Logistics
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Wolfgang Arnold Premium MemberThe company name is only visible to registered members.Fragen zur Auslegung von Hochregallagern, Vorzonen und Kommissionierbereichen.
Ich bin Dipl. Ing. Maschinenbau und bearbeite derzeit ein Projekt mit dem Module für eine Simulationssoftware erstellt werden sollen, um komplette Logistikzentren darstellen zu können.
Hierdurch wird erwartet, in Zukunft schneller und kostengünstiger Simulationen im Bereich der Logistik ausführen zu können, um dort die Auslegung oder Problembehebung von Hochregallagern besser durchführen zu können.
Für einen Beitrag zu folgenden Fragestellungen wäre ich sehr erfreut:
1. Inwiefern reichen die Leistungsnachweise für die Spielzeiten von Hochregallagern nach FEM 9.851 in der Praxis für die Regalauslegung aus? Diese sind ja doch durch den Parameter a (abhängig von Lagerdimension und RBG-Geschwindigkeit) etwas eingeschränkt.
2. Wie häufig sind Sonderfälle wie z. B. 2 Lastaufnahmemittel mit zweifachtiefer Lagerung oder Hochregale mit zweifachtiefer Regalgasse, die von der FEM 9.851 nicht abgedeckt werden?
3. Wie häufig besteht Bedarf an der Berechnung von Maximalbelastungen mit Lagerbeschickung über Mengenanalysen, ABC-Bewertungen oder real vorgegeben Kundenaufträgen?
4. Besteht evtl. auch Bedarf an einer Vorberechnung der Lagerbewegungen um mit möglichst vielen Doppelspielen die mögliche Maximalbelastung zu erhöhen?
Beiträge mit Anhang könnten auch an meine E-Mail arnold@imatech.de gesandt werden.
Für jeden Beitrag zu diesem Thema wäre ich dankbar, da es so weit wie möglich praxisnah sein sollte.
Herzliche Grüße aus Niederbayern
Wolfgang Arnold
- 03 Jun 2009, 5:50 pm
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Guenter Nolte Premium Member Group moderatorThe company name is only visible to registered members.Re: Fragen zur Auslegung von Hochregallagern, Vorzonen und Kommissionierbereichen.
Guten Abend Herr Arnold
Wolfgang Arnold schrieb:
Ich bin Dipl. Ing. Maschinenbau und bearbeite derzeit ein Projekt mit dem Module für eine Simulationssoftware erstellt werden sollen, um komplette Logistikzentren darstellen zu können. Ich könnte Ihnen eine Freeware nennen:
http://www.wirthsim.com zum Runterladen. Eine noch anspruchsvollere Version erhalten Sie für relativ kleines Geld - schauen Sie es einfach mal an. Das Rad muss ja nicht immer neu erfunden werden.
Für einen Beitrag zu folgenden Fragestellungen wäre ich sehr erfreut:
1. Inwiefern reichen die Leistungsnachweise für die Spielzeiten von Hochregallagern nach FEM 9.851 in der Praxis für die Regalauslegung aus? Diese sind ja doch durch den Parameter a (abhängig von Lagerdimension und RBG-Geschwindigkeit) etwas eingeschränkt. Die FEM sagt über eine Systemleistung erstmal gar nichts aus. Da können Sie messen und festlegen, wie viele Paletten oder Behälter einen Punkt im Materialfluss in der Zeiteinheit durchlaufen oder wie viele Einzel- und Doppelspiele das RBG in der Stunde macht, aber das ist in den meisten Fällen nicht realistisch für die Systemleistung.
Da fliessen nämlich Artikel- und Auftragsstrukturen ein, Reihenfolgeprobleme, Strategien, die im LVR abgelegt sind etc. Aslo Äpfel und Birnen.
2. Wie häufig sind Sonderfälle wie z. B. 2 Lastaufnahmemittel mit zweifachtiefer Lagerung oder Hochregale mit zweifachtiefer Regalgasse, die von der FEM 9.851 nicht abgedeckt werden? inzwischen sehr häufig. Und da kommen dann nochmal Artikel- und Auftragsstruktur hinzu - und zusätzlich der Füllgrad des Lagers. In der Praxis sieht es dann beim Leistungstest so aus, dass die Leistung in den ersten 15 Minuten ganz gut aussieht und dann extrem abfällt. Warum? Naja, jeder zweite Behälter steht "hinten", d.h. der davor stehende muss erstmal umgelagert werden - schon ist die Leistung dahin ...
3. Wie häufig besteht Bedarf an der Berechnung von Maximalbelastungen mit Lagerbeschickung über Mengenanalysen, ABC-Bewertungen oder real vorgegeben Kundenaufträgen? aus meiner Sicht immer. Und dann müssen Sie noch klären, wieweit die Situation beim Leistungstest reproduzierbar ist. Sonst streiten Sie mit dem Kunden am Ende bis in alle Ewigkeit - oder Sie lassen den Preis nachträglich nochmal signifikant nach. Gewinne ade...
4. Besteht evtl. auch Bedarf an einer Vorberechnung der Lagerbewegungen um mit möglichst vielen Doppelspielen die mögliche Maximalbelastung zu erhöhen? das können Sie gerne berechnen, aber wie ist es später im wirklichen Leben? Wenn Sie dann nicht die erforderliche Anzahl von Doppelspielen erreichen können, haben Sie wieder was zum Streiten mit dem Kunden ...
Für jeden Beitrag zu diesem Thema wäre ich dankbar, da es so weit wie möglich praxisnah sein sollte. ich kann Ihnen meine Unterstützung als externer Berater anbieten. Erfahrung aus zahlreichen Grossprojekten mit Leitung der Inbetriebnahme und Durchführung der Abnahmetests bringe ich mit. Und habe auch Erfahrungswerte Simulation - Wirklichkeit.
Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Interesse haben und ein Budget dafür bekommen - sonst: Risiko!
Mit freundlichen Grüssen
Guenter Nolte
- 03 Jun 2009, 9:01 pm
