:
Logistikmanager unterschiedlicher Branchen bescheinigen externen Logistikdienstleistern eine strategisch wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Wirtschaftlichkeit ihrer Auftraggeber zu unterstützen. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage von Capgemini Consulting unter mehr als 1.000 Logistik-Führungskräften und Logistikdienstleistern in Amerika, Europa und Asien. Ein weiteres Ergebnis zielt auf die Kosten ab. So erwarten die Befragten etwa, dass sich die Ausgaben für ausgelagerte Dienstleistungen von rund 66 Prozent in Europa in den nächsten fünf Jahren weiter erhöhen werden.
Wegen hoher Kosten sind 60 Prozent der Studienteilnehmer dabei ihre Dienstleisterbeziehung und ihre Lieferkette zu überdenken. 82 Prozent der Unternehmen haben bereits begonnen, Maßnahmen zu ergreifen, um Kosten zu sparen. 77 Prozent der Befragten wollen daher die Vorhersagbarkeit und das Warenbestandsmanagement verbessern. Auch die stärkere Umschichtung von fixen zu variablen Kosten steht auf der To-do-Liste. Neue Märkte in den Fokus zu nehmen sind für 56 Prozent der Befragten entscheidend. Dreiviertel der befragten Manager stimmen darin überein, dass auch eine strategische Beziehung zu ihren Logistikdienstleister helfen würde, Kosten zu sparen.
Allerdings wünschen sich Logistikmanager, dass sich Dienstleister intensiver mit dem speziellen Geschäft des Auftraggebers beschäftigen. Dienstleister dagegen wünschen einen offeneren Umgang mit Daten des auftraggebenden Unternehmens. Mehr als die Hälfte der Auftraggeber bemängeln zudem den Punkt IT-Integration. Real-time-Schnittstellen im Auftragsmanagement und rechtzeitige Vorhersagen der Nachfrage stehen hier ganz oben auf der Wunschliste. Was kritische Punkte angeht, sind Dienstleister und Auftraggeber offenbar häufig einer Meinung.
Allerdings scheiden sich die Geister beim Thema Selbsteinschätzung. 82 Prozent der Dienstleister glauben, innovative Vorschläge zur Verbesserung logistischer Abläufe zu liefern. Nur die Hälfte der befragten Kunden bestätigten dies. Rund dreiviertel der Logistiker gaben zudem an, ihren Service verbessert zu haben. Nur etwas mehr als die Hälfte der Auftraggeber sieht das auch so.

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Patrick Tilli
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Hallo Herr Nolte,
Sie haben recht mit Ihrer Aussage, dass unabhängige Berater sich leichter an den Kundenwünschen orientieren, als Hersteller von Anlagen. Trotzdem behaupte ich, dass auch die Hersteller sich in die Lage ihrer Kunden versetzen und diesen helfen können exzellente Logistik zu betreiben.
Wenn exzellente Logistik die (End-) Kundensicht im Fokus behält und kann ich mir sehr wohl vorstellen, dass diese Leistungen auch honoriert werden. Bei Leistungen, die transparent gemacht werden können, kann man mittels einer - auch finanziellen – Gegenleistung eine Win-Win Situation schaffen.
Optimale Lösungen berücksichtigen die Randbedingungen. Lösungen, die der Theorie entspringen und ohne den Abgleich mit den wirklichen Gegebenheiten implementiert werden, sind weit entfernt davon das Optimum aus der Situation des Agierenden und seines Kunden zu generieren.
Ich persönlich glaube auch, dass die Ansicht, dass Logistik nichts kosten völlig verfehlt ist. Vielmehr muss eine Leistung erbracht werden, die daher honorationsfähig ist.
Ob man Logistik in ei Skalar fassen kann, bezweifle ich, ob der vielen – auch von Ihnen erwähnten - unterschiedlichen und unabhängigen Parameter. Logistik ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Mein Ansatz geht vielmehr dahin, die logistischen Kennzahlen endlich in ein betriebswirtschaftlich gängiges Kennzahlensystem, wie das des ROI oder der Balanced Scorecard, zu integrieren. Dies kann von einem Berater, ob unabhängig oder nicht, auch in unterschiedlichen Unternehmen implementiert werden. Ich bin der Ansicht, dass daran in Zukunft, weder für uns Dienstleister an der Logistik, wie an den operativen Logistikern selbst, kein Weg vorbeiführt.
Beste Grüße,
Peter Totz

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Peter Totz Premium-Mitglied
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Hallo Herr Tilli,
ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Logistik und finde, dass Sie Ihre Leistungen absolut herausstreichen können.
Der Faktor Mensch ist sicher immer zu beachten. Teil der Überlegungen eine Automatisierung zu initiieren ist oft, dass Arbeitskraft in unseren Heimatländern teurer ist als in anderen Ländern und man die Wettbewerbsfähigkeit durch die effizientere Leistungserbringung ersetzt. Den Menschen ganz zu ersetzen ist jedoch weder möglich noch sinnvoll. Auch kann Automatisierung die in dem Betrieb arbeitenden Menschen unterstützen.
Vor wenigen Jahren haben ein Kunde und ich eine teilautomatische Anlage in Betrieb genommen, bei der die Arbeiterinnen mir 6 Monate später freudestrahlend berichtet haben, dass ihre Arbeit durch die Umsetzung stark verbessert worden ist. Sie konnten nach der Arbeit heimgehen, ohne vor lauter Rückenschmerzen unfähig zu sein, den Abend zu genießen.
Beste Grüße,
Peter Totz

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Peter Totz Premium-Mitglied
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Guten Morgen allerseits,
hinsichtlich der Frage Automatisierung oder nicht muss man die Gegebenheiten des zu fördernden Materials und die Mengengerüste sowie saisonale Schwankungen immer berücksichtigen. Auf keinen Fall sollte man eine Glaubensfrage daraus machen, sondern sich stets die Zahlen und Fakten ansehen.
Im Textilbereich habe ich mit vielen Dienstleistern und Handelsunternehmen gesprochen, da wird tatsächlich relativ häufiger das Handling mit Erfolg und wirtschaftlich manuell durchgeführt. Obwohl es auch in diesem Bereich durchaus spezialisierte Fördertechnik-Lösungen gibt (so berichtete psb kürzlich über eine trolleylose Fördertechnik für Hängeware
http://www.mm-logistik.vogel.de/foerdertechnik/articles/2314... ).
Dass der "Fakor Mensch" eine zentrale Rolle spielt, gilt überall. In automatisierten Anlagen gibt es weniger Personal, aber dafür müssen die Leute im Leitstand und an den Schnittstellen zum System besonders gut und sorgfältig arbeiten.
Ich hatte z.B. in einem meiner letzten Projekte im Bereich Lebensmittel automatische Depalettierer im Einsatz. Voraussetzung für die Anwendung war, dass die zu depalettierende Ware artikelrein ist. Wenn der Staplerfahrer "geschlafen" hat und eine Mischpalette aufgesetzt hat, gab es natürlich massig Fehler, und die Filialen bekamen falsche Ware oder sogar am Depalettierer gab es Probleme mit unterschiedlichen Gebindegrößen.
Was die KPIs und Bewertungsgrössen angeht, haben wir ein spezielles Forum hier in der Gruppe.
https://www.xing.com/net/logistik/logistik-kennzahlen-logist...Leider sind wir in den Diskussionen dort auch nicht so richtig voran gekommen. Tragen Sie gern Ihre Ideen bei, um das Thema voran zu treiben. Meine ursprüngliche Idee war eine "nach oben offene Richterskala" der Logistik, wo 1 der beste Wert ist und jeder grössere Wert noch Potentiale birgt. Wobei natürlich jede Menge Gewichtungsfaktoren für die Eingangsgrössen gesetzt werden müssen - und da kommt dann wieder persönliches Ermessen ins Spiel.
Herr Tilli, auf jeden Fall wenn Ihre Kunden mit Ihren Leistungen höchst zufrieden sind, ist das anerkennenswert und kann durchaus nahe bei der "1" liegen.
Beste Grüsse
Guenter Nolte

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Guenter Nolte Premium-Mitglied Gruppenmoderator
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Hallo an Alle,
wie kann es weitergehen?
# - Wie kann man exzellente Logistik implementieren?
Exzellente Logistik kann man nicht per se implementieren, sondern nur durch stetiges Bemühen in Richtung auf Kundenzufriedenheit und langfristigen Erfolg hin erreichen. Implementiert man ein neues System kann man auf den Deming-Kreis (plan, do, check, act) – Deming selbst referenziert auf den Shewhart Cycle (Plan, Do, Study, Act) – zurückgreifen und diesen, ohne über eine der Stationen hinwegzuspringen, zuerst in der Lernphase durchlaufen. Dies sollte geschehen, bis man eine profunde Wissensbasis für die Implementierung geschaffen hat. Später, wenn das Ergebnis sich stabilisiert hat, kann man diese Arbeitsweise für eine kontinuierliche Verbesserung heranziehen.
Ausgehend von dieser Betrachtung kann exzellente Logistik nur dann als gegeben angesehen werden, wenn sie auf den Kunden und damit auf den langfristigen den ökonomischen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet ist und ein Prozess der kontinuierlichen Verbesserung in Gang gesetzt wurde, der ein Stehenbleiben auf dem Status Quo verhindert.
# - Was sollte man über exzellente Logistik lernen, bevor man an eine Implementation herangeht?
Sehr viele Unternehmen begehen den Fehler, eine neue Abwicklung ihrer logistischen Aktivitäten anzugehen, ohne sich klar darüber zu werden, was sie damit erreichen wollen bzw. können.
Viele Unternehmen haben das Potenzial selbst, die Kenntnis über die Bedürfnisse ihrer Kunden so zu formulieren, dass diese in eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg zielende Ausrichtung münden.
Die meisten Unternehmen scheitern daran, die Kundenbedürfnisse in eine Strategie zur Anlagenplanung umzusetzen. Hier helfen Berater und – meistens in dieser Phase noch kaum wahrgenommen – Zulieferer, die als langfristige Realisierungpartner ins Boot geholt werden.
Es zählt zum wahrscheinlich größten Unsinn in der Anlagenerstellung, nicht auf eine langfristige Partnerschaft hinzuarbeiten. Die Partner werden meist zu spät ins Boot geholt und zu früh wieder gehen gelassen.
Gerade in der Planungsphase kann ein kompetenter Partner wertvolle Hilfestellung leisten, die es dann ermöglicht, während des Betriebs in kurzer Frist bei weitem mehr Nutzen zu generieren, als bei einem Bieterverfahren am Anfang hereingeholt werden kann. Dies gilt auch für die Beratung.
Selbst nach der Installation kann ein eingebundener Partner - durch seine Erfahrung im Umgang mit diversen Systemen und seiner unterschiedlichen Sichtweise - immer wieder wertvolle Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten geben.
Beste Grüße,
Peter Totz

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Peter Totz Premium-Mitglied
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